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keit in der Zeichnung und in der Malerey erlangte,wie solches an den Werken auf dem Rathhause zuMarseille und an großen historischen Bildern fürden Herzog von Parma zu bemerken ist. Man siehtauch viele von seinen Arbeiten in den Kirchen zu Bo-logna und zu Rom . Aureliari malte gern pöbel-hafte und lermende Vorwürfe. Viele von seinen Wer-ken sind von nackten, stark musculierten und schre-ckenden Figuren zusammengesetzt. Seine Zeichnun-gen sind treflich, mit gutem Verstand, ungemeinemFleiß und sehr sauber ausgearbeitet. Er st. 1749.74. I. alt. Man hat von ihm selbst geetzt eine Aus-führung Christi auf drey Blättern. ^cacieMrat 7 /e--re«t/rra II. i 58 .
Milan, (Jacob), Maler zu Bologna , arbeiteteum 168g. mit Bolognini und Paderna in dem Pal-lasie des Prinzen von Novellara, wo sie den Saalund die Galerie malten. prttnce III. iho.
-- — (Joseph), Maler von Parma. S.den Art. Lajeran Sregani. -
* — — (Joseph Maria und Franz) Gebrü-der, Maler von Pisa ; der erste 1678. der zweyte1680. geboren. Beyde lernten die Malerey bey Ca-millus Gabrielli, die Perspectiv aber begriffensteaus eignem Genie. Sie zeichneten viele alte undneue Gebäude der Stadt Pisa , vornehmlich dieDomkirche nach ihren äußern und innern Ansich-ten, mit Altären, Gemälden, Durchschnitten u. s f.die von verschiedenen Kupferstechern geetzt, und indes Chorherrn Joseph Martinis: l'kesauro 6a-sllicLs pisano zu sehen sind. Diese Künstler mal-ten Architektur und Geschichte in Del und Fresco,worunter die Arbeit in der Nonnenkirche St. Ma-khäus für ihr Meisterstück gehalten wird. Lnan'eE
* — — (Julius Cesar), Maler von Bologna ,
lernte bey Andreas Baroni, Flaminius Torre undSimon Cantarini . Er arbeitete aus eigner Erfin-dung, copirte aber auch die Gemälde der berühm-testen Meister so genau, daß viele derselben fürOriginale jenseits der Gebirge verkauft wurden.Er st. 1678. 48. I. alt, und hinterließ einen SohnLamillus, von welchem man in der Minoriter-kirche zu Forli ein Altarblatl siehet, welche? denH. Franciscus de Paula in einem Gebüsche betendvorstellt. prttr ice 1H. r44-
* Milans (Andreas da), malte i 4 g 5 . in derCapelle Ballarini, der Kirche St Petrus Martyr zuMurano ein trefiichcs Altarblatt, welches Marianebst den H. H. Joseph und Hieronymus vorstellt.
— — (Carl da). S. den Art. AmbrosiusLevilaqua.
— — (Cesar da). S. Sesto.
* — — (Johann da), ein geliebter und ver-
trauter Schüler des Thaddeus Gaddi, der ihmseine Söhne Angelus und Johann iZ 5 c». bey sei-nem Absterben zur Unterweisung in der Malereyempfahl. Er arbeitete nach des Motto Manier,und starb in seinem Daterlande. 1. 178.
— Ein andrer Johann da Milans, lernte inder zahlreichen Schule des Lorenz Costa, und blü-hete um die Mitte des XVI. Jahrhunderts. S.den Art- L. Gandolfo.
— — (Joh. Maria da), Bildhauer; arbei-tete zu Rom unter der Aufsicht des Daniel Riccia-relli in Stucco. vasari führt ihn in dieses letztemLebensbeschreibung an.
— — (Michel da), Maler, wird von Vasari unter des Angelus Gaddi Schülern angeführt.
Mildert (Johann van), deutscher Bildhauer,arbeitete um 16Z0. zu Antwerpen . Von seiner Ar-beit sieht man daselbst das prächtige Portal derFrauenkirche und die Grabmäler der Familien vanMoy, van Dorrekens und Johann Malders, fünf-ten Bischofs dieser Stadt. Zu des van Moy hatRubens die Zeichnung gegeben. Die Ausführungdaran ist richtig und wohl überlegt. Dieser Künsts
Millich. 4 ZZ
ler ist anch durch sein von Vandyk gemaltes undvon L. Borstermann gestochnes Bildniß bekannt.DeLcript/ou cker /»eintnreL etc.
