Band 
Erster Theil.
Seite
617
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Segala.

pferstichen, dke mit Ist. 8. bezeichnet sind, und demMartin Gchoen zugeschrieben werden.

Segala (Johann), Venetianischer Maler,lernte bey Peter della Vecchia, und that sich nebenden beßten Künstlern seiner Zeit mit wohl entwor-fenen Compositionen, zierlicher Färbung und einerverständigen Austheilung von Schatten und Lichthervor. Er malte in dem Hause Savorgnan einDeckenstück, welches die Bewunderung der Kennerverdient, und in der Schule della Carita ein großesGemäld, das die Empfängniß abbildet: In diesembemerkt man glückliche Gedanken und eine treflicheFärbung. Segala würde auch auf den Gipfel derKunst gelanget seyn, wenn er sich immer bemühethatte, seine gute Manier beyzubehalten und zu ver-bessern; so aber war er allein darauf bedacht, dieMühe seiner Arbeit zu verringern, wodurch er nichtnur das Gute, so er allbereit besaß, nach und nachverlor, sondern auch von dem Mittelmäßigen insSchlechte verfiel, und in solchem unglücklichen Zu-stande 1720. b/. I. alt starb. <?«arieutr.

Gegalino (Franz), Bildhauer von Padua ,arbeitete um i 55 o. zu Venedig , wo man an einerTreppe des herzoglichen Pallastes einige Statüenvon seiner Hand findet. p. 42. Ros-

set«', der ihn Segala nennt, führt ihn S. 77. u.129. an.

Gegaloni (Mattheus), florentinischer Bau-meister, nach dessen Zeichnung die dastge Abtey indem XVII. Jahrh, fast von Grund auf erneuertwurde. Oar/reri.

Segers (Anna), berühmte Miniaturmalersvon Antwerpen , lebte um i 55 o. 6«/ccrM-ckmI. 187.

— — (Daniel), geb. zu Antwerpen i 5 go.,

lernte bey Johann Breughel, wo er besonders dieHarmonie der Farben studirte. Er trat in jungenJahren in den Jesuiterorden, und zierte ihre Kir-chen mit Landschaften, worin er die Geschichten derHeiligen dieser Gesellschaft abbildete. Daniel hieltum Erlaubniß an nach Rom zu reisen, wo er seineZeit mit Nachzeichnen alles Merkwürdigen nützlichzubrachte, und mit solchem Ruhm in sein Vaterlandzurückkehrte - daß seine Blumeugemälde über allenPreis stiegen. Er malte verschiedene Bilder für denKayser, den Erzherzog Leopold und verschiedeneandere Fürsten ; neben Andern für den Prinzen unddie Prinzessin von Oranien sehr schöne Blumen-stücke , welche ihm mit kostbaren Geschenken belohntwurden. Seine vornehmste Kunst bestand in Blu-men, unter welchen die weiße Gilgen, die rotheRosen, die Aeste und Blätter besonders den Vorzughaben. Die schöne Färbung, das Durchsichtige,die dünnen und flatternden Blätter, alles ist wohl ge-malt; auch die Austheilung der Lichter und Schat-ten ist groß. Kurz, Segers besaß Alles, wasHochachtung bey den größten Künstlern verdient.Er st. 1660. I. Zgi.

— — (Gerard), Daniels Bruder, lernte beyHeinrich von Baien und Abraham Jansens. Erreiste in früher Jugend nach Rom , wo er verschie-dene Manieren studirte, so daß man in Gemäldenvon seiner Erfindung keine besondre wahrnehmenkönnte. Endlich hielt er sich an des Manfred!, dieer so wohl nachahmte, daß viel« Kenner dadurchirre gemacht wurden. Segers arbeitete einige Zeitan dem Spanischen Hofe, wo ihn der König zueinem seiner Hofbedienten machte. Er gedachte mitseiner Weise zu malen sein Glück in dem Vater-lande zu machen, worin er sich aber betrog, weilman daselbst die helle Färbung des Rubens, seinerdunkeln weit vorzog : AIs ein geschickter Künstler,änderte er dieselbe ab und hielt das Mittel zwischenManfredi und Rubens , da er sodann viele Kirchenzu Antwerpen mit seiner Arbeit schmückte. DieEifersucht nahm ihn nicht ein, sondern er unterhieltgute Freundschaft mit Rubens und Vandyk. Se-gers erwarb ei» großes Vermögen, st. Ei.t>2. I. alt, und hinterließ einen Sohn, den er inder Malerey unterwiesen hatte. Seine historischen

