Band 
Erster Theil.
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451
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Mottola.

in verschiedenen dastgen Kirchen Arbeiten von sei-ner edeln Erfindung. Raphael malte in dem Pal-laste des Vaticans sechs große historische Stücke,uno in dem Pallaste zu Caprarola sind viel schöneWerk« von seiner Hand: Diese erregten den Neiddes Johann de Vecchi, der den Raphael über-redte, in der heissesten Sommerszeit zu dem Car-dinal Farnefe nach Rom zu reisen, wo er von ei-nem hitzigen Fieber überfallen wurde, welches ihnum i 58 o. 28. I. alt hinraffte. D-Ghist, B. Co-riolano, A. Carracciv u. s. f. haben einige Blatternach ihm gestochen. Man hat i 65 ?. dieses Künst-lers Lebensbeschreibung zu Reggio in 8. gedruckt.LsF/r'am p. 2Z.

Morrola (Anton), Baumeister und Bildhauerzu Neapel , lernte bey Angelus Perrone. Er wardunter die königlichen Baumeister aufgenommen,und verfertigte viele Statuen für Benevento undandere Städte des Königreichs. Morrola lebtenoch 174« in hohem Alter. DoEillcr III. igi.

* Moucheron (Friedrich), geb. zu Embden

i6ZZ. lernte bey Johann Asselyn und gieng aufsein Anrathen nach Paris , wo er mit unermüde-tem Fleiss« nach Gebäuden, Aussichten, Pflanzen,Thieren u s. f. studirte. Er kam in seine Vater-stadt zurück und setzte sich zu Amsterdam , wo erangesehen und reich 1686. starb. Die Lüfte seinerLandschaften sind sehr schön und abwechselnd; erbrachte in seinen meisten Gemälden Wasser unddarin sich spiegelnde Gegenstände an. Obgleichdieser Künstler nicht unter die erste Klasse der nie-derländischen Landschaftsmaler zu zählen ist, sowerden dennoch feine Arbeiten in den berühmtestenCabinetten aufbewahrt. II. 478.

* (Jsaac), Friedriche Sohn, genannt

Drdonanz, ahmte seines Vaters Manier nach.Er gieng nach Rom seine Kunst zu vervollkomm-nen , und malte nach seiner Heimkunft Tapeten u.a. Arbeit die ihn berühmt machte. Zsaac st. 1744.74. I. alt. Er übertraf seinen Vater weit in derMalerey. Die Baukunst und Perspektiv verstander gründlich; seine Daumblatter find mit vieler Leich-tigkeit gemalt, und man kann nichts so reich Or-dinirtes sehen, als seine Landschaften sind. SeineFärbung ahmt die Natur nach, und thut zu ihrerLebhaftigkeit noch Stärke und Harmonie hinzu.Auch seine Figuren sind gut; öfters aber habenWir, Verkette u. s. f. dergleichen für ihn gemalt.Jsaac ctzie Zo. schone Aussichten samt einem gros-sen Plane von der Herrschaft Heemstede in derProvinz von Utrecht , nach seinen eignen Zeichnun-gen. IV. i 53 .

Mouchi ( ), französischer Bildhauer, war

um 176 b. Mitglied der königl. Akademie zu Paris .

* Mouellon (Ludwig), Geschichtsmaler zuParis , arbeitete gewöhnlich für die Tapezierer,und starb um 1665.' Fetrbrm IV. 21 5 .

Moulin ( ), Zierathenmaler, schrieb einen

Versuch über die Kunst, die Schaubühnen zu zieren,der i7do. in 8° zu Paris gedruckt ist.

Moulinneuf( ), See - und Thiermaler,«wettere um i?6c>- zu Marseille .

* Mouline (des), Bildnissemaler zu Paris .E. Rouffelet hat nach ihm gestochen.

Mounrin. S. Munrink.

M 0 urer ( ), geboren zu Moußi le vieux,

fünf Meilen von Paris i7"v. war ein berühmterBaumeister. Er baute die Hotels von Auvergne,Vertu und S. Simon. Man hat auch diesem ge-schickten Mann die Anlegung zweyer berühmtenManufakturen in den Gegenden von Paris zu ver-danken; die eine ist die Färberey zu St. Denis,erbaut iM. in welcher man eine höchstschätzbareKenntniß und Erfahrenheit, besonders in Anord-nung der Oefen, Magazine, Werkstätt«, Wasch-häuser, Walkmühlen, Pressen, Wasserpompen u. s. f.bemerkt; die andre isi eine Bandfabrik a la Vilette,

