573 Rossi.
schneid«, blühet« um 184«. zu Mailand . Zu sei-nem Ruhm darf man nur den unvergleichlichen Ca-meo von einer Drittelelle ins Gevierte anführen, derin der großherzogl. Galerie zu Florenz gesehen wird:In diesen schnitt I. Amon die Bildnisse des Groß-Herzogs Cosinus I. seiner Gemahlin und sieben Kin-der. Ein Werk, das wegen seiner Kunst nichtgenug bewundert werden kann. Bonanni (bl.k. K) giebt N°. 8 . unter den Schaumünzen aufPaul l V. den Abriß von einer dieses Künstlers,
;n»-r III. 292. — Ein anderer Joh. Amon de Roß«,Baumeister zu Rom , lernte bey Franz Peparelli.Er zeigte die Vortreflichkeit seiner Wissenschaftenin einer guten und wohlübereinstimmenden Austhei-lung seiner Gebäude, in angenehmen und gründ-lich angebrachten Verzierungen, bequemen Treppenund vortheilhafter Einrichtung der Lagen. Derselbest. 1698. 79. I. alt; und weil er keine Leibeserbenhatte, wandte er den größten Theil seines aus80,000. Thalern bestehenden Vermögens den Armenzu. /'arco/r I. 3 i 6 .
Rossi (Joh. Baptist) genannt Gobbino. SeinVater war ein geschickter Bildhauer zu Verona :Er verfertigte eine bucklichte Statüe zu Unterstützungdes Wcyhkessels in der Kirche St. Anastasia. Indieser Zeit wurde seine Ehefrau schwanger, undbrachte unsern Joh. Baptist zur Welt, welcher die-sem Bilde vollkommen ähnlich ward. Er lernte dieMalerey bey Dionysis Guerra und bey AlexanderTurchi, mit welcher er sich in seiner Jugend vie-len Ruhm erwarb, der aber mit zunehmendemAlter wegen seinen Leibesbeschwerden abnahm.Man siehet von ihm viele Gemälde in den Kirchenseiner Geburtsstadt, wo er um die Mitte desXVII. Jahrh, lebte. b)o. io 3 . — Ein
anderer Joh. Baptist Rossi war ein geschickterMiniaturmaler zu Neapel . Von seiner Arbeit siehetman in den Sakristeyen der Kirchen dieser Stadt.Er arbeitete mit einer zarten Manier und schwachenSchatten. Dieser Maler lebte um den Anfang desX VII. Jahrhunderts. Domcm'cr II. 228. — Eindritter Joh. Baptist Rossi, Maler, Schüler desAlexander Varotari. Das einzige Gemäld in derSchule der Seidenweber zu Venedig , welches dieVerkündigung mit den Bildnissen der H. H. Chrisio-phorus und Marcus vorstellt, ist vermuthlich vondiesem Künstler. Er wird von Boschini S. 820.angeführt. — Ein vierter Joh. Baptist Rossi,Maler zu Rom , lernte bey Carl Cignani. Er lebteum 1H90. O/eEMr'rra I. p. i 5 i. — Ein
fünfter Joh. Baptist Roßi, arbeitete um 1/35. zuRom. S. den Art. M. Anastafio. — Ein sechs-ter Joh. Baptist Rossi, Peisspectivmahler, und desleztern Zeitgenoß, arbeitete in der Kirche St. Präs-sede zu Rom . 7 )ti. — Endlich findet man von einemsiebenten Joh Baptist Rossi einen 164». geetztenPlan der Stadt Rom. Qa -räe/imi.
— — (Joh. Dominicus), Bildhauer zu Rom ,arbeitete nebst andern Künstlern an den Statüen ,welche Jnnocenz X. zu Auszierung der St. Peters-kirche verfertigen ließ, und an dem Grabmale desCardiuals Bonelli in der Kirche St. Maria fopraMinerva. Er blühete um 1680. Trti.
-(Joh. Franz), genanntvecchietta, Bild-hauer zu Rom ; lernte bey seinem Vater, von wel-chem man ein Basreliefauf einem Altare der KircheEt. Giacomo degli Jncurabili findet. Der Sohnarbeitete für die Kirchen St. Peter in dem Vatican ,St. Agnes auf dem Plaze von Navona , St. Cathe-rina von Siena, St. Marcellus, und St. Mariadel Popolo , unter der Regierung PabstJnnocenz X.Dti.
^-(Joh. Jacob), Kupferstecher und Kunst-
händler zu Rom , lebte um den Anfang des XVIII.Jahrhunderts.
-(Joh. Maria), Bildhauer zu Bologna ,
verfertigte einige Bilder für die Klosterkirche Et.Michele del Bosco.
