6i2 Schütz.
dene Gegenden des Rheinstcoms waren die vor-nehmsten Gegenstände seiner Gemälde. Er ließ sich1743 . ;u Frankfurt am Mayn haushablich nieder.Um 1760. hielt er sich in der Schweiz auf und malteviele Aussichten Mch der Natur, besonders den be-rühmten Wafferfall, welchen der Rhein unweit derStadt Schafhausen bildet. Schütz etzte zwo kleineLandschaften nach C. Huysmann. A. Zingg, W.Byrne und Dunker haben Prospekte von dem Mayn-sirome nach seinen Gemälden in Kupfer gebracht,p. gZ.
Schütz ( ), Dildnißmaler, nach welchem
P Schenk, M. Bernigeroth , I. C. Boecklin u. s. w.gestochen haben.
Schnur (Theodor van der), genannt Drient-schap, geb. in Haag 1628. Sein erster Lehrmeisterist unbekannt; er kam sehr jung nach Paris und lerntebey Sebastian Dourdon. Als er sich nun so wohlvon der theoretischen als praktischen Malerkunst einevollkommene Kenntniß und Uebung erworben hatte,gieng er nach Rom ; daselbst waren Julius Roma-nus und Raphael seine Muster. Er malte etlichetrefliche Bilder für die Königin Christina , ward vonihr königlich belohnt, und sagte immer, daß erAlles, was er sey, ihrer Milde zu danken habe.Ungeachtet des Ruhms, den kr sich daselbst erworbenhatte, giena er in sein Vaterland zurück: Daselbstward er anfänglich mit Ehre und Reichthum über-häuft , aber hernach gieng sein Glück auf die Neige:Er verlor seine Ehefrau und seine Güter durch ver-schiedene Zufälle, die er sich zum Theil aus eigenerSchuld zugezogen hatte. Um aber seine Familiezu erhalten, arbeitete er fleißig bis an sein Lebens-ende, welches 1705. in Haag, wo er auch Directorder Academie war, erfolgte. Dieser Künstler folgtemehr dem italienischen als dem niederländischen Ge-schmacke; er verstand die Architektur und die Per-spectiv vollkommen und brachte Ucberbleibsei vongriechischen und römischen Gebäuden in seinen Ge-mälden an. Man findet seine vornehmsten Werkein den Rathhäusern zu Lüttich, Mastricht, Leyden und'in Haag; in der Sammlung des Königs vonFrankreich und in den Pallästen König Wilhelmsin Holland . II. guo.
Schuurmanns. S. Schurmann.
Schwab (I. G.), Kupferstecher von Wien ,arbeitete um 176b. zu Paris nach Teniers , Sche-nau, Spielberger u. s. w.
Schwaiger (Christoph), deutscher Edelstein-schneider, arbeitete, wie man vermuthet^ zu Aug-sburg , und starb nach 1600. 68. I. alt. Derselbeist durch sein von Johann van Achen gemaltes, vonKilian gestochenes, und von Dominicus Custos her-ausgegebenes Bildniß bekannt. In den darunterstehenden lateinischen Versen wird er mit Pyrgotelesverglichen. (?rttüane//r p. 5 Z.
— — (Franz), deutscher Maler, von wel-chem man in des Dufresne Catalog S. 68. ein Bildfindet, das den Apostel Petrus darstellt.
Schwan (Wilhelm) wird unter die niederlän-dischen Kupferstecher um die Mitte des X VIl.Jahrh,gezählt. Vielleicht ist es N). Suaneburg.
Schwane »seid oder Schwanevelr(Hermann) ist unter dem Namen Hermann d'Z-kalie bekannt, geb. um 1620. zu Woerden . Der-selbe wird für einen Schüler des Gerard Douw ge-halten. Er reiste früh auf Rom zu; daselbst wandteer alle seine Zeit auf die Abzeichnung der Aussichtenum diese Stadt, besuchte seine beßten Freunde we-nig; und daher nannten sie ihn den Einsiedler.Da er von den Schönheiten der Werke des Clau-dius Gelee sehr gerührt war, begab er sich in dessenSchule und malte mit ihm gemeinschaftlich die vor-treflichsten Landschaften, die von jedermann begehrtwurden. Er starb zu Rom um 1690. Schwanen-feld ahmte die Manier seines Lehrmeisters genaunach; er hat ihn zwar in Landschaften nicht erreicht,aber seine Thiere und Figuren sind besser gezeichnet,und die Manier, seine Bäume zu beblattern, ist be-
Schweickatd.
wundernswürdig. An die 114. Landschaften hat erselbst geetzt. Seine Hand ist nicht so frey als desWaterloo, besonders sind seine Bäume mit diesesMeisters keineswegs zu vergleichen; dem ungeachtethaben seine Blätter, im Ganzen betrachtet, ihreVerdienste, und die guten Abdrücke sind sehr be-gehrt. Einiges hat nach ihm H. Mauperche geetzt.
