Band 
Erster Theil.
Seite
619
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S r n i s.

Seere.

6rg

Gen»s (Simon de). S. LNemmk.

Sennamar; arabischer Baumeister, blüheteim V. Jahrhundert. Er baute für Roman Alaou-var, den zehnten König der Araber zwey Schlösservon einer wunderbaren Bauart: Damit er aberfür. andere nicht dergleichen thun könnte, ließ ihndieser grausame Fürst in eine tiefe Grube stürzen.Hfo»a/ch»r p. 1Z1.

Sensibi'Ie (Anton), neapolitanischer Maler,lernte bey Silvester Bruno. Er begab sich nachRom, Florenz nnd Venedig , in der Meinung seinGlück zu machen, welches er aber nirgends findenkonnte, sondern endlich für die Kunsthändler arbei-ten, und sein Leben zu Anfang des XVII. Jahrh,im Elend beschließen mußte. II. 322.

Sepelius (Johann). Man findet unter demNamen dieses unbekannten Künstlers ein großes hi-storisches Gemald in der Gallerte zu Schleisheimunter Nr. «45- beschrieben.

Sepoicro (del Borgo S.), Beyname vonp.della Francesca, Joh. Maria Pich» und Johannde vecchi.

Sepp (Christian). S. Schund.

SeptlMl'us (Hercules). S. Getti.

— — (Publius), antiker Baumeister, schrieb

zwey Bücher über seine Kunst. kref.

I.. VIl.

rGequanus; Beyname von A. Lafreri.

Serafino (Jacob). S. Saraßin.

— — (Marc Anton), Maler von Verona ,ward unter die beßten Künstler seiner Zeit gezählt.Man findet seinen Namen mit der Jahrzahl i 55 i.iu einem Gemälde der Kirche St. Vitalis.

X°. 66.

Grabschrift setzen ließ, die man bey Reyßler Br.XXX VI. lesen kann. S. auch den Art. S- deUrstnigo.

Gerenari (Caspar), AbtvonMeffkna, lerntebey dem Ritter Cosica. Er malte historische Tafelnfür die Kirchen St. Theresia und St. Maria inTrivio zu Rom , wo er um 1720. blühete. Ati.

Serie ius oder Sericus (Philipp). S.Soye.

Gerin (Johann), Maler von Gent , lerntebey seinem Vater, der des Erasmus QuellinusSchüler war, und ein großer Geschichtsmalerwurde, wie man solches an dem Altarblatte derSt. Martinskirche zu Lournay, welches die Ge-schichte dieses Heiligen abbildet, und an verschiede-nen Altarstücken in den Kirchen seiner Geburtsstadterkennen kann. Er kam 1698. in Haag, wo er ver-schiedene Bildnisse malte, und daselbst starb. Jo-hann malte unzählige Bildnisse und arbeitete noch17^8. 70. 1 . alt, mit vielem Ruhm. E600/I.42Z;

Serlio (Sebastian), Baumeister zu Bologna ,erbte von Balthasar Peruzzi viele Schriften undZeichnungen. Derselbe gab VII. Bücher über dieBaukunst, die wegen ihres großen Werthes wiederaufgelegt und in verschiedene Sprachen übersetztwurden. Serlio gieng in Frankreich , wo er kö,niglicher Baumeister ward, und st. um r 54 m 70. 1 .alt. Er hgt eine Sammlung von Porten auf 3 c>:Platten geetzt. S. penrhers Vorrede zu dentzweyten Theile seiner bürgerlichen Baukunst.

Sermei (Cesar), Ritter und Maler von Or-vieto, ließ sich zu Aßiso haushablich nieder, undarbeitete daselbst bis an sein Lebensende, welchesum den Anfang des X VII. Jahrhunderts, 84. I.alt erfolgte. p. 161.

— — (Seraphim), Maler zu Modena , ar-

beitete um i 385 . Man sah' noch 1662. in der dasi,gen Hauptkirche eine Tafel auf dem Altare St. Ni-kolaus, welche, nach dem was man für die dama-ligen Zeiten fordern konnte, von jedermann gerühmtwurde; sie war voller Figuren und mit obqemeldtemNamen und Jahrzahl bezeichnet, x. 21.

