Band 
Erster Theil.
Seite
419
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Meister.

wald in der Kirche St. Sulpice. Cl. Drevet hatdavon einen schönen Stich verfertigt. Seine Goid-schmiedsarbeit ist von größter Vollkommenheit, undseine übrigen Werke zeigen jene edle Einfalt der Anetiken, dir das wahre Kennzeichen des Erhabenenist. Huqurer hat eine Menge von seinen Zeichnun-gen etzen lassen, und er selbst hat einige in Kupfergebracht; diese alle machen eine mannigfaltige undwichtige Sammlung aus. Von den Werken diesesKünstlers urtheilt der Abt R * * * ganz anders alsLacombe, indem er selbige als ausschweifende Er-findungen, die wider den guten Geschmack laufen,beißend durchzieht, und Lochin betitelt sie Thor-heiten. Messsonier st. 1750. 55 . I. alt. ^«eo«be.

Meister (kleine). Also nennt man einige vonden alten, meistens deutschen Kupferstechern, diegewöhnlich keine andere als kleine, aber sehr fleißigausgearbeitete Blatter verfertigten. Man setzt unterihre Zahl: Heinrich Aldegrever , Albert Alrorfer,Hans Baidung, Jacob Bink, Bartholome undHans Gebald Böhm, Hieronymus Bös, Cor-nelius Engelbrecht, Heinrich Gärung, der aufverzinnte Eisenbleche radirte, Lucas van Lexde,Israel vanMecheln, Theodor Meper, Crispindu paas und seine Kinder, Georg pens, Mar-tin Schön, Johann Schwarz, Virgil Solls,Dirich van Stare»! u. s. f. ^«combe.

* Meitingh (Anton) radirte 1627. eine sehrschöne Landschaft, die aus Gebüschen, Seeaussich-ten, Schiffen, und einer Gesellschaft von Trinkernu. s. w. zusammengesetzt ist. Man findet auf diesemStücke eine Zueignungsschrift an I. Carl, Groß-prinzen von Toscana . Meiringb etzte auch nachI. Callot einen Traum des H. Anton. Der Orirginalhandriß kam beym Verkauf des Kunstcabinetsdes berühmten Liebhabers Julienne zu Paris 1766.wieder zum Vorschein. 6«utie//r«r.

Mel (Johann de) , Kupferstecher, der umtbho.lebte. Man findet sein Zeichen bey Christ S.257.

* Mela (Anton), ein Künstler von Verona ,lernte um 1617. bey Santo Prunati, und war da-mals schon besonders stark in der Zeichnung.

^cläit. p. 2i.

— — (Joseph). S. Meda.

Melampus. S. den Art. Demophilus.

* Melan (Claudius), geb. zu Abbeville i 5 g 4 .oder 1601. lernte die Zeichenkunst bey Simon Vouet und legte sich auf das Kupferstechen. Seine Werkesind sehr beträchtlich und meist nach seinen eigenenZeichnungen. Er verfertigte seine Blätter mit einerganz besondern Manier und geringer Arbeit. Oftbediente er sich nur einer einfachen Schraffierung;die Kunst aber, womit er selbige bald erhaben, baldvertieft vorzustellen wußte, giebt solchen ein gutesAnsehn. Man hat einige Bildnisse von ihm, diemit gutem Geschmack und vielem Verstand gezeich-net sind. Er ward nach England berufen; alleindie Liebe zum Vaterland und seine Heurath behieltenihn in Frankreich , wo ihm der König, nebst an-dern Wohlthaten, eine Wohnung in den Galeriendes Louvre anwies. Unter seinen Werken bewun-dert man ein mit Dornen gekröntes Antlitz unsersHeilandes, welches in seinem Charakter sowohl alsin seinen übrigen Theilen für unnachahmlich gehal-ten wird. Dieses Blatt ist nur mit einer einfachenSchraffierung in die Runde gestochen, wovon dieSpitze der Nase den Mittelpunkt ausmacht. Manhalt die Bildnisse Pabst Clemens VIIl. und desPrinzen Giustiniani für Meisterstücke, und seineBlatter in dieses Prinzen Galerie werden sehr ge-schätzt. Melan starb zu Paris 1688. Von demhohen Preise, worauf seine Werke nach seinem Ab-sterben gestiegen, kann bey Lifier S- > 5 i. nachge-lesen werden; Marterte besaß sie in 5 io. Stücken.Seine Manier würde in antiken Statüen und über-haupt in Allem, was den Marmor in Kupferstichenmit Schraffierungen nachahmen soll, alle andernweit übertreffen. Die Blatter, welche Melan invvrgedachter: LaUeri» ^ustiniana und in den Bild-

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Hauerwerken der königl. Sammlung in Frankreich geliefert, können die Wahrheit dieser Anmerkungbegreiflich machen. Christ liefert sein MonogrammS. r 47 - r-i9- und 297. /.aroMÜe.

