Ruberti.
aber von dem Pinsel seiner beßten Schüler, die ergewöhnlich gebrauchte, wenn er große Werke unter-nahm, untermalt. Seine Jagden übertrafen un-streitig alles, was man in dieser Art kennt. Manstehet mehr Erfindung und größere Gedanken darin,als bey irgend einem andern Lhiermaler. AlleStiche, die man davon hat, ungeachtet sie von dengeschicktesten Meistern seiner Zeit verfertigt worden,sind in Dergleichung der Originale schlecht, undgleichen denselben nicht viel mehr als der Schatte»dem Körper: Die Figur und Zeichnung ist zwarbeybehalten, aber alles das Feine und schön Aus-geführte der Gemälde fehlt. Man kann hienächstdiesen großen Mann nicht nur als einen sehr berühm-ten Künstler, sondern auch als einen vollkommnenStaatsmann betrachten. Der König von Spanien sandte ihn (weil er seine Geschicklichkeit dafür kannte)in wichtigen Geschäften an Carl I. in England, derihm nebst andern kostbaren Geschenken, zum Zei-chen seiner Hochachtung, den Degen von der Seite,womit er ihn zum Ritter schlug, übergab. Ru-bens st. zu Antwerpen ikjo. und ward mit großerPracht in seiner Pfarrkirche St. Jacob bestattet.Man hat von ihm einige Blätter nach seinen Erfin-dungen , und nach Titian . Eine große Menge Ste-cher haben nach ihm gearbeitet, und sein Werkwird auf mehr als inon. Blätter geschätzt: Dierichtigste und vollständigsteBeschreibung desselben fin-det man in dem dritten Theile von Basans Dictio-nair. Solches ward aus des Mariette Sammlungin verschiedenen Artikeln um 8446 . Livres 10. Sousverkauft. S. <A. varin. Oe-camx,- I. 397.
Ruberri (Bartholomö), von Venedig , maltein der Kirche de i Servi ein Bild aus den Lebensge-schichten ihres Stifters St. Philippus Benizzi.
Ruberea. S. Robetta.
Rubiales (Michel de), Bildhauer von Mad-rid , lernte bey Peter Alonso de Rios. Man siehetvon ihm trefliche Werke in einigen Kirchen dieserStadt. Er st. 1702. 70. I. alt. 217.
Rubiui ( ), Mailändischer Goldschmied,
verfertigte acht silberne Basreliefs, welche die Ge-schichte des H. Carolas Borromaus vorstellen unddessen Beysetzungskapelle in der Domkirche zu Mai-land zieren, Nachzeichnungen von I BaptistCrespi,genannt Cerano. Volkmann I. s 43 -
Rucci ( ), malte lebensgroße Figuren.
Rucholle (Peter und Egidius), zwey ziemlichmittelmäßige niederländische Kupferstecher, lebtenum die Mitte des XVIl. Jahrhunderts, und ar-beiteten nach Vandyk u. s. f. Lara».
Ruck er (W. C. ), Kupferstecher, arbeitete um1720. zu Mainz .
Rudolf (Samuel), Maler von Reicbenweyer,lernte seine Kunst zu Straßburg , und übte sie bey3 c». I. in den Würtenbergischen Landen. Um 1690.ward er Kabinetmaler bey der verwittibten Marg«gräfin von Anspach . Er arbeitete um 1696. bis170Z. zu Nürnberg , in welchem Jahr er Kabinet-maler bey der verwittibten Marggräfin zu Bayreuth wurde. Seine Arbeit bestand meist in Landschaf-ten, die er mit großem Fleiß nach der Natur malte.Er st. zu Erlangen 1710. 74 - I- alt. Doppelmayr
E. 265.
Rud 0 lph (Joh. Friedrich), geschickter Schrei-ner zu Augspurg, baute in jüngern Jahren den Al-tar in der dasigen Barfüsserkirche, an dem eineschöne Architektur ist. In ältern Jahren verfertigteer in eben dieser Kirche die Kanzel, die wegen dendarbey unschicklich angebrachten Grotesken getadeltwird. Er hat verschiedene von seinen architecli-schen Zeichnungen stechen lassen, und st. » 764 - 62. 1 .alt. von Sterken Brief IX.
