Band 
Erster Theil.
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367
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Leo.

Carl Hutin, Director der Academiezu Dresden um1770. Man bemerkt in seinen ZusammensetzungenLeichtigkeit und viel Feuer. Sein jüngerer Brudermalte in Miniatur. Bibl. schön, wissensch.XVl. n 4 - " 7 -

Leo. S. Leone und Leomno.

Leochares, antiker Bildhauer; blühte in der124. Olympiade. Er arbeitete mit Scopas, Drya-xis, Praxiteles und Timotheus an dem berühmtenGrabmale des Mausolus , Königs in Carlen. RlmmLh. XXXIV. 0 . 8. und I.. XXXVI. c. 5 .

Leocras, antiker Bildhauer, stellte in einemseiner Werke die Entführung des Ganymedes vor,wobey man die Behutsamkeit, mit welcher ihn derAdler aufaßt, damit er von seinen Klauen selbstdurch die Kleider nicht verletzt werde, bewundert,wlnkelinann eignet dieses Werk dem Leochareszu. /)'»»»§ D XXXIV. L. 8.

Leocrares oder Locrares. S. den Art.pyrrhus, seines Vaters.

Leon, antiker Maler, verfertigte das Bildnißder Sappho . I.. XXXV. 0 . n.

— — Bildhauer, ist in dem Art. Bares»angeführt.

— — Bischofvon Tours, und geschickter Bau-meister, wird von seinem Nachfolger, dem Grego-rius von Tours (ch. X.) angeführt.

Leonard (Jacob). S- die Art. H. Golziusund G Dieters, seiner Schüler.

* — — (Joh. Friedrich). S- Leonhard.

* Leonardt's (Jacob), geb. zu Palma , einerFestung des vcnetianischen Gebiets 1720., lernte beyM. Benville, einem B>ldnißmaler, und bey JohannBaptist Ticpolo. Das erstemal, als man in derAcademie zu Venedig Preise austheilte, ward erallen andern Concurrenten vorgezogen. Er etzte nachden beßten Gemälden dieser Stadt, und suchte vor-nehmlich diejenigen Stücke aus, die man noch niein Kupfer hatte; auch wußte er den Charakter derUrbilder wohl beyzubehalten. LancieKni.

Leonardo, Edelsteinschneidcr zu Mailand ,dessen T-Leonardo in seiner Abhandlung von Edel-steinen gedenkt, wodurch aber vornehmlich Leon-hard da vince verstanden Wird. Srr-La-rrL p. 29.

* — — (Frater Augustin), geb zu Madrid

um iü8o., begab sich frühzeitig in ein Kloster. Manrühmt von ihm, daß er in Geschichten und Bildniß-malen westlich gewesen, und daß Wenige die Naturso gut nachgeahmt hatten, als er. Ein sehr großesGemäld in dem Sveiscsaal des Klosters del Mer-ced zu Toledo , welches die Speisung der 5 onn. Men-schen vorstellt, wird für sein Meisterstück gehalten.Er st. um tv 4 o- dG. 7Z.

* — — (Joseph), Maler von Madrid , lernte

bey Peter dellas Cuevas. Ein frischer Pinsel undeine besondre Annehmlichkeit, waren seine vornehm-sten Talente; er wußte auch die Leidenschaften sehrwohl auszudrücken. Durch seine Kunst erwarb ersich die Gnade des Königs, und die Freundschaftder größten Maler seiner Zeit, und st. i 656 . 4 »- I-alt. Man sieht von ibm in dem königlichen PallastcDuonretiro die Einnahme einer Festung, ein Bild,welches auf den Anschauer eipe unglaubliche Wir-kung khut. gZ.

* Leonardo»! (Franz), Venctianischer Ma-

ler, ging wegen einigem Mißvergnügen aus seinemVatcrlande, durchreiste verschiedene Länder, undsetzte sich zu Madrid , wo seine Arbeit das Glückhatte, dem König zu gefallen, von welchem er einJahrgeld erhielt. Er verfertigte einige Arbeit in demSchlosse Buenretiro, und st. zu Madrid 1711. 57.I- alt. Leonardoni malte Bildnisse in Oel undin Miniatur. 2Z2.

Leon-Daven. S. Avon.

