Band 
Erster Theil.
Seite
436
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4zk Mirou.

stark gesucht. Er starb zu Drift 16^1. Sein Toch-termann , W. van Delft , Bary, I. Müller u. s. f.haben beynahe 180. Blatter nach ihm gestochen. Erselbst hat eine Samaritanerin und eine Judith voneigener Erfindung geetzt. — Sein Sohn s)ererkam des Vaters Kunst ganz nahe, starb aber ib 32 .bloß 36 . I. alt. Oercanrxn 1. 226.

* Mirou (Anton), ein guter niederländischerLandschaftsmaler, staffirte seine Werke meist mitvielen wohlgefarbten Figuren. Man findet von ihmin der Schleisheimer-Galerie N°. 762. Christi Ber»suchung in der Wüste. Matthäus Merian hat nachseinen Zeichnungen die Gegenden des Schwalba-cherbads auf 26. Blatter , nebst einigen andern Blät-tern gestochen. Mirou blühete um 164». 6««rre»ti.

Mirozzo (Franz di), Maler von Forli , ar-beitete lange Zeit vor den Doßi von Ferrara, dieum 1620. blüheten, in dem herzog!. Pallaste zu Urrbino. vasari führt den Mirozzo in des AlphonsLombard! Leben an. Vielleicht ist es eben der,welchen Scanelli Melozzo da Forli nennt.

* Mirvoli (Hieronymus), Maler zu Bo-logna , lernte bey Pellegrin Tibaldi. Er malte mitaußerordentlich starker Manier auffrischen Kalk,und ward auch deswegen an den herzogt. Hof nachParma berufen, wo er lange Zeit arbeitete und da-selbst starb. Er blühete um 1270. vasari gedenktdieses Künstlers in des primariccio Leben und haltihn für ein Romaneser. I/a/uana 1 . 20Z.

Misceroni. S. Misuroni.

* Miseria (Johann de la), aus dem König-

reich Neapel gebürtig, lernte bey Atonso SanchezCoello. Im Leben war er allein unter dem NamenJohann de zslarduch bekannt. Er malte wenig,und starb in einem Kloster zu Madrid 1616. 90. I.alt. ^o.

*Miseron( ), Edelsteinschnekder, arbei-tete an dem Hofe Kaiser Rudolph 1 l. der ihn miteinem Adelsbrief begnadigte und ihm die Aufsichtüber sein Antiquitaetencabinet anvertraute. — SeinSohn * Dionysius übertraf in dieser Kunst alleseine Zeitgenossen. — Ferdinand Eusebius, desDionysius Sohn, arbeitete mit gleicher Geschick-lichkeit, folgte auch seinem Vater und Großvaterin gemeldter Stelle Der erste scheint einer von dennachfolgenden Misuroni zu seyn. Sandra« l. 342.

* Missiroli (Thomas i, genannt Dirroevillano, geb. zu Faenza i 636 . hatte eine natür-liche Neigung zur Zeichenkunst und studirte das Co-lorit nach Guido Reni . Er übte sich auch in derBildhauerkunst und st. 1699. — Seine Töchter,TheresiaEarharina und Claudia Feliciras, übtendie Malerey: Die erste zu Faenza, die zweyte zu Bo-logna , wo sie 170Z. starb. ü«arrentr.

Misuroni (Hieronymus und Caspar), Edelssteinschneider von Mailand , arbeiteten in orienta-lischen Jaspis, Crystall, Lapis lazzuli und andereharre Steine mit wunderbarer Kunst Figuren, Va-sen und anderes kostbares Geräth mit gutem Ge-schmacke. Man findet Vieles von ihrer Arbeit inder großherzogl. Galerie zu Florenz . S. den Art.Miseron. /Irra»» III. 292.

MireUi. S. Merelli.

Miren». S. Myrens.

Mirrel (I. H.), Kupferstecher, kommt mitseinem Zeichen bey Christ S. 263. vor.

* Miyer. S. den Art. LI. Caron.

Mnasirheus,MnasitimusodMne-sirhe us, ein ziemlich geschickter antiker Maler,lernte bey seinem Vater Aristonides. S. den Art.Ariftobulus.

Mnesarchus, antiker Siegelgraber in Edel,stein, ist der einzige hetrurisch« Künstler, der demNamen nach bekannt ist Er war des WeltweisenPyrhagoras Vater.

