Band 
Erster Theil.
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640
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640 Spreeuw.

jähren gierig er 1563. in Frankreich , und von dain Italien , wo er Bernhardin Gatti's Schülerwurde. Er arbeitete zu Rom für den CardinalFar-nese, »nd malte in seinem Landpallaste Caprarola sehr schone Landschaften auf frischen Kalk. Dondiesem Gönner ward erPius V. vorgestellt, der ihnzu seinem Maler annahm, und ihm eine Wohnungauf dem Belveder einräumen ließ. Daselbst malteGpranger das jüngste Gericht auf eine Kupfer-platte von in der Höhe, worin man bey 5 oo Kö-pfen zahlt; gleichwohl arbeitete er an diesem Ge-mälde nicht länger als i 4 - Monate, und dient sol-ches zu Auszierung von dem Grabmale dieses Pabsts.Nach dessen Absterben verfertigte er noch einige Ge-mälde für die Kirchen zu Rom . Gpranger tratdarauf i 5 ? 5 . in kayserl. Dienste, in welchen er eineunzählige Menge historischer Tafeln malte, und beyRudolph II. in besondern Gnaden stand, der ihnin den Adelstand erhob, und mit einer dreyfachengoldnen Kette beschenkte. Von diesem Fürsten er-hielt er Erlaubniß, sein Vaterland, welches er 3 /.Jahre nicht gesehen hatte, zu besuchen, wo er mit»»gemein großen Ehren empfangen wurde. Endlichkam er nach Prag zurück, und starb daselbst in ho-hem Alter. Obwohl Gpranger gleichsam mittenunter den beßten Werken des Alterthums erzogenwar, bediente er sich doch dieses Vortheils nicht,sondern folgte seinem eignen Genie, und man tadeltmit allem Recht das Uebertriebne sowohl in seinenUmrissen als in seinen Stellungen. «Um dieseZeit" sagt Marterte » mußte man, um Ruhm zuerlangen, die Character übertreiben, die Muskelnunbedachtsam stark ausdrücken, und seinen Figureneben so falsche als seltsame Verdrehungen und Stel-lungen geben. Man gab diese Fehler für Kunststückeaus, und bewunderte deswegen einen Gpranger,Golzius und andre. Zum Glück ist diese barba-rische Manier in Vergessenheit gerathen, und ist zuhoffen, daß sie immer darin bleiben werde." C.Cork, I. Müller, die Sadeler, I. Matham, I.dan Geyn u. s. w. haben nach ihm gestochen. Ihmselbst wird ein St. Johann der Evangelist zugeschrie-ben. Man rechnet sein Kupferwerk auf ungefähr280. Blätter. Dercamxn I. 184.

Spreeurv oder Spreu voe (I. I), nie-derländischer Maler, dessen Werke gewöhnlichHandlungen des bürgerlichen Lebens abbilden. Manfindet seine Gemälde in den Cabineten der Liebhaber.

Spremb (Johann Agric.), deutscher Form-schneider, arbeitete nm 1262. /ÄxMo» I. 2Z0.Andere halten ihn für einen lutherischen Geistlichen,der Luthers Catechismus in Holzschnitten druckenließ.

Sprenge l (Ambrosius), geschickter Geschichts-maler zu Danzig , von welchem man neben Andermein schönes Altarblatt in dem Kloster Oliva siehet,worin viel kleine Figuren wohl gruppirt sind. Erward Mitglied des Raths in der alten Stadt, undst. 1695.

Sprier (Johann van der), ward in dem Bür-ger- Waysenhause zu Delst erzogen. Er lernte beyJohann Verkoste, der einen geschickten Bildnisse-maler an ihm zog. Sprier gieng nach London ,wo er sich verheyrathete und haushablich niederließ.Er blühete um 1700. /fo«ü,aLe» 111 . 286.

Springinklee (Johann), wohnte zu Nürn-berg in gleichem Hause mit Albrecht Dürer , undhatte dadurch erwünschte Gelegenheit, seine Kunstim Malen, Illuminieren und Formschneiden zubessern. Er st. um r 54 o. Christ giebt sein Mo-nogramm S. 226. Doppelmayc S. 190.

Sprang (Gerard), Maler von Harlem , lerntebey seinem Vater, den er in der Kunst übertraf.Er stellte in seinen Gemälden gewöhnlich bürgerlicheZusammenkünfte vor. Man siehet von ihm treflicheGemälde in dem Schützensaale seiner Geburtsstadt.Er wird auch unter die beßten Bildnissemaler seinerZeit, die um 1640. einfällt, gerechnet.

