Lombards.
* Lombards (Mors). S.den Art.Thomasda Lugano.
— — (Paul). S. Hieronymus Lombarddo, seinen Vater.
* — — (Peter), des Hieronymus Sohn, einBildhauer zu Venedig , verfertigte um 1476. dasGrabmal des Doge Peter Mocenigo, daran 17 Sta-tuen in natürlicher Größe, nebst dem Bildnisse die-ses Herzogs in der Kirche St. St. Johannes undPaulus zu sehen sind. Lombards erneuerte auch- 483 . das Grabmal des Dante, welches an der äu-ßern Mauer des Franciscanerklosters zu Ravenna gesehen wird. S. den Art. Alexander Lombards.Litratto ch
— — (Rainald), Maler von Verona , arbeitetemeistens außer seinem Vaterland. Er blühere imXVI. Jahrhundert, und starb zu Rom .
X". Z7.
* — — (Sanctus), des Julius Sohn, Bau-meister zu Venedig , vollführte den von M. Donoangefangenen Bau der Schule St. Rochus, welchenRidolfi dem Jacob Sansovino zuschreibt. S.auch den Art. seines Vaters. Dr««««« p. 44.
— — (Thomas), Bildhauer von Venedig ,lernte bey Jacob Sansovino. Er verfertigte ausfeinem Marmor die Statüe des Venetianischen Feld-herrn Meglio Cortonna, welche auf dessen Grabmalein derHieronymitenkirche St. Sebastianus, und dieStatüe des H. Hieronymus in der Kirche St. Sal-vator gesehen werden, /(rtratto ch /^>«eria..
* — — (Tullius), Bildhauer und Baumeisterzu Venedig , lernte bey Jacob Sansovino. Er ver-fertigte das Grabmal des 1445. verstorbenen DogeJohann Mocenigo, welches in der Kirche St. St.Johann und Paulus aufgerichtet ist. Man siehtauch von seiner Arbeit in den Kirchen St. Salva-tore, St. Giovanni Crisostomo, St. Maria de Mi-racoli und in der Schule St. Marco. Man liefetseinen und des Anton Lombards Namen an zweygroßen Basreliefs in der Kapelle des H. Antonius von Padua. /krtratto cii
— — (Ulrichs, ein Künstler zu Bologna , vonwelchem man in der dasigen Kirche St. Michele nelMercato di mezzo ei» Gemalt» sieht, welches dieVerkündigung vorstellt. ^Lcoro.
— — (Lambertus). S. Surermann.
Lomellina (Sophonisbe). S. Anguscioka.
Lomi (Alexander). S. Loni.
* — — tyiurelius), Maler zu Pisa , lernte beyseinem Vater I. Baptist und bey Ludwig Cardi, ge-nannt Civoli. Er arbeitete zu Genua , wo er wegenseiner Kunst in gutem Ansetzn stand. Lome st. 1622.58 . I. alt. Er war des Horaz Gentileschi Stief-bruder. Loxranr p. 3 t 8 .
— — (Dom Joseph), erster königl. Baumei-ster in Spanien um 1690., wird von Domenici III.420. in der Lebensbeschreibung des Lucas Gior-daiio angeführt.
*Lommelin (Adrian), ziemlich mittelmäßigerniederländischer Kupferstecher, lebte um die Mittedes XVIl. Jahrhunderts. Erarbeitete nach Rubens ,Vandyk, Dieppenbeck, Sallart u. s. f. Lara».
L 0 nardi (Joseph), genannt Zangara, Malerzu Verona , lernte bey Anton Nobili und bey SimonBrentano. Er arbeitete für viele Kirchen und Pri-vathäuser seiner Vaterstadt, und trat 53 . I. alt indie Eongregation des H. Philipps Neri, in welcherer 1718. noch lebte, und für diesen Orden arbeitete.Der Graf von Caylns hat vermuthlich nach diesemKünstler ein Pfingstfest geetzt. /Ksro ^clsir. p. iZ.
— — (Peter), Maler zu Verona , der vermuth-lich um den Anfang des XVI. Jahrhunderts lebte.Man sieht von ihm ein Altarbiatt in der dasigen St.Paulskirche. /bLLo 64 -
— — oder Lonardino, Beyname des Le-n-yard Ferrari.
Longhi. z?9
Lsnati (Dominicus). S. den Art. S. Urst-nigo.
Lonck (Joh. Theodor'. S. den Art. I. Caan.
