Band 
Erster Theil.
Seite
639
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Spinells.

auch Vieles für Privatpersonen, und stand deswe-gen in gutem Ruf. Hernach aber vertiefte er sichin die Alchymie, wobey er durch Zerspringung einergläsernen Flasche um 16,7. den Tod erholte. Do-Emcr III. 6g.

Spinellslernte bey Cioneberühmter Schmelzmaler, wie man dieses an dembischöfi. Hut und Stäbe zu Arezzo sehen kann, anwelchem man sehr schone Zierathen von dieser Ar-beit findet. Viele andere historische Werke verfer-tigte Forzore für die P. P. della Vtrnia. Er lebteum iö 5 o. und hinterließ einen Sohn, der, wie seinGroßvater, Spinells hieß. Derselbe malte, wiedieser, in der Sakristey der Kirche St. Miniato alMonte nahe bey Florenz . ^ara»-r I. i(Z8.

Spinells (Parri d. i.Caspar), lernte beyseinem Vater Spinells und bey Loren; Ghiberti .Er malte zierliche und wohlgezeichnete Figuren mitschönen starken Wendungen, leichten und zartenGewändern, auch treflichem Colorit, so wohl inFresco als in Wasserfarben. Oarri arbeitete anvielen Orten seiner Geburtsstadt, wo man einigeandächtige Marienbilder von ihm stehet. Erhaltemit einigen Verwandten Streikhändel; von diesenward er eines Tags angegriffen , und obwohl er inZeiten Hilf erlangte, gerieth er doch in ein so gro-ßes und anhaltendes Schrecken, daß er seit derZeit alle seine Figuren, von dieser Leidenschaft ge-rührt, vorstellte. Er lebte um iHoo. st. 56 . 1 . alt,und ward bey seinem Vater begraben. Sottarr 1 .229.

— — (Spinells), geb. zu Arezzo um 1210.lernte bey Jacob Casentino, den er vor seinem Zwan-zigsten sehr weit übertraf. Er verließ ihn umräZo. und arbeitete für seine eigne Rechnung. Spi-nells gab seinen Heiligen und Marienbildern soschöne Geflchtsmienen, daß sie Liebe und Andachterweckten. Seine Werke arbeitete er mit großemFleiß , glänzendem Colorit und solcher Kunst aus,daß seine Frescogemälde sich ganze Jahrhundertedurch frisch erhielten ; auch war er fertig und leichtin Führung des Pinsels. Seine Bilder sind zuArezzo in so großer Achtung, daß da eine Kirchegeschlissen werden sollte, eines seiner al Fre-sco's sehr sorgfältig und mit großen Unkosten ausge-sägt und anderswo verwahrt wurde. Als er in derDomkirche zu Arezzo den Sturz Lucifers malen sollte,gab er sich alle Mühe, diesen auf das Häßlichsteabzubilden; aber von seiner Einbildungskraft erhitzt,stellte er sich im Schlafe den Satan in drohenderGestalt vor, wodurch er in ein solches Schreckengerieth, daß er wenige Tage hernach, freylich 92.I. alt starb. Er ward in der Augustinerkirche be-graben. /^ar-i l. 2i2.

Spinga (Alphons), einer der beßten SchülerdesSolimena, war nicht allein im Colorit, sondernauch in Erfindung weitläuftiger historischer Compo-sitionen wohl erfahren. Er arbeitete sieben Jahrezu Genua, und lebte noch um 1740. zu Neapel ,seiner Geburtsstadt. Dourcmci III. 721.

Spingsla. S. Espingsla.

Spini (Joh. Franz), Maler von Bolog-na , lernte bey Loren; Pastnelli und bey I. Josephbal Sole. Er arbeitete mitgroßem Fleiß in Oel undFresco in den Kirchen St. Petrus und der Verkün-digung zu Bologna , wo er um 1740. lebte. FeLmaxitt-'t'ce III. 128.

Spinninck (C. Philipp). S.dieArt. ^.Buo-»amics und Spienngs.

Spintharus, Baumeister von Corinth, blü-hete vor der 6a. Olympiade. Er baute den Tempeldes Apollo zu Delphis wieder auf. I,. X.

Spinrhusius (Jacob), Kupferstecher, ar,bettete nach F. Floris, u. s. w.

Spirinus (H.), Kupferstecher, wird vonChrist S. 226. angeführt.

SPirinx (Franz), berühmter niederländischerTapezierer, arbeitete nach Cartons von H. C- Vroom,n. s. w.

