Band 
Erster Theil.
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425
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M e s n i t.

dovic der Franzosen« S- Nicolans der Lothringer ,und S. S> Trinira da i Monti, Alle zu Rom . Erarbeitete auch zu Neapel und zu Mailand , undblühete um i 65 o. Eine Darstellung Christi imTempel, die von Lorenese in der Verkündigungs-kirche zu Neapel gesehen wird, ist klug und rich-tig gezeichnet, und ziemlich wohl componirt; alleindas Gemäld scheint nicht mit erforderlicher Ernst-haftigkeit behandelt zu seyn. Man findet darinkindische Episoden. Z. B. Joseph und ein Priesterlaufen einer entflogenen Daube nach; der H. Si-meon fallt so hitzig auf das Kind Jesus, daß manihn zurückhalten muß, u, s. f. K- Audran hat nachihm ein Blatt gestochen. 6 «er«stwr 7 /e III. - 54 . -»Auch findet man Stiche, die Hieronymus Davidnach einem p. Meslin verfertigt.

Mesnil (E. du), französischer Kupferstecher,lebte um 1760. Man hat von ihn verschiedene Blät-ter nach Mieris, C- van Moor, Schenau u. s. f.

* — — (L. M. du), besoldeter Maler vonder Stadt Paris , war um i/h». Professor derAcademie von S. Luc. Man sieht von ihm in ei-ner Capelle des H. Turgot eine dcr acht Seligkei-ten, in welchem Bilde du Mesnil des Eusiachiusle Sueurs Manier nachzuahmen suchte. Er malteauch für das Chor der Kirche S. Jean de Grevedie Heimsuchung Maria. C. Dupuis, B. Picart,Cl. Duflos u. s. f. haben nach ihm gearbeitet.Sein Sohn * perer war um die gleiche Zeit Pro-fessor gedachter Academie M-ice.

— — (du), geschickter Bildhauer, war Pro-fessor der Academie zu Nancy . 6 «crtstem 7 /e III. i 5 j.

* Mesquida (Wilhelm), Maler von Mi-norca, studirte zu Rom nach Benedikt Luki. Erkam 1718. nach Venedig , wo er heyrathete undsich haushablich niederließ. Mesquida malteähnliche Bildnisse, Früchte und Blumen, Figuren,lebendige und todte Thiere. Diese mannigfachenTalente verschaften ihm viele Arbeit; und da seinegrößte Kunst darin bestand, des Rubens und Vansdyks Gemälde genau zu kopiren, ward er von vie-len Liebhabern und Künstlern dazu gebraucht.Dessenungeachtet war er damit nicht vergnügt,sondern reiste 17Z1. in Deutschland , fand aberauch da nicht, was ersuchte, und ging deßwegenin sein Vaterland zurück. Sttmientr.

* Messa (Alphons de), Maler von Sevilla ,lernte bey Alonso Cano . Man findet in den Wer-ken dieses Künstlers eine große Erfindung, unge-meine Leichtigkeit und Fettigkeit des Pinsels, einestarke Erhebung der Gegenstände, und den natür-lichsten Ausdruck der Leidenschaften. Er st. 1668..so. I. alt. Messir malte in dem Kloster S.Fran-ciscus zu Sevilla das Leben dieses Heiligen,larco iZZ.

— — (Gregorius de). S. Miesa.

* Messerschmied (Franz Laver) von Wie-sensteig, ohnweit Dillingen in Schwaben gebürtig,lernte zwar sieben Jahre bey seinem Oheim JohannSträub, ward aber mehr aus eignem Genie einerder größten Bildhauer seiner Zeit. Er studirte inder Academie zu Wien und hielt sich um 176h. wieman sagt, sechs einzige Monate zu Rom auf.Aber er war einer von den seltenen Künstlern, diedaselbst die Antiken nicht nur anschauen, sondernauch ihre Schönheiten einsehen und verstehen ler-nen. Dieser Meister schnitzte daselbst etliche derbeßten antiken Statüen, in der Proportion einesFußes in Holz. Die Kaiserin Königin Maria The-*>sta ließ ihn im gleichen Jahre zurückberufen. Erversagte für abgedachte Academie ein aus Holznach der Natur geschnitztes trefiiches Modell eines»lenschliche» Tkelets; dann das Grabmal des be-rühmten Rechtsgrc,hrten Freyherr» von Senken-berg, u. s. w. Er arv^te sehr viel für den ver-storbenen Fürsten Wenzel von Licheenstein und seinePrinzessin Schwester Emannela. Seine freye undungezwungene Art zu denken hat ihn vielleicht vcr-

Metelli. 42Z

hindert, die Gunst der Grossen zu erlangen. Boeeremons II. 9Z.

