Band 
Erster Theil.
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392
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Z92 Magnavacca.

Schule auf. Wegen seiner großen Manier rm Coloritund einer zarten Ausarbeitung, malte er für vieleöffentliche Gebäude zu Genua , und verschiedene vonseinen Gemälden wurden in Frankreich gebracht.Er st. i 665 . in einem Alter von etwas mehr als 20.I. p. 262. — Sein Sohn * Alexander,

genannt Lissandrino, geb. um 1660. lernte beyPhilipp Abbiati. Er war sehrgeschickt in kleinen Fi-guren, die aber dennoch wegen der herzhaften Zeich-nung und guter Austheilnng in Schatten und Lichtvon großer Manier sind; auch in Erfindung ver-schiedener Maschinen war er sehr fruchtbar. Lrssan-drino starb zu Genua um 1720. /.ettere §» /a /ht-I V. 28.

Magnavacca (Joseph), Maler zu Bologna ,lernte bey I. Baptist Barbieri, und verfertigte guteBildnisse. Er war ein großer Kenner und Liebhaberder Alterthümer, und sammelte ein kostbares Kabi-net von Schaumünzen, geschnittnen Steinen, selt-nen Büchern, us.f. Er st. 1724. 85 -I. alt. Manhat von ihm einen Tarif von den seltensten Schau-münzen. ^-caci. OeM. I. 186.

* Mag niere (Lorenz), berühmter französi-

scher Bildhauer, ward 1667. Mitglied der königl.Academie zu Paris , Professor 1690. und starb in die-ser Stadt 1700. 82. I. alt. Man sieht von seinerArbeit in der Jnvalidenkirche, in den königl. Gärtenzu Versailles , und zu Marly. Seine Geschicklichkeitsetzte ihn in den Rang eines der größten Künstler un-ter der Regierung Ludwig XIV . — Sein Sohn* Philipp kam in die Academie 1680., ward Pro-fessor 170^. und Schatzmeister 1709. Dieser Künstlerst. 1715. 65 . I. alt. p. 96. und m.

Magno (Cesar), malte in der Kirche St. Ma-ria zu Sarono im Herzogthum Mailand . Ln»to/rh. I.

*Magnoni (Carl), Maler, von welchem manin der Kirche St. Johann Baptist« zu Rom eineTafel steht, die neben den Werken der berühmtestenMeister seiner Zeit, als eines Sacchi, Maratti, Ca-massei, Gimignano u. s. w. erscheint. Gleichwohlist dieser Magnoni in der Künstlergeschichte ganzunbekannt. Erwähntes Bild ist unter des AndreasSacchi Aufsicht, nach dessen Zeichnung und mit sei-ner Ausbesserung verfertigt worden. C. Bloemarthat die Evangelisten in einer Glorie nach seiner Er-findung gestochen. x. 221.

Magny (Niclaus), Maler von Artois, arbei-tete zu Rom, wo man in der Kirche sopra Minerva eine Tafel von ihm sieht, welche den H. Raymundvorstellt. ?Hr.

* — — ( ), französischer Feldmesser und

Naturforscher, der sich durch verschiedene nützlicheEntdeckungen bekannt gemacht, erfand 1756. beque-me Werkzeuge von Stahl, womit er die körnigtenund gelinden Schraffirungen der tzandrisse vonschwarzer und rother Kreide, mit mehrerer Genau-heit und Natürlichkeit, als bis dahin geschehen,nachahmte. Er zeigte auch diese Erfindung andernKünstlern, die in dieser Art arbeiteten. Desmarteauxdertäitere, I. Carl Fran^ois und dieser Magny,zankten sich um die Ehre der Erfindung,

1762. I. 66.

Magontino (Israel) S. Mecheln .

Mahne (Wilhelm) von Brüssel, lebte um 1600.mit dem Ruhm eines geschickten Bildnißmalers.BcrcanrxL I. 274.

Mai (Matthias de). S.Majo.

