Band 
Erster Theil.
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481
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Osdentarfer. '

Gedenearfer (H), Maler, von welchemman Zeichnungen findet in einem Lurnirbuch, vcnHerzog Wilhelm von Bayern geschrieben. Manzeigt diese Handschrift in der herzogl. Bibliothekzu Gocha. Reyßler, Brief I^XXXIX.

* Vssanen (Wernher van), niederländischerKupferstecher und Formschneider. Seine Blatterbestehen aus verschiedenen Folgen, als: Das Le-ben Jesu in 60.; seine Leidensgeschichte in 12.;und Reuterzüge aus 18. Stücken. Er blühete umden Anfang des XVI. Jahrhunderts. Man fin-det sein Monogramm bey Christ S. 242. Erwird für den I. LV. van Assen gehalten.

* Offen deck (Johann oder Jost), geborenzu Rotterdam um 1827. malte Landschaften mitFiguren, Pferden u. a. Thieren in des BamboccioGeschmacke. Seine Bilder sind angenehm zusam-mengesetzt; man sieht in denselben bald Grottenund Wasserfalle, bald Ruinen von Tempeln, zer-störte Grabmäler, Palläste u s. f. Auch zeichneteer öfters Märkte und Reitschulen nach der Natur,damit er desto mehr Gelegenheit hatte, verschie-dene Gattungen Thiere und kleine Figuren in sei-nen andern Arbeiten an behörigcn Stellen anzu-bringen. Seine Färbung ist unvergleichlich; erverband die italiänische Stärke mit der niederlän-dischen Ausarbeitung, und man sagte von ihm:Er habe Rom in die Niederlande gebracht. Gf-fendeck arbeitete in verschiedenen Städten vonDeutschland, als zu Frankfurt am Mayn, Regen-spurg u. s. f. vornehmlich aber zu Wien , wo manviele von seinen Gemälden in der LichtcnsteinischenGalerie sieht. Er radirte auch einige Blätter nachE. Rosa. Lintorct, Bassano, Feti, Polydor vönVenedig u, s. f. wovon verschiedene in der erzher-zoglichen Galerie, die Tenier herausgab, zu fin-den sind. Dc5camx>5 11. Z87.

Offs na (Johann Baptist), ein Mailänder,lernte bey Julius Cäsar Procaccini. Man findetvon seinen Gemälden in den Kirchen St. Euphe-nüa, St Alexander und del Giardino. Er blü-hete um 1620. T'orre.

* Gstade (Adrian und Jsaac), Gebrüder, vonLübeck gebürtig. Adrian lernte bey Franz Hals ,und setzte sich »662. zu Amsterdam , wo er 1680.75 . I. alt starb. Erwählte meist zum Gegenstandseiner Gemälde Handlungen aus dem gemeinenLeben. Anstatt aber daß er die Natur verschönernsollte, stellte er sie häßlicher vor als sie wirklich ist.Dessen ungeachtet zeigt er in seinen Bildern einungcmeiiieü Genie, indem er das Aug' durch immerneue Gegenstände in Aufmerksamkeit erhielt.^ Ermalte mit einer einnehiucuden Leichtigkeit. SeineFarbe ist durchsichtig, glühend, fließend und fein,seine Zeichnung aber von sehr schlechter Auswahl.Eines seiner Gemälde, welches einen Meyerhofvorstellt, war ehedem in dem Cabinet des H. Gaigrnar, und ward in einer Steigerung um 10800. Pf.verkauft. In müßigen Stunden etzte er nach sei-nen Erfindungen eine Sammlung von 53 . Blattern,von welchen Bafan die vornehmsten beschreibt.Sie gleichen seinen Bildern in allen Theilen, undsind sehr gesucht. C. und I. Bischer, Blooceling,Suyderhof und verschiedene neuere Kupferstecherhaben nach ihm gearbeitet. Jsaac, seines äl-tern Bruders Schüler, malte Landschaften. Mankönnte vielleicht bessere Gemälde von ihm auswei-sen als seines Lehrmeisters sind, wenn er nicht inder Blurhe seiner Jahre gestorben wäre. Oe§-camxn II. 17Z.