(Forzore di), des Spinells Sohn,. Er war ein westlicher Zeichner und

Spranger. 639

Spiri'nx (Ludwig), Kupferstecher von Dijon ,arbeitete um i 65 o. zu Brüssel.

Spirirs (Monsu), Maler von Chambery ge-bürtig, arbeitete um 164». an dem Hofe des Her-zogs von Savoyen . Man siehet in der königl. De-neria unweit Turin zwey Frauenzimmer-Bildnissezu Pferde von seiner Hand. K. Audran hat nachihm gestochen. I. B. Benaschi war sein Schüler.Larto/i III.

Spisanelli oder Spisans (Vincenz). S.pisanelli.

Spisani (Vincenz), Maler von Bologna ,wird unter den vielen Schülern des Loren; Pasi-nelli angeführt, xittr-ice III. -40.

Spitzel (Gabriel), Maler von Augspurg, lerntebey Tobias Laub, und arbeitete einige Zeit beydemberühmten Landschastmaler Beich zu München , woer auch Gelegenheit hatte, Vieles nach Jacob Ami-goni, der sich damals dort befand, zu copiren. Erarbeitete zu Gera , Cöthen, Berlin , hielt sich aucheinige Zeit zu Halle in Sachsen auf, kam aber end-lich wieder in seine Geburtsstadt zurück und st. 1760.62. 1 . alt. Seine meiste Arbeit bestand in Bildnis-sen: Er und seine Ehefrau, eine geborne Corvinus,arbeiteten auch in Schwarzkunst. I. I. Hayd,B. Probst, D. Herz, u. s. f. haben nach ihm ge-stochen und geschabt, von Sterken Br. IX.

Gplans (Joh. Thomas), Maler von Bitonto ,lernte bey Andreas da Salerno und bey I. PhilippCriscuolo. Er blühete um das Ende des XVI.Jahrhunderts. Von ihm sieht man verschiedenefleißig ausgearbeitete Bilder in den Kirchen zu Nea-pel . Oo,»e»icr II. i 5 s.

Slinrher (Geerit). S. A. Bloemaerk, sei-nen Schüler.

Gpoede (I. I.), Maler zu Paris , war um1760. Direckor der dasigen Akademie von St. Lucas.Er malte Geschichte, Bildnisse und Thiere. Auchkennt man ein Blatt, welches I. Guerard nach ihmgestochen, mit der Unterschrift: I-e Oo^en <lesksintres (le l'^caclemie 8t. I.uc. Es ist viel-leicht des Malers eignes Tildniß in Carricatur.

Spserl (Jostas), Kupferstecher, den ChristS. 276. anführt.

Sp 0 lverini (Hilarius Mercanti), Geschichts-Landschatt- und Seemaler, arbeitete um den Anfangdes X Vill. Jahrhunderts mit Ferdinand Galli-Bi-biena an dem herzogl Hofe zu Parma . Man siehti» dem königl, Palsaste zu Neapel drey große Bildervon ihm, welche Landschaften und Meeraussichienvorstellen; sie sind geistreich zusammengesetzt undvon feiner Ausarbeitung, aber die Farbe ist falsch.O/em. II. 204.

Spssner (C ) , englischer Kupferstecher, vonwelchem man verschiedene Schwarzkunstblatter nachReynolds u. a. kennt. Er lebte um 2760.

Sporer (Johann), Jlluminicrer und Form-schneider zu Nürnberg um - 4 ^- Derselbe gab einWerk: ^rs morienrli. welches 24 Holzschnitteenthaltet. Murr Hürnbergische Lunstge-schichre S. 141

— — (Wolfgang), guter Geschick)tsmalerzuDanzig ; st. 1614.

Sporkmans ( ), Maler zu Antwerpen ,

lernte bey P. P. Rubens . Man siehet von ihmzwey schöne Bilder in der Carmeliterkirche dieserStadt. Das eine stellt die päbstliche Bestätigungdieses Ordens vor; in dem zweyten bittet St. CarlBorromäus für das von der Pest behaftete Volk.Seine Zusammensetzung ist gut und die Zeichnungrichtig; aber seine Gewänder sind schlecht. DieArbeit ist frostig und ohne Wirkung. cke

D e 5 c a »r p 5.

Spranger (Bartholomö), geb. zu Antwer-pen r 546 , lernte zu Harlem bey Johann Mandyn,nach dessen Tode bey Franz Mosiart, und endlich beyCornelius van Dalen. Nach ausgestandenen Lehr-