Band 
Erster Theil.
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426
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426 Metelli.

ist. Merelli ward mit Angelas Michel Colonnaan den spanischen Hofberufen, wo stein den königl.Pallästen, Galerien und Zimmern malten. Erstarb zu Madrid lb 6 o. 5 i. I. alt. Seine Kunstbestand in der Ornament-Perspectiv - und Archi-tecturmalerey. Man hat von ihm viele geetzteBlatter, welche von jungen Künstlern, die stchder Ornamentmalerey wiedmen, mit Nutzen stu-dirt werden können. Unter diesen findet man 48.Stücke von Friesen datirt; diese hat her-nach Dominicus Bonavere copirt. Item 24. Car-touchen und andre Verzierungen; viele andre Zeich-nungen von dieser Art wurden durch seinen Sohn'Joseph Maria und durch Franz ssurri geetzt.Nazzaro Fort« Colonna hat ihm eine Leichenredegehalten, die 16H7. in 12°. gedruckt ist. HsaiEiaII. 4or.

* Metelli (Joseph Maria), 2 lugustins Sohn,

siudirte in den Schulen des Albani, Guercino ,Torre, und Cantarini. Er verfertigte einige öf-fentliche Gemälde, verwandte aber seine meiste Zeitauf das Kupferetzen, theils nach den Werken be-rühmter Meister, theils nach eignen seltsamen Er-findungen; unter diesen findet man eine Samm-lung von figurirten Sprüchwörtern, die 1678. er-schienen, und sehr selten sind. Basan zeigt seinebeßten Blätter an. Die Stiche dieses Meisterssind so zahlreich, daß ihr Catalog mit den Preiseneinen großen Band ausmachen. Metelli erfandeine Arbeit beweglicher Gemälde, wo die Figurenmittelst eines leichten Handgriffes, Augen, Hän-de, Füße u. s. f. bewegen, und stch in Arbeiten,Spielen und andern besondern Handlungen üben.Er st. 1718. 8/, I. alt, und ward in der Servi-tenkirche begraben, Oiem. I. 181.

Meeellus, ein Holländer, Brullrot einMaler und Professor der Zeichnungs - Academie,und Fredou, ein französischer Maler, zeichnetendie Gemälde der Galerie zu Düsseldorf . M'clausGuibal erster Hofmaler des Herzogs von Wür-temberg erfand und zeichnete das Titelkupfer nebstsechs Vignetten. Dieses Werk ward auf Zo Tafelnunter der Aufsicht von Christian von Mechcl zuBasel , durch B. Hübner, M- G. Eichler, P. G.Pinz u. s f. gestochen, und erschien 1778.

"Merezeau (Clemens) von Dreux , königl.Baumeister, blühete unter Ludwig XIII . Er ver-fertigte einige Gebäude in einem halbgothischenaber korrekten Geschmack, besaß auch ein kühnesGenie, und war zu großen Unternehmungen ge-schickt. Merezeau verewigte seinen Namen durchAngcbung des berühmten Dammes bey Rochelles;ein Werk, welches als sehr verwegen angesehenwurde, und den berühmtesten Kriegsbaumeisternfehlgeschlagen hatte, von ihm aber mit Beyhülfeeines Maurermeisters, Namens Johann Timor,glücklich zu Stande gebracht wurde. Dieser Dammhatte die Länge von 747. Ruthen. Man schreibtauch seiner Baukunst das Hotel von Longueville,die Pforte St. Antoine, beyde zu Paris , und dasschöne Lustschloß Chilly zu. I. Marot hat dasHorel von Longueville nach ihm geetzt. /.acvMbe.— Merezeau, ein Frauenzimmer, lernte die Mi-niarurmalerey bey Virginia di Vezzo, des SimonVouet Ehefrau.

* Merhodius, Mönch von Thessalonich,blühete um L. 800. und bekehrte durch ein vonihm gemaltes letztes Gericht die Bulgaren von demHeidenthum zu dem christlichen Glauben.

*Merichus, antiker Baumeister, arbeitetezu Athen , wo ein von ihm erbauter Marktplatz sei-nen Namen trug. ArmM.

* Merrana (Anna), eine der berühmtestenMalerinen ihrer Zeit; übertraf die vornehmstenBildnissemaler und selbst ihre Mutter, eine ge-schickte Künstlerin. Sie lebte um 1700. zu Turin .

