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und verfertigt,: ,'n seinem Vaterlande viele groß«
. Kirchcnarbeiten. Er starb ledigen Standes 1697.74. I. .alt. 7> Johann Jacob, Wvlfgang Phi-livvs Sohn, Kupferstecher, starb nebst zweyen sei-ner Bruder i» der Blüthe seiner Jahre. 8) * Lu-cas , des altern Dartholmö Sohn, geb. zu Aug-spurg 1^79. lernte bey Dominicas Cnstos, seinemStiefvater, der ihn nebst seinem Bruder Wolfgangnach Italien reise» ließ. Er arbeitete sehr meister-haft mit dem Grabstichel, nach Spranger, Rot-tenhammer, C. Schwarz, Cornelius van Harlem,u. s. f., und erhielt nach Egidius Sadeler den er-sten Rang. Die riescnförmige Statue des Erzen-gels Michael an dem Rahhause zu Augspurg isteine seiner schönsten Arbeiten. Er st. ibZ 7 - SeineWerke schätzt man auf 25 ». Blätter. 9) * MarcPhilipp, Wolfgang Philipps Sohn, ein Kupfer-stecher , starb in blühenden Jahren, -») Paul,sein Bruder und Kunstgenoß, halte gleiches Schick-sal. ii) * Philipp, geb. 1628. lernte bey seinemVater Wolfgang, und reiste init seinem BruderJohann nach Italien . Seine Werke, mit wel-chen er viele Bücher zierte, sind sehr zahlreich, undfindet man über diese, mehr als lö». einzelne Blat-ter von seiner Arbeit. Die Bildnisse seines Bru-ders Bartholonie und des Thiermalerö I. Hein-rich Roos , zeigen seine Starke in dieser Kunst.Er st. ibgZ. 12) * Philipp Andreas, GeorgsSohn, geb. 171g. lernte das Stechen bey I. An-dreas Friederich , und zu Nürnberg bey I. Mar-tin Preißler. Er verfertigte einige schöne Blätterfür die Dresdnergalerie, arbeitete nach Dergmülrler, Grasn, Hölzer, Mcytens, Schrffler» u. s. f.und bediente sich einer angenehmen Manier. Ergab, nebst vielen andern Arbeiten, eine Kupfer-bibel von 1Z0. Blättern nach den Zeichnungen derberühmtesten Künstler, und starb i7bs^ in seinenbcßten Jahren. iZ) * Wolfgang, des ältern Bar-tholomo Sohn, geboren i 58 i. lernte bey seinemStiefvater Dominicus Custos. Er arbeitete in Ita-lien nach Paul Veronesc, Jacob da Ponte Baffano,Paul Farinato, Tintoret, u. s. f. Unter seine vor-nehmsten Werke zählt man das Friedensfest zu Nürn-berg i6,jg. nach Joachim von Sandrarts Gemälde,und einen sehr großen Grundriß von der StadtAugspurg. Er starb über 8». I. alt. Sein Werkbesteht in ungefähr 25 ». Stücke», i^i * Wolf-gang Philipp, Philipps Sohn, geb. i 65 .j. arbei-tete, nach gethane» Reisen, für seine» Vater undOheim; in >7»j. zog er nach Nürnberg , und»72s »ach Königsberg , wo er ,702. starb. Erwar in seiner Kunst nur mittelmäßig.
*RiIligren (Anna), eine Engländerin, malteihr eigen Bildniß, welches I. Bcckels und A.Blootcling gestochen haben.
Rinder (I. de), niederländischer Bildhauer,verfertigte das Grabmahl der Familie von Alva-rado in der Dominieanerkirche, und drey Statüenan der Vorderseite des DcckerzunfchauscS, beydejn Brüssel . f'ui/aLe ste percamz-r.
* Ring (Carl), ein Engländer, war königli-cher Hofbildhauer zu Berlin . Er arbeitete sehr sau-ber in Hol;, sowohl Basreliefs als Anderes, vor-nehmlich aber Früchte und Blumen. Er st. 17H6.z» Berlin , »nd brachte sein Leben fast über i«o.Jahr«. Sein Sohn Carl Friedrich, ein guterBildnißmaler, lernte bey Anton Besne. Er giengnach Halle und starb daselbst - 758 . ungefähr ö».I. alt. Er hat ein artiges Blatt nach Laueretgketzt. — Philipp Ring. Carls ziveyter Sohn,lernte auch die Malere» und erhielt von KönigFriedrich Wilhelm eine Pension; allein durch seinelüdcrliche Lebensart gerieth er in solches Elend,daß er im Hospithal de la Charitö sein Leben un-gefähr 4». I. alt endigen mußte. kJachnchr. v.Runstl. k. 5h.
