Band 
Erster Theil.
Seite
441
JPEG-Download
 

Mondini.

Mondtni (Anton), Maler von Mailand ,lernte bey Peter Franz Mazzucchelli. Man siehtin seinem Vaterlande wenig von seiner Arbeit, weiler beständig in der Welt herum zu reisen gewohntwar. Er lebte um 1620.

* — — oder Mondiv» (Fulgentkus), einerder vornehmsten Schüler des Guercino ; Baldr-nuccr fuhrt ihn auch unter den Schülern von Au-gustin Metelli an. Er arbeitete in Gesellschaft desJacob Alboresi für viele Kirchen zu Bologna . Der-selbe gieng nach Florenz , wo er 1664. in dem schön-sten Flor seines Alters, da er schon trefliche Pro-ben seiner Kunst gezeigt hatte, starb. Marmiv.620.

Mondino; Beyname von S- Scarcella.

Mondr (Jacob). S. den Art. I. Joris,seines Schülers.

— — (Johann). S. Mont.

Mone (Cisti di), genannt Bencivenistr. S.den Art. Gallina Arraviani.

M 0 net ( ), französischer Miniaturmaler,

lernte bey Franz Chauveau. Er wird in: Can-pente-n'a«ü angeführt.

Monera (Thomas), Kupferstecher, arbeitetenach A. Tempesta u. s. w.

Mongardi (Carharina), Malerin von Bo-logna , lernte bey Elisabeth Sirani. Sie verfer-tigte für die Olivetanerkirche zu Jmola eine Altar-tafel, welche den H. Bernhardus Tolomei vorstellt,und viele andre Werke für ihre Vaterstadt, wo sieum 1660. lebte. /Hsrura pittn'ce III. t 58 .

* Mongeroup (. .dc), französischer Kunst-liebhaber um 1760. Man hat von ihm einige ra-dirte Blatter von Figuren und Thieren nach Ca-sanova u. s. f. Lara».

Moni (I), Maler und Formschneider vonkyon, kopirte einige Werke des kleinen Bernhards.Er schnitt auch aus eigner Erfindung Stöcke zueinem Bibelwerke u s. f. Seine Arbeit ist sehr zartund wohl behandelt; man findet davon AbdrückeVon i 568 . und i582. /Äpü/orr l. 22g.

* — — (Ludwig van), geb. zu Breda 1698.lernte bey van Kessel, Emanuel Blset und PhilippVandyck. Er studirte auch nach Gerard Douw und ward ein geschickter Maler in modernen Ka-binetstücken. Moni arbeitete einige Jahre zu Ley-den; seine Werke sind natürlich, geistreich ange-ordnet, und künstlich in Schatten und Licht, va«

600/ lk. 25 g.

Monier (Vincenz della). S. den Art. I.B- Cavagm.

Monicca (Jacob Autelli, genannt il). S. denArt. M. Castrucci.

Monier. S.*Mosnier.

Monna (della), zwey Brüder, geschickte Bild-hauer und Stuccoarbeiker zu Siena , von welchenman in der dasigen Domkirche und in der KircheSt. Ambrosius Sansedoni Arbeit siehet, /^eccr.

* Monnegro (Joh. Baptist), genannt da

Toledo , lernte bey Bcrrugnete. Die Bildhauer-und Baukunst erhoben sich zu seiner Zeit auf ei-nen sehr hohen Grad. Monnegro kam nachItalien , um sich in denselben vollkommen zu ma-chen ; seine Talente entwickelten sich in kurzer Zeitund erwarben ihm den Beynamen des braven Spa-niers. Ein großer Theil der St. Peterskirche zuRom ward unter seiner Aufsicht erbaut. KönigPhilipp kl. ließ ihn nach Madrid berufen, undvertraute ihm die Fortsetzung des Baues an demprächtigen Kloster Escurial. Dieser Künstler ver-fertigte sechs Statüen von so vielen spanischenKönigen, deren jede 17* hoch ist, und die Vor-derseite bemeldter Kirche zieren. Er starb zu Ma-drid in hohem Alter. S- den Art. Anron villa-casiina. 29.

