44 ' Monsignore.
er hatte in Bildnissen Wenige seinesgleichen, undstellte die Thiere so natürlich und ähnlich vor, daßMenschen und Vieh dadurch getäuscht wurden.Monsignore war von Steinschmerzen sehr ge-plagt, und brauchte deswegen die Bäder zu Cal-dera in dem Veronesischen Gebiete, starb aber da-selbst i 5 ig. 6s. I. alt, und ward sein Leichnamauf Befehl des Marggrafen nach Mantua gebracht,wo er denselben in der Kirche St. Franciscus ehr-lich bestatten ließ. dl°. 11.
* Monsignore (Hieronymus ), Franzens
Bruder, nahm den Minoriterorden und den Na-men Fraeer Kerubim an. Er wird wegen sei-nen sehr schönen Handschriften und Miniaturge-mälden gerühmt. hso. ii.
* — — (Joh. Jucundus), wird für Fran-zens Bruder gehalten. Er war ein in gelehrtenSprachen, in der Malerey, Baukunst und Perspecstiv sehr erfahrner Dominicaner, und ist unter demNamen Fra Giocondo bekannt. Seine großenTalente erwarben ihm die Gnade Kaiser Maxi-milian l. und Ludwig XII. in Frankreich . Erstand nach des Bramantes Tode mit Raphael demBaue der St. Peterskirche zu Rom vor. Er sollauch die kleine, und die Brücke von Notre Dame zu Paris erbaut haben. Zufolge eines Briefs vonRaphael, den Richards»«« II. 465 . anführt, lebteFra Giocondo « 5 « 4 - zu Rom als ein mehr alsLiojähriger Mann; diesem nach kann sein Geburts-jahr, welches um isbo. gesetzt wird, nicht richtigseyn. /'oLLo Xo. g.
— — ( ), der vierte Bruder, trat auch,
wie Fra Giocondo , in den Dominikanerorden,und ward Fra Girolanio (Hieronymus ) genannt.Er malte viele historische Tafeln für seinen Orden;damit er aber in Ruhe seiner Kunst obliegen könnte,wohnte er auf einem Landgut, welches seinem Klo-ster in dem Herzogthum Mantua zugehörte. Umauch mit täglicher Zubereitung seiner Speise keineZeit zu verlieren, kochte er alle Montag ein Ge-müse von welschen Bohnen, wovon er die ganzeWoche durch aß. Unter seinen Gemälden kenntman eine sehr fleißige Copie von dem AbendmalLeonhards da Vince. Er starb zu Mantua an derPest, 60. I. alt. X". n.
Monsilio. S- Monosillo.
Monftaret oder Monstrar. S. Mo-siaerr.
Mon stier. S. Moustier.
Mont (Deodat del). S. Delmont.
*— — (Edmund du), französischer Bildhauer,verfertigte um 1760. das königliche Wappen an demGiebel der Porcellan-Manufaktur zu Sevres , in denGegenden von Paris .
— — (Egidius de), Maler von Antwerpen ,studirte zu Rom , wo ihm die niederländische Künst-lergesellschaft den Beynamen Brpberg gab.üracke» II. 101.
* — — (Franz du), Bildhauer von Paris ,
ward 1712 Mitglied der königl. Academie, beywelchem Anlaß er dieser Gesellschaft die Statüeeines verwundeten und zu Boden geworfenen Rie-sen schenkte; sie ist von schönem Styl und einerherzhaften Ausarbeitung. Die Kirchen St. Jeande Greve und St. Sulpice, wie auch das HoteldeClermont, sind mit seiner Arbeit geziert. Du-«nont ward erster Bildhauer des Herzogs von Lo-thringen . Er verfertigte das Grabmal des Prin-zen von Soubise, welches in der Dominicaner-Kirche zu Lille aufgerichtet ist. Dumont verlordabey sein Leben, als ihm ein bleyerner Vorhangauf den Leib fiel: Dieses geschah i/Lö.im og.J. sei-nes Alters. p. 1Z8.