II. 41.

Stäben.

Gprsre ( ), ein Frauenzimmer, malte um176h. zu Paris in Pastel und Miniatur.

Sprupt(P.), Malervon Antwerpen, ra-dirre verschiedene Blätter, besonders nach Rubens .Er lebte im XVIII. Jahrhundert,

Spurius Carviliu«, antiker Bildhauer;verfertigte die Statüe Jupiters, die ehedem in demCapitol zu Rom aufgerichtet stand. /Äm«r L,.XXXIV. c. 7.

Sppk (Jacob van), Bildnissemaler aus Haaggebürtig; studirte zu Rom , wo er in der nieder-ländischen Künstlergesellschaft den Pentnamen Tu-beroos bekam. Aonü-'aLe« II. 349. 3 . — I.

v. D. Gpyk hat die Blätter verfertigt zu:/fa/ierr ksscicull icoaum anstomicarnm.

Gquarcina (Bernhard), Baumeister oderPrvto der Cathedraikirche zuPadua um 176b. Manhat ihm die Erfindung einer sehr dienlichen Me-thode , die Festigkeit der Kupolen sicher zu stellen»zu verdanken. S. den Art. Johann Gloria,ei'«« e» /ta/re. VIll. 222.

Squarcione (Franz), geb.zuPadua 1894.war ein großer Kunstliebhaber, und gieng in Grie-chenland die Zeichenkunst zu erlernen, brachte aucheine liebliche Manier mit sich nach Hause, so daßseine Schule mehr als aller andern Maler besuchtwurde, indem man 137. Lehrlinge zählte die sichseiner Unterweisung bedienten; daher er der Vaterder Maler genannt wurde. Er lebte als ein wvhl-begüterterMann, und besaß eine starke Sammlungvon Gemälden, Zeichnungen und Basreliefs, dieseinen Schülern zu Mustern dienten. Kayser Fried-rich, der H. Bernhard, der Patriarch von Aqui-leja und einiHe andere Prälaten besuchten ihn inseiner Werkstalte. Er st. 1474. und ward in demKloster St. Franciscus zu Padua begraben. Einigeheissen ihn Jacob, und machen aus Einem Künst-ler zwey. I. 67.

Sq » azella (Andreas), ein Florentiner, lerntebey Andreas del Sarto, und gieng mit ihm inFrankreich in Franz I. Dienste. Einige von seinenGemälden sind in einem Saale des ProfeßhauseSder Jesuiter zu Paris zu sehen; als: Die Samm-lung des Manna, die Schlagung des Felsens, u.s. f. Diese standen ehemals in dem Schlosse Cham -blancay nahe bey Troyes in Champagne , weichesdem Baron von Braune, Superintendenten derinanzen zugehörte. Squazella lebte um i 53 <>.ottM'i II. 248. Kot. (2.)

Squoniam( ), deutscher Maler und guterColorist, von welchem man Gemälde in zwo Kir-chen zu Lyon findet. Der Verfasser der Beschrei-bung dieser Stadt sagt S 35 . dieser Maler habezu Rom in der Kirche St. Maria in Ära Coeligearbeitet; aber Tiri führt daselbst keinen Künstlerdieses Namens an, wenn es nicht etwa den Da-niel Syder bedeuten soll.

Staal (P.), niederländischer Landschaftsma-ler ; lebte um 1616. und ahmte die Manier, desJost Momper nach.

Sraaren. S. Staren.

Srabbs. S. Srubbs.

Stabelli ( ), Bildhauer, von welchem manin einer Kapelle der Kirche St. Maria della Libertazu Bologna ein Kruzifix siehet,

Graben (Heinrich), niederländischer Künst-ler; lernte in seinem Vaterlands und gieng daraufnach Venedig , wo er die Schule Lintorets besuchte.Er malte Perspektive, Geschichten und leblose Ge-genstände. Dieser Künstler arbeitete zu Paris ,und st. daselbst i 658 .80 .1 alt. Felibien beschreibtein kleines Gemäld von ihm, welches das Kabineteines Kunstliebhabers vorstellt, worin die Gemälde,Statüen, allerhand Mobilienu. s. w- mitungemehner Zärtlichkeit und einem erstaunlichen Fleiß, in