Band 
Erster Theil.
Seite
439
JPEG-Download
 

M e l e n a e r.

genannt Strabo und Vkeel de Scheeler, ein be-rühmter Landschaftsmaler zu Antwerpen , lernte beyseinem Vater und bey seinem Schwiegervater. Mo-lenaer war in seiner Kunst so geübt, daß er einegroße Landschaft auf Einen Tag malte und sich da-bey keines Malerstocks bediente. Seine Bilder sindin der That schön und werden insonderheit von denKünstlern hoch gehalten. Er lebte um i 5 ?o. undstarb in seiner Geburtsstadt. Baudouin, T- Black-more, G. Baille, Ardell u. s. f. haben nach ihmgestochen. DeLcamxn I. 169.

* Mo len a er oder Molinar (Niclaus).S. den Art. Mclaus piemonr, seines Schülers.

* Mol es (Pascal Peter), geb. zu Madrid i? 4 l. lernte die Zeichenkunst und die Malerey beyJoseph Vergara. Er radirte einige Zeit ohne Un-terweisung; da er aber eine Reise nach Barceüonathat, verhalfihmdiedasige Versammlung der Kauf-leute zu dem Vortheil, diese Kunst bey Niclaus Du-puis zu Paris gründlich zu erlernen. Moles ar-beitete daselbst nach C- Vanloo, M. de la Tour,N. Halle, Greuze, Bouchec u. s. w. ^c.

Mol ichi ( ), Maler, dessen Ascoso in

Beschreibung der Kirche St. Blasius zu Bologna gedenkt.

* Moli na (Frater Emanuel), Maler von

Jaen in Spanien , lernte in seinem Vaterlande undzu Rom . Bey seiner Heimreise überfiel ihn aufdemMeer ein Sturm, in welchem er gelobte, den Franrziscanerorden anzunehmen, und solches auch insWerk setzte' Er malte in dem Kreuzgange seinesOrdens zu Jaen das Leben des H. Franziscus;eine Arbeit, die alles Lob verdient. Molin» verfer-tigteauch Bildnisse, diewegen ihrer guten Zeichnungund Colorit geschätzt wurden; aber der P. Guar-dian wollte letztlich die nöthigen Kosten zu Anschaf-fung der Farben nicht hergeben; daber starb Mo-iina aus Verdruß 63 . I. alt. i 63 .

— (Peter), Priester, malte zu Mailand in der Collegiatskirche St. Laurcntius, bey demAltare des H. Antons von Padua , eines von denWundern dieses Heiligen; in der Kirche St. Pietro in Caminadelle zwey Bilder von den Thaten diesesApostels und in der Augusiincrkirche St. Marcuseinen kreuztragenden Heiligen dieses Ordens. Erblühte um 1710. C. Bianchi hat ein Bildniß nachihm gestochen. Latnnäa.

Molinaer. S. Molenaer.

* Molinari (Anton), geb.zu Venedig i 665 .Sein Vater, * Johann Maria, der bey PeterVecchia gelernt hatte, war sein erster Lehrmeister;hernach kam er in des Anton Zanchi Schule. Erarbeitete in seinem Vaterlands mir großem Ruhmfür Kirchen und Privatgebaude. Sein Meisterstückist in der Kirche St. St. Cosma und DamianuS;es stellt ein Opfer des alten BundeS vor und ist voneiner schönen und breiten Manier, aber allzurothgefärbt,

* — — (Johann), Maler von Turin , lerntebey Claudius Franz Beaumont. Er malte Altar-blatter für die dastgen Kirchen Albergo di Virtu undMadonna degli Angeli; dann für die Collegiats-und St. Franziscuskirchen zu Moncalieri in Pie-mont. La-'toü l. Man sieht in der churfürßl. Ga-lerie zu Dresden ein großes historisches Gemald voneinem * Joh. Baptist Molinari, welches ver-muthlich diesem Johann oder Anrons Vaters zu-zuschreiben ist.

— — (Joh. Lucas), Maler von Treviglio,arbeitete zu Brescia , wo er einige Verzierungen inder Karmeliterkirche auf frischen Kalk malte. —Sein Sohn Carl arbeitete auf gleiche Art in ver-schiedenen Kirchen dieser Stadt, ^vero/äo.

