Band 
Erster Theil.
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450
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4 go Moscatrrttv.

schön« Arabesken in Basreliefs im Geschmacke derAntiken. Dieser Künstler wird auch von Furierr»VI.) unter die Musivarbeiter gezählt. Erst. i 554 - 58 . I. alt. Sein Sohn * Franz,genannt Moschino, zeigte schon in seinem Fünf-zehnten, zu Verwunderung der Stadt Orvieto , sei-ne Geschicklichkeit in Verfertigung einiger Statüenfür die dasige Domkirche. Er arbeitete auch nach sei-nes Vaters Tod« zu Rom, Florenz, Pisa und Parma um 1660. u. s. f. III. 496. Ein ande-

rer " Franz Mosca, war Maler zu Mantua ,wo man einige Bilder von ihm in den Kirchensiehet; neben Andern eines, das Julius Romanusangefangen hatte, worin er im Ausarbeiten diesesKünstlers Manier sehr geschickt nachahmte. Oacho/ix. 108.

Moscariello (Carl), neapolitanischer Ma,ler, lernte bey Jacob Eanst. Er durchreiste vieleLander, in denen er die Verschiedenheiten der Zeich-nung und Colorit, «ine leichte und fertige Manierin der Perspecti», Architektur, Laubwerk u. s. f.studirte. Dies« Künste machten ihn bey seiner Zu-rückkauft bey dem Vicekönig und dem ganzen Adelbeliebt. Er st. 1709. L 4 - I. alt. Do»re»rci III. 565 .

Moscha (Anton), Bildhauer, arbeitete umi 525 . zu Rom und zu Loretto. Lo»a»«i ^V. Z'.p. 770.

Moschino; Beyname von F. Mosca.

Moschion, Bildhauer, Bruder von Lada -nias. S. den Art. Dionysodorus.

Mosciano. S. Muziano.

* Moser (Georg Michel), geb. zu Schafhaursen 1707. lernt« bey seinem Vater Michel, nebstdem Kupferschmiedhandwerk, verschiedene Künste:Wie Modellieren, Giessen und Ciselieren , die aberder Sohn nur im Kleinen übte. Er arbeitete einigeZeit in Genf , wo er mit einige» Goldarbeitern Be-kanntschaft machte und ihre Werke mit bessererZeichnung nachzumachen versuchte, welches so wohlgelang, daß er sich entschloß, sein bisheriges Hand-werk an diese Kunst zu vertauschen. Hierauf gienger -726. nach London ; daselbst arbeitete er an die7. Jahre bey dem berühmten Gold - und Silber-arbeiter Hayd, und veranstaltete in dessen Behau-sung eine kleine Akademie, um nach dem Leben zuzeichnen, die hernach Anlaß gab, daß die jetzigekönigliche Malerakademie daraus entstand. Mo-ser erwarb sich einen großen Ruhm mit Uhrenge-häusen, Tobackdosen n. s. f. von getriebner undgeschmelzter Arbeit; auch verfertigte er einige Stem-pel und die königlichen Siegel. Er wußte dasAntike sehr geschickt nachzuahmen; seine Werke sindwohl colorirt, augenehm und geistreich, aber derAusdruck ist etwas schwach. Füßli I V. 129.

(Maria), Georg Michels Tochter,geb. zu London 1744 ward im Blumenmalen sehrgeschickt. Ihre Manier ist breit und groß; dasColorit ist sehr natürlich und ungemein schön, dieGrnppirung ihrer Blumen sehr zeichnerisch und vollGeschmack. Jedoch tadelt man an ihren Gemäl-den das Allzudunte und Zerstreute des Helldunkels.Diese Künstlerin malte auch, unter ihres VatersAnleitnng, ziemlich gute historische Bilder imantiken Styl. Füßli IV. 1Z8. «

Moses (Michel), deutscher Bildhauer, lerntebey seinem Vetter Balthasar Permoser , und thateine Reise nach Holland . Dann kam er in seinVaterland zurück, wo er das Lob eines geschicktenKünstlers erhielt, zs). Biblisch. schön. Wissen-schaften IV. 217.

Moses (der kleine), Beynam« von M- vy-renbrok.

Mosignore. S. Monstgnore.

Mosin (Michel). S. Mouzyn.

"Mosinan (N.). Den Namen dieses Künst-lers findet man als Zeichner auf einem sehr schö-nen Blatte von N. Mogalli, das den Antinous

Mona.

vorstellt, //^i»ike /mnn » 7 lFo»rr,/-enti Mrticku 1*. II.st'ab. 180.

