Band 
Erster Theil.
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358
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358 Lanfrarii.

aber in gehöriger Entfernung betrachtet, zeigt essich in seiner wahren Gestalt. Er pflegte deswegenzu sagen: Die Luft male für ihn. Seine vornehm-sten Werke sind zu Rom, Neapel und Piacenza . DiePabstePaul V. und Urban VIII. überhäuften die-sen vortreflichen Künstler mit Ehren und Gütern.Er starb zu Rom 1647. 66. I. alt, und ward in derKirche St. Maria in Lrastevere begraben. Ueberobige mit S. Badalocchio verfertigte Stiche, hatman noch zwey andere Blatter von seiner Hand. Dietreflichen Kupferstecher C. Bloemaert, F. Aquila,C. Ccsio, N Äorigny, St. Baudet u. s. f. habennach ihm gearbeitet. Sein Werk wird auf 5c». Stü-cke geschätzt. i p. 226.

* Lanfran» (Jacob), Bildhauer und Bau-

meister zu Venedig ; lernte bey Augelus und Augu-stin Sanesi Er verfertigte in seinem Vaterland, zuBologna und in andern Städten in Italien vieleWerkenach dem Geschmacke seines Zeitalters; da-her ward er um iZ^a. unter die damals lebendenguten Künstler gezählt 1.1Z9.

Lang (Heinrich Gottlob), Petfchierstecher inEdelsteine von Dresden gebürtig; arbeitete um 1765.zu Augspurg. Er machte mit vielem Fleiß und einersehr mühsamen Kunst Tabaksdosen von geschliffe-nen Kieslingen, die er mit Figuren vo» feinen Stei-nen auslegte, und verfertigte davon eine Beschrei-bung. von Sterten Br. X..

— — S-den Art. A.Vbeelmg, seines Schü-lers.

Lange (Barbara Helena). S. I.D Preißler.

— — ( ), ein Frauenzimmer, malte um

-770, in Miniatur. Man sah' von ihrer Arbeit bei-den Aussetzungen der Acadcmie zu Dresden .

Langepler, Beyname von O. Aerrsens.

* Langer feit (Rutger von), geb. zu Nirn-wegen; studirte in Holland und in Frankreich . Erward Baumeister und Geschichtsmaler in DienstenFriedrich Wilhelms des Großen, Churfürsten vonBrandenburg. Dieser Künstler erwarb sich in Ber-lin viel Ansehen; er st. 1695.9». I. alt, und wardin der neusiadtischen Kirche begrabe», wo ihn, seineWitwe ein prächtiges Grabmal aufrichten ließ.Langerfeit gab die Zeichnungen zu dem Pallastein Coppenik an der Spree . I. Mulder hat nach sei-ner Zeichnung ein großes historisches Titelkupfer ge-stochen, in welchem man eine gute Zusammensetzungund schöne Ausdrücke in den Köpfen bemerkt. Nach-richten von Lünstlern I. 5 S.

Langer» (G. D), malte halbe Figuren in Le-bensgröße. Eberlein. Ist dieser nicht der gleichfolgende?

* Langete» (Joh. Baptist), Maler von Ge-

nua , lernte bey I. F. Cassana. Er hielt sich seinemeiste Lebenszeit zu Venedig auf, wo er seinemZeit-genosse, I Carl Loth, in der Stärke gleichschaltenwurde Langerr» malte für die Kirche S. Theresiaeine Tafel neben dem Hauptaltar, in welcher dieH. H. Christophorus, Jacobus und Marcus abge-bildet sind, nebst drey andern historischen Bildern.Ein H. Hieronymus von seiner Arbeit in dem Pal-laste Decchia zu Viceuza ist mit einer schönen Leich-tigkeit gemalt; man findet darin ein frisches Colorit,vielen Charakter und Wahrheit in der Zeichnung.In den berühmtesten Galerien bewundert man seinehalben Figuren von Heiligen, Weltweisen u.s f., diemit einer besondern Stärke der Tinten und sehr leb-haftem Ausdrucke gemalt find. Langen» st. »676.4». ?l. alt. Man sieht einige von seinen Arbeiten inden Kirchen und Palläste» zu Padua . L- Zucchi hatfür die Dresdner -Galerie die Fabel Apollo und Marrsias nach ihm gestochen, /n Bitt»»-» V. 200.

Langevelr. S. Langerfelr.

