Band 
Erster Theil.
Seite
437
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Moden«.

Moden« oder Modona (da). DiesenBeynamen trugen Niclaus dell' Abbare, NiclausBelm, Christoph da Bologna und PellegrinMunari.

Modenese (Joh. Baptist), Nacheiferer desNiclaus dell Äbbate, arbeitete Vieles zu Rom ,noch mehr aber zu Perugia . Nachdem er sich langeZeit außer seinemValerlande aufgehalten und großenRuhm erworben hatte, kam er wieder nach Moden«und malte zwo große historische Tafeln von den Tha-ten derApoßelPeter und Paul. Vorkam III. S. i 5 .Not. (2.) hält diesen Maler mit dem I.B- Ingonifür Eine Person; hingegen werden sie von vedrianrdeutlich unterschieden. Modenese blühete um dieMitte des X VI. Jahrh, p. 70.

Moderari (Franz), geb. zu Mailand um1680. lernte bey AngeiusRossi, arbeitete an ver-schieden«» Orten, vornehmlich zu Rom , mit gros-sem Verstand und Zierlichkeit in Stukkatur und Mar-mor.

Modesre (Fraker), von Lyon gebürtig, einMönch des dritten Ordens St. Fcancisci, maltein der Kirche St. Maria de Miracoli zu Rom zwoTafeln, worin er die Thaten seines Heiligen vor-stellte.

* Modigliana (Joh. Franz da), genanntder Maler von /orll, ein geschickter Künstler umdie Mitte des X V i. Jahrh. Man sieht in dem Ora-lorio delRosario zu Rimini verschiedene Geschichtender H. Schrift von seiner Hand mit einer schönenManier auf frischen Kalk gemalt.

Modolo (Bartholomö), Carl TarrajapieraFranz Bonazza, Cajetan Gusali, Johann Mar-chlorr und Joseph Lernardi, alles Bildhauer zuVenedig , waren Mitglieder der daselbst 1766.erneuerten Künstleracademie. p. 468.

Modona. S. Modena .

Modonrno (Franz), berühmter Baumeistervon Modena , gab die Zeichnungen zu dem größtenTheile des Pallastes Borghese außer der Pforte Piazu Rom. Er arbeitete auch für den König in Spa-nien und starb zu Palermo . Modonrno blühete indem XVU. Jahrh, ^ech-ram p. 127.

* — — (Joh. Baptist), Maler von Mo-dena, arbeitete zu Rom und zu Neapel . Obwohler in Figuren das Mittelmäßige nicht überstieg,war er in Perspektiven, Ornamenten, Landschaf-ten, Deckenstücken, und im Helldunkel io vorkref-lich, daß seine Arbeit das Auge zu täuschen ver-mochte. Er starb zu Neapel an der Pest rb 5 d.ckiam p. 1Z7.

— — S. Modena.

Moejarr. S. Moojaerr.

Moelaarr (Jacob), geb. zu Dortrecht 16^9.lernte bey Niclaus Maas. Er malte gute Bildnisse;da er aber eine Handelschaft anfieng, ließ er dieseKunst fahren; doch sammelte er die beßten altenund neuen Blatter, die ihm Anleitung gaben, selbstschöne Zeichnungen, meist von biblischen Geschich-ten zu verfertigen, die er, samt bemeldten Stichen,einigen seiner Freunde u. Kunstliebhabern testaments-weise hinterließ. Er st. 1727. 108.

Moelen (van der), holländischer Gewildma-ler, arbeitete zu Rom , und wird in dem Catalogde Remy S. 62. angeführt.

* Moeller (Andreas), Maler von Kopen-

hagen , brachte die meiste Zeit seines Lebens mitReisen in Deutschland, Italien und England zu.Sein langer Aufenthalt zu London erwarb ihm denBeynamen Engländer, womit er sich von andernKünstlern seines Geschlechts (vermuthlich Müller)unterschied. Endlich setzte er sich zu Berlin , wo er1762. 78. I. alt starb. Er malte viele Bildnisse inManyoky's Geschmacke, und sein eigenes nach Den-vers. p. ääg.

* — — ( ) Edelsteinschneider. S. den

Art. I. E- Dorsch, seines Schülers.

