Salamanca.
nehmstenund schwersten Stücken seiner Kunst. Ga-laitw ward ein geschickter Maler, und seine Werkekönnen des Lehrmeisters Arbeit an die Seite gesetztwerden. Er lebte um i 5 io. I. Boucher hat ent-weder noch ihm oder nach A. Solaris die H. Mariavon Passau gestochen, öottarr.
Salamanca (Anton), Kupferstecher und be-rühmter Kunsthändler zu Rom . Christ führt seinMonogramm an verschiedenen Orten an. SeineBlätter sind von 1621. bis 1662. datirt.
Salamen. S. den Art. C. Müller, seinesSchülers.
Salario. S. Solaris.
Galas. S. F. de Aranda.
Galazaro. S. den Art. A. da Leone.
S«le (Heinrich), Maler aus der Picardke,lernte bey Simon Vouet , und lebte um i 65 c>. Ke-üi-re>r III. 299.
— — (Niclaus oder Franz), französischerBildhauer, lernte zu Rom bey dem Ritter Bernini .Er verfertigte unter der Regierung Jnnocenz X. fürdie St. Peterskirche einige Basreliefs von Mar-mor, welche die Bildnisse derjenigen Päbste vor-stellen, die den Martyrtod erlitten haben; jeder vondiesen Medaillons wird von zween sehr schönenGenien getragen. Man findet auch von ihm Bas-reliefs in der Kirche St. Pietro in Monkorio. Erlebte um i 65 o. A. Westerhout hat gemeldie Medail-lons in Kupfer gestochen. Del.
Salernirano (Franz), Maler zu Neapel ,lernte bey Dvminicus Gargiuli. Er malte Ge-schichte mit großen Figuren für einige Privatperso-nen und für verschiedene Kirchen des Königreichs.Da er aber eine allzu hohe Einbildung von seinenVerdiensten hegte, konnte er sich mit seinen Kunst-genossen nicht wohl vertragen. Sogar unterstander sich, eines seiner Gemälde neben die Arbeit desLucas Giordano auszusetzen; aber sein Stolz wardso sehr gekränkt, daß er sich lange Zeit nichtmehr öffentlich durfte sehen lassen. Er lebte um1680. DoMemcr III. 211.
Salerno (Andreas da). S. Sabbatl'ni.
— — (Niclaus Maria), ein Patrizier vonSalerno und Herr von Lucignano , kopirte ohneLehrmeister eines von des Franz Solimena Gemäl-den , welcher, da er solches zufälliger Weise zu sehenbekam, ihn beredte, diese Kunst nach den Regeln zulernen, wozu ihm Solimena die nöthige Anleitunggab; und ward er in derselben ein wohl geübterMeister. Er lebte um 1740. Domemcr III. 65 g.
Sales (Carl). S. Salis.
Sa lerer (Anton), Baumeister von Verona ,verfertigte einige Modelle zu Pallästen und Kirchen,die aber wegen seinem frühzeitigen Absterben meistunausgeführt blieben. Von seiner Arbeit ist dasgroße Portal samt der Ringmauer an der KircheSt. St. Nazaro und Celso, welche derselben einsehr schönes Ansehen geben. X°. 154.
Sali. S. Sailly.
Salians (Johann). S. Saillant.
Galice; italienischer Beyname von R. vander wyde.
Galimbene (Ventura), genannt Bevilaqua,Maler von Siena , lernte bey seinem Vater Archan,gelus, der Friedrichs Zucchero Schüler war. Ven-tura zeichnete in der Lombardie die vornehmstenWerke berühmter Meister. Er arbeitete zu Rom in dervatikanischen Bibliothek, in der Kirche St. Johannvon Lateran und an vielen andern Orten. Wegen ei-niger Werke, die er für den Cardinal Legaten Bevislaqua zu Bologna gemalt hatte, bekam er den Ritter-orden vom göldnen Spvrrn, und obigen Beyna-men. Salimbene arbeitete auch zu Florenz, Pisa und Lucca . Er würde sich durch seine Bilder nochberühmter gemacht haben, wäre er nicht durch all-zugroße Liebe gegen das andere Geschlecht vielfältig
Salmeron. 591
an seiner Arbeit gehindert worden. Dieser Künstlerst. zu Siena 161Z. 56 . I. alt. Er hat einige vonseinen Erfindungen selbst radirt. B. Capitelli, F.Villamena, Ph. Lhomaßin, C. Galle, N. Dorignyu. s. f. haben nach ihm gestochen. La§/iom p. nZ'.
