Mini o.
Baptist» eine Tafel, worin die Taufe Kaiser Con«stantin des Großen durch den Pabst Sylvester ab-gebildet ist. Man'm r,. 6 Z 6 .
Minis (Titian ), berühmter Bildhauer undGießer von Padua, lernte bey seinem Vater Guidound bey Jakob Sansovino. Derselbe verfertigteden metallenen Deckel des marmornen Taufge-fässes in der Ct. Marcuskirche zu Venedig , unddas Bild der Gerechtigkeit, zwischen zween Löwensitzend, in dem herzoglichen Pallaste. Man siehtauch von seiner Arbeit in den Kirchen St. Anton und St. Joh. Baptist« seiner Geburtsstadt. Erst. , 552 . (Temanza sagt i 548 .) 35 . I alt. L'Mr-
Minion (Abraham). S. Mignon.
Minnerbroes; Beyname von Frans.
Mino, Bildhauer von Fiesole , lernte bey De-siderius da Settignano . Obwohl Mino ein zudieser Kunst sehr tüchtiges Genie besaß, so folgteer doch mehr der Manier seines Lehrmeisters, alsder in ihren Werken so schönen und unendlich ver-schiedenen Natur, wodurch er sich selbst des Ruhmsberaubte, seinen Meister zu übertreffen; denn esist offenbar, daß, wer einem andern allzusklavischfolgt, gewöhnlich um etliche Schritte hinter sei-nem Vorgänger zurückbleibt. Mino gierig, nachseines Lehrmeisters Tode nach Rom , wo er vieleGrabmäler der Cardinäle verfertigte, die aber beyErbauung der neuen St. Pcterskirche zu Grundegierigen. Das Grabmal Pabst Paul 11 . an wel-chem auch Mino von Neapel arbeitete, wird inden unterirdischen Gewölbern bemeldtcr Kirche auf-behalten. Sein vornehmstes Werk ist das Grab-mal des Grafen Hugo, Sohns des MarggrafenHubert von Brandenburg, welches diesem Herrn inder Abteykirche zu Florenz aufgerichtet wurde. Erstarb in seiner Geburtsstadt i/M. S. den Art.Paul Romans. II. 419.
— — (Maestro), Bildhauer aus dem König-reich Neapel , verfertigte ein Grabmal für die Klo-sterkirche Monte Casino , und die Statüen der H.H. Petrus und Paulus , nebst einigen andern Fi-guren an dem Grabmale Pabst Paul II wie indem vorhergehenden Art. zu sehen ist. Er lebte
UM i 455 . DoMemcr I. 204.
— — Maler von Siena , ist allein durch eineTafel bekannt, die er 1Z6Z. für die Kirche St. An-tonius de Fönte - Branda verfertigte. Vnistmricc/8ec. II. 74.
Minore. S. den Art. I. da Majano.
* Minorello (FranH, Maler von Padua ,arbeitete für verschiedene Kirchen dieser Stadt, woman Altartafeln von seiner Hand sieht. Er lerntebey Lucas Ferrari, genannt da Reggio , und gabgroße Hoffnung von sich, starb aber in der beßtenBlüthe seines Alters.
*Minoz;i (Bernhard), Maler von Bologna ,lernte bey Nuntius Ferajuolo und bey Angelus Mi-chel Cavazzone. Er zeichnete und malte Landschaf-ten mit Wasserfarben auf Papier, welche sehr ge-schätzt waren. Minozzi arbeitete mit vielem Ruhmezu Venedig, Florenz, Rom u. s. f. verfertigte auchviele Gemälde für Engländer. Seine Werke sindmit Architekkurstücken und Perspectiven, die er beyseinem Freunde M. A. Chiarini, und bey JosephChamant erlernt hatte, geziert. Bernhard etzteselbst zwo Landschaften, die unter denjenigen sind,die Ludwig Guidotti 1760. zu Bologna herausgab,und st. 176g. 70. I. alt. — Sein Sohn, * Fla-minius Innocentius, geb. 173). malte anfangsFiguren, begab sich aber nachher auf die Archi-tectur unter Anführung des Carl Galli-Bibiena.Er malte das ganze Gewölb der Kirche St. Ma-ria della Mascarella u. s. f. Nlrma Mr-ce III.194. u. Z02.
