Band 
Erster Theil.
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566
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566 Robbia.

mußten sie ihm bey dieser Arbeit behilflich seyn. VonAugusttn findet man auch an der Vorderseite derKirche St. Bernhardin zu Perugia drey Basreliefsdie er i 46 r. verfertigte und mit seinem Namen be-zeichnet hat. /^rrar-r III. 264.

Robbt» (Hieronymus della) lernte bey seinemVater Andreas. Er bildete in Marmor, Erztund gebackener Erde in Gesellschaft mit Sansovino ,B. Bandinelli u. s. f. Hieronymus gieng inFrankreich, wo er für Franz I. arbeitete und auchseinen Bruder dahin berief. Er kam 1880. in seinVaterland zurück; da er aber selbiges wegen desKriegs mit Siena in großer Verwirrung fand,kehrte er in Frankreich zurück und starb daselbst vort868. Mit ihm gieng die gute und dauerhafte Ma-nier, Bilder von Erde zu formen und hart zu bren-nen, verloren, und mit seiner Person starb das Ge-schlecht der della Robbt» aus. II. 266.

Diese letztere Nachricht wird von Baldtnucct wider-sprochen.

— — (Johann della). S. den Art. seinesVaters Andreas.

— — (Lucas della), geb. zu Florenz 1Z88.lernte die Goldschmiedskunst bey Lconhard di SerGiovanni, und, nach des Baldtnucct Meynung,bey Lorenz Ghiberti; da er aber in der Zeichnungund im Wachspossiren wohl unterrichtet war, faßteer den Muth, seine Kräfte an Marmor und Erzt zuversuchen, welches so wohl gerieth, daß er seineanfangs erlernte Kunst fahren ließ und hinfort inder Bildhauer« und Gießerkunsi arbeitete, womit ersich sowohl Nachts als Tags beschäftigte. In sei-nem Fünfzehnten trat er, neben andern Künstlern, inDienste Sigmunds Malatesta, Herrn von Rimino,wo er das Grabmal von dessen Gemahlin mit Bas-reliefs zierte. In seinem Vaterlande arbeitete ermit Donatello . Nachdem er nun Vieles, und mitungemeinem Fleiß geliefert, aber wenig dabeyfür sich gebracht hatte, erfand er die Manier, Bil-der von gebackener Erde zu verfertigen, die er mitFarben bestrich und ihnen im Brennen einen sodauerhaften Glast zu geben wußte, daß man sie,ohne Gefahr, Wind und Wetter bloßstellen konnte.AufgleicheWeise verfertigke er auch Gemälde. DieseArbeit war so treflich und berühmt, daß sie in dieentlegensten Länder in Europa begehrt und in hohemPreise bezahlt wurde. Lucas zeichnete sehr gut undmit einer zierlichen Manier. Er starb ungefähr 62.I. alt. — Ein anderer Lucas della Robbt», desAndreasSohn, vortreflicherMusivarbeiter, besetzteunter Raphaels Aufsicht die Fußboden der Logendes vaticanischen Pallastes mit dergleichen Arbeit,und starb in früher Jugend. Lotta» I. 197.

Robelitny( ), Baumeister zu Paris . I.Marot hat die Vorderseite des Hotel von Leon in derVorstadt St. Germain nach ihm gestochen.

Robert (A.), geschickter Kupferstecher, derseine Blätter mit Farben abdruckte, lernte diese Kunstbey Jacob Christoph le Blond. Man hat von ihmverschiedene Blätter dieser Art.

— — (Hubert), französischer Maler und

königl. Pensionnair zu Rom um 1760. verstand dieAlterthümer sehr wohl. Er hatte viel Genie undeine erstaunliche Fertigkeit im Arbeiten, die ihmnicht erlaubte, diejenige Vollkommenheit in seineWerke (die meist in Zeichnungen von Landschaftenund antiken Gebäuden bestand) zu bringen, welcheer bey gemäßigter Lebhaftigkeit erreicht hätte. Gleich-wohl sind seine Zeichnungen sehr geschätzt; 18. Bl.welche Mariette besaß, wurden um 260». Livr. ver-kauft. Man hat auch von ihm kleine geetzte Blätter,in welchen man die gleichen Fehler und den gleiche»Geist, wie in seinen übrigen Werken, wahrnimmt.Robert gieng um 1766. in Frankreich zurück. K r-c/rarct p. tz6.

