Band 
Erster Theil.
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364
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Z64 Lazzari.

ler Harmonie zu vereinigen wußte. S. den Art. S.de Ursimgo. Man sieht in des Bonanni klistoria1"empU Vaticsnr zwey Stiche nach seinen Zeich-nungen. III. 27.

LaZ; art (Paris Maria), Architecturmaler vonBologna , arbeitete für die Kirchen und Palläst« sei-ner Geburtsstadt. Er übte auch seine Kunst in denStädten Venedig, Genua, Ferrara und in Romagna ,wo er starb. x/tti-rce III. 255 .

Leach (Johann), Baumeister, starb 3 . Jan. 1776.zu Nvrdhampton in England 106. I. alt. Er behieltseine Sinne so vollkommen, besonders das Gesicht,daß er ohne Gebrauch der Brillen lesen, schreibenund seine Bücher bis an das Ende seines Lebensführen konnte. Lupplemont ä Is 6arette T.ei/ 4 e8°. 16.

* Leader (Wilhelm), englischer Kupferstecherum die Mitte des XVIll. Jahrhunderts. Man hatvon ihm einige Schwarzkunstblätter nach Rem-brand und andern. Lara«.

Leander, Bentname von L. teurer.

— — (der Ritter), Beyname von L. das)onre.

* Learchus, antiker Bildkünsiler von Rhegioin Groß-Griechenland , verfertigte die Statüe einesJupiters aus Erz. Die Glieder dieses Bildes warenaus verschiedenen Stücken zusammengesetzt, einsan das andere gehängt, und durch einen Schlüsselso genau und fest geschlossen, daß sie nicht getrenntwerden konnten. Einige halten ihn für einen Schü-ler des Dipoenus und Scillis, andere aber für desDaedalus . ^a»5a»ra5 1 ^. III.

Lebl 01» (Christoph). S. Blon.

* Lecce oder daLeccio (Matthäus Perez),Maler, suchte die Manieren des Franz Salviati undM. A. Bonaroti nachzuahmen. Er malte in derSixtinischen Kapelle des Vatikanischen Pallastes zuRom die Versuchung des H. Anton, in welcherdie Teufel in verschiednen Stellungen sehr fürchter-lich abgebildet sind. Lecce suchte seine Lust in Rei,sen, besah deswegen Spanien , üolland, die InselMalta, und endlich gieng er in Indien , wo er umi 58 n. das Ziel seines Lebens fand. Man hat nachfernen Zeichnungen den Sieg Christi mit vielen Fi-guren und verschiedene Geschichten von den Kriegender Maltheser in Kupfer; auch A. F. Luciani hateinige Seestücke nach ihm gestochen. La§/w»r p. 5 o.Dieser nnd M P. d'Alesio sind ohne Zweifel diegleichen. S. diesen Art.

Lecchl'nl oder Lecco (Jacob), Perspectiv-maler von Monza, lernte bey seinem Vetter JosephAnton Castelli. Er malte mit diesem die Kirche St.Giovanni decollato alle Cafe rotte, und für sich al-lein die Kirche der spanischen Nonnen St. Jacobs,beyde zu Mailand mit schöner Architektur. DieserKünstler lebte um 1700. Er wird von LaruadaLecco genannt.

* Leccio (Bernhardin da), treflicher Künstlerin eingelegter Arbeit aus kostbaren Steinen, verfer-tigte »m r 55 o. nach G. Vasari's Zeichnung eineTafel für den Großherzog von Florenz , an welcherdie Kosten der hierzu erforderlichen Edelsteine allein,auf20,000 Thaler geschätzt wurden. Sottn« 111.482.

Leck (Anton), Maler, dessen Werke musikalischeInstrumente, Tapeten und andere leblose Gegen-stände vorstellen.

Leckerbet »en (Vincenz), genannt Manciol,weil er aus Mangel der rechten Hand, sich der linkenbedienen mußte. Er war von Antwerpen gebürtig,und malte zu Rom trefliche Landschaften und Feld-schlachten, in welchen ihn sein Zeitgcnoß und FreundM. A. Cerquozzj nachahmte. Manciol arbeiteteauch in Frankreich , wo man in dem Wachesaal deskönigl. Schlosses Rincennes vier Friesen von seinerArbeit sieht, worin die Felvschlachlen Alexander desGroßen abgebildet sind. Er blühte um i 65 o. San-drart I. 202.

"Lederer (Hieronymus ), Kupferstecher zu

Leeuw .

