Band 
Erster Theil.
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616
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6i6 Sebeto.

Gebers, alter Maler zu.Verona , blühete um1Z7». und wird von vasari in des Victor Scar-paccio Leben angeführt. Er malte in der KapelleSt. Georg neben die Kirche St. Anton zu Padua die Geschichten St. Johann des Täufers. JacobAvanzi und Aldigieri daZevib arbeiteten mit ihmin eben dieser Kapelle. Mosmer hält ihn irrigfür einen Ferrareser.

Sebon (Martin); verderbter Name von M.Schoen

Sebizius (M.), Kupferstecher, ist durchBildnisse bekannt.

Sebordaner ( ), deutscher Maler und

Kupferstecher, wird von Lomazzo S. 6g6. ange-führt. Dieses ist ganz vermuthlich einer von denverderbten Namen, die sich bey diesem Schriftstellerhäufig finden.

Gebregundi (Niclaus), aus Veltlin ge-bürtig , lernte die Baukunst zu Rom bey I. BaptistCrescenzi und arbeitete daselbst um 164c». Die schöneKirche St. Maria-del Piantoward nach seinerZeich-nung von Grund auf erbaut. Er hatte auch dieAufsicht über den Bau des Pallastes Crescenzi, nachseines Lehrmeisters Erfindung. Gebregundi tratnachher in Dienste des Herzogs von Mantua .

ü'om p. Lvo.

Gecano '(Hieronymus ), Maler und Bildhauervon Garagoßa, studirce nach den berühmtesten Mei-stern und copirte in seiner Jugend die beßten Ge-mälde in Spanien , wodurch er wohl geübt wurde,auch eine gute Zeichnung und Colorit erlangte. Ermalte in der Kapelle St. Michael zu Garagoßa aufgroße Tafeln viele Geschichten mit gutem Geschmackein Oel, und die Kuppel in Fresco. Secano fiengerst im Fünfzigsten an, in der Bildhauerkunst zu ar-beiten; gleichwohl verfertigte er Meisterstücke, wo-von einige Statüen in der Kapelle St. Laurenz die-ser Stadt zu sehen sind. Er st. 1710. 72. I. alt./^iarco M. 229.

Geccanre (Sebastian), Maler von Üdine,verfertigte zwo Tafeln in dem Saale der Regentenvon Friaul mit ihren Bildnissen, nebst einigen Kir,chengemälden. Er hatte einen Bruder, der erst imFünfzigsten ansteng diese Kunst zu üben. Man siehtvon ihm in dem Gesellschaftshause der Schuster dasLeiden Christi gemalt. Krstc,//? I. 117.

Secchiari (Julius) von Modena gieng ausder Schule der Carracci von Bologna weg nach Rom ,. wo er in Gesellschaft anderer berühmter Künstler Vie-les arbeitete, womit er großen Ruhm und Beyfall er-langte. Derselbe verfertigte schöne Gemälde für seineLandesherren, die bey der Plünderung dieser Stadtgeraubt und als kostbare Stücke in England abgeführtwerden sollten, aber samt dem Schiffe zu Grundegiengen. Die Kirchen zuModena besitzen noch einigeschöne Gemälde von ihm, die von vedwam S. 118.beschrieben werden. Er blühete um den Anfang desXVII. Jahrhunderts. Snar-ie-rtr.

Secco (Joh. Baptist) malte um 1610. beydem Kreuze der St. Salvatorkirche zu Mailand eintrefliches Bild, welches den H. Gaidinus , Cardinalund Erzbischof dieser Stadt vorstellt.

Secu (Martin de). S. M Schoen.

Gedelmayr (Jeremias Jacob , ein vorzüg-licher aber unglücklicher Künstler von Augsburg , warvon der Mutter her ein Enkelsohn des berühmtenJoh Ulrich Mayrs. Als er sein Genie zur Kunstsehr frühzeitig zeigte, nahm ihn Pfcffrl zu sich; undnachdem er bey diesem einen guten Grund gelegthatte gieng er nach Wien . Dort zeigte er seineKunst in treflichen Blättern und malte auch in Mi-niatur ausnehmend schöne Bildnisse und Cabinet-stücke. Neben Ändern, etzte er einige trefliche Blät-ter nach Solimena , wodurch er sich so vielen Ruhmerwarb, daß er unter sehr vortheilhaften Deding-nisscn einen Ruf nach Neapel erhielt, denselben abernicht annahm. Die Vorstellungen der kaiserl. Bib-liothek, die er in Gesellschaft mit Salomon Blei-