— — ( ), Büchsenschmied, arbeitete um
'7>». in Diensten des Landgrafen von Hessen-Cassel .Er schnitt aus einem Centner Stahl, das ein^ hohe
Rugendas. 56z
Bildniß dieses Prinzen, welches Stück in der dasi-gen Kunstkammer gezeigt wird. Uffenbach I. 4 *»
Rue (Jacob de la), Formschneider und Schreib-meister der hohen Schule zu Paris , gab i 566 . einSchriftenbuch, in welchem der ganze Jnnhalt vonAnfangsbuchstaben, Zügen, Figuren u. s. f. inHolz geschnitten sind. La-Mo» 1. H2Z.
— — (Ludwig Felix de la), geschickter fran-
zösischer Bildhauer, genoß eines seinen Talentenangemessenen Ruhms. Erst. um 1766. Lata/o§.cke p. 79.
— — (de la), Landschafts- und Geschichts-maler zu Paris , lernte bey Carl Parrocel. I. Daullöhat nach ihm das schöne zu Pferd sitzende Bildnißvon Denestier, Königlichem Stallmeister in Kupfergestochen. Desmarteaux, Ph. L. Parizeau u. s. w.haben auch nach ihm gearbeitet. S. den Art.Lauser.
Ruel (Johann), geschickter Geschichtsmaleraus der Picardie gebürtig, arbeitete zu Lyon , woman in den Kirchen zierliche Arbeiten von seinerHand findet. Or5c»r)at. äe /a /Mr äe Tr/o«.
— — (Joh. Baptist), guter Bildnißmaler vonAntwerpen , lernte bey Joh. Thomas Jpenaer, undarbeitete an einigen deutschen Höfen als zu Main ;,Heidelberg und Würzburg , wo er sich haushablichniederließ. Sandrarr ll. 82.
Ruelle (Claudius de la), M. Merian hatnach seinen Zeichnungen das Leichenbegängniß Hein-rich H. Herzogs von Lothringen gestochen.
Ruelles (Peter van), Maler zu Amsterdam ,wo er i 658 . starb, wird von einem ungenanntenDichter als ein großer Künstler gepriesen. Gleich-wohl ist von seiner Arbeit nichts bekannt.mau» III. 2lZ.
Rues (Lorenz), deutscher Bildhauer, st. um1690. 5 o. I. alt zu Rom , und ward in der KircheSt. Maria di Monte begraben. Msc.
Ruer (de), Maler aus Lothringen , lernte beyIsrael Henriet. Er studirle zu Rom in der Schuledes Joseph Cesari, und ahmte seine Manier sehrwohl nach. Ruer malte unter des A. Lempesta An-weisung Feldschlachten und Jagden, bekam auchden Ritterorden von St. Johann de Lateran Lud-wig XIII . hielt so viel auf seine Kunst, daß er ihnnicht allein mit dem St Miebaelsorden beehrte,sondern auch, da sich dieser König bisweilen in derMalerey übte, und viele seiner Günstlinge mit Pa-stelfarben zu schildern pflegte, Ruer sich in der Zahlderer befand, denen diese Ehre wiederfuhr.cieville lll. i 51 Er wird auch von ^elibien III.377. in Jacob Lallors Leben angeführt.
R»e; ( Thomas), deutscher Bildhauer. Der-selbe arbeitete zu Venedig , und verfertigte auch ei-nige Statuen von Marmor für den Altar der KircheDominicus zu Brescia . ^ve»-o/äo.
Ruffi (Jacob). S. den Art. E. Gandolfcc.
Ruffland (Cornelius), ein Niederländer,malte Figuren.
Ruffo (Antonin), ein gelehrter und edler Sircilianer, war in der Musik und Malerey so stark,als wenn jede dieser beyden Künste seine einzige Be-schäftigung gewesen wären. Er lebte noch zu Meßina um 1714» ^ko»Artorrr 6ibl. 8ic.
Rufi ( ), italienischer Formschneider, des-
sen Werke 1569. zu Venedig gedruckt sind. SeinMonogramm, welches Oapillon i. 22b. anführt,ist fast allemal mit der Figur eines Blatts, einesKrebses u. f. f. begleitet.
Rufus, antiker Maler, wird in einem griechi-schen Sinngedichte angeführt. ^»t/ro/o§ra I.. II.c. 36 .
Rugendas (Georg Philipp ), geb. zu Aug-spurg 1666., lernte bey Jsaac Fisches, einem Ee-