* Monner (Carl), Geschichts - und Bildnis-

Monsignore. 44r

semaler zu Paris , war um 1765. Mitglied derkönigl. Academie. I C- le Vasseur, d'Auvray,u. s. f. haben nach ihm gestochen. etc.

Monnel S. Moner.

Monnix ( ), Maler von Herzogenbusch ,

kam bey noch jungen Jahren nach Rom . wo seineArbeit dem Pabst so wohl gefiel, daß er ihn inseine Dienstenahm, und er iö. Jahre zu Rom blieb.Er ahmte die Manier des Marc Gerard ziemlichglücklich nach, und malte gewöhnlich Gesellschaf-ten u. s. f. Monnür starb in seinem Vaterlands1686. 80. I. alt. OeLcnmxr II. gg.

* M 0 nn 0 t (Peter), Bildhauer von Besannen,lernte bey seinem Vater * Stephan und bey duBois. Er arbeitete zu Rom und hernach zu Cassel,wo er sehr prächtige Werke verfertigte. DieserKünstler kehrte wieder nach Rom , wo er 173z. 75.I. alt starb. Sein Vater arbeitete an dem Grab-male Pabst Jnnocenz XI. /krcoü II. 487.

* — — ( ), französischer Bildhauer und

Pensionair auf der Academie dieser Nation zu Rom um 1765. verfertigte Copien von den schönsten an-tiken Statüen, in der Proportion von drei/, dievon den beßten Kennern in Gvps begehrt wurden.

st'rnr Bnncorr e» V. 27c.

Monocromaros; Beyname von Tleo-phanrus.

Monodorus. S. Menodorus.

* Monosillo (Salvator), Maler von Mes-sina, lernte zu Rom bey Sebastian Conca , undhatte die Aufsicht über die Musivarbeit der dasi-gen St Peterskirche. Man sieht von ihm einigehistorische Gemälde in den Kirchen St. QuarankaMartin, St. Stanislao de Pollachi, und St.Paolino all« Regola. Er st. 1776. Dür.

*Monoyer (Johann Baptist), ist unter demNamen Baptiste bekannt; er war von Lille inFlandern gebürtig, und ward einer der berühmte-sten Blumenmaler. Man findet in seinen Arbei-ten eine »«gemeine Lebhaftigkeit, Schimmer, Aus-arbeitung und Natürlichkeit Er kam > 865 . in diekönigl. Academte zu Paris , wo er mit großemRuhm arbeitete. Seine treflichen Werke find ingroßer Menge in den königl. Schlossern zu Lria-non, Vincennes , Choily u. s. w. zu sehen. DerHerzog von Montaigu nahm ihn mit sich nach Lon-don , wo er dessen prächtigen Pallast mit seinerArbeit zierte. Monoyer starb daselbst 1699. 64.I. alt. Er selbst etzte einige sehr schöne Blattervon Gefässen, Blumensträußen u. s. f Poilly,Vanquier, Smith u. s. f haben etwa 5 o. Blatternach ihm geetzr. — Sein Sohn * Anron ward1704. Mitglied der königl. Academie zu Paris , undahmte seines Vaters Kunst beßtmöglich nach. —Baptist, I Baptists zweyter Sohn, trat zu Rom in den Dominikanerorden, und malte in den Schu-len seines Ordens die Lebensgeschichten ihres Stif-ters in großen Tafeln, und mit guter Manier.Die Tochter heyrathete den geschickten Blumenma-maler I. Baptist Blaut de Fonrenay.

Monpair od. Monper. S. Momper.

Mo »petit. S. Monrperit.

Mono (Joh. Joseph du), Geschichtsmaler,war 1754. Mitglied der königl. Academie zu Pa-ris .

*Monsrgnore (Franz), Maler von Verona ,lernte bey Andreas Mantegua, und bracht' es inder Kunst so weit, daß ihn Franz II . Marggrafzu Mantua sehr werth hielt, so daß er ihm wegender Gemälde, die er zu Gonzaga und Mirmitolo,wo er die Bildnisse verschiedener Potentaten undberühmter Leute mit einer treflichen Manier ver-fertigte, nicht allein ein Jahrgcld bestimmte, son-dern auch ein großes Rittergut schenkte. DieserKünstler wollte niemals unzüchtige Bilder malen;K k k