488 Panfilo.
des Großprinzen Ferdinands und des CardinalLeopolds von Medicis . Er starb gegen das Endedes XVII. Jahrhunderts an feinem Geburtsorte,wo er sich gewöhnlich aufhielt.
panfilo; Beyname der Söhne von p. Au-volone.
* panicale (Marimus), genannt Masolino,Maler von Valdesa, lernte zu Florenz bey LorenzGhiberti und bey Gerard Starnina. Er war an-fangs ein treflicher Goldschmied; hernach begaber sich auf die Malerey, und nahm an Geschicklichkeiküber andere seiner Kunstgenossen durch die Starke,Größe, Zärtlichkeit und Erhebung seiner Figuren,dann durch sehr schöne Köpfe und Gebäude derge-stalt zu, daß er von jedermann für einen treflichenKünstler gehalten wurde, panicale starb um 1418.oder nach vasari i44»- 3 /. I. alt. ^ott»»-r I. 227.
* panico (AntonMaria) von Bologna , lerntebey Dionystus Calvart und bey Hannibal Carracci ,dessen Manier er so wohl begriff, daß seine Gemäldezu Rom, Bologna und Farnese (wo er sich verheyra-thete und starb), für Hannibals Arbeit angesehenund verkauft wurden. Er lebte um 1600. M»/-v»§i» I. 57h.
panigo. S. den Art. von L. Gandolfo.
*panizzatl (Jacob) von Ferrara , lernte beyden Doßi. Er malte wenig, weil er in früher Ju-gend um 1540. starb, da man sonst von seiner Fer-tigkeit im Zeichnen große Hoffnung von seiner künfti-gen Geschicklichkeik schöpfen konnte. §»--e--ür p. 125.
* Panne els (Wilhelm), Kupferstecher vonAntwerpen, lernte bey P. P. Rubens . Er lieferteeine Menge kleiner Platten nach seines Lehrmei-sters Zeichnungen, von denen Basän die vornehm-sten in seinem Dictionair anführt. Panneeis ar-beitete zu Cölln und zu Frankfurt am Mayn.
pannemacker( ), Franciscanermönch,machte einige Gemälde in der Kirche seines Or-dens zu Brüssel . Sie sind zwar nicht zu verach-ten; aber der gute Mann dünkte sich doch wenig-stens so geschickt, als Rubens zu seyn. cke
Oercam/, 5 .
panni (Anton Maria), Ornamentmaler vonCremona , arbeitete daselbst in Gesellschaft mit I.Baptist Zaist in den Kirchen St. Georg und St.Matthäus. Derselbe gab 1762. eine kleine Schriftvon den Gemälden dieser Stadt.
*pannini (Joh. Paul), geboren zu Piacenza 1691. lernte bey Benedikt Luti, bey welchem ihnein glückliches Ohngefähr auf diejenige Art Ma-lerey führte, worin er hernach so berühmt wurde,pannim malte nämlich in den historischen Tafelnseines Lehrmeisters Architekturen, die eine sehr schöneWirkung thaten; daher ihm dieser riech, sein Haupt-werk hieraus zu machen. Er folgte diesem klugenRath, und copirte einige Gemälde des ÄominicusRobert!, der zu Rom in dieser Kunst den erstenRang behauptete. Joh. Paul bereicherte seineArbeit mit schönen Figuren, und arbeitete sehr vielfür die Engländer, die viele von seinen beßtenWerken in ihr Vaterland übersandten. Man siehtauch dergleichen in dem königlichen Pallaste zu Tu-rin, in dem erzbischöfiichen zu Mailand , in dempäbstlichen und in einigen andern Pallästen zu Rom .Dieser Künstler muß eine ungemein leichte und fer-tige Manier in seinen Arbeiten gehabt haben; dennobgleich seine Compositionen ihrer Art nach sehrmühsam sind, so findet man doch aller Orten eineMenge von seinen Gemälden. Des Königs vonSardinien seine stellen verschiedene Aussichten vonRivoli vor; sie sind von sehr angenehmem Colorit,wohl behandelt, und von einer geistreichen undmarkigten Ausarbeitung. Diele von denselben sindin dem Geschmacke des Salvator Rosa . Mariettezu Paris besaß 21. Zeichnungen von pannim',die um 43 g 4 - Liv. verkauft wurden. C. Knapton,I. S. Müller, Vivares, F. Bartolozzi, le Bas,
Paolazzi.
