Band 
Erster Theil.
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480
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48o Orleans.

* Orleans (Philipp Herzog von), Regent vonFrankreich , liebte nebst vielen andern schönen AMsenschaften und Künsten auch die Malercy, woriner sich durch Anton Coypel und Arlaud von Genf unterweisen ließ. Dieser Prinz zeichnete das Pa-storat von Daphnis und Chlor, die man von demaltern Benedict Audran in 29. Blattern geetzt findet.In der Galerie zu Salzthalum zeigt man von die-sem Fürsten ein ziemlich großes, auf Tuch gemaltesBild, welches Ulysses, auf dem Meere schlafend,vorstellt.

* Orley (Bernhard van), genannt Barentvon Brüssel, gieng sehr jung nach Rom , undward Raphaels Schüler, der sich seiner Arbeit ingroßen Werken bediente, wodurch er sck.ie Ge-schicklichkeit um vieles vermehrte, und eine schöneManier erlangte. Nach seiner Zurückkauft in Bra-band legte er sich auf das Jagdenmalen, welcheArbeit Kaiser Carl V. sehr liebte und wohl belohnte;viele derselben dienten als Patronen zu Tapezereyen.Orley malte in der Kapelle der Almosenpfleger zuAntwerpen auf ein Fensterglas das letzte Gericht,worin er den Glanz des Himmels auf einen ver-goldeten Grund malte, der eine ungemeiue Wir-kung thut. Die meisten Fenstergemälde zu Brüssel sind von seiner Arbeit. Bernhard bediente sicyin seinen Werken Tons, eines geschickten Land-schaftmalers und des Derer Bock. Er st- i 5 (iu.70. I. alt. De-camxL 1. 38 .

* (Richard van), Maler zu Brüssel ,lernte bey seinem Vater perer, einem mittelmasrstgen Landschafter, und bey seinem Oheim, einem

* Barfüssermöncb. Er malte anfangs Bildnisse inMiniatur; hernach versuchte er es mit Geschichten,darin er viele, die voller Geist und Genie sind,verfertigte. Er wandte alle seine Zeit auf die Ar-beit , und wich alle Anläße aus, die ihn hicvonabhalten konnten. Richard st 1702. 8u. I. alt,und ward mit Pomp in der Kirche St. Gaugericusin des vorbemeldcen Bernhards von Orley Grabebeygesetzt. Die Anzahl seiner Zeichnungen und Ge-mälde ist unglaublich groß; viele derselben etzte erselbst in Kupfer, und einige andre nach Rubens ,

* Johann van Orley, seinem Bruder u. s. f. Die-

ser letztere hat viel schöne Gemälde für die Kirchenseiner Geburtsstadt verfertigt Er hat auch einigevon den 28. Blattern aus der Geschichte des N.T. nach seinen Erfindungen geetzt. Richard wußtein seinen Composicionen die größten Meister nach-zuahmen. Bertram hat nach seinen Zeichnungengestochen. 111. 5 ou.

Orly (Leonhard van). S. den Art. D. vanLink.

Orme (Philibert del'). S. Lorine.

Ormeauy (Ioh. Baptist des). S. Desor-meauy.

* Ornerio (Gerard), ein Fricßländer, wareiner der beßteu Glasmaler seiner Zeit. E arbci-tete um 1H7H. zu Bologna , wo er in dem Chöreder Hauptkirche fünf Fenster mir den Geschichtendieses Apostels trefiich zierte. 6»arie »ti.

Orntngc ), Miniaturmaler, arbeitete um17H0. zu Kopenhagen . Daurv S. Z>».

Gr 0 (Monaco dell' Jsole). C. Tibo.

Orobono (Peter). S. den Art. B- Ge-noefini.

Orpheus ; Beiituamevon ph.vanderDoes.

* Grrenre (Peter), von Murcia gebürtig,

lernte bey Jacob da Ponke-Bassano, Er war einervon den wenigen spanischen Maler», die dem Ge-schmacke der venetianischen Schule folgten. SeineManier istgroß, dieOrdonanz schön und seine Aus-arbeitung markigt; auch seine Zeichnung und Co-lorit sind trefiich Die Gemälde dieses Künstlerssind durch ganz Spanien bekannt. Er starb zu To-ledo um issj j. ( h>'o, <jj,

- Orsi (Loelius), genannt da Novellara,wo er um i 5 rc>. geboren ist. Er lernte bey Anton

Orvieto.

