sz6 Pozzo.
tung sehr berühmt. Er lebte um 1/2». und war derletzte besoldete Musivarbeirer dieser Kirche,
* Pozzo (Ludwig), Maler, verfertigte einAltarblatt für die Kirche delle Dismcsse zu Murano ,auf welchem die H. Maria mit einigen symbolischenFiguren abgebildet ist. SanaZ-im.
— — (Matthäus), einer der beßten Schülerdes Jacob Squarcione . Von gleicher Geschicklich-keil waren Andreas Monregna, Marc Zoppo,Darius Trevisi und Hieronymus Schiavone, mitdenen er gute Freundschaft unterhielt, die auch alleihre Mitschüler, an der Zahl weit hinter sichzurückließen. Sie blüheken um i/ch». Aisto//r I. 77.
pozzo li (Franz Felix), Baumeister zu Rom um 172». erneuerte die Kirche St. St. Sebastians eValentins. 7 Äi.
pozzoni (Franz) und Earl A'iron Tevzaghi,zwey Baumeister zu Rom um 169». werden von pas-<-oli unter die Schüler des I. Anton Roßi gezahlt.
* pozzoserraro (Ludwig), genannt pozzoda Trevlghl, Maler, wird von jxidolfi (ll. 8».)angeführt? Sein eigentlicher Familienname ist Toe-pur, unter welchem er unten zu finden ist.
pozzuolano, genannt Lionavdo. S. denArr. M. Sran;io>«i, seines Lehrmeisters.
* pvado (Blasius de), Maler von Toledo ,lernte bey Alphons Berruguete. Er war ei» großerLandschafts - auch treflichcr Früchte - und Blumen-maler. Man sieht Vieles von seiner Arbeit in demKloster der Cathedralkirche zu Toledo , worin maneinen großen Geschmack in der Zeichnung und einzierliches Coloril, nach des F. Barozio Manier, be-merkt. Philips ll. sandte ihn als seinen Hofmalerau den Hof zu Marocco , die Tochter dieses Kaisersabzuschildern. Er blieb eine kurze Zeit daselbst undstarb in Ruhm und Ehre zu Madrid i 557 > 5 g. I. alt./ c/a§co i».
— — (Galasso del). S. Galasso.
— — (Joh. Paul), Maler zu Florenz um1664. wird in des Moyconys Reisen angeführt.
praebes. C. Blockes.
§ praer (Stephan de), Kupferstecher zu Dan-zig um , 6 ) 5 . Er arbeitete nach Wilhelm Hondius ,vermuthlich seinem Lehrmeister.
pramev ( ), holländischer Maler, blühete
um das Ende des XVII. Jahrh. Seine Arbeitenbestehen meist in Gesellschaftsstücken,p. 70. blot.
prandino (Octav), Maler zu Brescia , denEaprioli in seiner Geschichte dieser Stadt als einentrefiichen Künstler rühmt, und über den Gentilisda Fabriano , u. a. die zu seiner Zeit (um i/zio.)lebten, erhebt. CoLLNmio p. 12Z.
prank er ( ), Knpferetzer, radirte Aus-
sichten von England, nach Harris u. s. w.
prasch (Wenceslaus Jgnatius), von Prag gebürtig, malte Jagden, Feldfchlachten, Pferdeu. s. f. Er hielt sich lange Zeit zu Frankfurt amMayn auf. Man bemerkt in seinen Gemälden, dieman in vielen Cabinetten findet, eine vollkommeneKenntniß der Thiere, besonders der Pferde, praschstarb zu Schwabach 1761. — Sein Sohn *Mag-nus, Thicrmaler, arbeitete um 1776. zu Nürnberg ,wo er eine Folge von jagdbaren Thieren in Klein-Folio gab. x. 36 .
Prara (Peter della) S. piara.
präcis (Matthäus de). S. pasiüro.
* praro (Franz da!) von Carravaggio, Gold-schmied, Musivarbciter in Holz, Gießer und Ma-ler. Er arbeitete zu Florenz und zu Brescia , wo er12 (7. in der Kirche St. Franzisc die Vermählungder H. Maria mit Joseph malte. Vasari führt die-sen Künstler in der Lebensbeschreibung des FranzRoßi, genannt Salviati, an, und meldet dabey in
Pro.
des B. Dandinelli Lebensgeschichre: praro habeeine Schaumünze mit dem Brustbilde Clemens VI !.geschnitten und auf dem Reverse die GeißelungChristivorgestellt, womit Bandinelü dem Pabst ei» Ge-schenk gemacht. Dieser Künstler st. 1262. (inarienü.