* — — (Daniel), englischer Kupfer ctzer, lerntebey Wenzel Hollar . Er gab eine Sammlung vonallen Eachedralkirchen und Klöstern des KönigreichsEngland auf 8r. Dl. Eemmlcr.
* Rl'ig (I.), Kupferstecher in England, ar-beitete nach I. Brouwer, A. Bloemaert, A. Coyppel, I. M. Nattier, I. Rottenhammer, Tissens ,Sadeler, u. s. w.
Rinr (Theodor), geb. in Haag -676. lernte beyConstantin Netscher . Er war einer der glücklichstenKünstler seiner Zeit; gleichwohl verließ er die Ma-lere» und legte sich auf die Butterhandlung, wo-durch er einen großen Reichthum erlangte. Rinrkam 1706. in die Malergescllschaft, und bekleidetelange die Stelle eines ihrer Vorsteher. Er lebtenoch 175». und die Kunstliebhaber konnten in seinerBehausung verschiedene Proben von dessen Ge-schicklichkeit sehen, va» 600/ I. H14.
* Rip (I ), englischer Kupferetzer um 1700.S. L. Rniff.
Rirby (Josua), königlicher Perspectivzeichnecund Professor dieser Kunst in der 17H9. zu London neuerrichteten königl. Maleracademie, schrieb: l's?erspective ok Hrckitecture etc. d. j. die Per-speciv der Architekturen in zwey Theilen, ein gamneues Werk, aus den Grundsätzen des D-LrookTaylor und nach zwey einzigen Regeln von einerallgemeinen Anwendung hergeleitet. London beyDavies 1761. (II. V»I. in Folio).
* Rirchal oder Rirkhal (Eduard), engli,scher Kupferstecher, lebte um 175». Man hatvon ihm verschiedene in Schwarzkunst gearbeiteteWerke; neben Anderm eine Sammlung von zehnScestücken nach dem jünger» Wilhelm van de Beide,die er öfters blau abdrucken ließ. Dreyßig Blät-ter von seltenen Pflanzen nach I. van Huysn»,.Er hat auch eine Sammlung von Handrissen gros-ser Meister in eben dem Geschmacke und der Ma-nier, wie er sie vor sich hatte, ausgearbeitet. Eswäre aber zu wünschen, daß er die Stärke derOriginale besser erreicht hätte. Laua». — Ebendieser, oder ein andrer Rirkhal, war ein treflicherFormschneider. Er ahmte des Hugo da Carpi Ma-nier sehr wohl »ach, und seine Holzschnitte kamenden Kupferstichen gleich. Er lebte um 172».BlainviUe IV. Hog.
R irchner (Gottlieb), Bildhauer und Modell,Meister aus Meisten; kam in den letzten Jahren sei-nes Lebens nach Berlin , wo er Verschiedenes gear-beitet, sonderlich viele Modelle in Thon verfertigthat. Er malte auch zum Zeitvertreibe in Oel. Nach-richten von Rünsil. l. 57.
* Rirchinghain (Joh.), englischer Minia-turmaler; ward 177». Mitglied der Königl. Akade-mie zu London . Er eine auch nach R. E. Pine, I.^Bardieri u. s. w. N- Libl. schön, w-ssensch.
* Rirrel (Joh.), Medailleur und Petschier.siecher zu Brcslau; blühte um 17»» Lochner u.dlumimu. klist. enthalten verschiedene Stiche nachseinen Schaumünzen.
RIaase (Peter), Maler von Harlem , war desrJülaiis Bergbekns Vater. Er ward in Abbildunglebloser Gegenstände, die er nach der Natur stu-Virte, berühmt.
Rlaasens ( ), Ecschichtsmaler von Ant-
werpen ; studirte zu Rom , wo er in der niederländi-sche« Künstlergesellschafk den Bcynamen Ulyr be-kam. //ottbraben II. k->. 19. Dieser ist vielleichtderjenige volkerr Rlaes; von Harlem , von wel-chem Kandrarr I. 217. sagt: er habe sehr schöneStücke für die Glasmaler gezeichnet.
^ Rlaß ( ), Maler aus Sachsen , lernte bey
Joh. Casanova, und ahmte in Zeichnungen seinesLehrmeisters ausführliche Manier nach. Er zeichnet«gleich gut »ach Antiken und nach der Natur. —Sein * jüngerer Bruder studirte das Laudschaftma-lcu nach Salvakor Rosa u. s. w. bl Libliorh.schön, wisse»sch. XVI. ii 5 .
Rlauher oder Rluber (Joh.), malte umdie Zeit des Conciliums zu Basel den Todtenlan; derdastgen Predigerkirche, welchen sein Sohn Hane