* Merray oder Merray (Peter), Maleraus der Normandie, lernte ju Paris bey Franz

Meuten.

Boucher und studirte auf königliche Unkosten zuRom . Nach seiner Zurückkunft ward er Mitgliedder königl. Academie, und starb um die Mine desXVIII. Jahrh, zu Lyon . Die Camaldolitcr-Mönchezu Turin besitzen vier historische Bilder von ihm.Dieser Künstler malte in Vernet's Geschmacke See-stücke, von welchen Wille viere unter seiner Aufsichtstechen ließ. le Veau , Vasseur, Empereur, Zinggu. s. f. haben auch nach ihm gearbeitet. Er selbst hatnach le Brau ein Blatt unter dem Titel: heg 6er-Aers romains gestochen. Biblisch. der schönenWissensch. XII. 194.

Metro (Israel ). S- Mechetn.

"Merrodorus, antiker Weltweiser und Ma-ler , ward von den Atheniensern dem Paul Emilius,der einen solchen zur Unterweisung seiner Kinder ver-langte, zugesandt. Merrodorus zierte den trium-phirlichen Einzug dieses Feldherrn mit Gemälden,und Paul war mit der Athenienser Auswahl ungermein vergnügt. — Ein anderer * Merrodorus,berühmter Baumeister aus Persten, blühete umL. 027. und nahm die christliche Religion an.Er begab sich in Indien , wo er einen großen Na-men und Reichthum erwarb. Tedrenus bemerkt:Dieser Künstler habe den Kaiser Constantin beredt,einen Krieg wieder den König in Persien anzufan-gen, um die dasigen Christen von der Verfolgungzu befreyen. Buddeus.

* Mereel ( ), eingeschickter Silberstechcr

von Gierigen, arbeitere zu Nürnberg , wo er um-760. starb. Seine Tochter übte gleiche Kunst um1772. Murr's M>rnb. Runftgcsch. S. 18g.

* Merterer. LVinkelmann nennt ihn Ma-der. E. diesen Art.

* Merridoro (Mariotto), Maler zu Flo-renz , arbeitete mit * Aapbael Mettidoro und mitTosmus Tvosselli, seinen Mitbürgern, in einer Ge-sellschaft, die bis an ihren Tod dauerte, da sie denGewinnst gleich theilten. Sie blüheeen um 1420.vasari im Leben des Morro da Felrro.

* Metzger (I. I.), ein deutscher Kupferste-cher, gab um 1670. das Bildniß von GottfriedHeinrich, Grafen von Pappenheim , für den erstenBand von Priorato's Lebensbeschreibung KaiserFerdinand III.

— — (Joseph), Goldschmied und Form-schneider von Görlitz , dessen Holzschnitte um ibbo.gedruckt sind, wird von Papillon 1.229. angeführt.

Meyu. S Mezu.

* Meucci (Vincenz), treflicher Maler zu Flo-renz , zierte die Decke der Galerie Gerini mit der Ge-schichte des Achilles. Er malte auch die Kuppel derKirche St. Laurentius. Dieser Maler st. 176Ü. 72. 1 .alt. C- Gregori hat nach ihm gestochen.

— — Beyname des Barcholome perrini.

Meudens, vielleicht Myrens ( ),

Maler in Haag um 1700. verfertigte eines von denDeckenstücken der dasigen Schilderkammer. Uffen-bach III. 575.

Meulan (Walther von), französischer Bau-meister, lebte um den Anfang des XIII. Jahrh-Er folgte dem Jngeirame in Ausbesserung der Ab-teykirche du Bec in der Normandie , die er inner dreyJahren zu Stande brachte. / 4 -ch/e-r V. 22t-.

* Meulen (Anton Franz van der), geb- zuBrüssel 16Z4. lernte bey Peter Snayers . Er malre,wie sein Meister, Landschaften und Feidschlachten,und kam ihm auch in der Kunst gleich, eh' er seineSchule verließ. Seine natürlichen Fähigkeiten u^ein unabläßiges Studium verstärkte» seine

man bemerkt auch schon in seinen Anfügen denleichten Pinsel, der seine Werke chai-^rcrisirt. Erkam in Frankreich und ward in ronigl. Dienste an-genommen, da er viele Belagerungen, Märiche,Feidschlachten u 5 s- die wahrend der RegierungLudwig XIV. vorfielen, in seinen Gemälden vor-stellte. Die Pferde zeichnete van der Meulen sehr