Band 
Erster Theil.
Seite
489
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Paolettü

* Däoletki (Niclaus Caspar), erster Bau-meister des Großherzogs von Toscana, zeigte seineGcschicklichkeit bey Anlaß einer Veränderung, diejn einem Saale des Pallastes Poggio Jmperialesollte vorgenommen, folglich das von MatthäusRoselli gemalte Gewölb geschlissen und anderswo-hin versetzt werden. Daoletti unternahm diese Ar-beit 17/5 und führte sie so glücklich aus, daß mattan den Gemälden nicht den geringsten Schaden nochSpalten bemerkte, ungeachtet dieses Gewölb un-gefähr 140. gevierte Ellen betrug. LH etc. IX. 22.

DaoU (Franz de), Kupferstecher, gab eineStadt Rom .

— - (Michel). S- I. Bracc.olr.

* DaoliUo, Maler zu Neapel , lernte bey An-dreas da Salerno, und blüheke um i 54 «. Er gabin seinen jüngern Jahren Anzeigen von sehr großenTalenten, wie man solches aus einigen Gemälden,die man in verschiedenen Kirchen zu Neapel sieht,beurtheilen kann. Zu seinem Unglück verliebte ersich in eine verheiratete Weibsperson, mit wel-cher er sich flüchten wollte, ward aber auf demWeg eingeholt und ermordet. Donrcmcr II. 48.

* Das lins (Peter), Maler von Lucca , lerntebey Angelus Caroselli zu Rom . Als er daselbst ineiner Galerie zeichnete, traf er einst den Domini-chino an, dem er diese Zeichnungen wies; dieserbezeugte darüber sein Wohlgefallen, und machteihm Hoffnung, seiner Zeit ein großer Meister zuwerden, welches ihn mächtig anspornte, in seinemFleiß fortzufahren. Da er sich nun in der Zeich-nung festgesetzt hatte, fieng er an zu malen, undverfertigte bewundernswündige Arbeit. Nach einemdreyßigjährigen Aufenthalte zu Rom , gieng er nachVenedig und verblieb zwey Jahre daselbst, woraufer nach Hause kam, und auf eigne Kosten eineAcademie aufrichtete, dieselbe mit Statüen, Bas-reliefs, Zeichnungen u. s. f. reichlich versah, undeine unzählige Menge Gemälde verfertigte, diewegen ihrer richtigen Zeichnung, starken Manier,gutem Colorit, treflichem Ausdrucke der Leiden-schaften und Natürlichkeit, sehr stark, besondersin Frankreich gesucht wurden. Man findet darun-ter einige, welche des Paul Caliari und des Por-denon Werken gleichen, Daolinl st. 1681. 78. I.alt und ward in der Kirche St Michael bey seinenAltvodern begraben. Viele von seinen Gemälden wur-den mit Gedichten beehrt. D. I. ?. 2. p. 1.

— — (Pius) von Udine , malte an dem Gerwölb einer Kapelle in der Kirche St. Carlo alCorso zu Rom das Bild der Hoffnung, und einigeandere Figuren. Er ward 1678. unter die Mitglie-der der Academie St. Lucas eingeschrieben. Dtr.

Paolo (Gian), geschickter Geschichts - undDildnissemaler zu Venedig , lebte um i 5 j 5 - DererArenno schrieb an ihn drey Briefe, die in derSammlung von Rünftlerbriefen III. Nr. 54 .5 b. und 70. zu finden sind. Vielleicht ist es < 5 a-vazzuola oder Freschi.

— — (Johann di), Maler von Siena , ar-beitete für die Kirchen seiner Geburtsstadr. SeineGemälde bestanden aus kleinen Figuren, die ermit vielem Fleiß ausarbeitete. Er blühete um issjo.— Sein Sohn Marrheus verließ die alte Ma-nier und wußte seine Figuren wohl zusammenzu-setzen. Er ist auch unter dem Namen di Gio-vanni bekannt. S. diesen Art. La/är»»ccr 1 . 554.

Daolucci (Stephan), ein Venetianer, maltefür die Kirche St. Marina daselbst eine Tafel,worauf die H. H. Maria, FranciöcuS, Domini-cus, Liberalis u. s. f abgebildet sind. Er wird vonLoschini S. 525. und 622. gelobt. LacraZ/icr.

— — ( ), Früchte - und Blumenmaler,

arbeitete zu Rom .

Daon (du). S- Dupaon.