Salrncorno (Mirabello da), Schüler desMichel di Ridolfo Ghirlandajo, malte mit seinemguten Freunde und Gesellschafter Hieronymus Mac-chietti, genannt del Crocefissajo, zwey historischeStücke an dem Lcichengerüste des Michelangelo,welche so viele Geschichten dieses Künstlers abbilde-ten. Mirabello malte auch viele Bildnisse fürseinen Landesherrn, den Großhcrzog von Toscana,und für verschiedene Standespersonen. Er blüheteum i 56 c>.
Sall'ni (Alexander), malte das Altarblatt derKapelle des H. Stanislaus Kotska in der KircheSt.Jgnatius zu Rom . Aber dieses Gemäld mußteeinem neuern von Stephan Pozzi, der die Erfin-dung änderte, Platz machen. Koma a-rtrca e
moäe»'»a.
— — (Thomas), genannt Mao, Maler zuRom, lernte bey seinem Vater Baptist , einemflorentinischen Bildhauer, und studirte mit vielemNutzen nach den Werken des Ritters Baglioni.Derselbe arbeitete für verschiedene Kirchen zu Rom sehr fleißig ausgearbeitete Tafeln. Hernach ver-buchte er es, Früchte und Blumen nach der Naturzu malen, und ward darin vortreflich. Er bekamden Ritterorden des göldnen Sporrns und st. 1626.5 o. I. alt. KaA/ro»r p. 176.
Salis (Carl), Maler von Verona , lernte beyAlexander Marchesini, zu Bologna bey I. Josephdal Sole, und zu Venedig bey Anton Balestra, sei-nem Mitbürger. Er vereinigte dieses letzter» römi-sche mit der bolognesischen Manier. Diese ge-brauchte Salis in großen Gemälden, die er mitseinen schönen Ideen für Kirchen und Palläste sei-ner Geburtsstadt und andrer Städte verfertigte.Er st. daselbst 1762. I. alt. Ko^so X°> 1Z8.
Sallaerr. S. Salaerr.
Salle ( ), französischer Baumeister, zeich-
nete das Gewächshaus der Orangerie zu Versailles ,welches auf drey Blätter gestochen ist.
Sally. S Sailly.
Salm (van), Seemaler, der von keinemSchriftsteller angeführt wird Aus seiner Maniersollte man schließen, er sey ein Schüler des Corne-lius Bonaventura Meester (vermuthlich Peeter) denman gewöhnlich Bo-Meester nannte, gewesen, vanSalm hakte seine eigne Manier in Schwarz undWeiß zu malen, da er mit dem Pinsel die Schraf-fierungen der Feder nachahmte. Seine Schiffe sindrichtig gezeichnet; doch fehlt ihnen die Anmuthund Zierlichkeit eines van der Velde und Backhuy-sen und die Freyheit und Zärtlichkeit des B. Mee-ster. In seinen Stürmen ist die Bewegung desWassers ziemlich gut ausgedrückt, doch scheinenseine Wellen etwas hart; in der stillen See sindseine Schiffe angenehm gestellt.
Salmasio (Andreas), malte in der Lheati-nerkirche St. Antonius zu Mailand Christus amOelberge, und die Bildnisse der H. H. Apostel , jezween und zween in Rundungen, /.atr-a-ia.
Salmazr'o od. Salmeggia (Eneas ), ge-nannt Talpino, Maler von Bergamo , lernte beyden Procaccini zu Mailand und studirte 14. Jahrelang zu Rom so fleißig und mit so gutem Erfolgenach den Werken Raphaels, daß seine Gemäldefür die Arbeit dieses großen Meisters angesehenwurden, wie solches der Tafel, die den H. Victorzu Pferde vorstellt, in dem Chöre der Olivetaner-kirche zu Mailand , wiederfuhr. Er st. 1626. Manhat nach ihm gestochen. 6r«an'eutr.
Salmeron (Christoph Garcia), Maler vonCuenca , lernte bey Peter Orrente. Er arbeiteteVieles in seiner Geburtsstadt und hernach zu Madrid ,Wo er 1666. 6Z. I. alt starb. Xo. 124.