* Londerseel (Johann van), niederländi-scher Kupferstecher, arbeitete in dem XVII. Jahr-hundert nach den Landschaften von D. Dinckeboom,E. Coninxloe u. s. f. Der Abt von VNarylles hatvon seinen Blattern 92. gesammelt, und Lhrist führtS. 280. sein Zeichen an. Lara». — Dann findet mangemalte Landschaften von * Abasuerus Londer-seel von Amsterdam . Dieser hat auch verschiedeneschöne Holzschnitte verfertigt, die 1676 und 1699.zu Antwerpen bey Sylvius gedruckt sind. Ehrifthat sein Zeichen S. 96. angeführt.
Londicer (Ernest Wilhelm), war um 1700.der Ritterschaft in Esthland bestelltet Maler. Erist bis dahin allein durch sein von P. Schenk gestoch-nes Büdniß bekannt.
* Londonio (Franz), ein treflicher mailandi-scher Künstler und Schüler von Ferdinand Porta,malte in dem Geschmacke von Berghem und Roossehr wohl gezeichnete Thiere und dazu dienliche Fi-guren. Eben so etzte er mit ungemeiner Geschicklich«keit und feiner spielenden Nadel eine ziemliche An-zahl Blatter von verschiedenen Größen, die er aufblaues Papier abgedruckt mit wunderbarem hurti-gen und geistreichen Pinsel in weißer Farbe aus-höhle; wobey anzumerken ist, daß die meisten vonihm selbst radirten Blatter nur in den Schattenschrafirt sind, in der Absicht, die Mitteltinten vermit-telst des gefärbten Papiers hervorzubringen, daherseine Arbeit auf dem weißen Papier nickt die ersor,verliehe Wirkung thut. Londonio hat sich durcheignen Fleiß und durch bloße Nachahmung der Na-tur, wozu er sich eigne Thiere hielt, in der Kunstfestgesetzt- Im 1 .1769. that er eine Reste durch Ita-lien, und hielt sich besonders lange zu Neapel auf.Hier studirte er mit unglaublichem Fleiß, und brachtedie meiste Zeit mit Kupferetzen zu. Ersuchte die Na-tur in ihren verworfensten Scenen auf, und mankonnte ihn nie dazu bringen, daß er ein ander Pferdals eine Schindmähre gemalt hätte. Man hat auchhistorische Bilder von ihm, aber nur dergleichen,wo der Gegenstand Thiere erfordert Ueberdies malteer auch zuweilen Jagden, Fische u- s. w. B. Bosslhat nach ihm sehr geistreich radirt.
*Longhena (Balthasar), Bildhauer undBaumeister zu Venedig , machte die Zeichnungen unddas Modell der prächtigen Kirche St. Maria dellaSalute , die aufBefehl der Regierung, vermag' einesöffentlichen Gelübdes unter dieses Meisters Aufsichterbaut wurde Von seiner Arbeit ist auch der Pallastder Familie Pesaro an dem großen Canal, und dieüberaus schöne Treppe des Bcnediktinerklosters inSt. Giorgio maggiore. Das Grabmal des DogeJohann Pesaro in der Kirche de i Frari wird füreins seiner schönsten Werke gehalten; man tadeltaber daran die alkzuüberhäufren Zierathen. Er blü-het« UM 1670. Artr atto ci»
* Longhi (Alexander), Oerers Sohn, geb.zu Venedig 1733. lernte bey Joseph Nogari. Ermalte Bildnisse, die vielfältig i» Häusern der Edelngefunden werden. Im I. iM. gab er das Lebenund dir Bildnisse berühmter venetianischer Ge-schichtsmaler seines Jahrhunderts mit ziemlich ma-gern Beschreibungen und von ihm selbst radirtenBildnissen in groß Folio. Man giebt ihm Schuld,daß er aus Neid verschiedene der beßten Künstler inseinem Werk weggelassen, wogegen er nicht verges-sen, mit beygefügtem Bildniß, seiner selbst mit allemRuhm Meldung zu thun. Alexander etzts auch eini-ge Blätter nach seines Vaters Werken. Lo»§ürX°. -4-
— — (Franz). S. L»cas Lunghi, seinenVater.
— — (Lucas und Martin). S. Lunghi.
*— — (Peter), geb. zu Venedig 1702. lerntebey Anton Baicstra, und zu Bologna bey JosephMaria Crespi. Als er sahe, daß die Geschichtsma-
Bbb s