Band 
Erster Theil.
Seite
391
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Maganza.

fentlichen Gemälden in dem Kapitel der Karthaufezu Pavia . Er hatte eine zahlreiche Familie, die er inder Pestzeit » 63 o. verlor. — Neben * I. BaptistMaganza dem jünger»,, der unten naher ange-führt ist, hatte Alexander noch zwey Söhne, *H»e-ronpmus und *Marc-Anron, die in der Kunstbereits so weit gekommen waren, daß sie öffentlicheWerke verfertigt hatte». Er selbst starb ,640. 84. 1 .alt. II. 236 . und 246.

Maganza (Carl), Maler zu Rom , lernte beyFranz Cozza, der ihm seine Modelle und ZeichnungenTestamentsweise hinterließ. Er lebte noch um »68c>./Ä-co/r II. 74 -

* — (Joh. Baptist), der altere, genanntMagagno, Künstler zu Vicenza, lernte bey Titian eine leichte Manier im Bildnissemalen. Als beruhn,»ter Dichter ward er in die gelehrte Gesellschaften zuPadua und Vicenza aufgenommen, und lebte mit denvornehmsten Dichtern seiner Zeit in vertrauterFreundschaft. Erst. 1689.80. 1 .alt. Lcio/^II. 228.

* -- — (Joh. Baptist), der jüngere, Alexan-ders Sohn, gelangte in früher Jugend auf einen sohohen Grad in der Kunst, daß er trefliche Proben sei-ner Geschicklichkeit in Zeichnung und Colorit zeigenkonnte. Er starb aber 1617. bloß 40. I. alt.

II. 245.

* Magatt, (Peter Anton), von Vaccalo inder Landvogtey Mendrys gebürtig, lernte zu Bo-logna bey I. Joseph dal Sole. Er malte hinter demhohen Altar derCollegiatskirche St. Maria Pedonezu Mailand ein großes allegorisches Stück auf fri-schen Kalk, und in der Kapelle St. Benedictus derPfarrkirche St. Simplicianus ein Ovalstück Ma-garti arbeitete auch für einige Kirche zu Pavia . DieLeidensgeschichte Christi in der Franciscanerkirchezu Como wird für sein Meisterstück gehalten. Er starbzu Varese ,768. 8i. I. alt. FüeßlrIV. ,,i.

Magenra (Joh. Ambrostus), Barnabiter-mönch von Mailand , baute um den Anfang desXVll. Jahrhunderts die größte Kapelle der Haupt-kirche St. Peter und die Kirche St.Salvator, beydezu Bologna ; diese letztre wird sehr geschätzt. ^rcoro.

*Magges (Joseph), aus Tyrol gebürtig, einerder beßten Geschichts - und Frescomaler zu Aug-spurg. Er zierte viele Privathäuser dieser Stadt undviele Kirchen in dafigen Gegenden, und st. ,769. 4,.I. alt.— Seine Tochter * Theresia übte gleicheKunst, und st. ,770.

* Magg, (Johann) von Rom , arbeitete unge-

mein wohsi in Perspektiven und Landschaften, etzteauch sehr schöne Werke in Kupfer. Er zeichnete dieStadt Rom auf einen großen Plan, mit allen Stra-ßen, Plätzen, Kirchen und Pallästen; aber der armeMann war aus Mangel benöthigter Unkosten außerStande, solchen in Kupfer zubringen, daher er nach-her von Paul Maupin in Holz geschnitten wurde.Die neuern Kirchen und schönsten Aussichten dieserStadt sind nach seinen Zeichnungen geetzr worden.Maczgi lebte um den Anfang des XVII. Jahrhun-derts^ und st. 5 o. I. alt. Eine Anbetung der Weisen,die er in Kupfer gebracht, sollte eine Anspielung aufseinen Familiennamen seyn. Man findet einige sehrsauber in Holz geschnittene Blätter mit: I. 6. Max-bezeichnet, welche man diesem Künstler zuschreibenkönnte. E- Sadeler hat Landschaften nach ihm gesto-chen. x>. 277.

— — (Johann), Bildhauer, verfertigte in derKirche St. Daniel zu Venedig sehr schöne Zierathenvan Stukaturarbeit um 1700.

— — (Paul), Baumeister zu Rom , erweiterteum » 6 » 4 . die dasige Kirche St. St. Trinita di Pon-te Sisto, und brachte sie in eine zierliche Form. Dtr.

* — — (Peter), Maler zu Mailand , lernte beyPhilipp Abbiati. Er arbeitete mit vielem Verstandund Fertigkeit, wovon man in seinem Vaterlandviele Proben findet. Dieser Künstler lebte um 1710.

