Band 
Erster Theil.
Seite
351
JPEG-Download
 

Krabbe.

Brabbe (Anna), Malerin und Dichterin inDänemark ; st. 1618. Man zeigt von ihrer Handj,i der königl. Bibliothek zu Kopenhagen die Bild-nisse aller Könige dieses Reichs von Dan bis aufChristian V. mit Versen von ihrer Erfindung. Siekömmt bey andern Schriftstellern unter dem Na-men Schramm vor. O. p. 28g.

Braebenberger. S. den Art. Remb.

* Ära er ( ), unbekannter Landschaftsma-

ler, arbeitete in dem Geschmacke der Ferg undBrand aus Wien . Er wird von M Oesterreich inBeschreibung des Kabinets von I. G- E. 46.und 47. angeführt.

* Brafr (Adam), Baumeister von Nürnberg ,dessen prächtige Werke in vielen Orten Deutsch-lands zerstreut sind, werden von Doppelmayr S.178. weitläuftig beschrieben. Er st. 1H07. in demSpichal zu Schwabach . Murr S. 48 .

* — — (David), guter Bildnissemaler in

Schweden , malte auf Befehl der nachmaligen Kö-nigin Ulrica Eleonora das Bildniß ihres BrudersCarl XII. , welches diesem König, der sich ungernabschildern ließ, allzu kenntlich vorkam, daher er denKopf mit einem Federmesser aus dem Gemäldeschnitt. Nach des Grafen von Teßin Bericht I.108. soll Brafr theils aus Mangel der Arbeit, theilswegen schlechter Bezahlung zuletzt in der Kunst sehrabgenommen haben. Er blühte um 1710. I Smithund P. Laniö haben gemcldtes Bildniß in Kupfergebracht. C- Fritsch, Fiquet, Spielberg u. s. w. ha-ben auch nach ihm gestochen, III. 167.

* — — (Ioh. Ludwig oder Lorenz), berühm-ter Kupferstecher zu Brüssel , gab ,7öä. Iresor clekables okoi8l68 öes plus oxcsI 1 eri 8 N^tko 1 oAl 8 -tes, mit i 5 c». Kupferstichen geziert. Er arbeiteteauch nach Rubens u. s. f. Ferner hat man von ihmalle Bildnisse zu einer allgemeinen Geschichte desHauses Oesterreich, welche >744. zu Brüssel in dreyFolianten gedruckt ist. 6a,räe//mi. — Brafr, einMedailleur, arbeitete um 1770. zu Wien .

Brafr er (Marcl, ein Mann von angesetzt,ein U.sehr reichem Geschlechte zu Augsburg ; verdient un-ter den Künstlern bemerkt z» werden. Er zeichnetemit erstaunendem Fleiße, wiewohl bloß zu seinemVergnüge», mit der Feder. Man sieht historischeBlätter von seiner Arbeit, die er nach A. DürersStichen kopirt hat. Er lebte um 1090. von Ster-ken Brief VII.

* Brahe (Lampert), niederländischer Künstler,studirte zu Rom , wo er für eine Kapelle der KircheS. S. Ouaranta Martiri eine Tafel malte, welchedas Bildniß des H. Petrus von Alcantara vorstelltSpäterhin ward er Galeriedircktor zu Düsseldorf .JmJ. 1769. machte durch ein gedrucktes Blatt be-kannt, daß er Vorhabens sey, vermittelst einer Un-terschrift, die 24. Gemälde des A. van der Werf,in gedachter Galerie, in Schwarzkunst zugeben. IM.

*Bra,lrer (Gabriel), Schreiner, kais. Leibtra-bant und Guardipfeiser, zeichnete und etzte cine Ar-chitectura und ein Schweifbüchli, jedes von 24.Blattern. Johann Bussemacher , ein Kunsthändlerzu Cölln, gab das letztere von diesen beyden Werk-lein itzii. ans Licht.

— — (Helfreich). S. den Art. G. des Ma-rse«, seines Lehrmeisters.

Branach oder Bran ich, Beyname von Lu-cas Müller.

Branevelr. S. Braanevelr.

* Braus (C. A.), Maler aus Sachsen , arbei-

tete zu Paris , wo er 176h. starb. Seine Gemäldestellen gemeiniglich Bambochaden vor. Man hateinige von seinen Erfindungen gestochen; unter an-dern: 1a Llisullrstte, und la 8ans embar-

ra8, von le Vasseur. p. 61.

