Laurie.
selben ihre Galerien geziert wurden. Er starb zuRom 169-j- / l.I. alt. Die Pinselzüge dieses Künst-lers sind leicht, seine Compositionen angenehm, unddie Zeichnung correck; aber das Colorik ist seltengut, bald ist es zu schwach, bald zu übertrieben. Ineinigen von ihm verfertigten Landschaften bemerktman viele» Geschmack, und eine frische Manier.Er war in der Perspektive, in der Geschichte, in Fa-beln und in der Dichtkunst erfahren. I. Mason, G.Woollet, le Dasseur, Ravenet, Walker, Byrne u s. f.haben viele Gemälde dieses Meisters aus den hetz-ten Kunstkabinetten in England gestochen.
Laurie (R.), Kupferstecher; arbeitete nachRcmbrand, Vernet u. s. w.
Laurior. S. Lorior.
* Laura» (M.), Kupferstecher, dessen Mono-gramm von Christ S. Zi2. angeführt wird.
* Laurensack (Heinrich), Johann, einesMalers Sohn von Nürnberg , liebte die Geometrieund Perspectiv, und trieb dabey die Goldschmieds-und Maler - Künste. In 1567. gab er zu Frankfurtam Main ein Buch in klein Folio unter dem Titel:Unterweisung des Zirkels und Richtscheids,auch derperspecriv und Proportion der Men-schen, Roste, u. s. f. Er starb zu Nürnberg 1690.Doppelmayr S. 161- — Von diesem Geschlechtewaren auch *paul, Maler und Organist, geb. zuNürnberg ^ machte sich durch einige Schrif-ten, die Valentin Weigel herausgegeben hat, be-kannt. Imhof III. N'89. — * Hans SebaldLaurensack, Kupferstecher zu Nürnberg um i 554 ,verfertigte Bildnisse und Landschaften. Christ führtsein Monogramm S. 229. an.
Lauterer ( ), eines gemeinen Malers
Sohn, ward zu Wien um 1700. geb., und lernte beyJoseph Orient . Er studiere hierauf Figuren undThiere nach Niclaus Berghem. Man konnte sichVieles von seinen Talenten versprechen; er st. aberfrühe, 17ZZ. //aZeaior« p. ZsZ.
Lauteri (Camilla), Malerin zu Bologna , lerntebey Carl Cignani . Sie verfertigte mit vielem Lobeein verständiges und wohl ausgearbeitetes Gemaldfür die zweyte Kapelle der Kirche St. Georgius inihrer Geburlsstabt- Sie würde in der Kunst vor-treflich geworden seyn, wenn sie nicht schon im Zwey-undzwanzigsten 1681. gestorben wäre. Re/rma pit-trice III. igZ.
Laurizio, Goldschmied von Perugia , machtesich vornehmlich durch Siegclgraben berühmt. Erarbeitete um die Mitte des XVI. Jahrhunderts zuRom , wo ihm wenigstens hundert Thaler für einsbezahlt wurde. S- den Art. Amerigo Amerighi.
* Lauvemont (Franz bei, französischer Ku-pferstecher, verfertigte mit Egidius Roullet dieBlätter nach Johann Lanfrancs Gemälden in derJesuitcrkirche zu Neapel . Dann arbeitete er auchnach P. von Cortonna, C. Maratti, C- Fern, F. So-limena u. s. f. öa-au.
* Lauw ( ), englischer Schwarzkunststecher,
arbeitete nach Tenicrs und andern Meistern. S.P. Louw.
* Lauwerrs (Niclaus), geschickter niederlän-discher Kupferstecher, blühte vor der Mitte desXVII.Jahrhunderts. Man hat von ihm viele Blat-ter, nach Rubens, I. Jordaens , E. Quellinus u. s f.— Man zählt auch einen Leonhard Lauwerrsunter die Kupferstecher.
Lazari (Anton), Medailleur zu Bologna , schnitt1722.'ein großes Schaustück auf Laura Maria Ca-rharina Baßi, Lehrerin der Weltweisheit aufdasigerHoden Schule. Rochier I. 65 . giebt davon einenStich.
— — (Dionysius), Baumeister zu Neapel umlernte bey Dionysius di Bartolomeo. Erbaute neben andern das Iefuiter-Collegium und die
Lazzart. 36z
Kirche St. Giovanni maggiore zu Neapel , wodurch«r bey den Kennern der Baukunst großen Ruhm er-langte. DoE»rcr lll. r6H.
