SZv Ponzio.
gervaters Absterbe» öfnete er zu Genua eine Schule,und baute die schöne Pforte, durch welche man indenPharus gehet. Auch verfertigte er einige schoneAltare, Statuen und Basreliefs für die Kirchendelle Vigne, dellaSt Nunziatadel Guasto, u.s.f.Endlich st. er in ziemlichem Alter i/Z 5 .
* ponzio (Flaminius), Mailändischer Bau-meister, siudirte zu Rom . In kurzer Zeit kam er zusolcher Geschicklichkeit, daß Paul V. sich seiner Kunstbey verschiedenen Anläßen bediente, ponzio wardauch bey andern wichtigen Gebäuden, die zu sei-ner Zeit in Rom aufgerichtet wurden, zu Rath gezo-gen. Unter seine vornehmsten Werke zahlt man dieVorderseite des Päbstlichen Pallastes auf dem Qui-rinal. Er st. in blühendem Alter um i 6 i 5 .
irorrr p. 128.
— — (Paul). S. ponce.
ponzo (PeterPaul), aus der Provinz Catan-zara im Königreiche Neapel gebürtig; lernte beyMarc Cardisco und bey I Anton d'Amato Manfindet in der Pfarrkirche St. Anna di Palazzo einschönes Altarblatt von seiner Arbeit. Er blühete umdas Ende des XVI. Jahrh. Domem» 11 . ihz.
* PonZone (Matthäus), Maler von Vene-dig ; lernte bey Santo Peranda, blühete um 16Z0.und besaß trefliche Talente, wie man solches in sei-nen Werken in den Kirchen der Kreutztrager und St.Maria Maggiore zu Venedig sehen kann. In dreyenGemälden, die er für die letztere Kirche verfertigte,welche einige Wunderwerke der H. Maria vorstel-len, bemerkt man eine große Manier, etliche sehrschöne Köpfe, und einen markigten Pinsel. /?ickc >//2II. 281.
Pool (C.), holländischer Stahlschneider; ver-fertigte i 653 . einen Medaillon auf den Tod des hol-ländischen Admiral-Lieutenant Martin Tromp, wo-von man in Bizor (II. 220.) eine Abbildung findet,und rb 55 . eine Schaumünze auf die Geburt WilhelmI ll. Prinzen vonOranien u nachher Königes in Eng-land. Von dieser hat N. Chevalier einen Stich ge-liefert.
-(Heinrich), holländischer Künstler; malte
Bauerngesellschaftcn u> s. w.
* -(Juriaen), Maler von Amsterdam ; ver-
fertigte viele und sehr schöne Bildnisse, woruntersein eignes, seiner Ehefrauen, Rache! Ruysch , undihres Söhnchens, eines seiner vornehmsten Gemäldeist. Man bemerkt in demselben eine gute Zusammen-setzung, künstliche Behandlung des Helldunkels undtrefliches Colorit. Juriaen malte dieses Bild aufAnhalten seiner Gemahlin, die ihrem großen Gön-ner, dem Churfürsten von der Pfalz ein Geschenkdavon machen wollte, welches aber wegen Absterbendieses Herrn unterblieb. Dieser Künstler gab einigeBildnisse in Schwarzkunst P. Scheuch, I. Goleu s. w. haben auch nach ihm gearbeitet. Er legte sichspäterhin auf die Kaufmannschaft, und st. i/gb.79. I alt. De5ca-n/>x IV. go.
* -(Matthias oder Matthäus), Kupferste-
cher von Amsterdam gebürtig; lernte seine Kunst inFrankreich . Nach seiner Zurückkunft gab er vieleBlätter nach Guercino, Poussin , Rembrand, D.van Wynen, u.s.f. Man hat auch von ihm perspek-tivische Vorstellungen von dem Flusse Buyten Amstel,von Amsterdam bis in das Dorfe Ouderkerk , auf 18.Blättern. Pool heurathete Barent Graars Toch-ter und lebte um 1720. Nach seines SchwiegervatersZeichnungen ätzte er die Bildhauerarbeit von Franzvan Bossiut auf 100. Blätter, öaxa».
* poorrer (Wilhelm), Maler von Harlem;wird für Rembrandts Schüler gehalten. Er malteschöne geistliche Geschichten, die in der Ausarbeitungden ersten Werken des G. Douw gleichen. Nachherward er in den Rath gezogen, und arbeitete nur beymüßigen Stunden. Seine Gemälde werden sehrtheuer bezahlt. Eine Tafel die er 1607. malte, er-weckt den Zweifel, ob poorrer nicht eher für Rem-brandts Nebenbuhler als für seinen Schüler anzuse-hen sey. H-ubraken beschreibt ihn als einen Ma-
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ler von leblosen Gegenständen; in der That aberpflegte Poorrer bloß, seine historische Gemälde öf-ters mit Besässen und andern Kirchenornammtenauszustaffiren. / 7 «Fecior» p. 69.