*Osterdorfer (Martin). Von diesem Ma-ler siehet man in der Galerie Schleisheim No. 528.und 029. zwey kleine Bildnisse von Philipp Pfalz-grafen am Rheine , Bischöfe zu Drixen, und Bern-hard, Marggrafen zu Baden.

Gstervoyk. S. Oosterwyk.

Geran, (Anton), ein Künstler, von welchemdas ganze Oratorium der Kirche Madonna delle

Oudry. 48r

Lame zu Bologna mit Verzierungen bemahlt ist,wozu Vliclaus Berruzzi die Figuren verfertigte.

^Lco§o.

Greani (Cajetan), Maler, ist allein durch seinvon A. Pizzardi gestochnes Bilduiß bekannt.

* Gttavl'ani (Johann), geboren zn Rom

um 1/35. lernte zu Venedig bey Joseph Wagner .Er etzte die Logen Naphaels im Batican mit allenVerzierungen und Figuren an den Pfeilern und derDecke dieser Galerie. Auch arbeitete er nach Guerrcino , G. Sortini u. s. f. II. 3 gg. u. 3581

* (Joseph), Musivarbeiter und Schü-ler des P. P. Christofani zu Rom um 1720 Mansieht an den Gewölbern zweyer von den kleinernKapellen der St. Peterskirche von seiner Arbeit, dieer nach des Bonaventura Lamberti und Franz Tre-visani Cartons verfertigte. S- den Art. JohannBrughi. 7 'itr.

* Orrens (F. und I.), zween holländischeKupferstecher, arbeiteten nach A. Boonen, C. Mül-ler, Schwarz ch s. f.

* Gteeren (Hubert van), Kupferstecher, ar-beitete unter andern in des valerio Zank: Ns-mori.6 äe^ll Acaäeniici Oelsti. t?a»äe//i»i

* Geeint (Felix), Maler zu Rom , lernte bey

Hiacynth Dranbi. Von seinen Bildern sieht manin den Kirchen St. Sebastian und Jesus , und S.Maria al Corso daselbst. Er starb nicht lange nachseinem Lehrmeister, gegen das Ende des XVI.Jahrhunderts- l. i 3 §.

* (Pascalis), genannt Pasqualotto,

Maler von Verona , lernte bey Felix Ricci, undfolgte seiner Manier so genau gach, daß, als die-ser i(j» 5 . starb, und viele Gemälde unvollendet hin-terließ, pasqualotto, in Gesellschaft seines Mit-schülers Alexander Turchi, genannt Grberro,dieselben ausführte. II. 121.

Grroni (Lorenp, Bildhauer zu Rom , lerntebey Hercules Fcrrata. Er ward 1691. Mitgliedder dasigen Academie St. Lucas. Man siehet inverschiedenen Kirchen dieser Stadt von seiner Ar-beit; neben andern die Statüe des Apostels Tad-deus in der Kirche St. Johann von Lateran. S.den Art. Anron Alignini.

Ottovenius. S- G- van veen.

Ouasse. S. Houasse.

Duarer. S. Gurvarer.

Guche; Familienname von Andreas Sacchi.

Gudaan ( ), Künstler in Haag um 1700.

malte schöne, aber leichtfertige Stücke, und führteein lüderliches, mit seiner Arbeit übereinstimmen-des Leben. Uffenbach III. 3 gZ.

Gudenaerde. S. Audenaert.

Duden dyk (Ebert), Landschaftsmaler zuHartem, zierte seine Gemälde mit Hirschen - undandern Jagden. Sein Sohn * Adrian folgtegleicher Manier, bestahl aber die Werke Adriansvan der Velde und Thomas Wyk so unvorsichtig,daß er den Beynamen Rapianus bekam. Mansah ehedem eines von seine» Gemälden in des deLorme Kunstcabinct. //or-brabe» III. 52 .

Ouderogge( ), niederländischer Maler;der in seinen Werken Handlungen des bürgerliche»Lebens abschilderte. Man findet sie in den Cabi,netten der Liebhaber.

Oudervarer( ), ein Holländer, malteBlumen in Pastel.

* Gudry (Joh. Baptist), Maler zu Paris ,lernte bey seinem Vater, bey Michel la Serre undbey Niclaus de Largilliere, unter welchem er fünfJahre studirte, daneben auch des Rubens Gemälde iuder luxemburgischen Galerie fleißig betrachtete. Er