Lazarr (Joh. Anton), venetianischer Edel-mann und Liebhaber der schönen Künste, malte für dieKirche in der Insel Provegia eine Altartasel, worindie H. Dreyfaltigkeit, der H. Abt Anton und St.Anton von Padua abgebildet sind. Er wird für denersten Lehrmeister der Rosalba Carriera gehalten,p. 449.
*Lazarinl (Gregorius), geb. zu Dillanuova,einem kleinen Ort in den Gegenden von Venedig 1667. ward sehr gemein erzogen, und zeichnete an-fangs nichts als Bauern. Hierauf kam er nach Ve-nedig , wo er unter Franz Rosa studirte, und daselbstbald so berühmt wurde, daß er in feinem HauS eineeigene Schule aufrichtete, auch unter seinen Lehrlin-gen keinen geringern als den Liepolo erzog. Er ar-beitete fleißig für verschiedene Kirchen und Palläste,und war in seinem Umgang ein bescheidener Mann.Eins seiner schönsten Werke ist in St. Pietro di Carstcllo zu Venedig ; es stellt den H. Patriarchen Lau,renz Giustiniani vor, wie er den Armen das Almosenaustheilt. In seinen Gemälden herrschen bewun-dernswürdige Gedanken, eine gute Zeichnung undstarkes Colorit, so daß er sich, nach Longhi's Mei-nung, mit den römischen und bolognesischen Schu-len messen durfte; hingegen hält Loch»» wenig vonseinerKunst. Erst. 1722. Joseph Wagner hat einigesvon seiner Erfindung siechen lassen. — Seine Schwe-ster Elisabeth, geb. 1662, übte sich auch in der Ma-lerey. Z.
* — — (Johann Andreas), geschickter Bau-meister von Pelaro, machte sich durch eine Abhand-lung von seiner Kunst berühmt. Er verfertigte auchhistorische Gemälde, und lebte um 1770.
Lazarus , griechischer Mönch und Maler, lebteum das I. C. 85 » unter der Regierung des KaisersLheophilus, der als ein eifriger Jconoclast diesenKünstler wegen seinen Heiligenbildern äußerst ver,folgte, und ihm die Hände mit glühenden Eisenverbrennen ließ. Als er wieder heil ward, fuhr erfort, Bilder des Heilandes, der H. Maria, und an-derer Heiligen zu malen. Er starb zu Rom , wohinihn der Kaiser Michael in 867. gesandt hatte, undward hernach in die Zahl der Heiligen gesetzt. La-zarus Baldi, Maler von Pistoja, beschrieb seineLebensgeschichtc, die 1681. zu Rom gedruckt ist. L'-ri-
Lazerolis )> malte Geschichte in lebensgro-ßen Figuren. Eberlei».
*Laz;ari (Donat Dramante), geb. zu Castei-durante, dem Herzogthum Urbino 1^, studirte nachden Werken des Fra Bartolomeo von Urbino , ge-nannt Carnovalc, und nach Dramantino zu Mailand .Er übte anfangs die Malerey mit gutem Erfolge,zeigte aber mehrere Neigung zur Baukunst, und be-sah in dieser Absicht die vornehmsten Gebäude zuRom und zu Neapel , erwarb sich auch in dieser Kunsteinen großen Namen, und unterwies in derselbenRaphael, der ihn zur Dankbarkeit mit dem Zirkel inder Hand unter der Figur des Archimedes in derAtheniensischen Schule abschilderte. Bramanrewar päbstlicher Baumeister unter Alexander VI. und Julius II . Nach seinen Zeichnungen und unterseiner Aufsicht ward der Anfang zu dem Baue derSr. Peterskirche gemacht. Er zeichnete die Quadra,tur der Körper und die Grundrisse der schönstenGebäude, schrieb auch von der Baukunst und Per-spectiv. Endlich starb er zu Rom ihiH- Man kanndem Bramanre die Ehre nicht versagen, daß er dererste gewesen, der die Baukunst mit Anstand, Schön-heit und Zierde bereicherte; denn obgleich dieselbeschon von Philipp Bruneieschi in ein richtiges Eben,Maaß gebracht wurde, war sie doch noch ziemlichroh. Er ahmte nicht allein die Griechen und Rö-mer nach, sondern erfand noch neue Künste, womiter seinen Gebäuden mehr Zierlichkeit und Wunder-würdiges geben konnte, da vor ihm keiner war, derdie verschiedenen Glieder der Architektur mit so vier
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