Allegri und bey M. A. Buonaroki, da er von demerstem das schöne Colorit, von diesem aber einerichtige Zeichnung erlangte. Loelius lernte dieBaukunst aus eignem Genie, und gab davon sehrschöne Proben. Er zeichnete ungemein fleißig mitder Feder,, und diese Arbeit ist bey den Liebhabernhoch geschätzt. Eines von seinen beßten Altarblät-tern wird in der Kirche St Michael zu Parma gezeigt, in welchem man ihn als einen würdigenSchüler des Correggio erkennt. Er st. i 586 . undliegt in der Carmeliterkirche seiner Geburtsstadtbegraben. Ungeachtet seiner trefiichen Kunst, hatteer doch das Unglück in der Malergeschichte ganzunbekannt zu bleiben, bis ihn Orlandi in seinemAbecedario bekannt gemacht.

*Orsl (Prosper), genannt delle Grorresche,Maler zu Rom, arbeitete in der Scala santa , indem pabstlichen Pallaste bey St. Johann von La-teran, und in der vaticauischen Bibliothek. Erlegte sich auf das Groteskenmalen, worin er vor-treflich wurde, und deßwegen bemeldten Beynamenerhielt. Prosper ahmte übrigens des Joseph Ce-sari Manier nach. Er st. 72. I. alt um r 6 Z 5 .L«Aronr p. 188.

OrslNl (Anton), Maler und Mitglied der Aka-demie St Lucas zu Rom , wird von Guarienriohne weitere Umstände angeführt.

Grsinus. S. v. Cerajuolo.

Orsolino (Anton), Baumeister zu Genua ,lernte bey Rochus Lurago, und ward in dieser Kunstberühmt. Er arbeitete sehr viel zu Genua und anverschiedenen andern Orten, Xoyraur p. 288.

* (Carl), Kupferstecher und Kunsthänd-ler zu Venedig um 17H0. arbeitete nach P. Nicchi,genannt Lucchese, A. Balestra u, s. f.

(Ioh. Baptist), Baumeister aus derLombardie, kam »ach Genua und zierte mit seinemSohne Johann die vornehmsten Kirchen dieserStadt mit treflicher Arbeit. Dieser letztere starban der Pest, die 1627. daselbst wüthete und vieleMenschen hinraffe. ä'oxram p. 3 ZZ.

(Thomas), Bildhauer, Antons Sohn,lernte bey seinem Oheim I. Baptist Orsol'.no. Erverfertigte viele Arbeit für Frankreich, Spanien ,Piemonl, und besonders für die berühmte Carrhausezu Pavia . Thomas ahmte in Gewänder» denProsper Scavezzi nach; er wußte auch seinen Fi-guren gme Stellungen zu geben, was i» seinerKunst ziemlich schwer ist. Er lebte noch ,(>70. S.Baldinucci in des Hercules Ferrara , seinesSchülers, Lebensbeschreibung.

Orsone, einer der ersten Maler zu Bologna ,lebte mit Guido Ankichissimo und Ventura da Bo-logna um 1226. Zu des Lssialvasia Zeilen sah mannoch ein Marienbild an der Mauer des KlostersCarita, welches mit seinem Namen bezeichnet war.

I. 8.

* Orsoni (Joseph), Maler von Bologna ,lernte hey D. M Viani und bey P. A. Aldrovan-diui. Er zeigte seinen lebhaften und geistreichenVerstand in der Architecturmalerey in viele» Kir-chen , Pallasten und Schaubühnen zu Genua, Lucca ,Brescia, Bologna u. s. f. Er st. 1752. 64. I. alt.

pittiire ill. 282.

Orr oder Vrrh. S. Oorr.

Orrolani oder Horrulanus ( ), ve<

netianischcr Stahischneider, arbeitete zu Rom un-ter den Regierungen Alexander VIII. , Jnnocen-tius XII. und Clemens XI.

Orvier 0 (Angelas und Ferdinand von), Ma-ler und Schüler ihres Mitbürgers Cesar Nebbia,arbeiteten zu Rom , wo man in der Kapelle SixtV- viele Figuren der Apostel und der Könige 1»Israel von ihrer Hand siehet. Dtr.

- -von), Beyname des Cesar Nebbia.