Rivani.
Straßen, Brücken und Dämme dieserProvin;, auchüber das Rathhaus und den Pallasi des Großpriorserhielt. Er st. 1706 Seine Zeichnungen von chine,sischer Dinte, mit Weiß erhöht, zeigen dieVortref-lichkeit seines Genie; seine Figuren sind voll Geistund Leben. — Sein Sohn Anron, geb. zu Tou-louse 1667. erhielt bald nach seiner Ankunft zu Rom den ersten Preis in der Akademie St. Lucas. Der-selbe verfertigte einige Gemälde für den König vonSardinien , die in dem Pallaste de la Venerie zu sehensind. Zu Toulouse findet man auf dem Rathhauseund in verschiedenen Kirchen von seinen Gemälden.Anron folgte seinem Vater in der Stelle eines Ma-lers und Baumeisters des dastgen Rathhauses undst. i/Z 5 . Er hinterließ einen Sohn, der die Ma-lerey mit vielem Ruhm übte. Antons malerischerCharakter ist kräftig; seine Localfarben sind richtig;er bediente sich, wie Carravage und Valentin, star-ker Schatten ; aber sein Colorit fällt öfters ins Bley,farbigte, wiePouffin's, und ins Braunrothe. Da-gegen erfand er mit großer Leichtigkeit und zeichneterichtig in dem Geschmacke Remond la Fage's,seines Mitschülers. Man hat von ihm einen alle-gorischen Stich, den er Poussin zu Ehren ver-fertigte. — Sein Vetter und Schüler, Bartho,lomö Rivalz, etzte einige Blätter nach seinem Lehr-meister, nach B. Luki u. s. f.
Rivani (Hercules), Maler, Civil- und Kriegs-baumeister und Machinist von Bologna , malteeinige Ältarblätter und Perspective für die Kirchenzu Bologna und Venedig . Er arbeitete auch zuLyon und zu Paris für den königl. Hof. Dann ver-fertigte er den Riß zu einer Maschine, die 168Z.bey einem öffentlichen Feste zu Bologna aufgeführtwurde, aber fehlschlug; diesen ließ Rivani j„Kupfer stechen und mit seiner Rechtfertigung durchden Druck bekannt machen. Er st. 1689.
/üttrice III. 247.
Rlvar 0 la (Alphons), genannt Ebenda, Ma-ler von Ferrara , lernte bey Carl Bonone. Er starbl6-jo. 3 Z. I. alt. 6«aris»tr.
Riva; ( . . de), Edelsteinschneider zu Paris um 1760. erfand eine Maschine, wodurch man mitviel leichterer Manier die härtesten Steine sowohlhohl als erhoben bearbeiten kann, als bisdahin vonden neuern Künstlern geschehen ist. Liblioth. derschönen Wissenschaften V. 383 .
Rivello (Galeatius), genannt della Barba,Maler von Cremona , lebte um r 5 oo. Er war einerder vornehmsten, die nach der alten Manier arbei-teten. — Sein Sohn Christoph, zugenannt Mo-rerto, verbesserte dieselbe. Er zeichnete in RaphaelsGeschmacke und malte nach der venetianischen Ma-nier mit frischer und zarter Färbung; doch sind seineUmrisse hart wie der Bellini. Man findet in seinenWerken viele Abänderungen, schöne Erfindungenim Kopfputze, Federbüschen, verschnittenen Klei-dern u. s. f. womit er dem Giorgione und Titian den Weg bahnte. Man findet in der Nonnenkirchedell Umillka zu Venedigein Altarblatt von ihm. S-den Art. Ambrosius Bevilaqua. Laistmrrccr8ec. V. 198.
Rivera oder Riviera. S. Ribera.
— — (Joh. Vicente de). Von diesem unbe-kannten spanischen Maler sieht man in dem Zimmerder Tesoreria der Hauptkirche zu Alcala den Mordder unschuldigen Kinder mit vielem Geschmack undLeichtigkeit gemalt, p. A. de la puenre I. 2Z7.
Riverdett, (Carl und Marc), zween Künst-ler von Ferrara . Von dem erster,, sieht nian einGemald in der Kirche St. Lorenzo mit dem Bildedes H. Ubaldinus. Marc verfertigte für die KircheSt. St. Cosmo und Damiano zwey Marienbilder.
