Band 
Erster Theil.
Seite
635
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Soli).

Werk ist mit solcher Zartheit zusammengesetzt, daßman 280. Würfelchen von einem sehr harten Mar-mor auf einen Quadratzoll rechnen kann. Dieseskostbare Stück befand sich zu des Plinius ZeitenzuPergamus, und der Cardinal Furietti, der esnach gemeldter Entdeckung in Besitz bekam, beschriebes in seinem Werke: lUusivI» umständlich.

Endlich erhielt es, nach des Cardinals Absterben,einen Platz in dem Kabinette des Capitals. Saletr-»»ccr I. 63 .

Solo (Johann de), Maler zu Madrid , lerntebey Bartholom^Carducho, den er vermuthlich über-treffen hatte, wenn er nicht um 1620. 40. I- altgestorben wäre. Die meisten seiner Werke sind zuMadrid und in dem königl. Pallaste de Pardo zusehen. /^e/»Lco 56 .

-(Don Loren; de), geb. zu Madrid i 634 -

lernte bey BenedictManuel Aguero. Derselbe wardeiner der größten Landschaftenmaler, setzte aber alleübrige Theile der Malerey beyseits. Er st. zu Ma-drid 1688. /^r/»Lco dsa. itzg.

Goromayor (Ludwig de), aus dem König-reiche Valence gebürtig; lernte in der Schule desStephan Marc, der ihn aber sehr hart hielt, daherer zu Johann Careno übergieng, bey welchem er«in guter Colorist, großer Zeichner und stark in derErfindung wurde. Er arbeitete hin und wieder inseinem Vaterlande und kam endlich gen Madrid ,wo er 1673. 40. I. alt starb. Alle Gemälde inder Augustinernonnenkirche zu Valence sind von sei-ner Hand, und verdienen die Aufmerksamkeit derKenner, /^e/arco 149.

Sorrino (Cajetan), von Palermo , malte amGewölb eines Oratorii in der Kirche St. Maria diConstantinopoli zu Rom die Himmelfahrt der H.Rosalia, auf frischen Kalk. Lama ant-c» e moste,-»».

— — (Emilius), Maler von Bologna , ar-beitete zu Rom , wo man von seiner Arbeit in derKirche St. Laurentius ausser den Stadtmauern,die bey Nachtszeit vorgenommene Beerdigung derH. H. Märtyrer Hypolitus und Justinus nebst einerH. Familie siehet. 7 Hr.

Soubeyran (Peter), trefflicher Zeichnerund Kupferetzer von Genf ; arbeitete bey 20. Jah-ren zu Paris , wo er mit seinem Mitbürger MichelLiotard die Geschichten des heil. Bruno nach denGemälden des Eustachius le Sueur in dem dasigenCarthauserkloster in Kupfer zu stechen gedachte;aber dieser Vorsatz hatte keinen Fortgang. Sou-beyran etzte nach Bouchardons Zeichnung die mei-sten Blatter von den geschnittnen Steinen des kö-niglichen Cabinets. Dann gieng er um 1760 insein Vaterland zurück, legte sich auf die Geometrie,und ward ein geschickter Baumeister, der die vor-nehmsten neuern Gebäude dieser Stadt angab undbesorgte; auch ward er zum Directvr der dasigenZeichenschule verordnet, und lebte noch 1770. L»E.

Soufflor (Jacob German), von Jrancy inBurgund gebürtig; war um 1720. einer der berühm-testen Baumeister zu Paris . Er führte den Bau derneuen Kirche von St. Genevieve. Dieser Künstlerwar Mitglied der Akademien zu Paris, Lyon undFlorenz . Der König ernannte ihn zum Controleurseiner Gebäude. Belicard hat nach seinen Zeichnun-gen den Plan, Ansicht, Aufriß und Durchschnittobbemeldtcr Kirche St. Genevieve gestochen. Souf-stör hat eine Sammlung von vielen Theilen derBaukunst gezeichnet, die via G. M. Dumont auf2Z0. Blätter geetzt sind. önce.

Sovico (Carl), trefli'cherGoldschmied zuMai-land, wird von Lomazzo angeführt.

Soukens (Johann), Maler von Bommel ,kernte bey Johann Vostermans. Derselbe maltesehr artige Aussichten des Rheinstroms, mit guterZeichnung und Colorit, geistreichen Verschiessen undanständigen Figuren. Aber Soukens ergab sicheiner lüderlichen Lebensart; daher auch seine letztemGemälde den erster» keineswegs entsprechen. Er

Spada. 635

lebte gegen das Ende des XVII. Jahrhunderts.

