592 Salmincio.
Salmlircio (Andreas), Buchhändler, Ku-pferstecher und Formschneider zu Bologna , lerntebey I. Ludwig Valesto. Man hat von seinen Holz-schnitten: Die Bitten des Unser Vater, einen Cartechismus, das Kuustkabinet von I. JmperialisMo. u. s. w. Seine Arbeit in dieser Art ist male-risch und voller Kreuzschraffierungen. Man findetsein Zeichen bey Christ S. 107. II. i 54 >
SaIm 0 n (Mistres). S. Samon.
Salmusmüller ( ), geschickter Siegel-
graber von Augsburg , arbeitete viele Jahre mitRuhm zu Wien . Er lebte um 1767. in seinem Va-terlande. von Sterten Brief X.
Salo (Peter da), Bildhauer, lernte bey JacobSansovino. Man siehet zu Venedig und zu Padua Statuen, Basreliefs, Laubwerk und andere Ar-beit, die er mit einem wohlgeübten Meißel verfer-tigte. Dann auf der Brücke Rialto die buck-lichte Statue, die unter dem Namen Gobbo diRialto bekannt ist, einen riesenmäßigen Mars ander Vorderseite des herzoglichen Pallastes, und indem Pallasie selbst verschiedene Bilder von seinerHand. Er blühete um die Mitte des XVI. Jahr-hunderts. III. 822.
Salomon ( ), Maler, wird von d'Ar-
gensville unter die Schüler A. Elzheimers gezählt.
— — ( ), geschickter niederländischer G«-
schichtsmaler, arbeitete die meiste Zeit für einen Ta-pezierer zu London . Er lebte um 1710.
E» III. 282.
— — (Bernhard, genannt der Rleine Bern-hard, oder B. Gallus; wird für einen der älte-sten französischen Maler gehalten. Wie man glaubt,war er ein Lyoner, und des Johann Coust» Schü-ler. Er machte sich durch seine spaßhaften Einfälle,durch seine Geschicklichkeit in historischen Gemäl-den , und durch seine unzähligen Menge Holzschnitteberühmt. Diese sind von i 55 o. bis i 58 o. zu Lyon bey de Tournes und Rouville gedruckt. Man zähltdarunter eine historische Bibel, die VerwandlungenOvids u. s. f. Dieser Künstler ist sehr wenig undsehr unrichtig bekannt. Sandrarr hält ihn füreinen Niederländer; auch wird er öfters mitTheodor Barentsen vermengt. Man bedauertden Verlust einer Handschrift von der Perspectiv,welche dieses Künstlers Erben aus Nachläßigkeithaben zu Grunde gehen lassen. Anron du verdiergedenket dieses B. Salomons in: kibliorkegueIrsnhoise p. 59. und Paplllo» giebt (1.206.) eineweitläuftige Beschreibung von seinen Holzschnitten.— Der berühmte Banquier, Samuel Bernard ,Graf von Toubert, der 172g. zu Paris gestorbenist, war des Samuel Bernard , eines geschicktenMiniaturmalers, Sohn, und gab sich für einenNachkömmling dieses Rleinen Bernards aus./'a/Mou I. 216.
Saloni (August!), Geschichksmaler, von wel-chem man in den Kirchen der Kapuziner und CorpusChristi zu Brescia Altarblätter findet,
Salpion, Bildhauer von Athen . DerArbeitdieses antiken Künstlers wird das schöne Gefäß zu-geschrieben, welches heut zu Tage zum Taufsteineder Hauptkirche zu Gaeta in dem Königreiche Nea-pel dient. Dieses westliche Stück der Bildhauer-kunst ward, allem Ansehen nach, ehemals zu Auf-hebung des Reinigungswassers eines heidnischenTempels gebraucht. AmE.
