Band 
Erster Theil.
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482
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482 Ovens.

matte Bildnisse, Geschichte, Früchte, Blumen Land-schaften, vornehmlich aber Thiere und Jagden, mitwelchen er sich sehr berühmt machte. Seine Zu-sammensetzungen von dieser Art sind ungemein na-türlich, und treflich behandelt. Er hat für denKönig Jagden gemalt, welche viele von seinenSchlössern, besonders la Meute, zieren. Mansieht auch von ihm ein sehr schönes Gemald in demChor der Kirche St. Leu zu Paris, welches die Ge-burt Christi vorstellt. Er starb zu Beauvais , woer die Aufsicht über die Tapezereyenmanufacturhatte, i/öö. ungefähr 74. I. alt. Oudry kanntedas bezaubernde seiner Kunst so wohl, daß er öf-ters weiße Gegenstände ausweiße Grunde zu malenpflegte, und diese Stücke gleichwohl von guter Wir-kung sind. Man hat nach seinen Zeichnungen Scar-rons komischen Roman auf 08. Bl. und die Fabelndes la Fontaine in vier Foliobanden und prächti-gem Drucke in Kupfer gebracht. Es wäre aber fürdie Ehre dieses großen Künstlers zu wünschen , daßviele Blatter dieses letzter» Werks in Absicht auf dieThiere besser gerathen wären. Außer den Kupfer-stechern dieser Fabeln haben C N. Silvestre, I.Daulle, P. Avelini u s. f. nach ihm gearbeitet. Erselbst hat einige von seinen Erfindungen geetzt. Manhat auch von seinem Aufsätze Abhandlungen überdie anatomischen Studien und das Praktische in derMalerey. — Er hinterließ einen Sohn, * der 1748.Mitglied der königl Academie wurde. Seither trater in Dienste des Prinzen Carls von Lothringen ,Gnbernators der österreichischen Niederlande,

* Ovens (Jurian, d. i. Georg), Maler zu Am-sterdam und würdiger Schüler Rembrands. DieGemälde, in denen er Nachtstücke vorstellte, sindsehr natürlich und kräftig. Das Rathhaus zu Am-sterdam verwahrt eines seiner beßten Stücke; esstellt die Zusammenverschwörmig des Claudius Ci-vilis vor, wobey die vornehmsten seiner Mitvcrsschwornen bey einer Abendmahlzeit, in dem WaldeSchlakerbosch genannt, vorgestellt sind. Er malteauch Bildnisse und arbeitete 1675 an dem herzog!,hollsteinischen Hofe zu Friedrichsstadt. P vanSchuppen hat das Bildniß des Alchymisten Durr-hus nach ihm gestochen. /-ercaM/ir ll. 279.

* Overbeck (Bonaventura van), genanntRomulus, Maler und Kupferetzer von Amsterdam ,lernte vermuthlich bey Gerard Lairesse . Er that zumdrittenmal Reisen nach Rom , um daselbst die Alter-thümer dieser berühmte» Stadt aufzusuchen, abzu-zeichnen und z» etzen. Dieses Werk, von welchemauch der Text seine Arbeit ist. ward erst nach seinemTode 1708- in drey Foliobänden unter dem Titel.-Neliguiso antiguss (Irbis ttomso herausgegebenund erschien 1709. mit französischem Texte. Beyeinigen Kennern ist diese Arbeit wegen ihrer vor-gegebenen Unrichtigkeit in schlechtem Rufe. Indes-sen bemerkt man in diesen Blattern eine feste Hand,richtige Austheilung des Lichts und gute Zusammen-setzung. Overbek richtete seine Gesundheit durchein lüdcrliches Leben (wozu er in seines Lehrmei-sters Behausung die beßte Gelegenheit fand) früh-zeitig zu Grunde und starb in seiner GeburtSstadt17,.,b /ch. I. alt. ua» üoo/ II. lös.

Gverf (P. van), niederländischer Maler, ver-fertigte gute Lögelbilder, die in den Sammlungender Liebhaber gesehen werden. In der Fürstlich-Lichtensteinischen Galerie zu Wien findet man eines,welches eine geöffnete Pastete und einen mit verschie-denen Früchten angefüllten Teller vorstellt. DerMeister davon wird perervan Dverschee genannt,welcher vermuthlich mit Gverf derselbe ist.

Ovidins (M.), Maler zu Bologna , st. 169s.und ward in der Pfarrkirche St. Michel auf demMarkte begraben. /r/L.üm xitn/rr lll. 20.

Guilleinent S. vouillement.