* Mosnier (Johann), eines GlasmalersSohn von Blois , kam in seinem Siebenzehmenin Dienste der Königin Maria von MediciS, dieihn nach Florenz sandte, wo er drey Jahre in denSchulen des Angelas Bronzino, Ludwigs Cardiund Dominicus Passignano studirte. Hernach be-gab er sich nach Rom , und nach vier Jahren kamer um i 6 s 5 . in Frankreich zurück, wo er sich inseiner Geburtsstadt festsetzte, und in den umliegen-den Städten Saumur, Tours, Nogent, Valence u. s. f. arbeitete. Er malte in dem Schlosse Chi-verny in die Friese eines Saals die Geschichte desDon Quichotte. Mosnier starb zu Blois i 656 .56 . I. alt. Sein Sohn * perer studirte unterSebastian Bourdon , und ward Professor der kö-niglichen Akademie zu Paris . Daselbst starb er1700. 64. I. alt. Man hat von ihm: lilstolrekies >Irt8 gui ont rapport su stessin, (Paris 1698. 12".). Er malte 1697. eine Maytafel fürdie Hauptkirche dieser Stadt, und ein andres sei-ner Bilder wird in der Sakristey zu Sulpice ver-wahrt. perer zeichnete nach N. Pouffins Gemäl-den vier historische Landschaften, die von St. Dau-det gestochen sind. Fe/ibre» IV. 4 ° 4 '

(Michel). S. Mauvier.

* Mosscher. S. Moschero.

*Mostaerr (Franz und Egidius), Zwillings,brüder, setzten jedermann durch ihre Aehnlichkeitin Bewunderung ; sie war so genau, daß ihr Va-ter sie durch Mützen von verschiedenen Farben un<terscheiden mußte. Ihr Vater war ein Maler zuHülst. Egidius lernte bey Johann Mandin, undFranz bey Heinrich van Bles, oder bey JoachimPatenier . Letztrer ward ein vortreflicher Landschaf-ter, und Egidius malte Figuren von ViertheilLebensgröße. Franz ließ anfangs seine Gemäldedurch fremde Hände mit Figuren zieren, nachheraber lernte er diese Kunst selbst. Beyde kamen» 555 . in die Akademie zu Antwerpen . Franz starbin der Zeit, da seine Werke anfiengen bekannt zuwerden Egidius malte gute Geschichten, undwußte seine Figuren wohl zusammenzusetzen- Auchhat er nach den Carrachen radirt. Er st. 1601 inhohem Alter. Die Sadelers, H. Hondius, P.Jode, H. Wierx u s. f. haben nach ihnen gestochen.DncnM/n I. 122.

(Johann), von adelichem Herkommen,

ward i/,99- zu Hartem geboren, und lernte beyJacob von Hartem. Er arbeitete 18. Jahre audem Hofe der Prinzessin Margaretha, SchwesterKönig Philipp 1 . in Epanien. Moftaerr verfer-tigte daselbst große Gemälde, und eine Menge leb-hafte Bildnisse, wodurch er ansehnlichen Reichthumerwarb, und sehr werth gehalten wurde. Er ziertemit seinen historischen Bildern die meisten Kirchenzu Harlem , wohin er von Brüssel zurückkehrte; indiesen bemerkt man eine genaue Beobachtung deralten Gebräuche, und eine große Verschiedenheitin den Gcsichtszügen. Er st i 555 . 1 77.

* Moste! (Johann), Baumeister zu Merse-burg ; starb daselbst i 558 .

Mosyn. S. Mouzyn.

Morsch on; Beyname von I. Linz.

* Moira (Raphael), genannt da Reg^ia.Sein Vater war ein Bauer, und ließ ihn der Gänsehüte»; aber Raphaels starke Neigung zur Malereyzog ihn nach Rom , wo er bey koelius da Novellaraund bey Zürcher» diese Kunst lernte, auch mit letz-term nachher gemeinschaftlich arbeitete. Er setztedie Kenner mit seinen Frescogemälden in Erstau-nen; man sah von denselben eine große Menge anden auswendigen Mauern der Palläste und Privat-häuser zu Rom , die mit so zierlicher, zarter,wohlgefärbtcr und starker Manier verfertigt waren,daß die Jugend solche aller Orten auf mir frischemKalk belegte Ziegel nachcopirte. Man sieht auch