* Popels (Johann), niederländischer Malerund Kupferstecher, lebte um die Mitte des XVII.Jahrh. Von ihm kennt man verschiedene Blätternach I. Palma, A. Schiavone , I. Bellino, Titianu. s. f. für des Erzherzog Leopolds Gallerte. Popelsarbeitete auch ausserdem nach Rubens , C. Schut,rc. öaxa».
*p optiere (Peter), Miniaturmaler vonTroyes in Champagne ; war Mitglied der Königli-chen Academie zu Paris , und st. 167/j. Fe/rMnIV. 3 Zo.
Popoli (Hiacynth de), von Orta in dem Kö^nigreiche Neapel gebürtig; lernte bey MapimusStanzioni. Verschiedene Kirchen zu Neapel zeigenvon seinen Gemälden in Del und Fresco. Der Pabstmachte ihn durch Vorsprach des Cardinals Carrac-cioli zum Ritter. Erst. um 1682. ÖoM«rci111.117.
* Popp (Heinrich), Maler von Nürnberg ;lernte bey Georg Kraus und bey Daniel Preißler .Derselbe reiste dreymal in Italien . Er malte mitgroßem Fleiß und Kunst Bildnisse und Geschichten,und st. 1682. 45 I. alt. B. Kilian, I. Sandrart,I. A. Doener, u. s. f. haben nach ihm gestochen.Doppelmapr S. 2Z0. — * Cornelius Popp istals Kupferstecher bekannt.
Poppel (Anton), Miniaturmaler ; arbeiteteum zu Prag .
Poppi; Beyname von Franz Morandini.
*por (Daniel), genannt da Parma ; arbei-tete mit den Schülern des Correggio und Parmesans.Daniel erwarb sich eine gefällige und nach dem Ge-schmacke der Kunstliebhaber eingerichtete Manier.Derselbe kam nach Rom , wo er mit Laddcus Zür-cher» und vielen andern Malern arbeitete. Er st.i 566 /Harr III. 108.
* porbus (Franz), Maler von Brügge ;lernte bey seinem Vater Peter dem jüngern undbey Franz Flvris, der zu sagen pflegte: Dieserjunge Mensch wird mit der Zeit mein Lehrmeister wer-den. porbus malte gute Bildnisse, Geschichte undThiere Die Stärke und Harmonie in dem Coloritmachen seine Bildnisse bewundern; er gab denselbenviele Achnlichkeit, und wußte den Geist und den Cha-rakter einer Person mit Verstand und zarten Pinsel-strichen wohl auszudrücken. Dagegen mangelte esseinen Werken an genügsamer Stärke in der Zeich-nung. In seinen Landschaften ist die Ausarbeitungzierlich und fest; man kennt darin den Apfel - denBirnr den Nußbaum , u. s. f. ohne Mühe; Alles istsehr natürlich. Er arbeitete zu Antwerpen , wo erdie Nichte seines Lehrmeisters und des CorneliusFloris Tochter heurathete. Franz st. vor seinemVater 1080. 90. I. alt. Dexram7>x I. i 65 .
* — — (Franz), der jüngere und des alternSohn, kam in vielen Theilen der Kunst ihm gleich.Seine Talente bestanden in Bildnissen und Geschich-ten. Er brachte viele Zeit mit Reisen zu, und setztesich endlich zu Paris , wo er eine große Menge Bild-nisse malte, die man hin und wieder in vornehmenKunstkabinetten und auf demRalhhause dieser Stadtfindet: Man bewundert in denselben die natürlicheFärbung und die schöne Einfalt der Gewänder, por-bus wußte die Achnlichkeit in seinen Bildnissen sehrwohl zu treffen; seine Composttionen sind von gro-ßem Verstand, und die Ausdrücke edel und der Na-tur gemäß. Man siehet auch von ihm einige Altar-blätter in den Kirchen zu Paris und zu Tournay . Erst. zu Paris 1622. H2. I. alt, und ward bey den klei-nen Augustinern begraben. Ph. Galle, I. Morin,I. Sadeler und einige Neuere haben nach ihm ge-arbeitet. Dexcamxx I. 277. — Von FriedrichZucchero kennt man einen i(>o8. an Franzpurbus,Maler und Kammerhcrr mit dem goldnen Schlüsselbey dem Herzoge von Mankua, geschriebenen Brief;