Melani (Dominicus), italienischer Baumei,ster, arbeitete um 1L80. an dem churfürstl. Hofe zuDresden . I. O. Harms hat nach seinen Zeichnun-gen einige theatralische Gegenstände geetzs.

— — S Milani.

MeIan 0 (Marc Anton). S. den Art. I. A-pianca.

* Melanrhl'us, Maler von Sycion, blü-hete unter den Regierungen der makedonischen Kö,tilgen Philipp und seines Sohns Alexander des Gros-sen. Er lernte bey Pamphilus, den er in seiner Ma,nier nachahmte. Sein mit der Victoria in einemTriumphwagen fahrender Aristratus wurde von allenMalern seiner Zeit und selbst von Apelles nachcopirt.Melanrhlus schrieb auch Bücher von seiner Kunst.S. den Art. zJealces.

* Melar (Adrian), ziemlich mittelmäßigerKupferstecher, lebte um die Mitte des XVI I. Jahrh.Man hat von ihm einige Blätter nach verschiedenenniederländischen Meistern; neben Andern St Mi,chael, der den Drachen mit Strahlen niederschmeißt,nach Rubens .

Melchiors (Carl), Baumeister und Bild,Hauer, der um - 74 "- blühete, verfertigte das Grab,mal des Cardinal Miio, Datarius Benedict XIV. mit seinem Brustbilds und Statüen. Man findetdieses Monument in der Kirche St. Grisogono zuRom . /Lo«r« ««tt'c« s Morse--««.

* — — od. Marchlori (Johann), Bild,Hauer von Venedig , lebte um 175». Er verfertigteauf Befehl des Cardinal Quirini die Statüen desauferstandenen Heilandes und der H Maria Mag,dalena für die neuerbaute römisch-katholksche Kir,che zu Berlin . Derselbe war Mitglied der Akademiezu Venedig .

* — — (Joh. Paul), geb. zu Rom 1664.lernte bey Carl Maratti. Er zeichnete nicht alleinmit großem Verstand und schönen Erfindungen,sondern malte auch sehr wohl nach der lieblichen Ma-nier seines Lehrmeisters. Die Geburt Christi aufdemhohen Altare der Kirche dieses Namens ist von derHand dieses Künstlers, und ein Geschenk, das erder Brüderschaft der Agonizzanti, von welcher erMitglied war, machte. Melchiori verfertigte auchauf pabstl. Befehl das Bild des Propheten Ezechielsfür die Kirche St. Johann von Lateran. Er radirteeinige einzelne Figuren nach Raphaels Gemäldenim Vatican. 6r-«E«tr.

— — (Leonhard), Schüler des Felix Ricci,genannt Brusasorci, malte in der Kirche St. Eu-phemia zu Verona , seiner Geburtsstadt, dasBild-niß der H. Maria, mit vielen Abtheilungen umge-ben , worin ihre Geschichten abgebildet sind. Erst. 162Z. /'oLLo 80.

* Melder (Gerard), geb zu Amsterdam 169Z.lernte nach einigen Anfängen in der Oelmalerey dieMiniatur, studirte nach Rosalba Cari iera, und co-pirle mit vieler Geschicklichkeit die Werke großer Mei-ster. Er malte viele Bildnisse hoher Standesperso-nen nach dem Leben und arbeitete für den König inPolen , u«» 6ooi II. 2o5.

— — (Johann van >. S. Mildert.

Meldolla; Beyname von A- Schiavone.

Meleager; Bentname von I. B- Breughel.

Meiern (Carl). S. Meslin.

Melende; (D. Ludwig), voerreflicher spa-nischer Miniaturmaler. Unter den 7«. Meßbüchernder königl. Kapelle zu Madrid , welche auf Perga-ment geschrieben und mit seiner Arbeit geziert sind,findet man einige von der Hand dieses Künstlers,welche Alles in dieser Art übertreffen sotten. Er lebtenoch unter der Regierung Carls lll. um i7b>5. L«-rettr 6ro>rra/e.

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