Galrarello (Lucas), geb. zu Genua um 1610.lernte bey Dominicus Fiasella, und folgte seinerManier. Obgleich er bereits so wohl in öffentli-chen als Privatgebäuden Proben seiner Talente ge-zeigt hatte, ward er doch damit noch nicht ver-gnügt, sondern verlangte, dieselben mit neuenWissenschaften zu vermehren. Er gieng deswegennach Rom , vergaß gleichsam, daß er ein erfahrnerKünstler wäre, zeichnete nach den berühmtesten Ge-mälden, und arbeitete mit so unmäßigem Fleiße,daß er darüber erkrankte und sein Leben daselbst ein-
S a l v e t t i.
küssen mußte. Rlchardson gedenkt (II. 257.)eines von Galrarello 1627. verfertigten Gemalds,welches zu Rom in dem Pallaste Giustiniani aufbe-halten wird. Man sieht in demselben eine großeManier und ein schönes Colorit, welches aber,nach andern Beobachtungen, nur gar zu schön undstark ist, um wahr zu seyn. Xo/sram p. 8Z.
Salreregli (Stephan). S. den Art. A.Amerighi.
Galrerell» (Don Damasus), Mönch desCisterzienser-Ordens in dem Kloster St. Martin allaPalma, fünf Meilen von Florenz . Man schreibtihm das Gemäld des Frohnaltars dieser Kirche zu,welches ein Wunderwerk dieses Heiligen vorstellt.Nach Baldinucci hingegen hätte AnastasiusFontebuoni solches verfertigt.
Salrerio (Carl), geb. zu Castel St. Pietroin der Landvogtey Mendrys i 6 o 5 , lernte die Ar-chitektur zu Bologna und zu Rom . Er arbeitetein verschiedenen Städten Italiens , besonders zuGenua, wo er die Kirchen St Maria Magdalena und des Schutzengels aufführte, und st. um 1670.Füeßli IV.
Salvador (Emanuel). S. Tarmona.
Salvaeerra (Joh. Peter), Maler zu Verona ,lernte bey I Baptist Bellotti. In den Kirchen sei-ner Vaterstadt befinden sich einige Gemälde in Oelund Fresco von seiner Arbeit. Er blühete um 1718./'oLL-o p. 21.
Salvaeico. S. Selvarico.
Galvaroriello; Beyname von St. Gli-vieri und S- Rosa.
Salvaeri (Anton). S. Scalvatti.
Sakuci oder Saluzzi (Alexander), floren-tinischer Ritter und Maler, arbeitete zu Rom , woer an dem Gewölbe der Kirche St. Elisabeths deFornari in einigen Abtheilungen Geschichten inFresco malte. Seine Werke sind wegen der rei-chen Zusammensetzung von Architektur berühmt.Saluci ward 1648. Mitglied der Academie St.Lucas. Ntr.
— — (Matthias). S. Salvucci.
Salvestri (Israel ). S. Silveftre.
Salveftrini (Bartholome), Maler zu Flo-renz , lernte bey Dominicus Cresti, Mattheus Rös-seln und Johann Bilivert, der ihn für seinen beßtenSchüler erklärte. Salvestrini malte neben Andermfür die daflge Kirche St. Ursula die schöne Tafel,welche den Markyrtod dieser Heiligen und ihrerGesellschaft vorstellt. Er st. 1620. jung an der Pest.
XIV. -7.
— — (Cosinus), Bildhauer zu Florenz , lerntevon Raphael Curadi das Geheimniß, vermittelsttüchtiger Härtung der Meiste! in Prophyr zu arbei-ten. Derselbe verfertigte neben Anderm die riesen-förmige Statüe Mosis, die in der Grotte des Groß-herzoglichen Pallastes gesehen wird. Er lebte ver-muthlich gegen das Ende des XVI. Jahrhunderts.La/rir-rr-ccr ^ocaüo/a-'io cie/p. 127.
Salvestro (Mr.) S. den Art. l). P. Ga-leotti.
Salvetti (Franz Maria), ein Florentiner,diente in feiner zartesten Kindheit seinem nachmali-gen Lehrmeister A.D. Gabbiani zum Modelle, wenndieser Genien malen sollte. Da er aber ein niedre-res Alter erreicht hatte, ward er sein liebster Schü-ler. Man findet von ihm einige Altarblätter in denKirchen zu Florenz und Livorno . Er st. 1728.67. 1 .alt. Ar-Z/ö-'-i p. 68.
— — (Ludwig), Bildhauer zu Florenz , lernte
bey Peter Tacca. Derselbe wußte den Meiste! wohlzu führen, ergänzte antike Statüen, arbeitete inStucco und Marmor, und bediente auch die Stelleeines Krjegsbaumeisters mit vielem Ruhme. Etlebte um löso. La(ch»ncci I V. x>. 270..