Mont oder Mondt (Johann), niederländi-scher Bildhauer, lernte bey Johann da Bologna.Er arbeitete um 1276. an dem kaiserlichen Hofe znWien; da aber Kaiser Rudolph II. seinen Hof-staat nach Prag verlegte, ward Mont in der Ar-
Mo ntanari.
best versäumt; daher er ohne Abschied weggieng.Die Hofleute und Künstler bedauerten ihn als ei-nen Mann von schönem Genie, und den größtenBildhauer seiner Zeit. Man erfuhr lange hernach,daß er sich nach Constantinopel begeben, und da-selbst als Mahomedaner gestorben sey. S. Versmander im Leben des Bartholome Sprengers.— Ein andrer * Johann du Mont, genannt derRömer, Maler, arbeitete um i/ 5 o. zu Paris .Von seinen öffentlichen Werken sieht man daselbst:Zwey Cruzifixc in der Chambre des Comptes; Franzde Paula , der dem auf den Knieen liegenden Kö-nig Ludwig XI. den Segen ertheilt, in der Sa-kristei) der Minoritenkirche; den Beruf der ApostelPetrus u. Andreas in der Carthauserkirche, undein Gemäld in der Capelle der Familie Bernard,der Kirche des Petits Peres. Man findet auchvon seiner Arbeit in den königl. Schlössern la Meuteund Choisy, und in dem Lusthause Gournay. Eretzte nach feiner Erfindung das Wasser unter derFigur des Glaucus. I. Daullö, Danzel u. s. f.haben nach ihm geetzt. Trance /rtcerarre.
* Monr (du), französischer Baumeister undProfessor der königl. Academie zu Paris ; etzte diePläne, Durchschnitte, Aufrisse u. s. f. vieler an-tiken Tempel, so wie sie um 1760. noch in Ita-lien zu sehen waren. Er gab auch 1766. eine Folgevon Durchschnitten der St. Peterskirche zu Rom auf 14. Vl. und von ihren vornehmsten Theilenin 64. Noch hat man von ihm eine Vergleichungder schönsten Schauspielsäle in Europa .
* Monragna (Bartholome und Benedict),Gebrüder und Maler zu Vincenza, arbeiteten um« 5 u«. in ihrem Vaterlande nach der Bellini Ma-nier, in welcher Barrholome seinen Bruder über-traf. Er lebte fast beständig zu Venedig , und ver-fertigte sehr viele Gemälde, unter welchen einesin der Kirche St. Maria d'Artona gezeigt wird.Beyde Brüder haben einige Blätter nach ihren eig-nen Erfindungen in Holz geschnitten, pozzo Nro.3 Z. führt sie unter den Malern von Verona an.Aisto^r I. gi.
* — — (Marcus Tullius ), malte mit ver-schiedenen Künstlern zu Rom , und erlangte da-durch eine große Erfahrung. Friedrich Zuccheronahm ihn mit sich nach Turin , wo er ihm halfdie herzog!. Galerie malen. Er blühete um iboc».und starb in jungen Jahren. 6rmrre»tr.
— — (Rainald della), ein treflicher venetia-nischer Seemaler, den Guido Reni so hoch schätzte,daß er 6. Bilder von seiner Arbeit verlangte. Erhielt sich einige Zeit zu Paris auf. Ma/daxia II. 78.
*Montagnana (Jacob), Maler zu Padua ,wird nach der Manier, in welcher er arbeitete,für einen Schüler des Johany Bellino gehalten.Man sieht von ihm Bilder in Oel und Fresco indem bischöflichen Pallaste und in der Kirche St.Antonius dieser Stadt. Er blühete um « 4 g 5 - Ki-I. 7Z.
— — ( ), berühmter Baumeister, erneuerteiZig. oder 1Z29. den Glockenthurm auf dem St.Marcusplatze zu Venedig . tTr-M-reuti.
Monragne (Mattheus und Niclaus). S.plattemonragne.
Montag» (D-), französischer Kupfereßer,arbeitete um 2720. zu Rom . Von ihm sind die mei-sten Blätter einer neuen Sammlung von den schön-sten Ansichten dieser Stadt.
Montaigne (Andreas). S. Manregna.Montalro; Beyname von I. Danedi.Montana (Joseph). S. Montan«.
Mo nranari (Anton), malte um « 74 «- dieVerzierungen der Bibliothek des Scrvitenklosterszu Bologna ,
— — (Augustin und Johann), Maler vonGenua , lerutcn bey Aurelius Lomi und beyJ. Bap-