Band 
Erster Theil.
Seite
423
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Merano.

Geschichte, und zeichnete besonders das Nackte dorrtreflich, hatte auch viele Anläße seine Talente zuzeigen, und würde vermuthlich sein Glück höhergebracht haben, wenn ihn seine allzugroße Beschei-denheit nicht daran verhindert hätte Er st. 1667.in blühenden Jahren an der Pest. §ox>ra»r p. 209.

* Merano (Joh. Baptist), Maler von Genua ,lernte bey I. Andreas Ferrari, Valerius Castelliund Julius Benfo. Er studirte zu Parma nachAnton Allegri und ward ein geistreicher Künstler,der in seinem Vaterland und in andern Städtensehr viele Arbeit verfertigte. Merano lebte nochum den Anfang des X VIl. Jahrhunderts. 6«arie »tr.

Mercanti (Gabriel). S. den Art. Th.Brand».

Mercar» (Bartholomc), Maler von Bologna ,lernte bey I. Anton Bunin, Donat Creti und Jo-seph Maria Crespi. Er malte einige Engel aufden Deckel des Reliquienkastens in der CapelleZambeccari der Hauptkirche St. Petronius. Mer-lan besag viele Geschicklichkeit in kleinen Figuren,Er st. 17HZ. /Um« xrttrrce III. 2Z/.

— (Joh. Baptist), Zeichner und Kupfer-stecher von Dorgo S- Sepolcro, lebte »in den An-fang den XVII. Jahrhunderts. Man hat von ihmeinige Blatter nach P. von Cortonna, B. Capi-teln u. s. f. auch nach seinen eignen Erfindungen.Er radirte eine Sammlung von Aussichten der un-bewohnten Gegenden der Stadt Rom . SaE. —Vielleicht ein andrer * Joh. Baptist Mercari,oder Mercaro, von Borgs S. Sepolcro gebürtig,arbeitete zu Vcnecig und zu Rom , wo man einigeBilder von ihm in den Kirchen siehet. etc.

* Mercaeor (Gerard>, geb. zu Ruremondei5i2. war Erdbeschreiber des Herzogs von Jülich .Er verfertigte geographische Tabellen, stach seineLandcharten selbst in Kupfer, schnitt einige in Holz,und illuminirte sie auch selbst; denn er war einunermüdeter Mann, der, nebst einem Atlas, nochverschiedene gelehrte Arbeiten verfertigte. Er st.»594. beynahe 83 I. alt. /AxrÄo» I. 197.

Merchiori (Johann). S- Melchior»'.

Mercier (Anton le), Kupferstecher, hat eineSammlung von Kaminen nach P. Cvllo geetzt.

* — — (Jacob le), von Pontoise gebürtig;ward erster königl. Baumeister Ludwig XIII . Mansieht zu Paris von seiner Arbeit: Den großen Pa-villon an der Mitte des Louvre; den sogenanntenPalais Royal ; die Kirchen St. Roch, der P. P.Oratorii und der Sorbonne. Die große Treppedes königl. Schlosses zu Fontainebleau , wird füreines seiner Meisterstücke gehalten. Mercier etzteauch einige Blätter nach Michelangelo , und I.Marot hat nach ihm gestochen. Er blühete um»64«. Lirce.

* — — (Philipp le), französischer Bildnisse-maler, lernte bey Anton Pesne und arbeitete umt? 5 o. zu London . I. Faber, R. Houston, I. Wat-son, u. s f. haben nach ihm in Schwarzkunst gear-beitet. Er selbst hat etwas in Kupfer geetzt.

— — (le), Perspektivmaler, lernte bey Phi-lipp Meusnier.

— — (le), treflicher französischer Tapezierer;war der erste, der diese Kunst nach Berlin gebracht.Er wird von dem Philosoph von Sanssoucy an-Seführt.

* Merck (Johann Christoph) von Halle inSchwaben , malte Bildnisse und Figuren im Gros-sen. Von Bildnissen z. B. Friedrich I. König inPreussen und die beyden Marggrafen Philipp undLudwig zu Pferd. Auch hat man von ihm Jagdenund allerhand Thiere. König Friedrich Wilhelm ließ ihn seine großen Grenadiers in Lebensgrößemalen. Er war Professor der Academie zu Berlin und starb zu Potsdam . Nachrichten v. Lünst-lern l. 66.