— — (Johann), Bildhauer aus Lothringen ,

lernte bey Jacquin de Neuschateau und arbeiteteum 170». zu Paris . Man sieht von seinen Werkenin den Gärten der Thuilleries und zu Versailles.?.'nvr>onr cie /hrtr. ,

R 0 b i n.

Robert (I.) etzte alle Blätter zu: 1 >k,itöla strncture 6 u coeur IV!. Henac. Er zeichneteauch eine Menge Bildnisse für Odieuvre's Verlag.

— — (Niclaus) von Langres oder von Or-leans gebürtig, war ein treflicher Zeichner von Thie-ren, Insekten, Blumen und Pflanzen. In dieserArt verfertigte er eine schöne Sammlung für denHerzog Gaston von Orleans, die er in Miniaturmalte, und welche dermalen in der königl. Biblio-thek aufbehalten wird. Diese Sammlung wurdenachher von Joubert, Aubriet und Basseport fort-gesetzt, so daß sie nun eine der vollständigsten in derWelt ist. Robert etzte Blumen, Vögel und dieseltensten Thiere der königl. Menagerie. Auch hater mit G. Audran einige große Deckenstücke nachG. Charmeton gegeben. Er starb zu Paris 1684.

74- I- alt. T'er-rerr/.

— — d e Ser y (Paul Ponce Anton), fran-zösischer Maler, lernte bey P. I. Cazes und hieltsich bey 18. Jahren zu Nom auf. Nach seiner Zurück-kunst malte er für die Kapuzinerkirche der StraßeSt. Honore zu Paris den Martyrlod des sel. Fidelisvon Sigmaringen , den dieser in Bündren erlitt.Dieses Bild wird für des Künstlers Meisterstück ge-halten. Robert verfertigte für die Kapuziner auMarais eine Geburt und eine Himmelfahrt der H.Jungfrau. Er war des Cardinals Gaston von Ro-han Cabinetmaler und st. i/ZZ. 4 /. I. alt. Mansieht in Crozac's Sammlung von ihm geetzte Blät-ter und Holzschnitte im Helldunkel. Morert.

— — (der Prinz). S. den Art. Pfalz.

Roberrt (Dominicus), geschickter Perspec-tivmaler zu Rom , war um 169». geboren. Manfindet die Beschreibung zweyer Gemälde diesesKünst-lers in N) tnklers Labtner S. 25. S. auch denArt. I. p. pannint, seines Schülers.

Roberts (James), englischer Kupferstecherum 2760. von welchem man verschiedene Landschaf-ten, Thiere u. s. f. nach Rubens , Robins, Wil«son und andern Malern siehet.

— — ( ) Landschaft- und Perspectivma-

ler, arbeitete um 1769. zu Paris . Man bewunderteseine einnehmende Farbengebung und leichte Hand.L 4 . Btbl. schöner Wissenschaften IX. Zbg.

Roberrus, Ordensmann und Maler, dessendas VRonasttcum Angltcanum Anregung thut.Er lebte um 117b. unter der Regierung Heinrich II. in England.

— — (Cesar), genannt a Btturgta, italie-nischer Kupferstecher, arbeitete nach A. del Sarto,u. s. f. Ehrtft führt sein Monogramm S. i 53 .an. — Ein anderer Roberrus lernte das Kupfer-stechen bey Jacob van Geyn und lebte um den An-fang des XVII. Jahrh.

Robetra od. Rubelt», Goldschmied nndKupferstecher zu Florenz , war Zeitgenoß des Joh.Franz Rusticchio. Seine Blätter bestehen meist inandächtigen Bildern; sie sind zwar mit einer sinn-reichen aber trockenen und harten Manier, nachdem Geschmacke selbiger Zeiten, verfertigt. Paptl-lon zählt ihn auch unter die Formschneider. Lhrtftführt sein Zeichen S. 348 . an. Lottar-r III. 76. Xot.

Robilant (NicolisGraf) gab 1781. die Zeich-nung zu Erneuerung der Kirche Misericordia zu Tu-rin . Äa-'to/r I.

Robtllart ( ), Kupferstecher, arbeitete

im XVII. Jahrh, nach seinen eigenen Erfindungen.

Rob tllon ( ), Bildhauer zu Paris , zierte

um 1780. mit I. B. Pigalle das Aus- und Jnn-wendige der Kirche St. Louis du Louvre mit Bas-reliefs, unter der Aufsicht Thomas Germain , desBaumeisters dieser Kirche. Man bewachtet dieseVerzierungen als Meisterstücke in ihrer Art«ac/r

Robtn (Georg), Kupferstecher von Dpern,ahmte die Manier d. Lambert Lombard nach. ^