II. 296.
Schwanbart (Georg), geb. zu Nürnberg 1601. lernte bey Christoph Harrich und bey CasparLehmann . Derselbe ward im Glasschneiden so be-rühmt , daß er von Königen und Fürsten hochgehal-ten wurde, und von denselben Gnaden, Geschenkeund Freyheitsbriefe erlangte. Er st. 1667. und hin-terließ zween Söhne und drey Töchter, die er inseiner Kunst unterrichtet hatte. Doppelmayr.
Schwarz (Catharina), von Lintorfgebürtig,eine sehr gute Malerin, wird in Brakenhofers:üluseo Oermanicc» p. 71. angeführt.
— — (Christoph), Maler von Jngolstadt,
studirte zu Venedig nach Titian . Nach seiner Zu-rückkunft arbeitete er zu München , wo er Kirchenund andere öffentliche Gebäude mit seiner Arbeit inDel und Fresko zierte; unter diesen sind die vor-nehmsten bey den Jesuiten zu sehen. Er ward desChurfürsten von Bayern Hofmaler und st. 1694. un-gefähr 44. 1 - alt. Seine Composttionen sind großund leicht, und obgleich seine Manier hierin neu,ist sie doch nicht unangenehm. Man bemerkt in sei-nen Verzierungen einen gemäßigten Geschmack undeine trefliche Kenntniß des Antiken. Seine Freskosarbeit ist so zart, daß sie den Oelfarben gleichkömmt.Man hat nach ihm Blätter von Thomassi», L. Ki-lian , I. Mathäm u. s. f. I. Sadeler insonderheithat das Leiden Christi nach seinen Erfindungen ge-stochen. I. 167.
— — (Johann), genanntvredemann, von
Gröningen in Ostftießland gebürtig, machte seinemVaterlande durch seinen schönen Talent Ehre. Der-selbe malte mit gleicher Gcfchicklichkeit Geschichteund Landschaften, worin er Johann Scoorcls Ma-nier nahe kam. Er reiste nach Italien und hieltsich eine geraume Zeit zu Venedig auf. Bey seinerZurückkünft verbesserte er durch seine mitgebrachteitalienische Manier den holländischen Geschmack.Man sieht nach seinen Zeichnungen Holzschnitte,woraus man dieses Künstlers Manier erkennen kann.Um 1622. wohnte er zu Gouda . Lomazzo nenntihn I. d> Frisia da Gramigie. I. Zo. —
Ein anderer Johann, oder Hans Schwarz vonAugspurg, schnitzte sehr artige Bildnisse wie Me-daillen, auch in Lebensgröße, aus Holz. Er blü-hece um 1600. von Srerren Br. VII.
— — (Julius Heinrich ), erster Baumeisterund Oberaufseher der churfürstl. Gebäude zu Dres-den um 1720. Loren; Zucchi hat nach seinen Zeich-nungen'20. Blätter von Verzierungen geetzt.
— — ( ) Bildnißmaler , der um 1700.
lebte. B. Vaillant, Otto, I. G. Wolfgang u. s. f.haben nach ihm gestochen.
Schwarzenberger (Melchior), deutscherFormschneider, arbeitete mitMatthäus Grünewald.Er verfertigte einige Titelblätter für den Buchhänd-ler Johann Feyerabendt. /'a/sii/o» 1. 194.
Gchweickardod. Schwel gger (Georg),Bildhauer von Nürnberg , lernte bey seinem VaterEmanuel und bey Christoph Ritter. Derselbe ver-fertigte Basreliefs von Marmor, und eine Mengeganze sowohl als Brustbilder von Erzt, Stein, Holz,Wachs, Gips u. s, f. Seine vornehmste Arbeit ist derin diesem Buch oft angezogene große Springbrunnzu Nürnberg , den er nach dem Modelle seines Lehr-meisters, und mit seiner Beyhülfe, in n'esenformi-gen Figuren in Erzt ausgearbeitet. Er st. 1690.77.I. alt. Doppelmayr S. 246.
— — (Joh. Adam), geschickter Kupferste-cher, geb. zu Nürnberg 1722. lernte be»G M. Preiß-ler und bey G. D. Heuniann. Derselbe gieng nach