Z-?r Lieto.
Liero, ein Name, dessen sich Amon Allegrizuweilen bediente.
* Liees (Abraham). S- den Art. Johannr^iedschoof, seines Schülers.
Lievain, französischer Baumeister, setzte i/iH.den von Guarini angefangenen Bau der Theatirnerkirche zu Paris fort, starb aber um gleiche Zeit.
L-ice.
Lievens. S. Livens.
Ligari (Cesar), Geschichtsmaler, arbeitete zuComo in den Kirchen St. Girolamo Miani und S.St. Tunika mit Riva Palazzi, einem Ornamentma-ler von Mailand . Sie blüheten um Lartoü'C. II.
* — — (Peter), Maler aus Veltlin, von wel-chem man in der Augustinerkirche Et. Marcus zuMailand die Bildnisse der H. Jungfrau und einigerHeiligen im Piigrimshabit findet. Von ihm kenntman auch für den Hauptaltar der Kirche St. Annazu Como das Bildniß dieser Heiligen. C. Bianchihat nach ihm geetzt. Lntrmcin.
Lignani. S. Legnani.
Ligny (de), französischer Kupferstecher, vonwelchem man mehr nicht als zwey Landschaften nachC. Poußin und zwey andre nach Francisque kennt,die aber ziemlich mittelmäßig sind. Lara».
* Ligorio (Pyrrhus), ein edler Neapolitaner,lernte bey Julius Pipi. Er malte in Kirchen undPallaste» zu Nom in Oel und auffrischen Kalk Li-gorio war Baumeister der Päbste Paulus IV. u.Pius I V. In dieser Bedienung zeigte er sich sehrfeindselig gegen den mehr als achzigjährigen MichelAngela, dem er täglichen Verdruß anthat, und sichsogar unterstand, den von ihm gemachten und fest-gesetzten Plan der St. Peterskirche abzuändern; erward aber deswegen seiner Stelle entsetzt. Ligoriowar auch Antiquar des Hauses Orsini ; er schriebein Buch von den alten Circis, Theatris und Am-phitheatris zu Rom, welches i 555 . zu Venedig inOctav gedruckt ist. Bey AlphonS II., letztem Herzo-ge von Ferrara, bediente pyrrhus die Stelle einesKriegsbaumeisters, und besserte daselbst den Scha-den aus, welchen der Pofluß verursacht hatte. Manhat von ihm einen Plan von der Stadt Rom , den erin groß und kleinem Format in Kupfer etzte. Erst.i 5 /Z. Seine Handschriften und Zeichnungen, diein vielen Folianten in den Archiven des Königs vonSardinien zu Turin , in der vaticanischen Bibliothekzu Rom und in der Königlich-Farnesischen zu Capodi Monte bey Neapel aufbehalten werben, sind einMagazin von Gelehrsamkeit und Kunst, wiewohlihn Mariettc in Absicht aufdie Alterthümer für einenschlechten und »«fleißigen Zeichner hält. Unter ge-meldten Handschriften des Königs von Sardinien befindet sich auch eine Geschichte der Malerey undBildhauerkunst. Cl. Ducchetri, A. Brambilla u. s. f.haben um i 58 o. nach seinen Zeichnungen gestochen.Dome»/« II. 168.
Ligozio ( Bartholome), Maler zu Verona ,lernte bey seinem Oheim, Jacob Ligozio. Er maltetrefliche, zarte und wohlausgearbettete Blumenstü-cke. Bartoiome arbeitete um 1620. zu Florenz , undst. 7b. I. alt. Lo^o.
* — — (Hermann), war um 1670. zu Verona in dem Ruf eines guten Malers. Er verfertigte fürdie Apostelkirche die Alkartafcl des Namens Jesu,und einige andere Gemälde für verschiedene Städte.
§ 5 .
* — — (Jacob), Maler von Verona , lerntebey Johann Carvkti. Er arbeitete in Oel und inMiniatur, übte sich auch im Kupftrstechen und Form-schneiden im Helldunkel Ligozio stand bey demGroßherzog Ferdinand zu Florenz in großen Gna-den, der ihm die Aufsicht seiner treflichcn Galerieanvertraute. Er st daselbst 1627. 8 j. I. alt. Unterden Künstlerbriefen, die 175 h u. s. f. erschienen, fin-det man (V. I. p. 261./von diesem Maler einen
Limborch.