N. Tardieu und viele Andre haben nach ihm gear-beitet. Armr, p. i4-
pannini (Joseph), Baumeister, nach dessenZeichnungen die Kapelle S S. Michele und Andrea inder Hauptkirche St. Lorenzo in Damaso zu Rom geziert ist. 7 -tr.
panozza (Johann), Schüler von SebastianConca, arbeitete mit ihm in der Kirche St. Ma-ria Magdalena zu Rom . So,»» »»irr» e --rocke--«».
panphus, einer der ältesten griechischen Bild-hauer, stellte an dem Gefäße eines Brunns denRaub der Proserpina vor, welchen winkelmannin: M-««--re»tr a-rtre/rr 5- anführt, pausam'asgedenkt dieses Künstlers I.. I. p. 94.
panseron. S. den Art. A. Caron.
* panrau, panrho oder panro (G.),geschickter Bildnissemaler zu Lyon , von welchemman sehr viele Arbeit auf dem dasigen Rathhausesiehet. Er war in seiner Vaterstadt bestellter undbesoldeter Künstler, und lebte um die Mitte desXVII. Jahrhunderts. S. Douillement hat ein Bild-niß nach ihm gestochen. Füßli II. 167.
panrera ( ), Ritter, malte alle Bilder
und Verzierungen der Kapelle, wo S. PhilippusNeri in dem Kloster St Girolamo della Caritazu Rom seine Wohnung hatte. So-»» »»trca -
--rocke--»».
pant las, antiker Bildhauer von Chio, lerntebey seinem Vater Sostratus. S»r-5»»r'»L I.. VI.
pantius, Bildhauer, wird von: 7'Leo/,/»-»-rtr-5 S/»»t. 1 ^. IX. p. iZ. angeführt.
paneoja de la Lrux (Johann), Malervon Madrid, lernte bey Alonso Sanchez Coello ,und folgte ihm in der Stelle eines Cabinetmalersbey König Philipp II- Er malte Bildnisse undGeschichten, die er sehr fleißig ausarbeitete. Indem EScurial und in den Pallasten zu Madrid siehtman Vieles von seiner Arbeit. Die Statüen,welche die Grabmäler Philipp II. und seiner Gema-lin zieren, sind nach dieses Künstlers Zeichnungenverfertigt. Er starb zu Madrid um 1610. 6b. I.alt. /^e/sLco X°. 49-
* panza (Friedrich), mailändischer Maler,lernte bey C. F. Nuvvlone. Er siudirte zu Venedig nach Titian und Paul Veronese , nach denen erviele Copien nach Mailand zurückbrachte, panzabediente sich einer leichten und starken Manier inder Färbung, die er aber aufzureden seiner Freundemilderte, und mit zierlicher Harmonie in Oel undFresco zu malen sich befliß, wie man solches anvielen Orten seines Vaterlandes, besonders an demAltarblatte St. Josephs und dessen großen Neben-gemälden, auch an dortigem Gewölbe sehen kann.Der Herzog von Savoyen machte diesen Künstler,wegen einigen für ihn verfertigten Bildern zumRitter. Er st. i7«Z. 60. I. alt. — Sein BruderHieronymus arbeitete mit ihm an den Geschich-ten, die er in dem herzoglichen Pallaste auf fri-schen Kalk malte. 6»a--/e»ti.
* panzacchi (Helena Maria), geboren zuBologna 1668. lernte bey Emilius Taruffi Siemalte mit einer schönen wohlgefärbten, correktenund gefälligen Manier. Ihre größte Kunst bestandin Bildnissen in Pastel, und in Landschaften, worinsie schickliche und zierliche kleine Figuren anbrachte,und dieselben lebhaft und rührend vorzustellen wußte.Ihre Arbeit wurde von vornehmen Kunstkennernbegierig aufgekauft, Se/n»» --rtt-rce 111. i55.
paolazzi (Joh. Benedict), geboren zu Bo-logna 1700 lernte bey Anton Dardani und beyThomas Aldrovandini. Er arbeitete Vieles in denHäusern seiner Geburtsstadt, wo er Zimmer undGalerien mir Architekturen und Ornamenten be-malte. Dieser Künstler lebte noch 171)9. Se/ri»aIII. Z22.