6z4 Sordi.
Gordl (Marc Altton), geschickter Bildhauerund Baumeister zu Padua , blühete vermuthlich umr 56 o. Man siehet neben Anderm von ihm in demPallaste della Raggione ein Monument, welchesdas Brustbild des berühmten Sperone Speroni vor-stellt. /Lonetti.
Gordillo de pereda; Beyname von A.bei Arcp.
Sordo, d. i. Taub; Beyname von A. Bada-racco, Th. Lareursen, M. du val und A. vi-viaui.
Sorellä (Simeon), Baumeister , blühete umrhgo. zu Venedig . Nach seinem Modelle ward dieBenedictinernonnenkirche St.Benedict um diese Zeitvon Grund aus erbaut, /f/trEo Nr
Sorello (Michel), spanischer Kupferstecher zuRom um 0760., lernte bey Jacob Frey. Man hatneben Anderm von ihm acht Blätter von verschiede-nen Größen, weiche die Tapeten des pabfllichcnPallastes im Vätican vorstellen. Die Erfindungenfind von Raphael, und die meisten Zeichnungenvon C- Maratli. Er arbeitete auch nach S. Concau. s. w. ach richt. v. Rüuftl. II. Zoo.
— — (Niclans), Kupferstecher, wird im Art.Joseph Alloja angeführt.
Sorg od. Sorg» es. S. Zorg.
Gort (Peter), Maler von St. Gusme in derHerrschaft Siena , lernte bey Ventura Salimbeneund bey Dominicus Paßignano, der ihn mit sichnach Rom führte, wo er Gelegenheit bekam, nachden prächtigen Werken des Paul Veronese zu studi-ren und in der Kunst so zuzunehmen, daß er sichdadurch die Gunst seines Lehrmeisters erwarb, derihm seine Tochter verehlichte. Da nun Sori be-ständig mit seinem Schwiegervater zu arbeiten denAnlaß hatte, setzte er sich in dessen Manier so fest,daß ihre Gemälde nicht leicht zu unterscheiden find.Er arbeitete zu Lucca, Genua, Mailand, Pavia ,in der Lombardie und zu Rom . Endlich kam er insein Vaterland zurück und verfertigte viele Gemäldefür das Königreich Spanien . Seine Arbeit undseine Person wurden wegen dieser und andern Kün-sten und guten Eigenschaften hoch geschätzt. Er st.1622. 66. I. alt an einem unglücklichen Fall. Ei-nige Schriftsteller heißen ihn Vno.
p. 302 .
Soria (Joh. Baptist), römischer Baumeister,lernte bey I. Baptist Montan, und kam in den Rufeines geschickten Künstlers, da er denn für vieleStündespersonen, besonders für den Cardinal Borg-hese arbeitete. Nach dessen Befehl zierte Soria dieKirche St. Gregorius in Monte Celio mit einem sehrschonen Portico und verbesserte die Kirche St. Gri-sogno. Die Künstleracademie von St. Lucas wählteihn zu ihrem Haupt, und da er 16H1. starb, hieltihm dieselbe ein herrliches Leichenbegangniß undbeehrte ihn in der Kirche St. Lucas mit einem zier-lichen Grabmal, /ħco/i II. 522.
Soriani (Carl), von Pavia , malte für diedasige Cathedralkirche eine Tafel, welche die H.Maria vom Rosenkranz samt dem H. Dominicus,und rings umher die 1 5 . Geheimnisse des Rosen-kranzes, vorstellt. Sarto/r II.
G 0 riau (Daniel und Peter), Vater und Sohn,aus französisch Flandern gebürtig, malten schöneBlumen, Früchte und Figuren. Damdl kam umden Anfang des XVlI. Jahrh. nach Hanau , wo erVieles zu Anlegung und Auszierung dieser neuenStadt beytrug, auch die Aufsicht über die dasigenSchloßgebaude erhielt. Sein Sohn perer lebtenoch um t66c>. und arbeitete auch zu Frankfurt amMayn. Sandrarr I. 297.
Sorinese (Peter Anton), Architecturmalerzu Brescia , zierte das Gewölb der dasigen Pfarr-kirche St. Agatha, wozuPompejus Ghili die Figu-ren malte. Sie lebten um 1660. ^veroiäo.
Sorio. S. Sori.
Svsu s.