* — — oder Mulinari (Stephan), flo-rentinischer Kupferstecher, lernte bey Andreas Scac-ciati. Nach Absterben seines Lehrmeisters bekamer die Stelle eines großherzogl. Kupferstechers.Derselbe gab einige Lagen von Zeichnungen großer

Mombello. 4Z9

Meister, wovon die Originale in der Galerie zu Flo-renz aufbehalten werden.

Mollarr ( ), französischer Stahlschnei-

der. Unter seinen Werken zeigt man einen Medail-lon, der die Einnahme und Befestigung der StadtStraßburg abbildet. Lochner ll. 167. giebt davoneinen Stich.

* Möller (Andreas, Jacob, Natalis undClaudius) radirten Gärten, Springbrunnen u. s w.Andreas, der Königin in Schweden Gärtner,schrieb: larllin <ie piaislr. welches zu Stockholm mit 3 o. Figuren i 65 i. gedruckt ist. AFaro/kn Lat . I.p. 99- ». 169.

— (Armand Ludwig), baute das wegenseiner Schönheit sehenswürdige Hotel von Evreux ,nachher Pompadour, in der Vorstadt St. Honorö zuParis ; dann das Hotel von Humieres in der StraßeBourbon und das Schloß Stain Dieser Künstlerstarb um die Mitte des XVIII. Jahrh. ^/,»a»acü

Molli (Clemens), Bildhauer von Bologna .Von seiner Geschicklichkeit zeugen die öffentlichenPlätze zu Forli, Ravenna und Verona , die er mitriesenförnugen Statüen von Erzt und Marmorzierte Zu Warschau verfertigte er die metalleneEtatüe König Siegmund III. Man sieht, fernervon ihm in der Capelle Donini der Kirche St Sal-vator zu Bologna die Statüen der H. H. Paulund Jgnatius. Auch übte er sich in der Baukunstund in der Poesie, daher er in die Akademie degliJucogniti aufgenommen wurde. Er blühete um16)0. tZnarrenti.

Mollica (Franz), Bildhauer zu Neapel ,lernte bey M. A. Naccarino und blühete um i 63 o.Seine Arbeit ward meist ausser die Stadt und dasKönigreich versandt. Man sieht allein in der KircheGiesu Nuovo zu Neapel ein Kruzifix mit dabeystehenden Bildern der H. H. Maria und Johannes,die aber seine Talente genugsam anzeigen. Oo-Emci III. i 63 .

Mo liier (G ), ein Seemaler, von welchemman in den Cabinetten der Liebhaber, mit chinesi-scher Dinte ausgearbeitete Zeichnungen findet.

* Mollineri ( ), Maler von Saviglia-

no, studirte zu Rom unter den Carracci . Er malteviele Altarblatter für die Kirchen zu Turin , undin dem Herzogthum Piemont, besonders in seinerGeburtsstadt. Larto/r I.

Molombra. S. Malombra. '

Molosso oder Malosso; Beyname vonI. B- Trorri.

Molyn (C ), zeichnete einen prächtigen Auf-zug zu Pferde, den die Bürger zu Amsterdam 16Z8.hielten. P. Nolpe hat dieses Bild gectzt.

* — — (Peter), Maler zu Hartem und Zeit-genosse der Gebrüder Piuas, blühete um i6Zc>. Erwar ein guter Landschafter; seine Lüfte und Fer-nungen sind sehr leicht, und die Vörgründe vonguter Farbe. I. van Delde, W. Akcröloot, undandre haben einige Landschaften mit Sinnbildernnach ihm gestochen. Derca»--» 1 .429. — Sein Sohnperer veränderte in Italien seinen Familienna-men in Mulier oder de Mulieribus, unier wel-chem er in diesem Werke zu finden ist. — Vermuth,lich ein andrer j)erer Molyn wird von PapillonI. s 5 Z. unter den Formschneidern angeführt.

* Monbasilio ( ), Ritter und Maler,

von welchem man in dem großen Saale des kö,niglichen Lustschlosses Veuerie unweit Turin vierFrauenzimmerbildnisse zu Pferd abgeschildert sieht.Lar-to/r I. 53 .

M 0 mbelli- S- Bombelli.

* Mombello (Lucas), Maler zu Brescia ,lernte bey Alexander Donvincino. Er verfertigtein seinem Vaterland viele Gemälde in Oel undFresco. Wenn Mombello aus Gefälligkeit fürdie Nonnen, denen er viele Marien - und andere