* Minzocchi (Franz), Maler von Forli ,lernte bey Johann Anton Regillo, und bey Hie-ronymus Genga, mit welchem er in dem herzogl.
Mirevelt. 435
Pallaste zu Urbino , und aü vielen andern Ortenarbeitete. Unter den schönen Gemälden, die er inseinem Vaterland verfertigte, bewundert man, ne-btn andrer Frescoarbeit/ das Gewölb der großenCapelle in der Kirche St. Maria della Gram, anwelchem er die Gottheit mit einer großen MengeEngeln umgeben, in vielerlei) und verschiedenenWendungen vorstellte: Die Figuren sind in Lebens-größe mit so großem Verstände, Kraft und natür-lichen Verkürzungen angebracht, daß er in diesemWerke seinen Lehrmeister, wo nicht übertreffen,doch wenigstens ihm gleichgekommen ist. Et blü-hete um i 54 o — Seinen Sohn *s)erers)aul un-terwies er in der Sluccaturarbeit, in welcher die-ser ein berühmter und erfahrner Meister wurde,äcane/ü' p. ios.
Mio.. Diesen abgekürzten Namen eines grie-chischen Künstlers findet man auf Syracusanischenund andern Münzen, auch auf geschnittenen Edel-steinen, in welchen man gewöhnlich wohlgezeich-nete Pferde siehet. I. A. Schweikart hat einevon diesen Münzen mit gleicher Schönheit, wiedas Urbild, gestochen. Winkel»nann G. d. R.S. 188.
Mio (Johann). S. den Art. Frattini.
* Miorre (Peter), ist durch ein Blatt bekannt,worin der selige Capuziner Felix Cantalice mit demDettelsacke auf der Schulter, und dem Rosenkränzein der Hand vorgestellt ist.
Mique. S. den Art. I. A Gabriel.
Miradori (Ludwig), genannt Genosse,malte verschiedene historische Tafeln für die Kir-chen zu Cremona . Vartoii II.
^Miranda (Johann de", Maler zu Madrid ,lebte um 1720. Unter seine Werke zählt man dieGemälde des Kreuzganges unten im Franciscaner-Kloster St. Diego zu Alcala. p. A. de l«puenre I. 249.
Mirandola (Dominicus Maria), war einevon den Hauptpersonen, welche die Schule derCarracci verliessen, und dem Peter Facini auhien-gen. Diese Aufrührer richteten eine neue Acade-mie auf, wozu ihnen Mirandola seine Wohnungeinräumte; sie führte anfangs den Namen Facini,und ward nach dessen Absterben unter des Mi-randola Namen forgesetzt. Die Zimmer dieserneuerrichtetcn Academie waren mit Basreliefs,Beingcrüsten, Köpfen, Leibern, Zeichnungen u. s. f.ausgeziert, und von vielen Künstlern besucht Mi-randola blühete um 1H00. Ma/rmn'a I. i5c».
* Mirando lese; Beyname von 1 ). paltro-nieri und I. perazzini.
* Mire (Natalisle), Kupferstecher vonRouen,lernte zu Paris bey I. Ph le BaS. Er arbeitetenach Teniers , la Croix, Minderhout, Brakenburgu. s. f. verfertigte auch viele Vignetten für Bü-cher um 1760. zu Paris gedruckt — Ma? fin-det auch Blätter von einem * Ludwig le Mire,seinem Zeitgenossen.
Mires oder Miris. S. Mieris.
* Mirevelt (Michel Janson), geb. zu Delft 1567. lernte anfangs bey Wilhelm Willemsz, her-nach bey einem Schüler von Anton Monlforr,genannt Blocklandt, und endlich bey Blocklandtselbst, der aber zwey Jahre und drey Monate darnachstarb. Mirevelt ahmte dieses Künstlers Manierin Composition und Eolorit nach. Er muß in sei-nen Arbeiten unglaublich geschwind und fleissiggewesen seyn, da er über 10,00-,. Bildnisse lostgemalt haben, die ihm wohl bezahlt wurden. Erarbeitete die Köpfe sehr gut aus. und hielt in Haare» und Bärten des Holbeins Manier. Man hatauch von ihm einige historische Gemälde, Bam-bochaden, und mit Wildprat reichlich verseheneKüchenstücke Diese Gattung Bilder von ihn, istindessen sehr selten, und wegen ihrer guten Fär-bung, auch feinen und natürlichen Ausarbeitung
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