Merian. 4«3

* Merck ( ), geschickter Gipsarbeiter. Mansieht von ihm schöne Arbeit an den Decken verschie-dener Zimmer in den königl. Schlössern Sanssoucy,Potsdam , u. s. f. lkk. Oe-te-rercü.

Merckel (Conrad), geschickter Maler vonUlm , Zeitgenoß und Freund A- Dürers, mit demer einen Briefwechsel in Rennen führte Manfindet Blätter mit L. M- bezeichnet, die man die-sem Maler zuschreibt. Murr AürnbergischeLunstgesch S. 228.

Mercur; Bentname von j)h. Boos.

Mercurio (Hicronymus), Maler, diente alsHaushofmeister erstlich bey dem Cardinal Brancac-cio, Bischof zu Literbo, und hernach bey dem Car-dinal Flavius Ghigi, der ihm zu einer Chorherrn-stelle bey St. Johann von Lateran zu Rom verhalf.Er wird von Baldlnucci (XIX. 6.- in des Sal-vator Rosa Lebensbeschreibung angeführt.

Mercur,us od. Mercur» nus, ein ziem-lich mittelmässiger Edelsteinschneider. Man bat vonihm einen in Carniol gegrabnen Hund.

1'. I. 1'sd. 71. 3 .

Mere (Johann le). S. Maire.

* Merelle (P.), Bildnißinaler, arbeitete um1660. zu Paris Cl du Flos, A. Lrouvain, u s. f.habe» nach ihm gestochen. Ein andrer Merellemalte auch Bildnisse zu Paris , und war um 1760.Professor der Academie von St. Luc.

Merengo (Heinrich), berühmter Bildhauerzu Venedig , lebte um »670. verfertigte für die da-stge Kirche St. Moses die Statüe dieses Prophe-ten, uud die Verehrung des goldnen Kalbes in ei-nem Basrelief. Krtl-atto är

*Mergol»no( ), Kupferstecher von Cent»,stellte in einem seiner Blatter die Geburt Christi vor, nach einem Gemälde des Guercino . Die-ses Blatt ist dem P. Paul da Garix, Inquisitor»zu Bologna zugeeignet. 2 a»äeK»r.

* Mer, an (Maria Sibylla ), des altern Mae,thaus Tochter, gevoren zu Frankfurt am Mayn»647. lernte bey ihrem Stiefvater Jacob Moreel»und bey Abraham Mignon . Diese Künstlerin ge-langte auf den höchsten Staffel in derjenigen Artzu zeichnen und zu malen, die sie gewählt hatte.Sie machte sich nämlich sehr berühmt durch denguten Geschmack, Geschicklichkeit und Genauheit,mit welcher sie Blumen, Schmetterlinge, Raupen,Mucken, kriechende und fiiegende Insekten allerArt in Wasserfarben malte. Die Liebe zu diesemTheile der Naturwissenschaft vermochte sie 1699.eine Reise in Surinam zu unternehmen, woselbstsie eine beträchtliche Anzahl Insekten nach demLeben auf Pergament malte, wovon sie » 7 u 5 - einkostbares Werk in Regalfolio mit 60 Tafeln undmit guten Anmerkungen zu Amsterdam gab; ihr«jüngere Tochter vermehrte dieses Werk mit einemAnhange. Maria Sibylla starb zu Amsterdam 1717. Ihre Zeichnungen und geschriednen Anmer-kungen werden auf dem dasigen Rathhause gezeigt.Von ihrem Ehemann und Töchtern s. den Art.Joh. Andreas Graf. Fuß!» t. » 5 c>.

— (Matheus), geb. zu Basel »SgZ.lernte bey Dietrich Meyer in Zürich und bey Theo,dor de Bry zu Oppenheim , dessen Tochter er hey-rathete. Er arbeitete sehr sauber mit der Nadel,und seine vornehmsten Werke bestehen in Vorstellun-gen der beßten Städte in Europa , besonders inDeutschland , die er mit ihren Beschreibungen invielen Foliobänden herausgab; man kennt bis aufdie jetzige Zeiten nichts Vollständigeres in dieser Art.Die von ihm selbst nach der Natur gezeichnetenAussichten, besonders die perspektivischen Stadt«,welche man in gemeldten Topographien in großerAnzahl findet, haben in Absicht auf die hicrbeynöthigen Regeln, Annehmlichkeiten und verständigeAuscheilung von Licht und Schatten, nirgend ih-resgleichen. Merlan etzte überdas eine unzählige