^2v Serres.
rückkam, für die Dominicanerkirche ein Gemäld ver,fertigte, welches ihm viel andere Arbeit zuzog, dieer mit einer sehr großen Leichtigkeit vollendete. In1704. ward er Mitglied der königl. Academie zuParis . Seine beßten Gemälde befinden sich in denKirchen zu Marseille und zu Aip in Provence , inwelchen man das Colorit, Feuer und Genie, miteiner fleißigen und reizenden Ausarbeitung vereinigt,findet. Er st. 17ZZ. 76. I. alt.
II. i 53 .
Serres (Dominicus), französischer Künstler,arbeitete um 1750. zu Paris Derselbe malte um1770. zu London sehr angenehme See- und Schiff-stücke, worin er meist die stille See vorstellte. Erwar ein Mitglied der königl. Academie.
Sortier ( ), französischer Bildhauer, war
um 17^0. Mitglied der Academie St. Lucas zu Paris ,cks Henna-
Servandoni (Johann Niclaus), Ritter desChristusordens , Perlpectivmaler und Baumeistervon Florenz , lernte die Malcrey bey I. Paul Pan-nini und die Baukunst bey I. Joseph de Roßi. Erarbeitete in England und setzte sich hernach zu Paris ,wo er 1701. zum Mitgliede der königl. Academieangenommen wurde und liMi. 71. I. alt starb.Neben de» Gebäuden, die dieser Künstler in Frank-reich aufführte (als die Pfarrkirche zu Coulange inBurgund , den Hauptaltar der Cathedralkirche zuSens , die große Treppe des Hotel von Auvergne)bewundert man vornehmlich das Portal der Kirchevon St. Sulpice zu Paris. Servandoni besorgtebey verschiedenen festlichen Anlagen dieser Haupt-stadt die erforderliche Maschinen. Man baute auchnach seinen Zeichnungen in Spanien und in Eng-land. Seine Stafeleygemalde sind sehr schätzbar.Er stellte in dem Maschinensaale des königl. Palla-stes der Tuileries zu Paris die St. Peterkirche zuRom , die Thaten des Ulysses und andere prächtigeVerzierungen in großen perspeclivischen Gemäldenvor. August III. berief ihn an seinen Hof nachDresden , wo er einige Zeit die Auszicrung derSchaubühne besorgte. Stephan Feffard hat einOrgelwerk nach ihm gestochen. Auch Patte u. a.haben nach ihm gearbeitet. Er wird in einer klei-nen Schrift: 1 ,a pure voritö x. ig6. angeführt,x. 16.
ServeIlin 0 (Guido dell'). S. den Art. Ju-lian da Majano, seines Meisters.
Gervi (Constantl'n de i), Maler, Civil-undKriegsbaumeister zu Florenz , lernte bey Santo Liki.Er durchreiste Deutschland, Spanien und Cavosyen, und kehrte, mit einem Adelsbriefe von Ru-dolph II. beschenkt, in sein Vaterland zurück, woer in Diensten seines Landesherrn nach Rom, Nea-pel , Deutschland und sogar in Perßen reisen mußte.Aller Orten verfertigte er für Könige und Fürsten Gemälde und Zeichnungen. Endlich starb er 1622.b>8- I. alt als Großherzoglicher Statthalter zu Ln-cignano. LaMnnccr 8ec. IV. ?. Z. p. 1.
— — (Zenobius de), Maler zu Florenz , lerntebey Angelas Bronzino und blühele um iM. wet-tere s» ia Drttnra I. iHo.
— — (de), Beyname von J.VincenzCasaliund I. Angelus poggibonzo.
Serrvourer (Peter), niederländischer Ku-pferstecher, arbeitete um 1600. nach David vanBoons u. s. f. Christ führt S. Z42. rc. sein Mono-gramm an. Lasan.
— — (S-), Kupferstecher, ist durch das Bild-niß von Uladislaus Sigismundus Königs in Polen bekannt.
Serzana. S. Sarzana.
Serzello (Jacob di). S. G Attaviani.
Sesoni (Franz), geb. zu Rom um 1704.,lernte bey I. Hieronymus Frezza. Er war ein gro-ßer Zeichner und Kupferstecher, der sich befliß vieleGemälde berühmter Meister mit der Radirnadel unddem Grabstichel mit »«gemeiner Gelindigkeit und
S e t t i g n a n 0.
großer Annehmlichkeit zu verfertigen. Er arbeiteteum 172«. zu Rom . Dnrmo. S. auch den Art.Joseph AÜoja.