— — (Seraphim). S. Bresciano.

Seraglia (Alexander), trefli'cher Bildhauerin Holz und gebackner Erde, verfertigte auch sehrschone von Holz eingelegte Arbeit; da er nämlich beysich ereignendem Geldmangel, der nicht selten vorfiel,einen Distelfink oder andern Vogel u. s. f. von der-gleichen Arbeit verfertigte und für einen Ducatenoder Duplonen verkaufte oder versetzte. Er arbei-tete für den Herzogen von Modena , seinen Landes-herr»; viele andere von seinen Werken wurden inSpanien und andere Lander versandt. Er st. r 63 u

p. iZo.

Serainbus; antiker Bildhauer von Egis,

A'ttNW.

Serapion, antiker Perspcctivmaler, verfer-tigte sehr schöne Arbeit für die Schaubühne, konnteaber keine Figuren male». Amrir».

Seraucourrs ), etzte neben Anderm dasBildniß von Camillns Perichon, Prevot der Kauf-leute zu Lyon , nach C. Grandon.

Serault (N.), Kupferstecher, der um 1674.blühete.

Serbruneleschi. S. Bruneleschi.

Seregno (Vincenz), treflicher Bildhauer undBaumeister zu Mailand , machte sich mit vielen an-sehnlichen Gebäuden, die er nicht allein in seinemVaterlande, sondern auch außer demselben auf-führte , sehr berühmt Man berief ihn unter vor-thcilhaften Bedingnisseu nach Rom , den Bau derSt. Peterskirche fortzusetzen, welches er aber ausLiebe für sein Vaterland von sich ablehnte. Er starbzu Mailand 1694. 85 . 1 . alt und ward in der KircheSt. Giovanni in Conca begraben, wo ihm seinSohn vitruvlus, auch Baumeister, eine schöne

— — (Ferdinand), wird von Furiettl sO. VI.)unter die Mustvarbeiter gezählt, welche um i 55 o.die Vorderseite der Hauptkirche zu Orvieto zierten.

Serm 1 ni ( ), ein Mailänder, machte dieStuccaturarbeit in der Kirche St. Benedict zu Cre-mona. Farto/i II.

Sermoneeea; Beyname von H. Siciolanre.

Serodine (Johann), von Ascona in der ita-lienischen Schweiz gebürtig, wollte in seinen Ge-mälden des M. A. Merigi Manier nachahmen; daer aber Anfangs keine genügsame Fundamente in derZeichenkunst hatte, haben seine Werke keine andereVerdienste, als daß man zuweilen in denselben einlebhaftes Colorit wahrnimmt. Nachher studirte ernach den Antiken und verbesserte in mehrerm Alterseine Zeichnung, welches ihn veranlaßte des Car-ravaggio Manier zu verlassen und den Rubens nach-zuahmen. Mau siehet Verschiedenes von seiner Ar-beit in den Kirchen zu Rom . Serodine übte auchmit großem Fleiße die Bildhauerkunst in Marmor,und starb unter der Regierung Urban VIII . um 16Z8.p. 199. Lüßli IV. 27.

Serono (Andreas), wird von Lomazzo S.6 i 5 . unter die berühmtesten Bildhauer zu Mailand gezahlt.

Serra (Christoph), von Cessna gebürtig, lerntezu Bologna bey Guercino, dessen Manier er sehrgenau in seinen Gemälden nachahmte. Er blüheteum 1660. 6rm»-ie»tr. — Joh. Baptist Serra,wird für den Lehrmeister von I. Bapt. Bianchi,des Baccio Sohn, gehalten.

Serrano, soll heißen Cerano; Beyname desJoh. Baptist Crespi.

Serra rini (Joseph Anton), Camaldoliter-Bruder, fieng den innern Bau der Kirche St. Gre-gorius des Großen zu Rom an, welcher hernachvon Franz Ferrari vollendet wurde. Diti.

Serre (Michel), Geschiebts- nnd Bildnißma-ler aus Catalonieu gebürtig, studirte in seiner frü-hen Jugend mit so gutem Erfolge zu Rom , daß,als er in seinem Siebcnzehnten nach Marseille zn-Kkkk