Limone.
drücken von Raphaels Werken sehr merkwürdig.-Aber nach seinem Tode ward die Sammlung durcheine öffentliche Versteigerung wieder zerstreut. Lim-horch malte auch Bildnisse und Landschaften. Die-fer Maler st. 1758. 78. I. alt. 600/ 1 . 448.Wahrscheinlich ist dieser Künstler eben der, dend'Ar-gensville in Adrians van der werf Lebensbe-schreibung Julius Limburg nennt.
Limone (Franz di). S. Simone.
-Limosin (Leonhard), malte i 55 Z. zwey Fen-ster für die H. Kapelle des Parlamentshofes zu Pa-ris, in welchen Heinrich II. und Catherina von Me-dicis, seine Gemahlin, abgebildet sind. ie < 7 omteIII. 162.
* Liinosina, Maler und Formschneider, vonwelchem man Z 4 - in der Sammlung des AbtsvonMarolles in der königl. Bibliothek zu Paris einen Holzschnitt findet. /Äpr/lo» l. 188. Vielleichtist es der vorbemeldte L. Limosin.
* Limpach (Maximilian Jacob und Joseph),
Kupferstecher von Prag, lebten zu Rom , wo Ma-ximilian für die vaticanische Buchdruckerey arbei-tete. Man hat von ihm einige Stückenach S. Con-ca u. s. w-, dann ein schönes Titelblatt zu: sticturaeDonrem'cr vuIZo OoMmic/rrua, czuae ex-
slsnt in 8acello 8ncras -^ecii LriptoiVrrstse acl-zuncto etc., welches 1762. erschien. Joseph etzterxi-j. eine Sammlung von silbernen Gefäßen nachden Zeichnungen des Johann Giardini- 6a«üet/i,rr.
* L >n (Hans van), genannt Snlheid, ein tref-licher Feldschlachtenmaler in Holland , blühcte um1667. Seine Pferde werden vorzüglich geschätzt.//a§esto-'» p. 97.
* Linas uolo (Bertus), Maler zu Florenz um
1^70. Einige von seinen Werken wurden als etwasganz Besonderes dem Könige Matthias in Ungarn iibersandt. II. Zg 4 >
Linard. G. Gönner.
Lrnardl. S. Lenardi.
Lincio (Gandolph), malte in der Sala delEcrutinio des Pallastes St. Marcus zu Venedig zwölf kleine Stücke, die so viele Lugenden abbilden.
* Linck (Johann van), Kupferstecher. Christführt sein Monogramm S. 21Ü. und 220. an.
* Lindemann (Christian Philipp), Kupfer-stecher zu Augspurg um 1722 Man findet sein Zei-chen bey Christ S- 122.
Lindenast (Sebastian), Kupferschmied zuNürnberg , erhielt wegen seiner kunstreich getriebnenArbeit au Gefäßen und Bildern von Kaiser Maxi-milian I. das ganz besondere Privilegium, selbigeauch zu versilbern und zu vergolden. Er starb inhohem Alter um rh2v. Hoppelmayr S. 282.
Linden macher (Daniel), Kupferstecher,Wird von Christ S- 167- angeführt.
Lindner (Alexius). S. den Art. Jacob Tro-schei, seines Schülers.
* Lingeibach (Johann), geb. zu Frankfurtam Main 1620. durchreiste Holland, Frankreich und Italien : Hier studirte er mit unsäglichem Fleiß,kehrte 1630. in sein Vaterland zurück, und setzte sichzu Amsterdam , wo er 1687. starb. Er malte italie-nische Seehäfen mit unzähligen kleinen, aber tref-lichen Figuren. Bald bracht' er einen von der ZeitVersehrten Triumphbogen, bald Springbrunnen,bald metallue oder steinerne Statuen, bald Markt-plätze mit Ouacksalber- oder Taschenfistelerbuden,bald den Kohl- bald den Fleischmarkt, bald eineRaigerbeiz, bald Landschaften mit unvergleichlichenThieren in seinen Gemälden an: Kurz Alles, wasder menschliche Geist über diesen Stoff erfinden kann,sieht man in seinen Werken. Seine Einfälle sind im-mer wohl ausgedacht, uud öfters satyrisch. An denSeehäven wußte er die verschiedenen Nationendurch ihre Kleidungen vollkommen zu unterscheiden,
und seine Färbung zeigt, daß er ein achter Lehrjün-ger aus derfiamandischen Schule sey. Er etzte einigeartige Landschaften und Marinen nach seinen Erfin,düngen. A. Zylvelt, Grocnsvelt, Beckets u. s. f.haben nach ihm gearbeitet. II. 172.