Mile (Johann). S- Miller.
— — ( ), niederländischer Bildnißmaler,
lernte bey C. E. Diset, und arbeitete zu Amiens und Breda. III. Z72. Die öffent-
lichen Gemälde zu Brüssel , welche Descamps inseiner Reise unter diesem Namen anführt, sind viel-leicht von ihm.
Militz (Joh. Michel), Bildnißmaler zu Wien um 1770. lernte bey Martin Meytens I. E. undI. G- Hayd, I. E. Nilson u. s. w. haben nach ihmgearbeitet.
Millar oder Miller (Johann Sebastian ).S. Müller.
* Miller (Jacob), Bildhauer, war um 1745.Professor der kaiserl. Akademie zu Wien . /üa§e-stvr» p. Z29.
* — — (I), zeichnete und etzte die Statüen,Brustbilder und andere Alterthümer der prächtigenAusgabe von den Orfordjschen Marmorstücken,welche ,760. daselbst gedruckt ist.
— — ( ), Kupferstecher zu Stockholm ,
arbeitete um 1760. nach Rubens , Scheffel u. f. f.
* Miller oder Mille (Johann), genannt
Francisque, Joh. Franzen Sohn; ward wiesein Vater in Landschaften berühmt, gebrauchteaber in denselben eine hellere Färbung. Er ward170g. Mitglied der königl. Academie und st. 1702.5 Z. I. alt. Nach dem: ^/»muae/r Learr-c-^,-tr starb er 1720. 57. I. alt. — Sein * Sohnübte gleiche Kunst, und kam in die königl. Akade-mie 1 / 34 - Man sieht von seiner Arbeit in den Pal»lästen zu Versailles und Marly. Er lebte noch17O4. p. 122.
*— — (Joh. Franz), genanntFrancisque,geb. zu Antwerpen rv4Z. lernte bey Loren; Franck.Er war ein guter Zeichner und großer Landschafts-maler. Sein Gedächtniß war so stark, daß es ihmAlles, was er einmal, es s.y in der Natur oderin Werken großer Meister beobachtet hatte, getreuwieder vorstellte. Als. ein Bewunderer von Pous-sins Werken, folgte er seiner Manier. Seine Pin-selstriche sind leicht; die Kövfe von schöner Aus-wahl, und der Baumschlag vo» gutem Geschmacke.Ein fruchtbares und seltenes Genie bildete ihmhäufige Gegenstände vor; aber in der Zusammen-setzung veraosaumte er die Beobachtung der Na-tur. Seine Bilder haben wenig Reizendes undsind ailzngleichfärbiqt. Nachdem FrancisqueHolland, Flandern und England durcyreist, undüberall Proben seiner Kunst hinterlassen hatte, kamer endlich nach Paris , wo er sich festsetzte, undProfessor der königl Academie wurde. Dieser Ma-ler, anstatt seine Kunst zu üben, verwandte öftersseine Zeit, Steine zu einem kleinen Landhanse, wel-ches er zu Gentilly besaß, zuzurichten. Man faßteeinen Verdacht auf einige seiner Mißgünstigen,die ihm ein Getränk beybrachten, welches ihn sei-ner Sinnen beraubte und sein Leben verkürzte; erst. 168». In der Kirche S- Nicolas de Chardonetsieht man von ihm zwey große Gemälde: DasOpfer Abrahams, und den Ellas in der Wüste.Er zierte auch die Wände des kleinen königlichenZimmers in dem Pallaste der Thuileiics mit Land-schaften. Die drey von ihm in Kupfer gcctztenBlätter sind den Liebhabern angenehm. Dannfindet man ungefähr 4 »- nach seinen Werken vonTheodore, Ligny, Chiboust, Coelemans 11. s f.Auch A. Pierrets hat nach seiner Erfindung eineSammlung von architektonischem Laubwerke, wel-ches man zu Fontainebleau sieht, geetzt.
Millich (Niclaus), geb. zu Antwerpen umi 6 Z 5 , ward 1669 in Schweden berufen, wo erden königl. Pallast zu Stockholm mit Statüen zierte.Sie stellen Minerva , die neun Musen und ill. Tu-I i >