prarovecchio (Jacob da), genannt ssasen-tino, lernte bey Taddaus Gaddi. Man sieht vielevon seinen Gemälden zu Florenz, Arezzo , Prato-vccchio u. s. f. Eines davon wird in der Äeademiezu Florenz gezeigt: Es stellt den H. Lucas vor, derdas Bildniß der H. Jungfrau malt. Easenrinostellte , 354 - eine alte römische Wasserleitung zu Arezzo wieder her, und st. , 358 . 80. 1 . alt. — Baldinucciführt (8ee. 11.43.) einen Maler, Namens Mat-thäus Jacob, dl Easenrino, an, der 1073. Mit-glied der Künstlergesellschaft war, und hält ihn fürJacobs Sohn. S. den Art. L. Gucci. Lottm i1 .
prarra (Ranutius) von Mailand malte um1645. Altarblätter für die Kirchen Bartholomcus,und Madonna außer der Porte St. Justins, zu Pa-Via. Zcrrto/i 11 .
Praxis«, Bildhauer von Athen , lernte beyCalamis. Er wird von pausanias (H.X.) angeführt.
* Praxiteles, griechischer Bildhauer, blü-
hete in der i» 4 > Olympiade. Er wußte den Mar-mor so wohl zu bearbeiten, daß es schien, als ob erihn durch seine Kunst beleben könnte. Alle seineWerke waren von solcher Schönheit, daß man nichtwußte, welchem man den Vorzug geben sollte; manmußte solches auf seinen eigenen Ausspruch ankom-men lassen. Die berufene Phryne, die eben so schlauals schön war, als sie von diesem Künstler Erlaub-niß bekam , sein beßtes Stück zu wählen, bedientesich einer List, dieses von ihm zu erfahren; sie be-redte ihn, es sey Feuer in seiner Werkstatt ausge-gangen. Praxiteles rief ganz außer sich.- Rettetmeinen Satyr und meinen Cupido ! Man giebt vor,die Prinzessin! Isabella von Este habe diesen Cupido,nebst einem andern von des Michelangelo Arbeit be-sessen : Man zeigte letztem einem französischen Ge-sandten, der ihn höchstens bewunderte; da er aberdes Praxiteles Arbeit sah', schämte er sich gleich-sam, so viele Lobsprüche über jenen verschwendet zuhaben, und wußte kein Wort zu finden, diesen nachWürden zu erheben. Dieses vortrefliche Stück hatschon zu seines Meisters Lebzeiten Anlaß zu 22. Sinn-gedichten gegeben, die man in der Anthologie fin-det. Man zeigt unter der Orgel in der Kirche Et.Maria de i Miracoli zu Venendig zwey marmorneGenies, die für des Praxiteles Arbeit gehaltenwerben; und eben so schreibt man ihm dieNiobe inder Vigna de Medicis zu Rom zu. Von diesem Künst-ler an bis auf LysipPus uud Apelles erlangte die Kunstmehr Grazie und Gefälligkeit, als man in den Wer-ken ihrer Vorgänger fand, und ihr Styl kann derSchöne genannt werden. S. die Art. phidias undpasireles. — Ein anderer Praxiteles malte inWachs, und brachte diese Kunst zur größten Vollkom-menheit- H. XXXV. L. ii. — Ein dritter
* Praxiteles stellte auf einem silbernen Gefäße ingetriebener Arbeit den in der Wiege liegenden undvon einer Schlange umschlungenen Roscius vor.Er verfertigte auch aus dergleichen Metalle sehrschöne Spiegel Dieser blühete zu Pompejus Zeiten.Tbeocrir führt ihn iu seiner fünften Idylle (v. 102.)an. /Äui»§ H. XXXIII. L. g.
* pro (Wilhelm du), Bildhauerund Medail-
leur von Troye in Champagne, arbeitete um i6o».zu Paris . Er verfertigte die Statüe Heinrich IV-auf dem Poutneuf; das Pferd aber ist von Johannda Bologna. Alle Kenner schätzen des du PräWerk höher als jenes. Eben so findet man Schau-münzen, welche er unter dieses Königs Regierungverfertigte, sehr schön. Röhler ( 111 . 3 gZ.) giebteinen Stich nach einer Schaumünze dieses Künst-lers , die das Brustbild der Maria von Medicis vor-stellt,und (X!X. r p.) ein sehr schönes Stück aufJoh-Ludwig Nogarct de la Valekte, Herzogen von Esper-nvn, von 1607. p. 338 .