Nürnberg, arbeitete zu Genua , wo er 1615. starb.Man hat von ihm neben andern die vier Tempera-mente des Menschen. Doppeln». S- 20g.— "Drei-Gebrüder Lederer von Augspurg, malten um 1770.Kabinetstücke in Oel aufTuch und Glas. Der jüng-ste erhielt den zweyten Preis in der Stadtacademie.Schwäbische Schriftsteller.

* Ledergerber (Joh. Ferdinand), Schwarz-kunststecher zu Augspurg um 1760. Man hat vonihm viele Heiligenbilder nach Zeichnungen von I.Scheffler, G. Baumgartner und von eigner Erfin-dung.

*Led erlin (Jacob), Formschneider zu Tübin-gen . Don ihm sind neben andern die Bildnisse deröffentlichen Lehrer der dasigen hohen Schule, welcheErhard Zell » 5 g 6 . daselbst in 4. herausgab. Christführt sein Monogramm S. 25 g. an. /K/Mo» 1 .259.

* Ledesma (Joseph de), Maler aus Alt-Ca-stilien, lernte bey Johann Careno. Er malte historisehe Tafeln, starb aber 1670. da er mehr nicht als 40.Jahre erreicht hatte. Man findet seine schönstenGemälde in den Kirchen zu Madrid , dl°. 143.

Ledous (Johann). S. Dous.

Leemans. S. den Art. Christoph pierson.

* Leepe (Joh. Anton van der), von einer «derliehen Familie, geb. zu Brüssel 1664. Einige An-fänge in der Miniaturmalerey, die er in seiner Ju-gend von einer Beguiner-Nonne soll erlernt haben,erweckten in ihm die Lust, diese Kunst weiter zu üben;nachher aber legte er sich auf das Oclmalen, woriner Landschaften und Seestücke verfertigte. Der Kaiserernannte ihn zum General-Controlleur der Pachtenund zum Obersten Forstmeister in Flandern ; die Zeitaber, welche er von den wichtigsten Geschäften die-ser Aemter erübrigen konnte, wiedmete er der Kunst.Seine Landschaften sind in Abraham Genoels , undzuweilen in Poußins Manieren komponirt. Er maltemit einer besondern Leichtigkeit, freyen Pinselzügen,wohlgeblätterten Bäumen, und ziemlich gutem, aberetwas grauem Colorit, welches sich vornehmlich zuSeestürmen und Ungewiltern sehr wohl schickte;daher man auch seine Marinen den Landschaftenvorzieht. M. Luvenede, N. Kerkhove u. s. f. habenseine Gemälde mit Figuren geziert, van derLeepest. 1719. oder 1720. DercaM/n. I V. 55 .

Leermans. S. Lermans.

Leest (Anton van), niederländischer Formschnei-der, von welchem die vier Evangelisten, auf großenwohlgeschnitknen Blättern, bekannt sind.

I. 107.

Leeuw (Gabriel van der), Maler von Dort-recht, lernte bey seinem Vater Sebastian, einemSchüler von Jacob Geerit Knip. Er brachte 14.Jahre auf Reisen in Frankreich und in Italien zu,und studirte nach den Gemälden des I. BenediktCastiglione und I. Heinrich Roos ; sodann kam erin sein Vaterland zurück, und setzte sich zu Amster-dam , wo er des David van der Plas Tochter heyra,thete. Daselbst verfertigte er viele Bilder, die an-fangs begierig aufgekauft wurden; hernach abernahmen die Liebhaber so stark ab, daß er sich vor-setzte. sein Glück neuerdings in der Fremde zu su-chen; allein er starb, ehe er sein Vorhaben ausfüh-ren konnte, in seiner GeburtSstadt » 688 . 45 I-alt. Seine Arbeiten sind mit Heerden Schaafen,Hornvieh und andern Thieren angefüllt, die er mitwunderbarer Verschiedenheit nach der Natur zeich-nete. — Sein Bruder perer malte Landschaften mitFiguren und Thieren nach Adrians van der BeideGeschmack; denselben ahmte er sehr eigentlich nach,und hatte zu solchem Ende beständig ein Gemaldvon diesem Künstler vor Augen. Sein Kolorit istnatürlich und goldfärbig, der Pinsel zart undleicht, und seine Arbeit wird überall hochgeschätzt.

III. » 45 - und 168.

* Leeuw (I. de), S. Lamsvele.

* — — (Wilhelm van der), geschickter nieder-