* Majan 0 (Benedict da), ein Florentiner, ver-fertigte anfangs Perspective, Laubwerk, Figuren u.f. f. von eingelegter Arbeit auf Schränke, Schreib-pulte u. s. f., weswegen er in Ungarn u. a. Orte be-rufen wurde. Ob er nun gleich alle seine Zeitgenos-sen in dieser Arbeit übertraf, ward er doch dersel-ben müde, und lernte bey seinem Oheim Julian dieBildhauerkunst, begriff sie auch gar leicht, und arbei,tete mit großer Fertigkeit in den herzoglichen Pallä-sten und in den Kirchen zu Florenz . Er schmtzte sehr

Maini.

schöne Kruzifixe, übte auch zugleich die Baukunst,starb in seiner Geburtsstadt 1498. 54 - I alt, undward in der Kirche St. Laurentius begraben,

II. 476.

* — — (Julian da), ward durch Naturgabenund Kunst ein treflicher Bildhauer und Baumeister.Anfänglich verfertigte er mit Giusto und Minoreviele von gefärbtem Holz eingelegte Arbeit in ver-schiedenen Kirchen seines Vaterlandes, bediente sichauch Hiebey der Hülfe seiner Schüler Guido delServilllno undDominicus di Mariorro, zweyerZimmerleute von Pisa . Er baute den prächtigen kö-niglichen Pallast Poggio Reale zu Neapel , den ermit schönen Springbrunnen und Wasserleitungenzierte. Man sieht auch viele öffentliche und Privat-brunnen dieser Stadt von seiner seltsamen Erfindung.Zu Rom baute er die Kirche St. Marcus und einenPallast für Pabst Paul ll. Majano st. zu Neapel 1457. 70 I. alt. S. den Art. I. Mozam. ^r§a, rII. Z 5 v.

Majello (Alexander). S. den Art. Alexan-der oder Mclaus di Simone.

Maier (Alexander und Johann von). S.Mayer.

— — (Simon). S. den Art. F. I. Oefele,seines Schülers.

Maignaud( ), französischer Baumeister,blühete im X ll. Jahrhundert. Man schreibt ihm denPorticus der alten Kirche St. Genevieve m Paris zu-

Maille. S. Maglia.

* Mainardi (Andreas und Marc Anton), ge-nannt Ehiaveghini, Oheim und Neffe, Maler zuCremona , lernten bey Bernhardin Campi. Sie ar-beiteten vieles in dem Bezirke dieser Stadt, und blü-hcten um i 56 o.

* — — -- (Lactantius), genannt da Bo-

logna, oder Bolognese, lernte bey den Carracci .Er war ein hurtiger Zeichner, und arbeitete zu Rom mit vielen andern Malern, die von Pabst E>xt V. zuAuszierung der Kirchen St Johann von Lateranund S- Maria maggiore, desSonimerpallastes Pe-retti und des Vaticane bestellt wurden. Lacranriusmalte gut auffrischen Kalk, starb aber um das Endedes X VI. Jahrhunderts, 27. 1 . alt unweit Viterbo ,und ward in dieser Stadt begraben. l. 676.

* -- — (Sebastian), Maler von St. Gimigna-no, lernte bey seinem Schwager Dominicus Ghir-landajo, und arbeitete fast beständig unter seiner Auf-sicht. II. 460.

*Main ero (Joh. Baptist), Maler von Genua ,lernte bey Lucian Borzonj, der ihn bald so weitbrachte, daß er mit einem kleinen Bild von eignerErfindung und einer gelinden und wohl ausgearbei-teten Manier öffentlich erscheinen durfte. Mainar-do malte zufälliger Weise einige Bildnisse, die soschön und wohlgleichend gefunden wurden, daß ersogleich eine große Menge derselben verfertigen, unddarüber das Geschichtsmalen beyseitsetzen mußte.Er st. 1627. in blühenden Jahren an der Pest. §0-xvam p. 212.

* Maingaud (Martin), ein Dildnißmaler,arbeitete um den Anfang des X VIII. Jahrhundertsan dem churfürstl- Hofe zu München , wo er die Bild-nisse Maximilian Emanueis und seiner ganzen Fa-milie schilderte. Der Churfürst ist in Lebensgrößezu Pferde vorgestellt Alle diese, an der Zahl nenne,samt einem historischen Bilde, sind in der Galerie znSchleisheim aufgehoben

Maini (Angelus und Tiburtius), Gebrüder,Bildhauer von Pavia , arbeiteten in kleinen Figurenvon Holz. Angelus schnitzte ein Werk von vielenFiguren für die Carmeliterkirche zu Pavia um 1617'

/.OMNL-ro.

* — — (Joh. Baptist), geb. zu Casanomag-nano 1690. lernte bey JosephRusnari und CamillusRuskoni. Er arbeitete über 22. Jahre unter dieses