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Reiche! (Johann), Bildhauer und Gießervon Landsberg in Bayern , verfertigte 1807. dieriesenmäßige Statue des Kriegsgenius, welcherdas Portal des.Zeughauses zu Augspurg ziert, undauf dem Kreuzalkare der St. Ulrichskirche vier großeStatuen von Erzt. Man findet von dem Kriegs-genius ein Blatt von Lucas Kilian . Dieser Reiche!oder ein anderer Stecher dieses Namens hat zuMünchen nach M. Kager rc. gearbeitet, van Ster-ten Br. VII.
Reichert (Veit), Maler zu Nürnberg , istallein durch sein von I. F. Leonart geetztes Bild-niß bekannt.
Reifs (I. C-), Kupferstecher, verfertigte aufi2. Bl. eine Anleitung zur Zeichenkunst, die I. C.Weigel N°. i 3 Z. in Verlag hatte.
Reiffi (Peter), Bildhauer von Rom , machteeines von den großen Basreliefs in Erzt, welchedie prächtige Kapelle des H. Jgnatius in der Je-suiterkirche al Giesu zieren. 2 rtr.
Rein (H.), Geschichtsmaler, lebte um i 6 o 5 .Man findet ein Bild von seiner Arbeit in des Du-fresne Catalog S. 62. beschrieben.
— — (Joseph Friedrich), Kupferstecher vonAugspurg, arbeitete mit Punkten und Nachzeich-nungen in Kreide. Er lebte 1767. in seinem Va-terlands 47 . I alt. von Srerten Br. X.
Reiner (Wenzel Lorenz), aus der Neustadtzu Prag , lernte bey seinem Vater Joseph, einemmittelmäßigen Bildhauer, und genoß zufälligerWeise der Anleitung von Halwachs und Peter Bran-de!. Er kam in den Ruf eines rreflichen Landschaf-ten- Feldschlachten- und Geschichtmalers, ahmteauch in Schäferstücken dem Peter van Bloemen glück-lich nach. Seine Compositionen sind geistreich undkünstlich angeordnet, dem auch die meisterhaften Pin-selzüge völlig entsprechen. Er malte sowohl in Oel als Fresco, und in dieser letztem Gattung vorzüg-lich gut. Dieser Künstler starb in seinem Vater-lande 1743. 57 . I. alt- /kuAessou» p. 294.
Reiners (Jelle). S. den Art- I. de N)ilde.
Reinhard (A.), Kupferstecher, arbeitete umden Anfang des XVIII. Jahrh, zu Gießen und zuStockholm . — Es waren vermuthlich zwey Stecherdieses Namens, weil man unter demselben ein Bild-niß des Oculisten, Johann Taylor, findet, wel-ches 175«. zu Frankfurt am Mayn erschien.
— — (Stephan Andreas), Medailleur vonGoßlar, lernte bey Christian Wermuth und arbei-tete an dem herzoglich-braunschweigischen Hofe. Erschnitt 1704. das Brustbild August Ferdinands,Herzogen von Braunschweig-Bever», wovon manden Stich in: Xurnism. bist. p. 076. findet. S.den Art. I. F. Hüten.
— — ( ), ein Frauenzimmer zu Augspurg,
verfertigte um 1760. sehr feine und schöne Dralh-arbeit.
Reinoh ( ), Maler zu Dresden , ahmte
in seiner Firnißarbeit den Jaspis und andere Gat-tungen Marmor und gefärbte Steine sehr natürlichnach. Man sieht in dem churfürstl. Schlosse einenSaal mit dieser Arbeit geziert. Er lebte um 1720.Reyßler I8r. I.XXXVI.
Reinsperger (Joh. Christoph), Maler undKupferstecher, geb. zu Nürnberg 1711. lernte dieMalerey bey Liotard und das Stechen bey GeorgEbersberg. Er arbeitete einige Zeit in Diensten desPrinzen Carls von Lothringen , Gouverneurs derösterreichischen Niederlande, zu Brüssel. Man hatvon ihm einige Bildnisse der kaiserl. Familie, einenkautenschlager nach B. Gtrozzi u. s. w. DieserKünstler lebte noch zu Wien 1776. N. Bibl schön.Wissenschaften XlX. 221.
Reisacher (I. und P.). S. Vi. Caron.