III. 56 .

Gour sLorenz du), Bildnißmaler , arbeiteteum i 65 o. an dem Turiner - Hofe. Nanteuil hatDas Bildniß der verwittibten Herzogin von Savo-yen Maria I. Baptist » von Bvurbon nach ihmgestochen.

Ssurlay (Hieronymus), französischer Ge-schichtsmaler und Schüler des Peter Mignard, ver,fertigte 1664. eineMaytafel für die Cathedralkirchezu Paris , welche die Erscheinung des Heylandes anPetrus vorstellt, und von Bossu gestochen ist. Dieheutigen Beschreibungen geben dieses Gemäld fürein Werk feines Lehrmeisters. G. Edelink hat auchnach ihm gearbeitet, /e Oo-rrte I. 359.

Souslni. S. Susitik.

Gourerman. S. Suterman.

Sourman (Peter), Malerund Kupferstechervon Harlem; lernte bey P. P. Rubens . Er maltemit großem Ruhm Geschichten und Bildnisse an denHöfen zu Berlin und Warschau . Man hat von ihmBlätter nach seiner eignen Erfindung und nach an-dern Meistern, besonders nach Rubens , woruntervornehmlich trefliche Bildnisse der Kaiser aus demHause Oesterreich, der Fürsten aus dem Hause Ora«nien, u. s. w. die er züm Theil durch seine SchülerI. Suyderhoef, I. Louis, C.Visscher undP Som-pel etzen ließ, zu rechnen sind. Der Abt von Ma,rolles besaß sein Werk in 89. Blättern. Tour,man blühet« um 1640. Den»?»/» I. Zgh.

Sourref (N.), Kupferstecher; arbeitete nachM. Valentin, in ves Erzherzog Leopolds Gallerie,u. s. w.

Soye lat. Gericius, oder Sericus(Philipp),Kupferstecher, der in des Michelangelo BuvnarottCatalog angeführt wird. Er arbeitete auch ver-muthlich nach I. Clovio. Marolles hat seinenNamen in Sirceus verwandelt.

Soyer (Carl), S. p. Marrhieu.

Sozi (Bernhardln), genannt Brno , ein ge-schickter Baumeister von Perugia ; verfertigte mitgroßer Mühe und Fleiß das Modell einer prächtigenKirche; da er aber wenig Hoffnung schöpfen konnte,dieses im Großen auszuführen, formte er nach dem-selben ein Tabernakel, oder Sacramentsgehäuse,welches man auf dem hohen Altar der dasigen Cathe-dralkirche mit Verwunderung betrachtet. Er starbi 5 So. ungefähr 70. I. alt. /'»-co/r p. iZa.

SoZins (Joh. Baptist), Stahlschneider vonSiena , blühet« um i 56 o. Er verfertigte Geprägezu gangbaren und Schaumünzen, III. 393.

Gpaccini. S. Gpezzini.

Spada (Jacob), Bildhauer, verfertigte einChristusbild, welches auf einem Altare der Augusti-ner-Nonnenkirche St. Maria delle Dergini zu Ve-nedig gesehen wird. Er lebte um 1700. /?rt» atto

— — ( Leone!), geb. zu Bologna 1676. ge-langte durch die Malerey, die er bey Cäsar Bag-lioni und den Carracci erlernt hatte, auö dem größ-ten Elende zu einem großen Gluck. Er war anfangsein gemeiner Farbenreiber und die Kurzweil seinerLehrmeister, mit der Zeit aber ein geschickter Mahler.Seine Neigung zog ihn nach Rom , den M. A. Me-ngt zu sehen. Diese zween seltsame Köpfe wurdenso gute Freunde, daß sie mit einander eine Reisenach Maltha thaten. Leonel kam nach einigerZeit in guten Umständen, mit vieler Baarschaft,ganz lustig, und von dem Großmeister mit gutenZeugnissen einer völligen Zufriedenheit, wegen ge-leisteter Dienste in seiner Kunst versehen, nach Haus«'Obgleich nun Spada durch seinen Stolz viele vonseinen Freunden unter den Malern beleidigte, muß-ten sie doch seine Werke, wegen chrer nach des Me-ng! Manier eingerichteten starken Färbung bewun-dern Er ward nach Mvdeua, Ferrara, Reggio und Parma berufen: An diesem letztem Ort hey-Mmmm