Messl'eri (Anna Theresia), Malerin zu Bo-logna , lernte bey Cesar Geniiari. Sie war im Co-piren sehr geschickt, und malte auch Bildnisse undeiniges Geschichtliches aus eigner Erfindungtma prttrr'cö III. 176.

Mdsslna (Martin da), Bildhauer zu Florenz ,lernte bey seinem Oheim Joh.Angelus Montorsoli ,arbeitete in dieser Stadt, und starb um - 56 o.

E,' II. 75.

— — (Onophrius da). Von diesem Malersieht man in der Pfarrkirche S. Thomas von Can-terbury zu Rom eine Tafel, worauf er diesen Hei,ligen zu den Füßen des Erlösers vorgestellt.

— (da), Beyname des Amon Ma-mertlni.

Messinese (Hiacynth). Von diesem Malersieht man eine historische Tafel in der Kirche S»Bonaventura zu Rom . Trck.

* Messis (Quintin), genannt der Schmied

von Antwerpen , weil er dieses Handwerk bisin sein Zwanzigstes trieb. Eine Krankheit, oder,wie wan gewöhnlich erzählt, die Liebe zu einemschönen Mädchen, welches ihn als Schmied nichtheyrakhen wollte, bewog ihn die Malerey zu erler,nen. Er fing ohne Lehrmeister an nach Holzschnit,ten zu zeichnen, und brachte es in kurzer Zeit soweit, daß er einer der berühmtesten Künstler seinesZeitalters geworden. Eines seiner B-lder, wel-ches die Enthauptung Johanns des Täufers vor-stellt, ward cö77- von dem Rath zu Antwervenum i 5 oo. Gulden erkauft. Er malte mit großerFreyheil und herzhaften Pinselzügen, so daß seineFiguren bloß in einiger Entfernung ihre völligeSchönheit zeigen: Eine Manier, die vor ihmin seinem Vaterlands unbekannt war. Olumrit»starb daselbst 1529. 79 I. alt. Man bemerkt auder auswendigen Lhurinmauer der Frauenkirche dasBildniß dieses Malers im Profil in Basrelief ge-hauen,mit dem bekannten Verie: Eounnbuili» „moretc. Seine Färbung ist kräftig, und seine Maniersehr fleijsig, aber trocken und scharf. R. Earlomhat ein Elatt, betitelt: 1 'K« iVIiser«. nach ihmin Kupfer gebracht. — Zwey seiner Söhne, * Jo-hann und Messis, wurden berühmte Maler. AonJohann zeigt man in der Galerie zu Schleisheimeine halbe Figur, die den Evangelisten Mattheusvorstellt. Er wird dort Nro. 207. I. Massus ge«nannt. l. 17.

*Meßner( ), Maler, lernte bey Mar-tin Meykens. Er arbeitete zu Wien , wo er, nachseines Lehrmeisters Absterben, den Ruhm des beß-ten Bilvniffcinalers in diese, Skadk behauptete. Erstarb daselbst 177). I. Schmutze,' hat nach ihmgestochen. Frankfurter gelehrte Anzeigen -775.Nro. 54.

Mesfonier. S- Meissomer.

Mestrius, ein antiker Maler, ist durch eineJnnschrift, die von Grürer angeführt wird, be-kannt. ZÄttü».

* Mer oder M e r e n s> s (Cornelius), (Quin-tin Meßis Nefe, ist auch unter vem Namen(formet bekannt. Dieser Kupferstecher verfertigtedrey Blatter nach Raphael. Man findet auch inseinem Werke Labacksgeftllschasten, Krüppel u. s f.Christ führt sein Zeichen S. 1 ^ 9 - 1 . 458 .

— — (Lukas) von Craen, bedeutet L-Mül-ler von «franach.

/ Metagenes. S. den Art. Lherflphron,seines Vaters.

Mete. G. Metray.

* Merelli Augustin), Maler von Bologna ,lernte bey Pellegrin Miniati, Falcetka dem beßtenBaumeister seiner Zeit und bey HicronymuS Curti.Er war einer der vonichmstcn FreScomaler in Ita-lien , wie aus seinen unzähligen Werken zu sehen

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