Band 
Erster Theil.
Seite
440
JPEG-Download
 

440 Momniers

HLll^rnbilder malte, nicht in eine kleine und all-zuzarte Manier gefallen wäre, wurde er mit sei-ner Arbeit großes Lob verdient haben. Er lebteum i 553 wie aus einem Altarblatt der KircheSt Petrus Olivetus in Brescia zu sehen ist. Cos-

LNttlio p. 123 .

* Mommer« (Heinrich), Maler von Har-lem, lebte um i 65 o. Er studirte zu Rom , woihm die niederländische Künstlergesellschaft, so wienachher dem Theodor vischer, den BentnamenSlempop, d. i. Trunkenbold beylegte- liebn-gens kennt man diesen Maler bloß.durch einigegute Schüler, die er in seinem Vaterlands zog,als j. B- Brackenburg, Schendel u. s. f.bralk» II. 355 . X". 71,

Momo (Hieronymus), Maler von Siena ,lernte bey Balthasar Peruzzi. Man steht von ihmeinige schöne Bilder, vornehmlich in der Verklä-rungskapelle der Kirche Araceli zu Rom , und obder Thüre der dasigen Sakristey eines in RaphaelsManier. Er arbeitete auch für die Kirche St. Gre-orius. Es ist zu vermuthen, er würde einen nochöhern Stafel der Vollkommenheit erreicht haben,wenn er nicht in der Blüthe seiner Jahre gestorbenWäre. Sa/ch'nnccr.

* M 0 nr p e r (Jost), genannt Eervrugt, geb.zu Antwerpen um i 58 o. Er war ein westlicher*Landschaftsmaler, verließ die zärtlich ausgearbei-tete Manier seiner Landsleute, und gewohnte sichan eine hurtige und flüchtige; daher seine Gemäldenicht durchgehends beliebt sind. Indessen thunsie in einer gewissen Entfernung gute Wirkung.Man beschuldigt ihn, daß er sich der gelben Farbeallzuhäufig bedient habe, und seine Pinselstricheallzugleichförmig seyen. I. Breughel und D. Te-nors zierten öfters seine Gemälde mit angenehmenkleinen Figuren. Momper hat einige Blätternach seinen Zeichnungen geetzt. Adrian Collartgab nach diesem Meister, die 12. Monate und Cal-lot hat dieselben copirt. Diese letztem sind sehr sel-ten zu finden.

* Mona (Dominicus), Maler zu Ferrara ,verfertigte für die dasige St. Paulskirche zwey großeGemälde mit preiswürdiger Manier, und st. i 5 g 8 .

6rrarre»ttr.

* Monaco (Peter), Kupferstecher von Bellu-no, arbeitete zu Venedig ; derselbe hat 176Z. dieWerke der berühmtesten Meister dieser Schule inii2. Platten gegeben; sie stellen meist biblische Ge-schichten, die sich in den vornehmsten Sammlun-gen dieser Stadt befinden, vor. Es sind zwarunter diesen Blättern einige recht wohl ausgear-beitet , viele andre aber sehr mittelmäßig gerathen.Monaco war Aufseher über die Musivarbeit derSt. Marcuskirche zu Venedig . Bibliothek derschon. Wissenschaft. X. 370.

— — (Wilhelm), Bildhauer und Giesser zuNeapel um i 465 . Don seiner Arbeit ist die metal-lene Pforte an dem sogenannten neuen Castelle die-ser Stadt; an derselben bildete Monaco in ver-schiedenen Abtheilungen die Geschichte König Fer-dinands von Arragon ab, eine Arbeit, die nachden Umständen selbiger Zeiten für schön zu haltenist. DoMrm'cr I. 20t).

* Monaldi lBernhardin), Maler zu Florenz ,lernte bey Santo Titi Er verfertigte für eine Ca-pclle der dasigen Carmelitcrkirche eine Tafel, wor-auf das Leichenbegangniß des H. Albertus vorge-stellt ist. Cm'/rn-i.

* — — (Carl), Bildhauer zu Rom um 17Z0.verfertigte zwo colossalische Figuren der H.H. Fran-ciscus und Cajetanns, für die St. Peterskirche,und arbeitete auch für verschiedene andre Kirchendieser Stadt. Dtr.

— — oder Monakdl'ni (Paul), lebte um1760. zu Rom . Derselbe malte mir vielem Feuerund Ausdrucke Bambochestücke. /fw/rm-ä 111. 40.