Moden«.

Mnesicles, Baumeister von Athen . Als eraü dem Vorhofe des dasigen Schlosses arbeitete,fiel er sehr hoch herunter und ward von den Aerztensür todt gehalten, aber von der Minerva wiedergeheilt. Arimiu.

Mnestes, antiker Künstler, baute den Tempeldes Apollo zu Magnesia. L. il. 1.

Moca. S. Mocchi.

* Mocchi (Franz), Bildhauer von Montesvarchio, lernte das Zeichnen bey Santo dj Tito unddie Bildhauerkunst bey Camillus Mariani. Er ver-fertigte die 22^ hohe Statue der H. Deronica fürdie St. Peterskirche zu Rom und die zwey vortrefsliehen der Apostel Peter und Paul an der Pforte beiPopolo. Mocchi arbeitete auch für die dasigenKirchen St. Andreas della Dalle und St. Mariamaggiore, und starb daselbst 1646. 66.1. alt.

co/i 11. 4«.

* — — (Hieronymus), Maler zu Rom , wirdin dem Buche: Koma moäerns angeführt.

* — — (Horaz ), florentinischer Bildhauer,lernte bey Johann Caccini. Er arbeitete in Mar-mor, gebackener Erde und in Musiv von Edelstei-steinen. Seine Werke befinden sich meist in dergroßherzogl. Galene und in der Kapelle Et. Lau-renliuö. Er st. 1626. — Sein Sohn Franz wirdfür einen Schüler des Johann da Bologna gehaltenund arbeitete in seines Vaters Künsten. Cr goßdie zwo Ritterstaluen der Herzoge von Parma, Ale-xander und RanuciuS, die auf dem Platze vor derHaupikirche zu Piacenza aufgerichtet sind, und einigeBilder in der Kapelle Colloredo, der Kirche StNunziata zu Florenz , welche die dasigen Grabmälerzieren. Mocchi war besonders in Vorstellung derThiere berühmt. Er st. 1648. — * Stephan, desHorazen zweyter Sohn, lernte die Bildhauerkunstbey Matthäus Nigetti. Va/ch»«crr 8ec. V. rX°. 107.

* Moccia (Johann Simon), ein sehr be-rühmter Baumeister zu Neapel , lebte um 1600.Nach seinen Zeichnungen ward die H. Geistskirchegebaut. Der damalige Erzbischof Aquaviva hieltviel aus ihn, und PabstPaul V. beehrte ihn mit dunChristusorden . Domemcr II. 220.

M 0 cci 0, Bildhauer und Baumeister von Sie-na, verfertigte 1220. das Grabmahl der FamilieCerchi, welches in der K rche St. Dominicus zuArezzv die Orgel unterstützt und ziert In Florenz sieht man auch von seine» Gevauden und Bildhauer-arbeit. 1. 204.

Mocerro oder Mocerus (Hieronymus ).S. Mozero. In der laöe ^euorule wird ihm derBeyname Bres iano gegeben; eö ist aber ein Feh-ler; denn H. Mosciano hecht eigentlich Murian,und nicht Mocerus. Dieser ist ein Lelvneser,Murian aber ein Brescianer.

Mochero (Jacob). S- den Art. Engels;.

* Mock ( ), königl Polnischer Hofmaler zu

Warschau . S. I. B Hoffmann.

Moden« (Alexander), Maler, der von Mal-vasia unter den Schülern der Earracci angeführt ist-

— (Joh. Emilius und Geminian da). S-den Art. Loren; Gandolfo. vedriani fuhrt S. 86.einen Geminian da Moden« an, der um 1290.mit seinen Söhnen zu Rinnm und St. Giuliano wohlgezeichnete und zierlich gefärbte Gläser und Gefasstverfertigte. Es ist fast nicht zu zweifeln, daß es nichteben der Geminian sey, den M«lv«sia unter dirvielen Schüler des Loren; Costa zählt, weil obigeJahrzahl mit der Zeit, in welcher dieser letztere ge-lebt haben muß, gcnau übereinstimmt Vielleichtist es eben dieser Maler, von welcyem Cadioli S. -27.und röo. redet.

* — — (Julius da), Maler, arbeitete zuRom .

* — — (Modanino da); Name, den va-sari dem GuidoMazzonigiebt. Sansovino machteinen Maler aus ihm.