Leo in. 367

Leone (Andreas de), Hieronymiten-Ordens,verfertigte viele Miniaturen in die Chorbücher desKlosters Escnrial, die mit solchem Fleiße gemaltsind, daß sie mit des Julius Ciovio Arbeit in glei-chen Rang gesetzt werden können. Andere wurdendurch seinen Schüler D- Julian da Fuenre, undwieder andere durch Salazaro verfertigt.iari p. 174.

— — (AndreasundOnophrius di). S Lione.

— — (Angelus da), malte über die KirchenthüreS- Johann und Paul zu Venedig die Bildnisse derH. H. Dominicus und Franciscus.

* — — (G da), italienischer Maler, lebte ge-gen das Ende des X VII. Jahunderts. Er radittenach seinen eignen Zeichnungen zwey Lagen vonThieren mit vielem Geschmacke Man sieht auch vonihm Zeichnungen in den Cabinetten der Liebhaber.

* — — (Hieronymus da), Maler von Piacenza ,lernte bey Bernhardin Campi, und arbeitete in Ge-sellschaft mit Daniel Cunio. Er blühte um i 58 o.Lama p. 80.

— — (Niclans di), Maler zu Neapel , lerntebey Lucas Giordano . Er arbeitete Vieles für ver-schiedene öffentliche Gebäude, »och mehr abcr fürPrivatpersonen. Dieser Künstler lebte um 1740.Oomrurci III. 45 o.

— — (PeterAnton). S-Andreas daLeone.

— — (da), Beyname, den die Italiener demArrhus TIaesson geben.

Leone!lo (Anton), genannt da Trevalcore,berühmter Blumen- Früchte- Thiere-und Bildniß-maler. Man findet viele Gemälde, die mit seinemNamen bezeichnet sind. Er lebte um i 4 go. Man,»p. 6 i 4 .

Leonhard (Jacob). S- Golzius und G-Dieters, seine Schüler.

*— — — (Joh. Friedrich), Kupftretzer zuNürnberg , arbeitete auch in Schwarzkunst. Mankennt unter seinen Werken, die meist in Bildnissenbestehen, diejenigen von van Mcrstarrn, Eyndics zuBrüssel und seiner Gemahlin Jsabclla van Asche,bcyde nach Vandyk. Er radine auch einige Bild-nisse in Theil I. der Geschichte Kaiser Ferdinand III. von dem Grafen G G> Driorars geschrieben und1672. zu W>en gedruckt Leonhard ward 1678. ande» Berlinischen Hos berufen, und st. rbiü'o. Dop-pelmayr S- 2Z0.

Leoni (Anton), Venctianischer Bildhauer, ar-beitete in Elfenbein. Man gab 1771 zu PariS Nachricht von zwey Vasen, die dieser Künstler mitganz und halb erhabnen Figuren, welche Bacchanalenvorstellten, geziert hatte. Er ist vielleicht Leonino.

* — — (Carl), Maler von Rimino, lernte beyAlexander Varotari. Er malte mit einigen seinevMitschüler in dcr Minoriteiikirche, genannt Frari , zuVenedig . Man sieht auch in zwey Kirchen seinerGeburksstadt historische Lilder von seiner Arbeit.Er st. um 1700. S. den Art. Benedicr da Rimino.VarniF/ia.

* — — (Carl Anton), Btldnißmaler, arbeiteteum 1720. an dem königl. Hofe in Portugal .

* — — (Christoph), Maler von Forli , wareiner von den zahlreichen Schülern von Carl Cig-nani. Er lebte um 1700. ^a«e//r.

* — — (Jacob), Baumeister zu London , gab1710. des A> Öalladio Werke mit des Jnigo 'Zo-ne« Anmerkungen in englischer Sprache, und 1721.französisch aus Licht.

* — — (Leo), Goldschmied, Stahlschneiderund Bildhauer von Arezzo , verfertigte die StatueKaiser Carl V- in heroischer Größe von Erz Die-selbe hatte dies Besondere, daß der Künstler sie ganznackend vorstellte, und den Harnisch, womit sie be-kleidet ist, besonders verfertigte. Diese Stücke paß-ten so wohl zusammen, daß, wenn die Slatüe geklei-det war, niemand vermuthen konnte, daß sie nackend