Soritv (Joh. Baptist), Kupferstecher um1620., wird von Drlandi S. 5 i 5 . angeführt.
Sorlay. S. Sourlay.
Sormano (Joh. Anton und Leonhard), Ge-brüder, Bildhauer von Savona . Nachdem I.Anron zu Rom studirt und verschiedene schöneWerke verfertigt hakte, trat er in Dienste Philipp li.in Spanien , wo er für das Escurial Bildhauerar-beit lieferte, die dem König so wohl gefiel, daß erihm nebst reichlicher Belohnung ein Jahrgeld von700. Thalern anwies, und damit er ihn in seinenDiensten behalten möchte, verheurathete er ihn anein schönes Frauenzimmer, und machte ihn zu sei-nem Kammerdiener. Sormano setzte sich also zuMadrid , und baute daselbst ein sehr schönes Hauö,wovon er, nebst einer bequemen Wohnung für sichselbst, jährlich 5 oo. Thaler Miethe bezog; überfeinGlück war von kurzer Dauer, indem er frühzeitigstarb. Leonhard arbeitete zu Rom für GregorXlll. und Scht V. Dieser belohnte ihn reichlich,und trug ihm besonders auf, die Bildhaucrarbeitan den Brunnen, die dieser Pabst theils erneuern,theils aufrichte» ließ, zu verfertigen. Er blüheteum 1690. und starb zu Rom , wo er ein sehr kostba-res Kabiner von antiken Sratücn gesammelt hatte,ä'o^r'aur p. 55 . etc.
Sornique (Dominicus), geschickter Kupfer-stecher zu Paris , lernte bey Carl Simoneau undarbeitete nach L. Giordano, D- Teniers u. s. f.Man hat auch von ihn, viel kleine Bildnisse in desOdieuvre Verlag, und eine Menge artiger Vignet-ten. Dieser Künstler st. 1706. jg. I. alt.
Sorri. S. Sori.
Sosicles, antiker Bildhauer, dessen Namenan der Statüc einer Amazonin zu lesen ist, die aufdem Capitol zu Rom verwahrt wird. Winkel-manns Anurerk. üb. die Geschichte der LunstS. 5 v.
Sosini. S. Sozini.
Sosocles, antiker Künstler, schnitt einengeflügelten Medusenkopf auf einen Chalcedouier.ä'taLcü 65 .
S 0 sten t Theodor van). S. den Art. L. w.Tamm, seines Schülers.
Sostraces, des Dexiphanes Sohn, be-rühmter Baumeister von Gnidus gebürtig. Erward befehligt, in seiner Vaterstadt öffentliche Cva-ziergauge, die auf Bogen rührten, zu bauen; unddiese würden wegen der kühnen Ausführung undFestigkeit sehr bewundert. Dieser trefliche Künstlerführte auch, nach Befehl des Königs Ptolomaus,den Leuchtethurm zu Alcxandria auf, der unter diesieben Wunderwerke der Welt gezahlt wird. DieBegierde, seinen Namen durch dieses Werk un-sterblich zu machen, verleitete ihn zu der List, seineneignen an diesem Thurme tief eiiigegrabencnNamenmit einem leichten Anstriche zu bedecken, worauf derName des Königs Ptolomeus , der die Kosten darzuhergab, eingegrabcn war. h. XXXVI.
0 . - 2 .
Sostrarus, Bildhauer von Chio, blühete inder 1 Olympiade. Er lernte bey Pylhagoras ,feiner Mutter Bruder, und arbeitete in Gesellschaftmit Hecarodorus. 1 ^. XXXIV. V. 8.
— — oder Sotnarus, Edelsteinschneider.Man kennt von ihm einen Cupido, der zwo Löwin-nen bezwingt, auch einen Meleager und Atalanta,beyde auf zweyfarbigte» Agath geschnitten.
66. u. 67. p. 294.
Sosus, antiker Musivarbeiter, von welchemwinkelma n n (Geschichte der Bunst S. 406)die Vermuthung äußert, daß eines der seltenstenund schönsten Stücke i» dieser Art, welches 17Z7.in den Ruinen der Villa Aoriani zu Tivoli hervor-gegraben worden, vielleicht seine Arbeit seyn möchte.ES stellt eine Schaale vor, auf deren Rande vierDauben sitzen, von denen eine trinken will. Dieses