Band 
Erster Theil.
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487
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Palombo,

* palombo (Bartholome), Maler von Ront,lernte bey Peter Berettini. Er malte in der KircheSt- Joseph das Absterben dieses Heiligen, und in derCarmeliterkirche St Martin de Monti das Bildnißder H. Maria Magdalena Pazzi. palombo lebte

UM 1660.

— — (Onophrius), Maler zu Neapel , lerntebey I. Baptist Carraccioli und bey Artemista Genstileschi, aus welcher beyden Manieren er eine be-sondere formirte, die selbst den Künstlern gefiel.Man sieht einige von seinen Bildern in Kirchen undPrivathäusern zu Neapel , die er um 1640. verfer-tigte. DoE»rcr II. 241.

* — — (Peter Paul ) hat nach PolydorCal-bara, Michel Angelo, Raphael u. s. f. gestochen.

— — (Pomponius) malte die äußere Mauerob der Kirchthüre St. Dominicus zu Siena . /'ecci.

Palomino (Don Anton). S. velasco.

* palrhe (GerardJohann), Maler von De-genkamp in Overyssel , lernte zu Amsterdam bey Ju-rian Pool. Er setzte sich zu Deventer , wo er Bild-nisse und Gesellschaften malte; in diesen letztem siehtman gewöhnlich Gegenstände des gemeinen Lebens,besonders in Nachtstücken abgebildet; sie sind inden vornehmsten Pallästen und Kunstcabinetten vonHolland anzutreffen. Er lebte noch 1760. 6g. I.alt. — Zwey von seinen Söhnen unterwies er inder Kunst, von denen Johann, geb. 1719. seinenWohnplatz zu Leyden wählte, und sich daselbst mitBildnissen und Familienstücken großen Ruhm er-warb. van 600/1. 469. und II. 3 /o.

* paltronieri (Peter), genannt Mirando-

lese, geb. zu Mirandola i 6 / 3 . lernte bey I. FranzCassana; weil er aber mehrere Neigung zum Orna-ment- als zum Figurenmalcn bey sich verspürte,lernte er diese Kunst bey M. A. Chiarini. Er thatReisen nach Rom und Wien , aufweichen er Alles,was zu seiner Kunst dienlich war, genau bemerkte,und steh eine eigene, leichte, fleißige und zarte Ma-nier in Oel, Wasserfarben und Fresco zu malenangewöhnte. In seinen Werken findet man Per-spective von Säulen, Triumphbogen u. s. f. vonvielfärbigtem Marmor in zierlichen Landschaften ab-gebildet. Er malte auf solche Art in gedachten Städ-ten und zu Bologna , wo er seinen Wohnplatz wählte.Der jüngere Hercules Graziam staffirte seine Ge-mälde mit Figuren. xüttnce III. 273.

paludanus ^Heinrich), geistreicher Malervon Mecheln, lernte bey Franz Floris . Er arbei-tete einige Zeit an dem herzogl. Hofe zu Florenz ,worauf er sich nach Rom begab. — Sein BruderWilhelm wohnte zu Groeningen und machte sichin der Bildhauerkunst berühmt, und Raphael, Wil-helms Sohn, erlangte in gleicher Kunst einen gros-sen Namen. Beyde lebten um die Mitte des XVI.Jahrhrh. Lucas Deuteeom hat »ach WilhelmsZeichnungen einige Geschichten des N. Testamentsgestochen. S- den Art. Wilhelm Tedesco. —Man zählt auch unter Franz Floris Schüler einen* Crispin paludanus.

pamfili. S. panfilo.

* Pamphilus, des Eupompus Schüler,Maler von Amphipolis an den Gränzen von Mace-donien und Thracien gebürtig, blühete um /V IVl.3652 . Die Ehre, Apelles Lehrmeister zu seyn, ver-mehrte seinen Rubin . Zu seiner Zeit war die Ma-lerey in solcher Achtung, daß sie zur Erziehung dervornehmsten Personen gerechnet wurde; und es warniemand als den Edeln und Freygebornen erlaubt,diese Kunst zu üben. Er schrieb über dieselbe, undvon berühmten Malern. Pamphilus war der Stif-ter der Schule von Sicyon, und der erste Maler,der die Mathematik in seiner Kunst gebrauchte./Ä»rr<5. — Ein anderer * Pamphilus grub inzwey verschiedene Edelsteineden auf der Leyer spie-lenden Achilles miteiner sehr schönen Manier. §toLcü

47. u. 48. — Ein dritter Pamphilus wird vonCicero in seinem Redner als ein schlechter Malerangeführt. — Ein vierter "Pamphilus lernte bey

Panfi. 48 ?

