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Natalis u. f. iv. haben nach ihm gestochen. —Sein Sohn, I. Baptist, malte mit einer angeneh-men Manier das große Altarblatt der Kirche S.Maria Magdalena alla Rotunda, welches den Hei-land auf den Wolken sitzend, in Begleit vieler Heili-gen vorstellt. önF/ionr p. 260.
* Lely (Peter von der Faes genannt), geb. zu
Soest in Westphalen 1618, lernte bey Peter FranzGrebber, welcher nach Verfluß zweyer Jahre ge-stand, daß ihn sein Schüler übertreffe. In seinemFünfundzwanzigflen war er ein treflicher Bildniß-maler, und schilderte den Prinz Wilhelm II - vonOranien und seinen Schwiegervater Carl I. Königin England. Dessen Sohn Carl II. ernannte ihnzum Ritter und zu seinem Kammerjunker. Der Dich-ter Johann Vollenhove, sein Freund, rübmt ihnsowohl wegen seiner Kunst als wegen seinen übrigentreflichen Wissenschaften. Die Menge der Personen,die sich von ihm wollten malen lassen, war so groß,daß er einen von seinen Bedienten bestellen mußte,der ihre Namen samt dem Tage, wann sie sich cin-finden wollten, aufzeichnete, und wenn jemand diebestimmte Zeit versäumte, wurde er ohne Ansehender Würde und des Geschlechts in dem Vcrzeichnißunten an gesetzt. Man erzählt, sein Arzt habe ihn inseiner Werkstatt besucht, und zu ihm gesagt: Er sollteeilends seine Arbeit verlassen, und in dem gefährli-chen Zustand, in welchem er ihn sehe, sich eine Aderöffnen lassen; da aber der Maler diesen Rath nichtannehmen woli.n, sey er eine Stunde hernach aneinem Schlagfluß gestorben; Einige wollen dieUrsache seines Todes einen Verdruss« zuschreiben,weil ihm Kncller auf die Letzte vorgezogen worden.Man schätzt in den Werken dieses Künstlers dieLeichtigkeit des Pinsels, die angenehmen Gesichts-züge, die Verschiedenheit der Stellungen, das frischeColorit und den gute» Geschmack Er malte Bild-nisse, die sich gar wohl mit Dandyks vergleichen las-sen. Lely hatte eine vorzügliche Sammlung vonBildnissen in Gemälden, Zeichnungen und Kupfer-stichen. Er hat einige Köpfe radirt, die aber nichtsbesonderes sind. Smith, Volk und Dlooteling sinddie vornehmsten Stecher, die nach ihm gearbeitethaben. II. 2)6.
Lenrbke (Joh. Philipp), geb. zu Nürnbergi6Zr. lernte bey Matthäus Weyer und bey GeorgStrauch. Er ahmte Bourgnignon und Bamboccioin ihren Werken nach, indem er Jagden, Feld-schlachten, Belagerungen, Märsche, Scharmützel». s. w. mit schönen Erfindungen und lebhafte» Be-wegungen malte. Lembke ward an den schwedischenHof berufen, wo die beyden Galerien des königl.Schlosses Drottningholm überzeugende Proben sei-ner «»gemeinen Geschicklichkeit zeigen. Gleichwohlstarb er,.nach dem Ausdrucke des Grafen von Tes-fui, seiner Zeit zur Schande, in der elendesten Ar-muth zu Stokholm, da er ein sehr hohes Alter von82. (Tessin sagt 90.) Jahren erreicht hatte. Manhat einige von ihm selbst geätzte Blätter. Doppel-rnayr S. s 65 .
* Lemens (Balthasar van), Geschichtsmalervon Antwerpen , arbeitete Hu London; da er abernicht so glücklich war, hinlängliche Aufmunterungund Arbeit zu finden, so ward er, um sich durchzu-bringen, gezwungen, für Andere zu arbeiten. Erverfertigte mit ziemlichem Erfolg kleine historischeBilder, die ganz artig waren und ein gutes Colorithatten. Dabey hatte er eine fertige Hand und eineleichte Erfindung. Nicht selten haben seine Figureneinige Zierlichkeit. Er st. 1704 67. I. alt. JohnSmith hat nach ihm einen Cupido in Schwarzkunstgearbeitet, und N. de l'Armeßin hat die Fabel desin einen Hirsch verwandelten Acteons nach ihmgestochen. /ÄLm§to».
Lemer. S. Maire.