Riviera (Egidius della), niederländischerBildhaner, kam nach Rom und ergänzte viele antikeStatüen. Auch verfertigte er mit großer Geschick-lichkeit viele Arbeit aus eigener Erfindung, alsGrabmäler, Basreliefs und Statüen, die hin und
Robbia. 565
wieder in den Kirchen dieser Stadt gesehen werden.Er starb daselbst um 1600. p. 65 .
Riviera, vermuthlich Riviere (Franz),Maler von Paris , lernte bey Niclaus de Largilliere.Er studirke zu Rom und that darauf eine Reise inLevante; zu Smirna hielt er sich bey dem französi-schen Consul auf, wo er sehr schöne kleine Gemäldeverfertigte, in welchen er historische Gegenstände mittürkischen Figuren in niederländischem Geschmackevorstellte. Riviere ließ sich zu Livorno haushablichnieder und malte Bildnisse, Landschaften, See-stücke und einige wenige Kirchengemälde. Daselbststarb er 1746. in sehr hohem Alter. /'«L-xr l. k. 2.x. , 5 .
— — (Joseph). S Ribera.
Riviere (Stephan de) und Georges,zwey französische Formschneider um , 65 o. Mansieht von denselben Arbeit, die nicht zu verachtenist. — Nicht lange nach ihnen haben volanr, Graf-farr und Roulliere ziemlich schöne Holzschnitte ver-fertigt. — Dann du Bellay, Formschneiöer, des-sen größte Verdienste darin bestehen, daß er Peterle Sueur und Johann Papisten unterrichtet, dieihn nachmals weit übertroffen haben. /Äzsillon 1 .302.
— — duFresny. S. Fresny.
Rivola (Joseph), Maler von Mailand , ver-fertigte für die Pfarrkirche St. Calimero die Bilderdes Herrn Vicentius Ferrerio und der H. Theresia,und in der Kirche Et. Lorenzo Maggiore die Him-melfahrt der H. Maria in Fresco. Er lebte um1710. Datnaäa.
Rizzi (Stephan), ein Künstler, von welchemman in der Minoritenkirche St. Joseph zu Brescia ein Gemäld siehet, welches die Ausführung Christivorstellt und mit einem Cristalle bedeckt ist. Er wardes Hieronymus Romanino Lehrmeister; folglichmag er um , 5 vo. gedlühet haben,
Rizzi oder Rizzo (Franz). S. Ricci.
Rizzi no (Anton degli Antoni), Ornament -und Landschafsmaler zu Bologna , malte 1693. dieSchaubühne des dasigen Jahrmarkts, welche vonI. M. Metelli in Kupfer geetzt ist. Er war des Ste-phan Orlandi Lehrmeister. Le/n-ra /üttrice III. 264.
Rizzo (Dartholome). S. M. piccino.
Ro (Johann) wird von Boschini unter deSTintorets Schüler gezählt, bedeutet aber vermuth-lich I. I. Rorrenhammer.
Robalro oder Robatto (Joh. Stephan),Maler von Savona , studirte zehn Jahre in des Rit-ters Maratti Schule. Dieser Künstler besaß großeTalente. Er malte in der Kirche St. Salvakor zuTurin ein kleine Kuppel auf frischen Kalk. Dettererr« VI. 280.
Robarr (Wilhelm), geschickter niederländi-scher Maler, kam um 1770. nach Augspurg, wo erals Mitglied in die kaiserl. Academie aufgenommenwurde. Er malte Blumen, Früchte, Jagden; da-gegen sind seine aus vielen Figuren zusammengesetz-ten Bildnisse sehr schlecht. Bunstzeitung.
R 0 bb ( ) malte Blumen nnd Insekten aufPergament. Man findet seinen Namen in t^ey -man's Catalog.
Robbia (Andreas della), Bildhauer von Flo-renz lernte bey seinem Oheime Lucas. Er arbei-tete zu Arezzo , St. Monte della Vernia und zu Flo,renz. Derselbe verfertigte in seiner langedauerndenLebenszeit eine große Menge Arbeit Andreasst. ,528. und hinterließ einen Sohn Johann, dersehr schöne Werke aus gcbackener Erde lieferte,vasari gedenkt seiner im Leben des I. Franz Ru-sticchio. -Va/äi-rr-cci III. , 3 u.
— — (Augustin und Octavian della), desältern Lucas Bruder, arbeiteten in der Bildhauer-kunst; als aber die Bilder, welche Lucas aus ge-habener Erde lieferte, häufig begehrt wurden,
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