Sesto (Cesar da), genannt da Milano , derbeßte unter so vielen Schülern des Leonhard daVince. Er war ein angenehmer Geschichtsmalerund geschickter Componist, wie man solches in derKirche St. Rochus zu Mailand siehet. Cesar malteGeschichte in des Bernazano schöne Landschaften,und zu Rom arbeitete er mir Dalthasar Peruzzi. Erwar bey Raphael in solchem Ansetzn, daß als erihm einst auf der Straße'begegnete, er mit lachen-dem Mund zu ihm sagte: „Mein Herr! ist esmöglich, daß wir so gute Freunde seyn können, dawir doch einander beständig mit dem Pinsel bekrie-gen"? Er arbeitete lange Zeit in Sicilien, undseine Werke sind daselbst häufiger zu finden als inseinem Vaterlands. Derselbe blühete um ihr»,vasari macht aus dem Cesar da Sesto und demCesar da Milans zween Maler, da doch gewißist, daß diese Namen nur Einem zugehören. SeineZeichnungen werden wegen der richtigen und denUmständen angemessene» Stellungen seiner Figureninit allem Rechte bewundert. Dorre.
— — (Hieronymus da), Baumeister zu Mai-land , war einer von denen, welche Zeichnungen zuder Vorderseite der dasigcn Domkirche gaben. S.den Art. p. A. Barca. DnMnäa.
— — (Marc da), Medailleur, von welchemRohler (XXl. 70.) eine Münze beschreibt, woraufman liefet: ?ax tibi Vonetia 1Z92.
Sestri (da), Beyname von A- Travi.
Serenari (Caspar). S. Serenari.
Serlezky (Dalthasar Siegmund), Kupfer-stecher und Schüler von I. Andreas Pfeffcl zu Aug-spurg, arbeitete in seines Lehrmeisters und andererVerlage. Seine leichte Art zu etzen verdient allenBeyfall. Er lebte noch 1767. 71. I. alt. vonSrerren Br. X.
SerreS 0 li (die selige Jacobaa), malte nachdem Leben das Dildniß des H. Franciscus vonAßis. Dieses Bild wird in einer Kapelle des Klo,siers St. Franciscus a Ripa zu Rom gezeigt. /?o»mnrrticn e
Secri (Cecchino , d. i. Franz), Maler von Mo-dena, wird von Lancilorro in seiner Chronik sehrgelobt uyd in die Zahl der berühmtesten Künstler,die um r 55 o. blühetcn, gesetzt. Man hat von ihmeinige radirte Blätter von eignen Einfällen. De-p. 5 s.
— — (Hercules), des Cecchino Nachkömm-ling , war in der Malerey und im Stechen nach eig-ner Erfindung berühmt. Diese letztem werden we-gen der treflichen Figuren, worin man schöne undangenehme Stellungen findet, sehr hoch gehalten.Er bezeichnete seine Bilder sowohl als seine Blattermit: Hercules 8eptimius. Dieser Künstler blü-hete um lh"«. Unter seine radirten Arbeiten zähltman eine auf der Weltkugel stehende Formn nachG. Reni. Christ führt sein Zeichen S. 2Z6. an.
(''eüttM/r p. g4-
Serrignano (Anton di Giorgio da). S.Giorgio.
— — (Desiderius da), geb. 1467., war vonder Natur mit höhcrn Gaben für die Bildhauerkunstversehen als sein Lehrmeister Donatello , den er inseinen Werken nachahmte. Niemand würde ihnauch hierin übertreffen haben, wenn er nicht in sofrüher Jugend 148h. gestorben wäre. Er ward beyden P. P. Servilen zu Florenz begraben. Mansiehet in seinen Statüen eine zierliche Einfalt, dieer mit lebhaftem Ausdrucke und natürlicher Bew^gung der Glieder zu vereinigen wußte; daher auchseine Bildhauerstücke lebend scheinen. Seine Kopsesind mit einer ungemeinen Schönheit und Zierlich-keit verfertigt; man bemerkt auch an seinen Fraüen,und Kindermicnen eine zärtliche, liebliche und an-genehme Manier. Defiderius erlangte alle diese