Lempereur. S. Empereur.
* Lempri'ere (der Hauptmann). S. Daran.
* Lenard i (Joh. Baptist), ein Geschichtsma-ler zu Rom , lernte bey kazarus Baldi. Er arbeitet«
Lenz.
für die Kirchen Paolino alla Regola und St. Andreabelle Fratte, und st. 1704- 48 . 1 . alt. C. Alet, Frez-za, Westerhout, Thiboust u. s. f. haben nach seinenWerken gestochen. /wcotr II. 161.
Lenards (Jacob). S. Leonard.
Lendenara oder Lendenari (Valerius),Laybruder des Klosters St. Maria dalle Grazie zuVenedig , lernte die Baukunst unter Sebastian Serliv.
* Lendenari (Christoph, Lorenz und Bern-hards de), von Modena , verfertigten die Stühleund Täfelwerke in dem Chöre der dasigen Domkir-che, mjt von Holz eingelegter Arbeit, worin sie Fi-guren , Landschaften, Perspektive, Architekturenu. s. f. vorstellten, vasari berichtet in Mantegna's Leben, Loren; sey zu Padua für einen vortrefiichenMaler gehalten worden, und habe mit jenem um denVorzug gestritten: Er habe auch Bilder von Erdeverfertigt, die aber nicht allzuwohl gerathen seyen.Von diesen Umständen findet man nichts bey ve-driani S. 25 . Diese Künstler lernten bey JacobJacob Squarcione, und blüheten um r 4 b 5 .
Lenderrs (P.), Geschichtsmaler. Man fin-det von ihm Bilder in den Kabinetten der Kunst-liebhaber.
Lendinara (Daniel). S. den Art. L. Ga-dolerr».
Lenfant. S. Enfanr und den Art. Lauser.
Lengele (Martin), Bildnißmaler in Haag,ward i 65 tz. einer von den drey Directoren der da-sigen Gesellschaft. Ein einziges Gemäld von ihmist genugsam, ihn als einen treflichen Künstler zuerkennen. Dieses steht in dem großen Saale derBürgermili; im Haag; es stellt die Oranische Com-pagnie mit ihrem Officier an der Spitze vor, undbesteht aus zehn lebensgroßen Figuren.
II. 188.
* Lenkarr (Hans), geb. zu Augspurg 1H73.— Sein Vater * Christoph war ein geschickterGoldschmied von Nürnberg . Der Sohn ist unterdie Künstler erster Größe zu rechnen. Er besaß einesehr gute Zeichnung und beobachtete die Proportionauf das Genaueste. Sein größtes Werk ist ein silber-ner Altar in der katholischen Kirche zu Augspurg,an welchem man die Blumengehange bewundert.Man findet auch einen Abguß von Gips, die Stei-nigung Stephan! vorstellend, in welchem er, nebsteiner geschickten Bildung, sogar die Art des Zeugesan dem Kleide des Heiligen sehr natürlich auszu-drücken gewußt. Er machte sich bey seinen Mitbür-gern so beliebt, daß cr in den Rath gezogen wurde.Man hat von ihm eine Abhandlung von der Per-fpectiv, die 1616. zu Augspurg gedruckt ist. vanGrerren Br. VII.
Lenk (Julian), guter Baumeister zu Rom , lerntebey Donat Bramantes Lazzari. Er führte die Auf-sicht über die Werke seines Lehrmeisters und andererBaumeister. Lenk blühte um i 5 io. III. ZZ.
Lenmico (Dominicus), Bildhauer zu Neapel ,lernte zu Hause bey Lorenz Daccaro, zu Rom aberbey Peter le Gros und bey Camillus Rusconi. Erverfertigte viele Statüen für die CarthauserkircheSt. Loren;» la Padula; während der Zeit seinerArbeit gefiel Lenmi o dieser Orden so wohl, daß ersich in denselben einkleiden ließ. Er blühere um1710., starb aber in jungen Jahren. ö-Emci
III. 477.
* Lens (Bernhard), berühmter Schmelzmaler,arbeitete um 1706. zu London — * Dieser, oderein andrer Künstler dieses Namens, schabte inSchwarzkunst nach Pselemburg, Feti, Berghemu. s. f. Man hat auch von ihm ein Zeichenbuch.
* Lens ( ), Dildnißmaler dieses Namens,
war um 1720. Director der Academie zu Antwerpen .
* Len; ( ), einer der beßten Schüler von