Mozeto. 4§r

erhaut 1746. wo, neben andern wichtigen Werken,der Mechanismus der Arbeitsstelle eine besondereAufmerksamkeit der Kenner verdient. Von diesesKünstlers Erfindung ist auch das Lusthaus desMarquis von Beaufremont in der Gegend vonBesannen, in dessen Park man eine Menge Canale,Springbrunnen, Wasserfälle u. s. f. findet. Manfieng 1761. an, nach seinen Zeichnungen das Hotel-Dieu zu Madrid in Spanien nahe bey Retiro bauen;ein Gebäud, welches in Ansehung der Grüße undPracht Alles übertrift, was man in dieser Art se-hen kann. L / 0 » e / c/r/tect. /--arrfoire I. 287.

* Mousttsr oder Moutier (Daniel du),königlicher Maler zu Paris , zeichnete und maltesehr wohlgleichende Bildnisse mit weiß - roth - undschwarzer Kreide, und in Pastel. Uebrigens liebteer die Musik, u. a. schöne Wissenschaften; er sam-melte ein beträchtliches Büchercabinet, und hatteein ungemeines Gedächtniß. Gayor de Piravalerzählt (III. 172.) eine seltsame Begebenheit, diedieser Maler mit dem Abt I. B- Pamfili, nachma-ligem PabstJnnocens X. gehabt, woraus der un-versöhnliche Haß dieses Pabstcs gegen das HausBarberini hergeleitet wird du Moussier lebteum 162b. Cl. Melan, P. Daret, S Vouillement,E. Rousselet u. s. f. haben nach ihm gestochen.Fe/rür'e» IV. 4 c> 3 .

(Niclaus du), Dildnißmaler zu Paris ,lernte bey feinem Vater Gottfried, und bey Si-mon Vouet , und st. 1669. Gottfried wird un-ter die Formschneider gezählt, drille» lV. 229.

* Mouzyn (Michel), geschickter Kupferste-cher zu Amsterdam um 1660. Seine Manier istmarkigt und sehr angenehm. Er arbeitete nach B.Castiglione, C. Errard, L Testelin, G. van denEckhout, C. Holsteyn u. s. f. F-rra».

* Moya (Peter von), von Grenada , lerntebey Johann de Castillo. Er reiste nach Flandern und nach England, wo er der Unterweisung Van-dyks genoß. Durch diesen geschickten Lehrmeisterin seiner Kunst vervollkommnet, kam er wieder insein Vaterland zurück, wo er bis auf seinen Todmit ungemeinem Beyfall arbeitete; derselbe erfolgtezu Grenada 1666. H6. I. alt. Er hatte eine kleineAcademie in seinem Haufe aufgerichtet, worin be-rühmte Werke der Maler - und Bildhauerkünste zusehen waren. Man sieht von ihm eine Empfäng-lich Mariä in U. L. Fr. Kirche seiner Geburtsstadt.

122.

Moyaere (Christian Ludwig), Kupferstecher,dessen Monogramm Christ S. 278. anführt.

Mspart. S- Moojaerr.

Moyue. S. Moine.

*Moyreau (Johann), treflicher Kupferetzer,von Orleans gebürtig, lernte bey Bon Boulogne und übte einige Zeit die Malerey. Er machte sichvornehmlich durch seine Blätter nach Wouwermansbekannt; sie bilden eine Sammlung von 69. Bl.worin man eine ungemeine Wissenschaft in der Etz-kunstiund eine sehr angenehme Manier in Bäumen,Vorgründen u. s. f. wahrnimmt. Dieselben sindmit vielem Fleiße ausgearbeitet, aber mehr mit ei-ner sanften als geistreichen Nadel; indessen gefal,len sie doch dem Auge, und stellen ihm eine Mengeangenehmer Gegenstände vor. Moyreau hat auchviele Blätter nach Rubens , van Falens, Cl. Lor-rain, B. Boulogne, Raoux, Wateau u. s. f. geetzt.Er ward 1749. Mitglied der königl. Academie zuParis , wo er 1762. 71. I. alt starb. Sara».

Mozani (Julius), Bildhauer, von welchemman in der Bibliothek des Herzogs von Parma eineSpiegelrahme von Marmor zeigt, die mit Genienund Blumengehängen geziert ist. Es soll vielleichtder I. da Majano seyn. Reyßlers I.XV 1 l.Brief. S. den Art. Mugiani.

*Mc>;ero (Hieronymus), Maler zu Verona ,aus dessen trockner Manier geschloffen wird, erLll 2