-(Joh. Stephan), Maler von Pieve; lernte
bey Octav und Andreas Semini, und bey Peter
Rossi.
Sori. Cr war sehr glücklich in zierlichem Coloritund guter Zeichnung; daher er Vieles für Spanien zu arbeiten bekam. Man siehet auch viele von sei-nen Bildern in seinem Vaterlande. Er blühete umdas Ende des XVI. Jahrhunderts, und starb injungen Jahren, äoxram p. 8 t.
Rossi (Joseph Jgnatius), berühmter florentini-scher Baumeister ; zeichnete das prächtige Gebäudder Bibliothek in dem Kloster St. Laurentius da-selbst. Dieses Werk gab nach seinem Tode sein SohnZenobius Philipp unter folgendem Titel: häbrermjVleäiceo- 1 . 3 uren 2 iana, Arcbitettura stiF«o«u-'oti clise^nata e illustrsts, etc. Es bestehtaus 22. von Bernhard Sgrill i verfertigten Blättern,und macht mit dem Text einen ansehnlichen Bandaus, der »7Z9. zu Florenz gedruckt ist. tonliwrl>. 99 -
-(Julius), verfertigte für die Buchdrucker
zu Mailand ein prächtiges Gemäld, welches diegöttliche Weisheit vorstellt, und in derBenedictlner-kirche St. Protasius zu sehen ist. Er lebte um 1720.
-(Lorenz), Maler zu Florenz ; lernte bey
Peter Dandini, folgte aber des Livius Meus Ma-nier. Er verfertigte eine Menge kleiner und ange-nehmer Gemälde. Dieser Künstler st. 1702. 6«u-Ettr. — Ein andrer Lorenz Rossi findet sich indem Art. seines Bruders Bonavenrura.
-(Ludwig), verfertigte an der Vorderseite
der Hauptkirche St. Marcus zu Venedig denStam-baum der H. Jungfrau Maria in Mufivarbeit nachTilians Zeichnung. Derselbe ist ganz mit Bildernvon Sybillen und Propheten angefüllt, und soniedlich und fleißig ausgearbeitet, daß er einem Ge-mälde gleichet. II. 233 .
-(Marc Anton), Baumeister , blühete um
1620. zu Rom. S. Matthias Gregorius, sei-nen Sohn.
-(Matthias Gregorius de), Baumeister zu
Rom ; lernte bey seinem Vater Marc Anton, undbe» Joh. Lorenz Bernini, den er ibt>8. in Frankreich begleitete; hier war man mit seinen Verrichtungenso vergnügt, daß ihm der König bey dem Abschiedeein Geschenk von 2000 Thlr. reichen ließ. Die mei-sten wichtigen Gebäude, die sein Lehrmeister gegendas Ende seines Lebens angab, wurden unter desRossi Aufsicht ausgeführt; er folgte auch demselbenin der Stelle eines Baumeisters der St. Peters-kirche. Seine eignen Werke sind die Kirchen St.Francisca Romana und St. Galla; das GrabmahlClemens X. nebst einer großen Menge Kapellen,Altaren und Verbesserungen an Kirchen und Pallä-sien zu Rom und an vielen a. O. Jnnocenz XII.beehrte ihn mit dem Christus-Orden. Er st. 1898.89 I. alt, und ward in der Kirche St. Andreasalle Fratte begraben, wo man seinen Leichensteinmit einer Aufschrift siehet. L. Cruyl hat ibbo. nachseiner Zeichnung die merkwürdigsten Aussichten vonRom geetzt. /ÄLco/i I. 322.
-(Mutius), Maler von Neapel ; lernte bey
Maximus Stanziom und bey Guido Reni . Erarbeitete schon in seinem Achtzehnten mit D. M. Ca-nuti, Bibiena , Cirani, und dessen Tochter, in derCarkhause zu Bologna , und verfertigte das großeGemäld der Geburt Christi mit einer herzhaftenManier. Er st. um it)8o. 28. I. alt. ÖoMemciII. 243.
-(Niclaus) S. Rosso.
-(Niclaus Maria), geb. zu Neapel um 1690.
lernte bey Franz Solimena . Er malte in verschie-denen Kirchen und für den Dicekönig Grafen vonHarrach , deiner die vornehmste Festioitaten, welchedie Regierung jährlich zu halten pflegt, mit einerMenge kleiner Figuren in großen Gemälden abbildenmußce. /)oEmcr ill. V88.
-(Nuntius), neapolitanischer Maler; ver-fertigte in feinem Zwanzigsten verschiedene Fresco-gemalde in der Gt. PetcrSkirchc zu Majella, welchedie Geschichten dieses Apostels vorstellen, und einige