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Gemälde sind von richtiger Zeichnung, guter Comrpositipn, und glühender und starker Färbung, welchevon einer treflichen Kenntniß des Helldunkels unter-stützt ist. Man hat ungefähr 48. Bl. nach ihm, diemeist noch bey seinen Lebenszeiten von den Bols-werts, Pontius, Jode, Neefs u. s. f. verfertigtsind. Dieses Werk ward aus der Mariette Samm-lung um 62Z. Livr. verkauft. I. 386 .

Segers (Hercules). S. Zegers.Seghizzi. S. S>'gh»';;i.

Segs ni (Cosinus), Maler von Monte Darchi,lernte bey I. Baptist Vanni, und erbte seine Zeich-nungen. Segoni arbeitete zu Florenz ; er maltemit einer zarten und angenehmen Manier, starbaber in der Blüthe seiner Jahren an einem Falle.La/ärm-ccr XV. 113.

Segovia (P. Joseph de), Ordensgeistlichecder Trinitanier zu Toledo , und hernach Prälat sei-nes Klosters zu Madrid , ließ um 1628. an der Kircheder H Dreyeinigkeit zu Toledo die Vorderseite,nebst einigen andern Werken zu Madrid aufbauen,wodurch er seine Einsicht und Geschicklichkeit in derBaukunst erwies; beyde sind vortreflich. D- A.de la puenee I. i 56 .

Gegura (Andreas de). S. die Art. peri-Juan und M- Rodrigo.

Seguy od. Gigny ( ), etzte nach Zeich-

nungen vonQueverdot auf drey Blätter die Aussich-ten von Voltaire's Lustschlosse Ferney.

Seibold (Christian), Maler von Mainz , übteseine Kunst ohne Unterweisung. Seine Werke, dieetwas kalt aber wahr colorirt sind, bestehen meistin westlich ausgearbeiteten Köpfen, in welchen mansogar die Schweißlöcher wahrnimmt. Obwohl erin dem Fleiße Dennern noch weichen muß, so über-traf er ihn hingegen in der Zeichnung und in einerguten Auswahl der Stellungen. Seibold ahmtebisweilen in seinemGemälden die starken und kräfti-gen Manieren von Spagnolet und Carravaae nach.Er ward 1749. der Kayserin Königin Kabinetmaler,nachdem er sich schon einige Zeit vorher in Wien niedergelassen hatte, und starb daselbst 1768. 71.1.alt. p. 338 .

Seidlitz (Joh. Georg), Stahlschneider zuWien um 1711. Eines von seinen schönsten Wer-ken ist der Medaillon auf die Einnahme der FestungLandau durch den römischen König 1702. wovonman in: Xumism. Ki8t. p. 191. einen Stich findet,und p. 499 - den Abriß von einem treflichen Medail-lon mit dem Drustbilde der Römischen KöniginAmalia Wilhelmina .

Seit er (Daniel). S. Spder.

Selar Vincenz). Unter dem Namen diesisunbekannten Malers siehet man in der Echleishei-mer-Gallerie No. 219. eine auf Holz gemalte histo-rische Tafel mit kleinen Figuren.

Selay. S. Salai.

Seiler (Joh. Georg und Dietägen), Vaterund Sohn, Kupserstecher mit dem Grabstichel undin Schwarzkunst zu Schafhausen, verfertigten umden Anfang des X VIII. Jahrhunderts eine MengeBildnisse, die meist mittelmäßig sind. Joh. Georglernte bey Philipp Kilian .

Seleucus, antiker Edelsteinschneider, grubin einen sehr kleinen Carniol den Kops eines Silens.§to5c/r hso-go.

Seligmann (I. M.) S. Seeligmann.

Selim, türkischer Kayser, malte eine Feld»schiacht, die er über Jsmael König in Persien ge,wann. Er schenkte dieses Gemäld den Venetianern,die es in ihren Schatz verwahren ließen ^aiz-ac.

Sellajo (Jacob del), florentinischer Maler,arbeitete um 1460. in Gesellschaft mit Fraler Phi-lipp Läpp«, ^arari II 390.

Sellar>' (Franz di Neri), florentinischer Bild-