(i6ai. datirt), welches aber vermuthlich ein Fehlerdes Drucks oder in der Person, oder endlich im Da-to seyn muß. A. Carraccio, D. Custos, Th. Galle,
R. Sadeler, Andreani u. s. f. haben nach ihm ge-
stochen. Man zeigt in der Bibliothek des Eskurialsin einem Bande Früchte, Fische u. s. w., die diesemMaler zugeschrieben werden. H/h —
Dieser Schriftsteller führt auch 83 . und 8cj.Franz und Paul Ligozio, Maler von Verona , an.Sie waren des Felix Ricci Schüler. Paul st. i 63 o.an der Pest.
Ligu 0 r 0 (Antonia di), ein vornehmes Frauen-zimmer zu Neapel , übte sich, neben andern ihremGeschlecht und Stand angemeßnen Künsten, auch inder Malerey, worin sie eine Menge treflicher Arbeit,mit lieblicher Färbung, genauer Zeichnung und sehrfleißiger Ausarbeitung verfertigte. Sie ward anden Rathsherrn von Salerno verheyrathet, undlebte um 173«. /Ärrino p. 422.
— — (Joseph di), neapolitanischer Edelmann,lernte bey Franz Solimena , und verewigte seinenNamen durch sehr schöne Miniaturgemälde, die erin großer Anzahl und bis in sein hohes Alter ver-fertigte. Er lebte noch 174«. OoMenici III. 65 g.
Liguoro (Niclaus di), Maler zu Neapel ,lernte bey Jacob di Castro. Da es ihm aber an be-nöthigtem Genie mangelte, ward er blos ein mittel-mäßiger Künstler; daher legte er sich auf die Kennt-niß und Ausbesserung alter und neuer Gemälde gro-ßer Meister, und erlangte hierdurch einen großenRuf und gute Belohnung. Er st. 1724. in hohemAlter. OoMe-rrcr III. 291.
Ligurio (Peter), malte in einer Kapelle derAugustinerkirche St. Marcus zu Mailand die H.Jungfrau und den St. Rochus. Er lebte um 1720./.striasin.
Lilienbergh (C), ein treflicher Maler vonallerhand zahmen Geflügcl, arbeitete in Holland um die Mitte des XVIIl. Jahrhunderts. AnFe-stor» p. 100. (Anm. st.)
* Lili 0 (Andreas), Maler von Ancona , ahmtedie gelinde Manier des Friedrich Darozio nach, wie-wohl mit minderer Lieblichkeit. Seine Arbeit ge-fiel dem Pabst Sixt V. so wohl, daß er in der vati-canischen Bibliothek, an der H Treppe und in demgroßen Pallaste zu arbeiten, Befehl erhielt. Mansieht von diesem Künstler eine Taufe Christi in derAugustinerkirche seiner Geburtsstadt, die sehr ge-schätzt wird; man merkt aber in derselben als etwasBesonderes an, daß ein Cardinal und zwey Bischöfeals Zuschauer dabey vorgestellt sind. Lilio arbeiteteauch inMiniatur und malteFeldschlachten. Er starbzu Ascoli um 1610. F. Villamena, H. David, M-und I. F. Greuther, H. Druni, Th. Krüger u. s. w.haben einige Blätter nach ihm gestochen. Man hatauch Blätter von seiner eignen Arbeit. LnZAo,»p. 282.
Lily. S. Lely.
Lima (Emanuel), ein Künstler, denGuarienr»
S. 16g, neben vielen andern, meist bekannten undin diesem Lex. unter ihren behörigen Titeln ange-führten Künstlern nennt. Von diesem Lima aberzeigt Guarienn nichts als den bloßen Namen an;er kömmt auch in der Künstlergeschichte sonst nir-gends zum Vorschein.
* Limborch (Heinrich van), Maler im Haag,lernte bey I. Heinrich Brandon, Robert du Dal undAdrian van der Werft Dieser letztere unterwies ihnso gut, daß Limborch ihm den Ruhm, den erdurch seine treflichen historischen Gemälde erwarb,und die man in den vornehmsten niederländischenKunstkabinetten findet, zu danken hatte. Er ahmtein denselben seinen Lehrmeister glücklich nach, besaßeine gründliche Kenntniß seiner Kunst, und sparteweder Fleiß, Mühe noch Kosten, sich darin fest zusetzen, indem er sich beständig in akademischen Zeich-nungen übte, und eine kostbare Sammlung von denbeßten historischen Kupferstichen zusammenbrachte.Diese war besonders wegen der ausgesuchten Ab-