(rkia-'k-krtr.

Magnasco. Zgl

Maggiore (Ambrostus), ein in allerhandDrexlerarbeit sehr berühmter Künstler, blühte umi 58 o. /.„masso p. 429.

— — (Jsaac). S. Major.

* Magg »Otto (Dominicus), einer der beßten

Schüler des I. Baptist Piazetta, verließ seines Lehr-meisters Manier, und nahm eine hellere und ange-nehmere an sich. Er verfertigte in derselben Altar-blätter und andere historische Gemälde für verschie-dene auswärtige Kirchen und Palläste. Zu Venedig findet man in der Kirche della Pieta eine Altartafelvon seiner Hand. Er lebte noch 176Z. A. Capellanund Andere haben nach ihm für den WagnerschenVerlag gearbeitet.— Sei» Sohn * Franz war um1766. Mitglied der in seiner Geburrsstadt erneuer-ten Malerakademie. Er malte in der Kirche Dimessezu Padua die Decke des Chors, ein Bild von »8*breit und lang, welches die Himmelfahrt Christi,mit schönen Verkürzungen, treflicher Zeichnung undlieblichem Colorit vorstellt. /.c>«§/rr 16.

Maghi'nardo, Baumeister zu Arezzo , ver-fertigte den Riß zu der dasigen Kirche St. Stephan,welche gegen das Ende des X. Jahrhunderts nachdem Muster der Kirche Et. Vitalis zu Ravenna er-baut wurde. Zotta-v I. p. 22.

Magiftris (Joh. Baptist de). S. Maestri.

* Mag!» (Gabriel). S.denArt. I.Bracciolk.

Maglia oder Mag!»e (Michel), ein berühm-ter Bildhauer aus Burgund, arbeitete zu Rom , woer unter dem Namen Monsu Michel bekannt war.Er lernte daselbst bey Hercules Ferrata, und arbei-tete unter seiner Aufsicht in Marmor und Stukko.Maglia ward 1678. Mitglied der Academie St.Lucas. Man sieht Vieles von seiner Arbeit in dendasigen Kirchen. S. den Art. Anton Alignini. —Franz Maglia, sein Mitschüler und vielleicht seinBruder, arbeitete noch um 1720. zu Rom .

* Magl 1 ar (Andreas), Kupferstecher zu Nea-pel , lebte um den Anfang des XVIII. Jahrhun-derts. Man bat von ihm einige Blätter nach Soli-mena und ander» Meistern. — Sein Sohn * Jo-seph lernte bey gedachtem Solimena. Er war eintreflicher und kecker Zeichner; daher war es ihm einleichtes, ftines Vaters Kunst zu üben, und eine sehrschöne und liebliche Manier im Kupferstechen zu er-langen Joseph stach, nach einem von seinem Lehr-meister eigens Grau in Grau gemalten Modelle,einen H. Wilhelm, dem der Heiland erscheint. Aberdieser geschickte Jüngling starb nicht lange hernach zugroßem Bedauern der Kunstliebhaber. DoEmc»III. 720. /Ä»»ro.

MagIr 0 ne, Bildhauer und Baumeister zu Flo-renz , lernte bey Niclaus Pisano, der ihn an seinerstatt nach Neapel sandte, wo er die Kirche St. Lau-renz und einen Theil des bischöfl. Pallastes baute,auch einige Grabmäler verfertigte, in welchen erdes Pisano Manier wohl nachzuahmen' wußte.Maglione lebte um »260. Lottm-r I. 2».

* — — (Ferrantes). S. den Art. JohannBemncasa.

* Magnani (Christoph), von Pizzighetone,lernte bey Bernhardin Campi. Er hatte eine so starkeEinbildungskraft, daß wenn er eine Person nur ein-mal ansähe, er ihr Bildlich sehr kenntlich abbildenkonnte. Magnani malte auch Geschichte in Oel undFresko, und arbeitete in Gesellschaft mit Malosso,Lodi, Catapane und Mainardi. Er blühece um 1080.und starb in frischem Alter. La/äruuccr hec. 4.

1.1. ?. 164.

— — (Joh- Baptist), herzogl. Baumeister zuParma um 1600., wird von Malvasia im Leben desHieron. Eurr, angeführt. Man zahlt ihn unter dieSchüler des Augustin Carraccio.

* Magnasco (Stephan), Maler von Genua ,lernte bey Valerius Castelli, und studirte fünf Jahrezu Rom , richtete auch bey seiner Zurückkunf» eine