Praxiteles die Bildhauerkunst. Man sah von seinenWerken in des Pollio Asinius Sammlung. /Ä»r'«rI.. XXXVI. 0 . 5 .

* Pampurino (Alexander) und Bernhar-dt« Ricca von Cremona malten die Verzierungenauf beyden Seiten und an dem Gewölbe der dasigenHauptkirche. S. denArt.J.B-Cambi. Larw/ill .

— — (Jacob), mittelmäßiger Maler von

Cremona , lebte um den Anfang des X VI. Jahrh.Indessen wird er doch in des Anton Campt Chro-nik und von Baidtnucct (II. 419 ) angeführt.

pan; Bentname von Johann L?s.

panaeus. Man liest diesen Namen auf einemhohl geschnittenen Sardonier, worin ein Mann,der eine aus dem Bade kommende Weibspersonüberrascht, vorgestellt ist. (?««//«§ Kecr-ei/tr'^rnteL VI. ,l. R". 2.

— — pananus oder panenus, Ma*ler, war des Phidias und des Colotas Schüler. Ecblühete in der 88. Olympiade, zu welcher Zeit dieKunst in der Farbengebung schon so bekannt und zusolcher Vollkommenheit gelangt war, daß er in dervon ihm gemalten Schlacht der Athenienser gegendie Perser bey Marathon die Heerführer kenntlichvorstellen konnte. /Vim'r» I.. XXXV. L. 8.

panarta (Matthäus), Maler von Palermo ,arbeitete zu Rom , wo man von ihm in der KircheSt. St. Quaranta Martin eine Tafel findet, dieden Martyrkod des sel. Johann di Prado vor-stellt. Ntr.

pancaldi (Joh. Andreas), Maler von Bo-logna , lernte bey Johann Viani. Er malte für dieKirche St. Maria della Purila den Heiland, wieer in den Limbum hinabsteigt. Re/rma «rttirceIII. 167.

* pancorro (Peter), Maler von Bologna ,lernte bey den Carracci . Er zeigte die Herzhaftig-keit seines Pinsels an dem jüngsten Gerichte, daser unter dem Bogen der Kirche St. Colombanomalte; überführte auch zugleich diejenigen ihresIrrthums, die ihn einer allzugroßen Kühnheit be-schuldigten. Man sieht auch daselbst von jeincrHandeinen seltsamen Hexentanz in Oel gemalt, den manlange für des Carracci Arbeit hielt. Er lebte um1590. und starb zu Rom in dem Laufe seiner Stu-dien. Vlsan-rr p. 637.

"panderen (Egbert van), Kupferstecherzu Antwerpen vor der Mitte des XVII. Jahrhun-derts, verfertigte mit dem Grabstichel viele Blätternach verscbiedenen Meistern; neben andern eine aufden Wolken knieende H. Maria, welche I. C dasHeil der Menschen empfiehlt, nach Rubens.

pandolfi (Dominicus), geb. zu Verona um1680. lernte bey Alexander Marchesini. Man siehtvon ihm einige Gemälde in den Kirchen seines Va-terlandes. Er starb über, ehe er die große Hoff-nung, die man aus seinen Anfängen schöpfte, mErfüllung bringen konnte. p. 19.

* — — (Joh Jacob), Maler zu Venedig ,lebte um 1620. Er war des Simon Cantarini Lehr-meister.

panelli (Paul), ein Veroneser, lernte beySanto Prunati. Er machte sich mit Copirung derbeßten Gemälde seiner Geburtsstadt bekannt. Manfindet auch in der dasigen Domkirche ein Gemäldvon seiner eignen Erfindung. Dieser Künstler lebteum den Anfang des X VlII. Jahrhunderts.

Uo.

panenus. S. Panaeus.

* panerri (Dominicus). S. Lanerri.

panfi (Romulus), genannt de paefi, Ma-ler von Carmignano in den Gegenden von Pistoja,wo er 1632. geboren ist, lernte bey Johann Vig-nali. Er malte große und kleine Bildnisse, vor-nehmlich aber schöne Landschaften und Feldschlach-ten. Seine großen Talente erwarben ihm die Gunst