Das na (Anton). S> Davona,

Papillon. 489

* Papa (Simon), veralte, Maler zu Neapel , ^lernte bey Andreas Solaris, genannt Zingaro.Er arbeitete in Fresco, im Geschmacke damaligerZeit viele Bilder der Heiligen auf einen Goldgrund,die man noch hin und wieder i» den Klöstern die-ser Stadt sehen kann, und st. 1488. etwa 58 . I.alt. Dowcmci I. 172.

— — (Simon) der zweyte, lernte bey demältern Joh. Anton d'Am-tto. Er legte sich vor-nehmlich auf die Frescomalerey, worin er sehrschöne Werke verfertigte. Unter diesen sind dasChor der Kirche Monte Oliveto mit den Geschieh,ten des H. Bencdict, dann das Chor und dasGewölb der Kirche St Maria la nuova besonderssehenswürdig. Er st. 1667. In. I. alt. SvE-»rcr II. 122.

— — (Simon) der dritte, lernte bey Andreas

Vaccaro. Er war in Erfindungen fruchtbar undin Führung des Pinsels sehr fertig; weil er sichaber allzuviel auf diese Naturgaben verließ, unddie schwereren Theile der Kunst verabsäumte, wurdeseine Arbeit von den Kennern wenig geachtet. DieKloster St Laurenz und St Maria la nuova be-sitzen einige von seinen Werken. Er lebte um den An-fang des XVIII. Jahrhunderts. /)o,»cmcr III. , 56 .

*Dapacello oder Daparello (Thomas),Maler von Cortona, lernte bey Lucas Signorelli und bey Julius Romano. Derselbe arbeitete inGesellschaft seines ersten Lehrmeisters und Bene-dicts Caporali in dem Pallaste des Cardinals Sil-vius Passerini zu Rom , und malte auch andereWerke auf frischen Kalk, die in seiner Geburts-stadt gesehen werden. Er lebte um i 5 Zo.

III. 529 und III. 229.

Dapagey; Bentname von LN S-brechr.

Dapaleo (Peter), Bildhauer von Palermo ,arbeitete zu Rom , wo er 1695. Mitglied der Aca-demic St. Lucas ward. Man findet daselbst inöffentlichen und Privatgebäuden Arbeit von seinerHand, die er mit einer guten Manier und gründ-lichen Zeichnung verfertigte. Die Starüe St. Farbrianus in der Kirche St. Sebastian ausser derStadt Rom ist, als seine letzte und beßre Arbeit,sehenswürdig. Er st. 1718. 76. I. alt. Lnmncutr.

DapareIII. S. Dapacello und Deparelll.

* Dape (Jost de). S. den Art. I. Buonanuco.

* Dapenhoven < Alexander van), Bildhauerund Baumeister von Antwerpen , aus der Schulevon ArthuS Quellinus, vollendete 1721 den mar-mornen Altar der Beschneidungskapelie in der Ca-thedralkirche, der lange zuvor »och Heinrich Der-bruggens Zeichnungen angefangen worden. Mansiehet ferner von seiner yand ein sehr großes Bas-relief von Marmor in der Jesuiterlirche, das eineErscheinung der Maria vor St Jgnatius in derWüste abbildet. Au diesem half ihm ein Bruderdieses Ordens, Namens Haitiers arbeiten. Da-penhoven bildete auch eine» Theil des Calvarien-bergs in der Dominicanerkirche. Der König vonPreussen hat von ihm in dem Park zu Sanssoucyein schönes Grupp, Venus und Eupido.

/)e-cn»rx) 5 .

Dapias. S. den Art. Aristeas .

* Dapillott (Johann), Formschneidcr vonRouen , Schüler von du Bellay, verstand zwar dieZeicheukunst nicht, und hat nichts Außerordentli-ches verfertigt; indessen bracht' er es durch einelange Uebung dahin, daß er nach Maaßgabe dessen,was man ihm vorzeichrete, sehr gut i» Holz schnitt.Er hat »ach des F. Ehauveau Zeichnung ein Kar-tenspiel verfertigt, wovon die Abdrücke sehr seltengeworden. DapiUon st. 17-0 — Sein Sohn* Johann ward einer der geschicktesten Formschnei-dcr seiner Zeit. In 1661. zu Er. O.ueutin geboren,lernte er die Zeichenkunst bey Nocl Cochin. Erzeichnete sehr sauber mit der Feder kleine Pferde;daher er in alle» seinen Holzschnitten statt einer