" Monami (Peter), Seemaler zu London

M 0 n d i d i e r.

um 1720. ist durch sein von John Faber nach F.Stubly 1731. in Schwarzkunst gearbeitetes Bild-niß bekannt.

Monanni (Monanno), Maler zu Florenz ;lernte bey Christoph Allori. Er arbeitete zu Rom ,und malte in der Kirche St. Giovanni decollato,ward auch 1652. zum Mitgliede der dasigen Aka-demie St. Lucas angenommen. Bey seiner Zurückkunft erhielt er die Stelle eines großherzoglichenKleiderbewahrers und gab seine Kunst auf. La/-ärnncci 8eo. IV. ?. 3 . p. 3 o 6 .

Monari (Christoph), Maler von Reggio diModena, blühete um das Ende des XVII. undden Anfang des XVIll. Jahrhunderts. Derselbewar ein westlicher Künstler in Abbildung lebloserGegenstände. Er stellte in seinen Bildern allerleyGekäste von Porcellan und Christall vor: Auf denTischen sieht man musikalische Instrumente, No-tenbücher, Teppiche, Eßwaaren u. s. w. liegen,welche mit ungemeiner Natürlichkeit gemalt sind.Man sieht auch von ihm tannerne Tafeln, an wel-chen Zeichnungen, Kupfeistiche, Brillen, Schee-ren u. a. dgl Gerathe angeheftet scheinen. Inden großherzogl. Pailasten Lapeggio und Poggioa Cajano findet man von seinen Arbeiten. Mo-nari besaß auch eine besondre Geschicklichkeit alteGemälde zu säubern, weswegen er nach Pisa be-rufen wurde, wo er die Gemälde der Domkirchewieder herstellte. Er hielt sich lange Zeit in dieserStadt auf, und vermuthlich starb er daselbst. /ViWrI. ?. 2. p. 3 i.

— — Jacob), Ornamentmaler zu Bologna ,lebte um 1740.. Er zierte den Hauptaltar derKirche Ritiro di St. Francesco de Sales mit seinerArbeit.

* — — ( ), Kupferstecher zu Venedig , ar-

beitete »ach B Nazzari u. s. f.

— — (Pellegrin). S. Munari.

MonavillsXFranz), genannt Jeugr, Ma-ler von Brüssel, arbeitete zu Rom , wo er Vielesfür den Prinz n Livius Odescalchi, und einigePatronen zu Tapezercyen für Ludwig XIV. ver-fertigte. Er ward Mitglied der Akademie St. Ln-cas zu Rom . II. 101.

Moncalvo; Beyname von w. Taccia.

* Monce (Remond Ferdinand de la), fran-

zösischer Baumeister, zeichnete mit Gward die kö-niglichen Palläste und Garten zu Versailles , Marlyund Lrianon, die 171t). bey Mortain in groß Fo-lio auf 42 Blattern erschienen. Er arbeitete sehrVieles zu Lyon , wo alle öffentlichen Gebäude un-ter seiner Aufsicht besorgt wurden. AeLci-r/tt. sie/a ake /.i/o».

Monci (Sebastian). S. den Art. G- Za*nardi, seiner Ehefrau.

* Moncorner (Balthasar), ziemlich mittel-mäßiger Kupferstecher zu Paris , führte zugleich ei-nen Kunsthandel. Die beßten Blatter von ihmsind: Die Feldschlacht Constantins gegen Mayen -tius; die Niederlage dieses letztem, und die Sie-geszeichen Constantins nach Rubens . Er gab auchverschiedene Sammlungen von Bildnissen vorneh-mer und berühmter Leute. Der Abt von Marol-les rechnete sein Werk auf 1391. Blätter. Erstarb um 1670. Lasa».

Mondella (Galeatius), Edelmann von Ve-rona , war ein westlicher Zeichner und Edelstein-schneider um i 5 vo. — Hieronymus Mondellaübte gleiche Kunst, und wird für einen Schülerdes Niclaus Avanzi gehalten, i 5 .

Mondelli (Philips), malte das Gewölb undzwo Ovalen in einer Capelle der Kirche St. CarlsCatjnari zu Rom . 7 )ti.

Mondidier ( ), französischer Maler,

wird von d Argensville unter die Schüler desJohann Raouy gezählt-