Langhans ( ), Bildhauer von Bern in

der Schweiß, hat verschiedene und mit dem beßtenGeschmack ausgeführte Proben seiner Geschicklich-

Lanino.

kbit, besonders in Laubwerk, gezeigt. Abhandl. derökonom. Gesellsch. in Bern V. »6.

Langhen-hoeve (Martin Gerardi van). S.Ampringer. Vielleicht Marc Geracd.

Langhorst ( ), niederländischer Bildhauer,

wird von Uffenbach III. 652 . angeführt.

* Lang »an (Remigius), von Brüssel, verdientein rühmliches Andenken, wegen der großen Werke,die er in seiner Vaterstadt, zu Löwen und zu Düssel-dorf verfertigt hat. Er lernte bey Anton Vandyk,von dein er zwar das gute Colorit begriff, aber dasFeine seiner Zeichnung nicht erreichen konnte. SeineGemälde sind meist große Altarblätter. Er st. 1670.oder 1671. R. Earloin hat einen Früchtemarkt ge-schabt, worin die Figuren von Langian, die Früchteaber von Franz Sneyders gemalt sind. S. den Art.I. RetNlgius Flamingo, ck

— — Beyname von I Bockhorst und I. vanDelfr.

* Langley (Batty), berühmter Baumeisterund Verf. einiger Schriften, wovon eine antike Ar-chitektur, von 6^. Kupferplatken, eine gothische Ar-chitektur, und Archilecturverzierungen von 200 Blät-tern bekannt sind. Erstarb zu London 172». JsaacGadsdon hat diese Schriften 1728. mit Zusätzengegeben.

Langlois (Franz), genannt Liarres, franzö-sischer Kupferstecher, arbeitete zu Paris nach N.Poustn. Er lebte um »6üo. Man findet seinen Na-men auf einem Buch, betitelt: I-a maniore cie t'u-üe iu biin^e er du Loinpas «je Proportion,

— — (Johann), Kupferstecher des XVII.Jahrhunderts, arbeitete in seiner Jugend zu Rom .Man hat von iyin die Architekturen von AndreasPalladio , viele Antiquitäten und Blatter nach Rarphael, P. von Corlona, L- und B. Boulogne u. s. f.

* — — (Niclaus), etzte nach I. le Pautre

u. s. f. ,

— — ( ), Jlluminirer und Blumenmaler

zu Paris , gab ein Blumenbuch in Kupferstichen,zu welchem Leonhard Gaultier das Titelblatt ge-stochen hat.

— — ( ), ist in d. Art. A. Caron zu suche».

* Langst (Fran; >, Kupferstecher von Melun ;verfertigte nach der Mitte des XVIl. Jahrhundertseine große Anzahl Blätter, von welchen ein TheilKopien nach Pontius, Bolswert, Jode und andernKupferstechern nach Rubens Werken, andere abernach C. Bloemaert, G-Huret u. s. w. sind. Aara«.

Langpier. S. Langepier.

Langr 0 n (John), englischer Glasmaler, blühteunter der Regierung der Königin Anna. Er warauch ein vortreflicher Schreibmeister. Price undRowell übten die Glasmalerey um 17Z0. W. Peckitarbeitete um 1760. in dieser Kunst zu Oxford .

6» a»Fe»'.

* Lan»ere (NiclauM, ein Italiener, stand alsTonkünstler bey Carlst. König in England in Dien-sten; und war, wie dieser Fürst, ein Liebhaber derschönen Künste. Seine Sammlung von Handzeich-nungen war sehr beträchtlich: Er radirke einige da-von, welche, nebst denen, die er durch den -üngernLucas Vorsterman stechen ließ, eine sehr artigeSammlung ausmachen. Lameve wußte neuernGemälden das Ansehn von alten Bildern zu geben,und kopirle nach großen Meistern. Vandyk hat seinBildniß unter der Figur Davids, der auf der Harfespielt, gemalt. Lauau.

* Lan-no (Bcrnhardin), Maler von Vercelli ;lernte bey Gaudentius Ferrari. Er arbeitete miteinem leichten und kräftigen Pinsel. Man findet inseinen Werken zierliche Wendungen der Köpfe, edleGesichtszüge, trefliche Gewänder und verständigeStellungen. Lamno erwarb sich einen unsterblichenRuhm durch die mehr als lebensgroßen Figuren der