Linger (Anton), ein vermuthlich deutscherMaler, arbeitete zu Venedig , wo man in der großenSchule della Carita vier Bilder von seiner Handsiehet.
Lirrgozzl. S. Ligozzi.
Lino, Bildhauer und Baumeister zu Siena ,lernte bey Johann Pisano. Nach seinen Zeichnun-gen ward die Kapelle S. Ranieri, des Beschützersdieser Stadt erbaut, und das Taufgefäß der KircheSt. Johannes verfertigt. Er blühte um iZro. Nr-Lnr-r I. 106.
— — (Hieronymus del), ein Künstler für wel-chen Franz Mazzoli, der Parmesaner, Zeichnungenverfertigte; Anderes ist nicht von ihm bekannt,
* — — (Simon Felix de), Baumeister zuRom , lernte bey Carl Fontana, und bluhere um1700. Er arbeitete für das Haus Ottoboni, wo erallerhand prächtige Maschinen verfertigte. Linszeichnete sehr gut, und etzte einige Werke in Kupfer./ħco/r II.
* Li" 0 r ( ), ei» Frauenzimmer, malte um
1767. zu Paris Bildnisse in Pastel.
* Linschooren (Adrian van), geb. zu Delfft
»M1Ü9» lernte nach der meisten Meynung zu Nea-pel bey Joseph Ribera. Er war ein guter Ge-schichtsmaler, und arbeitete noch in einem Alter von87 — 88 I. in seinem Vaterland Man rühmt seineGeschicklichkeit im Ausdruck der Leidenschaften. N.Verkoste hat nach ihm gearbeitet. l.ögff.
Linsen (Johann i, ein Geschichtsmaler vonHoorn i» Nord-Holland, reiste in Italien ; da eraber über Meer seine Rückreise thun wollte, warder von den Mohren gefangen und ausgeplündert;doch hatte er noch das Gluck, denselben zu entwi-schen. Linsen brachte hernach diese Geschichte inein schönes Gcmald, welches man in seinem Vater-lande sieht. Er lebte um 1622. l>. 266.
* Link (Heinrich van), genannt Studio, Land-
schaftsmaler von Antwerpen, studirte zu Rom . Sei-ne Bilder riechen ein wenig zu stark nach der Palette;auch wird die Färbung seiner Figuren in Absicht aufdie Haltung getadelt. S. den Art. LViikens. Erlebte um 17-0. p. 98.
— — (Johann van). S. Lin.
— — (Peter van), geb. zu Antwerpen 1609.,
studirte neun bis zehn Jahre zu Rom , und maltenebst einigen Bildnissen die H. Kreutzkapelle derKirche Madonna del Popolo. Er arbeitete siebenJahre in Diensten des Cardinal Decans Gevasius,Bischofs zu Ostia , wo man drey Altarblätter vonseiner Hand findet. Hernach gieng er nach Antwer-pen zurück, wo er sich durch Bildnisse und historischeGemälde für Christian IV. in Dänemark großenReichthum erwarb. Er componirte nach der Maniergroßer Meister; seine Zeichnung ist richtig und dieFärbung gut. B. Valliu, P. Jode u s. f. haben nachihm gestochen. I I 1H2.
Liutmeyer (Daniel), Maler von Schafhau-seu in derSchweitz, lebte i 5 bc>. Nach seiner Zeich-»ungsmanier zu urtheilen, könnte er seines Mitbür-gers, Tobias Stimmers, Schüler gewesen seyn.Füßli 1. 45 .
Linz (Johann), genannt Morschem, geschick-ter Bildhauer von Trident, warb in Zürich zumBürger angenommen. Sein Simson, der einen Lö-wen erwürgt, ziert dc» Brunn vor dem dasi«enNalhhauS; er hat aber durch den Anstrich von Oelfärbe und Vergoldung Vieles von seiner Schönheil verloren. Linz starb zu Luzeui als Martyre1339. H 0 rrrngers helvetische Lrrchengesch