M 0 ine. 437

* Moerikhofer (Joh. Melchior), geb, zuFrauenfeld 1706. lernte anfangs das Gürklerhand-werk, sieng aber durch eigenen Fleiß an, sich aufdas Pettschaststechen zu legen, worin er eine beson«dere Geschicklichkeit erlangte. In seinen letzten Le-bensjahre» versuchte er es auch mit einige» Schau-münzen, welche den Beyfall des berühmten Hed-lingers erhielten. Moerikhofer arbeitete zu Bern ,wo er die Münzpräge schnitt, und starb daselbst1761. — Sein Bmverssohn, *Joh. Caspar Moerrickhofer, geb. zu Frauenfeld 173z. lernte bey dem-selben, und versuchte es daneben in Edelsteine zugraben, stuvirte auch einige wohl ausgearbeiteteSchaumünzen. Er setzte sich zu Bern , wo er seinesverstorbenen Oheims Geschäfte besorgte. FüßliIV. ihg.

Moer, d. r. M»rh; Bentname von F.Marryn.

Moerre. S- Mokrre.

* M 0 galIl (Cosinus), Kupferstecher zu Flo-renz , lernte die Zeichenkunst bey dem Bildhauer I.Baptist Foggini . Er arbeitete mit P. Lorenzini ander Sammlung, die auf Befehl des GroßprinzenFerdinand nach den Gemälden seines Pallastes ge-liefert wurde. Dieser Künstler arbeitete auch nachS. di Tito, I. Sustermann, F. Perucci u. s. w,und starb um 1731. — Sein Sohn * Mclaus, geb.zu Florenz 172Z. lernte die Zeichenkunst bey FranzConti, und das Stechen bey J.DominicuS Picchianti.Um 1760. gieng er nach Rom , wo er fast beständigfür -Winkelmann arbeitete. — Seine Schwester The-resia lernte das Zeichnen bey Theodor VerkruyS,und das Stechen bey gedachtem Picchianti. Sieetzten nach den Gemälden des großherzogl Pallastes.

Moggr (Ferdinand) etztedas Bildniß der H.Maria Magdalena Pazzi, vor einem Kruz.fix be-tend, eine halbe Figur, in einer mit Roien, Pal-men und Arabesken gezierten Rahme. 2a»rste/ü»r.

— — (Johann), Bildhauer in Holz, arbei-tete um i6ro. zu Rom . Er wird von: Lo»a««r IV.

K. p. hatt. angeführt.

* Mogras ( ), Maler von Fontainebleau ,

wird von Fellbt'en unter des Ambrosius du BvisSchüler gezählt.

* Mohedano (Anton) von Antequerra in

dem Königreiche Granada gebürtig. Cesar Arbarsia, Julius und Alexander waren seine Lehrmeister.Von jenem lernte er die Zeichnung, Colorit undComposilion in historischen Gemälden; von denletzter» aber das Landschaftmalen. In beyden warer vortreflich, insonderheit in der Frescomalerey,worin er den Paul Cespadc nachahmte; er ziertedamit Kirchen und Palläste. In Köpfen, Stellun-gen und Gewändern war er ein getreuer Nachahmerder Natur ; diese letzter» sind prächtig, und unend-lich verschieden. Mohedano hinterließ viele Pro-ben seiner Talente und starb zu Lucena rsisü. bo. I.alt. di.

* M 01 ne (Franz le), Maler von Paris , lerntebey Ludwig Galloche. In seinen Studien hielt ersich vornehmlich an die Werke des Guido Reni ,Carls Maratti und Peters von Corronna. Mo-neerhielt verschiedene Male den Preis in der Academieund ward 1718. als Mitglied derselben angenom-men. Er hielt sich zwar nicht länger als ein Jahrzu Rom auf, wandte aber diese kurze Zeit so wohlan, daß er mit großem Ruhm in sein Vaterlandzurückkehrte. Sein vornehmstes Werk ist das De-ckenstuck des großen Saals an dem Eingänge der.königl. Zimmer zu Versailles ; es ist eines der be-rühmtesten Gemälde in Frankreich und stellt des Her-cules Vergötterung vor. Mit dieser Arbeit brachteer vier Jahre zu und soll für ro,ocru. Livr. Ultra-marin daran verwandt haben. Diese große Com-position besteht in Allem aus 1^2- Figuren, die inneun Gruppen vertheilt sind. Alle darin befind-lichen Bilder sind von bewundernswürdiger Lebhaf-tigkeit, großem Charakter und Verschiedenheit. Die