See u.

ner herauszugeben angefangen, werden ihm stetsEhre machen. Es ist höchst zu bedauern, daß erbey diesem schönen Werke, welches aus drey Thei-len , jeder von 18. Bl. bestehen sollte, wovon abernur der erste herausgegeben wurde, sehr zu Schadenkam: Dieses und andere Unglücksfälle zogen ihmeine Gemüthskrankheit zu, mit welcher er in seinVaterland gebracht wurde, wo er zuletzt in Wahn-witz verfiel und in diesem Zustande sein unglück-liches Leben 1761. 55 . 1 . alt beschloß. — Seine zwoSchwestern, Eleonora Larherma und Sabma,malten sehr gut in Miniatur, besonders die erstere,welche sich lange zu Stuttgard, Bayreuth und Wien aufhielt, von Sterken Br. IX.

. Gedlezky (Balthasar Sigmund). S. Set-tezky.

Seehahn; Bentname von <t. Slmgerlanr.

Seekay (Joh. Conrad), geb. zu Grünstadt 1719. lernte bey seinem Vater Joh. Martin, undnach dessen Absterben bey seinen Brüdern, die sichzu Worms aufhielten. Allein sein glückliches Genie,eine starke Einbildungskraft und eine »»ermüdeteBeobachtung der Natur machten ihm bald allen be-sondern Unterricht entbehrlich. Er hielt sich einigeZeit bey Brinkmann zu Mannheim auf, wo er Ge-legenheit hatte, sich in dem churfürstl. Schlosse inden Werken der größten Meister mit Nutzen umzu-sehen. Seekay trat 1753. zu Darmstadt als Hof-maler in Dienste und arbeitete mit großem Beyfallhistorische Bilder. Man kann nicht sagen, daß erseine Manier von irgend einem Meister erborgt habe;sie ist original. Seine Erfindungen sind reich undwohl angeordnet, sein Pinsel ist kühn, der Ausdruckstark, die Zeichnung richtig und das Colorit kräftig.Ueberhaupt findet man in seinen Werken, die meistaus der alten Geschichte gezogen sind, einen großenGeschmack und schöne dichtersche Einfälle. Das Ur-theil Salomons, welches er 17H2. für das Rath-haus der Stadt Frankfurt am Mayn in einem 8* ho-hen Gemäld vorstellte, wird sehr gerühmt. Der-selbe war besonders in kleinen Bildern, welche Bau-erngesellschaften , Zigeuner u. s. f. darstellen, glück-lich. Er starb um 1768. Romanet hat zwey Bam-bochenstücke nach ihm gestochen.

See! (Paul), Kupferstecher, der vermuthlichzu Salzburg arbeitete.

Geelaender (Niclaus), StahlfchneidervonErfurt, arbeitete um 1711. an dem Hofe zu Han-nover . Man hat von ihm einen schönen Medaillonmit dem Brustbilde Philipp Wilhelms Grafen vonBoineburg , wovon man in: Xurnism. bist. p.958.eine Abbildung findet.

— — (Peter). S. Zeelander.

Seeligmann (I. M.) etzte alle anatomischenTabellen von Wilhelm Smell, welche 1758. zuNürnberg gedruckt sind.

Seemann (Jsaac), guter Bildnißmaler vonDanzig , begab sich um den Anfang des X VIII.Jahrh, nach London , und hatte unter seinen vielenSöhnen einen, Namens Enoch , der ihn in derKunst übertraf. John Faber hat 1727. sein Bild-niß, welches er in seinem Neunzehnten gemalt hatte,in Schwarzkunst geschabt. Nach dem ältern See-mann haben L. Heckenauer, I. G. Bartsch, S. Ble-sendorf, I. Faber u. s. f. Bildnisse gestochen.

— — (Remigius). S. Zeemann.

Seen (Marin) von Romerswalen, lebte umr 55 o. mit Franz Floris . Seine Manier war leichtund fertig. Die meisten Gemälde dieses Künstlerssollen zu Middelburg in Seeland zu finden seyn. Einkleines Bild von ihm, welches die AuferstehungChristi vorstellt, ist in Beschreibung der Galerie vonSchleißheim N°. i 5 g. angeführt, und vermandergedenkt eines in seinem Zimmer sitzenden Wechslers,welches Stück von den Kennern bewundert wurde.

I. Iiö. — Die Italiener geben diesenNamen, mit einer kleinen Veränderung, den Kw