Reisen (Carl Christian), Edelsteinschneiderzu London , lernt« bey seinem Vater, einem Dä-
Rembrand van Ryn.
nen, der in Holland bey König Wilhelm III. inDiensten stand und mit ihm in England übergieng.Der Sohn übertraf seinen Vater und verdient unterdie beßten Meister gezählt zu werden; gleichwohlvermißt man an seinen Werken eine gewisse Zärtlich-keit in der Ausarbeitung, die von einer allzueilfer-tigen Manier herrührt. Er starb um 172h. in einemAlter von etwa 40. Jahren. Seine Schüler waren:Claus, der 1729. starb. — Smart, hielt sich 1722.zu Paris auf. Dieser arbeitete mit einer so erstaun-lichen Fertigkeit, daß er öfters in einem Tag etlicheKöpfe schnitt. — Searon, ein Schottländer, dereine seinem Lehrmeister ganz entgegengesetzte Ma-nier annahm, und seine Werke mit allzuängstlichemFleiß ausarbeitete, so daß sie hierdurch ohne Kraft,ohne Geist, und ganz frostig waren. p. 70.
Reiy (Heinrich), deutscher Stahlschneider,arbeitete um 1610. in Diensten Herzog Heinrich Ju-lius von Braunschweig. Bey Lohler (III. 245.)sieht man einen Stich nach einer seiner Schaumünzen.
Remb, Weißkirchner und JohannHauck, Maler aus Steyermark; der letzte warKaiser Carl VI. Cabinetsmaler und wohnte zu Grä;;Landsknecht und Busdinger aus Tyrol; Carlvan Resselfeld, ein Oesterreichs ; die zween Prü-der Rrabenberger von Crembs; Caspar Bind,Gumb, Andreas Wolf, ein berühmter Maler,und Waxschlungec sind aus Bayern gebürtig. Derletztere malte Wildprät und Jagden. Er übertrafseinen Vater und starb jung zu Bamberg . Assan,ihr Landsmann, worin der Frescomalerey berühmt.Huin und Raulenberg,zween Geschichtsmaler, vonwelchen man Arbeit in der Galerie zu Pommersfel-den siehet- Alle diese deutschen Maler des XVIll.Jahrh., die zwar mit Ruhm gearbeitet haben, abergrößtentheils in den Künstlergeschichten unbekanntsind, werden von Hagedorn (x. Zoo. not. cl.) inobiger Ordnung angeführt.
Remhold (Matthäus), Kupferstecher zu Ulm um i 6 Z 5 . Er arbeitete in Joseph FurtenbachsWerk von der Baukunst. Christ, der ihn Remnennt, führt sein Monogramm S. 216. an. S.den Art. D. Heschler.
Rembrand van Ryn (Paul). Dieses son-derbare Genie ward in einem Dorfe unweit Leydenihob. geboren. Jacob van Zwaanenburg, PeterLastmann, und, nach Einiger Meynung, auch Jo-hann Pinas und Georg Schooten waren seine Lehr-meister. Anfangs arbeitete er seine Gemälde sofleißig aps als hernach Mieris; gleichwohl findetman in denselben eben die Stärke und das Feuerseiner nachmaligen seltsamen Manier. Er würdeeiner der größten Meister geworden seyn, wenn ent-weder Rom sein Vaterland gewesen wäre, oder ermit geistreichen Personen Umgang gepflogen hätte;so aber hatte er seine Kunst einzig der Natur und sei-nem Genie zu danken. Er ahmte die Natur genaunach, bekümmerte sich aber im geringsten nicht nmdas Schöne; und wenn er sich zuweilen diesem nä-herte, so geschah es blos zufälliger Weise. DurchdieStärkc seinerEinbildungskraft und die mühesameArbeit, womit er seilten» Modelle Schritt vor Schrittfolgte, gelangte er zu einem gewissen Grade der Voll-kommenheit. In Bildnissen zeigte er seine meisteStärke; diese waren von erstaunender Kenntlichkeit,und er wußte den Charakter jedes Gesichts genauauszudrücken. Die Natur wurde in denselben nichtverschönert, aber so wahrhaft, einfältig und getreudargestellt, daß die Köpfe ganz lebend und ausdem Gemälde hervorzustehen scheinen. Seine Ge-wänder sind sehr bizarr; und obwohl sie nichts we-niger als schön sind , kosteten sie ihn dennoch vieleMühe. Aus seinen beherzten Pinselstricheu sollteman urtheilen, er habe sehr geschwind gearbeitet.Allein durch die Unemschlosscnheit in der Auswahlseiner Stellungen, in Legung der Gewänder u. s. f-verlor er das Geistreiche seiner Ideen. Die Köpk^seiner Bildnisse änderte er vier bis fünfmal. Hlesegroßen Hindernisse, zur Vollkommenheit zu gelan-gen, überwand er mit unverdrossener Arbeit. Er