Dur mann (Maler), von welchem Cochin(kl. ein schönes kleines Bild anführt, worinGenien, mic einem Blumenkranz umgeben, vor«

Pacchia.

gestellt sind. Es hat fast das Ansehn, der Namedieses Künstlers sey unrichtig geschrieben.

. * Guvrier (I), französischer Kupferstecher,lebte um 1720. und war besonders in Landschaftenvortrefiich. Er arbeitete nach Pierre, Vernet, Co-chin, Schenau, Eisen dem ältern u. s. f. Manhat auch von ihm 8. Bl. zu Poileau's Lukrin.

* Gurvaeer (Alberkvan), von Hartem gebür-

tig, war einer der ersten, die in dieser Stadt inDel malten. In der Hauptkirche daselbst sieht mandie Bildnisse der Apostel Petrus undPaulus in lebens-großen Figuren von ihm. Man bemerkt in seinenGemälden eine gute Manier in der Zeichnung undFärbung. Die äußersten Theile seiner Figuren sindwohl ausgearbeitet, seine Gewänder ziemlich gut;die Landschaften insonderheit waren die beßten sel-biger Zeiten. Er blühcrc um ison. 1 . g.

Grvins (Georg). S. Jurian Gvens.

Oxe (I. Rudolf). S. Ochs.

Gye. S- Oje.

*Gzanne( ), Zeichner und Kupferstecherzu Paris um izcho. Man hat von ihm zwey Aus-sichten des Seehafens zu Brest nach seinen eigenenZeichnungen; dann verschiedene andere in das See-wesen einschlagende Blatter, als verschiedene Gat-tungen Schiffe u. s f. -u- Seine Schwestern habenebenfalls »ach verschiedenen Meistern gestochen; wiez. B. les ttelais ilarnsnlls und la sterms llainsnäsnach Wouwermans. Eine von ihnen, M. I.,hcyrathele denKupfcrstechcrIvesIetöouaz.

P.

Paape (Adrian dc), niederländischer Maler,von welchem ein Gesellschafksstück in dem Winklcri-schen Cabinette N°, beschrieben ist.

* Paas (Crispin de), Zeichner und Kupfer-stecher von Cölln , oder, wie andere wollen, vonAcniuyde in Seeland gebürtig, lernte bey TheodorKoornhcrt. Er arbeitete zu Utrecht und einige Zeitin Paris , wo er alle Platten in Pluvinels Reit-schule gestochen, welches für seine beßw Arbeit ge-halten wird. Man hat auch die Bildnisse der be-rühmtesten Engländer, die von iö5o—1O20. geblü-het haben; ein Zeichenbuch mit italienischem, hol-ländischem , französischem und deutschem Text;sechzig Blatter über das erste Buch Mosis; dieStammtafel der Herzoge von Jülich ». s. f. Dannein Blumenbuch nach den vier Jahrszeiten einge-theilt; Sinnbilder von G. Rollenhagen u. s f.Er hak mit einem sehr zarten Grabstichel gearbeitetund um ibiou. gelebt. — Seine Kinder, Barbara,Crispina, * ffrispinus, *MagdaIena, *mon und * Wilhelm unterwies er Alle in seinerKunst. Wilhelm und Edimon arbeiteten in Eng-land ; der erste hielt sich bey Niclaus Hillyard auf,und starb zu London . Der Abt von Marolles besaßihre Stiche in 80 l. Bl. die nach ihren eigene» Erfin-dungen sowohl als nach G. Boehm, Bassan, Not-tenhammcr, A. DIoemaert, M. de Dos, I. Breug-hel, Freniinct, Elzheimer, Pinas rc. gestochen find.Smien setzte sich zu Kopenhagen , wo er viele Bild-nisse n a. verfertigte- Einige behaupten, der NameLarbara de paas sey ein Irrthum, und habe Ma-rolles sie mit ZZarhara va,i den Broek verwech-selt. — Johann, Simons Sohn, arbeitete auchin dieser Kunst Man findet ihre Zeichen bey Christ.Sandrarr 1. 007.

— — oder Pas (Gerold du) hat um 171g.viele von den merkwürdigsten Schlössern, Gärtenu. a. Aussichten i» Stichen gegeben.

Pablo (Micicr). E- P. Micier.

pacanelh. S. paganelli.

* pacchia (Hieronymus del), genannt GiomodeUAoddonia, Maler von Siena , lernte bey Joh.Anton Vcrzelli. Er arbeitete mit ihm und mit Do-minicas Beccafumi in dem Bcrnhardmerklvstcr die-