* — — (FranzV Maler von Augspurg, giengnach Venedig , wo er des Ioh. Baptist Piazetta

Krik. zzl

Schule besuchte. Er hielt sich einige Zeit zu Bern auf, malte auch einen Theil des Gewölbes in derAbteykirche zu Maria-Einsiede!» in der Schweiz ,und starb daselbst um 17HH. ungefähr 5 o. I. alt.Dieser Maler hatte die Schwachheit, daß er seineeigne Arbeit zu hoch, und andere zu gering schätzte;indessen besaß er wirklich große Theile in der Kunst.Er zeichnete sehr gut, besonders Hände und Füße;sein Genie war nicht allzufruchtbar, aber sein Coloritist stark und gelblicht. Sein Pinsel ist leicht und seineZüge fest, zuweilen trocken, zuweilen glänzend Eini-ge von seinen Gemälden sind allzuschwarz, weil erdurch diese Farbe die Kraft herausbringen wollte.Er bediente sich viel des Beergelbs und des Auri-pigmenks; daher seine Gemälde, die anfangs sehrkräftig waren schon frühzeitig absterben, so daß zubefürchten ist, unsere Nachkommen werden wenigNutzen aus einem Theile seiner Arbeit ziehen kön-nen. Gleichwohl kann er unter die guten Künstlergezählt werden. Seine vornehmsten Werke befindensich in der Kärthause zu Dijon. //aZ-ecior« p. 2Z9.

* Bräus (Georg Melchior), geb. zu Frankfurt am Mayn 1727 lernte bey I. Heinrich Tischbein,Hofmaler zu Hesseu-Cassel. Er that eine Reise nachParis , wo er nach Greuze studirte, und allda fünfJahre blieb. Braus malte meist kleine Gesellschaf-ten, wovon etliche zu Paris in Kupfer gestochenworden. Er ward 1768. Mitglied der kais. Künstler-acadcmie zu Wien

* — — (Ioh Jacob), Schreiner zu Ang-spurg, legte sich auf die Baukunst, welche er beyElias Hott erlernte, und gab den Bau der H Kreuz-kirche an. Er machte auch Riste von derselben, wiesie vor ihrer Zerstörung in dem dreißigjährigenKrieg, und seit der Wiederanfbauung ausgesehen,welche sein Vetter I. Ulrich Kraus in Kupfer ge-bracht. Erst. 1672. öl I. alt. — Sein Sohn,Ioh.Ja ob, übte gleiche Kunst, und st. ,701. 69. 1 . alt.von Srerren Brief VIll.

* — — (Ioh. Ulrich), Schüler und Tochter-mann Melchior Küssels, war ein sehr fl ißiger undverdienter Kupferstecher zu Augspurg. Er verfertigtesehr schöne peripeckivische Blätter und drey ver-schiedene Bibelwerke. Man hat auch von ihm kleineKopien nach G. Lairesse's Werken. I. I. hater nach einer Zeichnung von Andreas Graf zuNürnberg, die St. Peterskirche zu Rom mit beson-dern, Fleiße sehr groß gestochen und dem Bischofvon Passau zugeeignet. Weil aber die dafür gehossteBelohnung lang ausblieb, ward er verdrießlich dar-über, und zerschnitt die Platte, um etwas andersdarauf zu arbeiten. Kaum war es geschehen, sobekam er eine Bestellung, 3 <m. Abdrücke, jeden fürdrey Zechinen, nach Rom zu schicken. Hierauf hater diese Kirche nochmals ausnehmend schön undfleißig in Jmpcrialsormat geetzt und gestochen. ErWard an verschiedene große Höfe berufen; allein erzog seine Freyheit vor, und blieb im Vaterlande, woer 17,9. 64 J. alt starb. v. Srerren Brief VIII. —Georg Braus, Maler, war des Heinrich PoppLehrmeister. — * Johanne S-b-lle Braus. S.den Art. ihres Ehemanns I. M- Rüssels. —

E Braus, etzte neben Andern, einige Bildnisse vonAerzten u. s. w. — « I T- Braus zeichnete dievornehmsten Garten zu Auaspurg, die hernach vonCarl Remshart gestochen wurden.

Breseli. S. Greseli.

Rreß (Hieronymus ). S. L. Groschupp.

Rrieg (Carl), deutscher Maler, von welchemman ein mit 168». bezeichnetes emblematisches Ge-mäld in dem Rathhause zu Lübeck sieht. Nachr. v.Bänstlern II. 76.

Briegel (Lucas). S. Bräger.

Rriegstein od. Eaesaropirenus (Mel-chior) Formschneider zu Augspurg, schnitt um ihhc».die Bilder zu den Geschlechtsbüchern selbiger Zeiten,von Srerren Brief VII.

Rrik (Gerard van). S. den Art. Johann deiLanipo, seines Lehrmeisters.